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Der geniale Plastiktüten-Trick für den Besen: So bleiben Haare und Staub daran hängen, statt sich in den Borsten zu verfangen

Der geniale Plastiktüten-Trick für den Besen: So bleiben Haare und Staub daran hängen, statt sich in den Borsten zu verfangen

Haare, Tierfell und feiner Staub gehören zu den Dingen, die sich mit einem normalen Besen oft nur mühsam aufnehmen lassen. Statt im Kehrblech zu landen, verfangen sie sich zwischen den Borsten oder werden über den Boden geschoben. Eine einfache Plastiktüte kann hier helfen: Über den Besenkopf gezogen, bildet sie eine glatte Oberfläche, an der leichte Haare und Staubpartikel durch Reibung und elektrostatische Aufladung leichter haften können. So funktioniert die Methode richtig – und auf welchen Böden sie sinnvoll ist.

Der geniale Plastiktüten-Trick für den Besen: So bleiben Haare und Staub daran hängen, statt sich in den Borsten zu verfangen

Die wichtigste Methode: Eine Plastiktüte über den Besen ziehen

Der Trick eignet sich vor allem für trockene Böden, auf denen lose Haare, Tierfell, Flusen und leichter Staub liegen. Besonders praktisch ist er auf Laminat, versiegeltem Parkett, Vinyl und Fliesen.

Du brauchst:

  • 1 saubere, trockene und möglichst dünne Plastiktüte
  • 1 normalen Haushaltsbesen mit trockenem Besenkopf
  • 1 Kehrschaufel oder einen Mülleimer

So gehst du vor:

  1. Besen vollständig trocknen. Der Besenkopf darf weder feucht noch fettig sein. Feuchtigkeit reduziert die elektrostatische Wirkung und lässt Staub an der Tüte schmieren.
  2. Tüte über den gesamten Besenkopf ziehen. Die Borsten müssen vollständig bedeckt sein. Die Tüte sollte straff genug sitzen, aber nicht so stark gespannt werden, dass sie beim Kehren reißt.
  3. Mit kurzen, ruhigen Bewegungen kehren. Führe den Besen 30 bis 60 Sekunden über den trockenen Boden. Durch die Reibung kann sich die Kunststoffoberfläche elektrostatisch aufladen.
  4. Haare und Flusen sammeln. Nach einigen Bahnen bleiben leichte Partikel an der Außenseite der Tüte hängen oder lassen sich zu kleinen Ansammlungen zusammenschieben.
  5. Tüte vorsichtig abziehen. Nach dem Kehren die Tüte nach innen wenden und entsorgen oder – wenn sie sauber und unbeschädigt ist – für denselben Zweck erneut verwenden.

Der Effekt ist sofort sichtbar: Lange Haare wickeln sich deutlich weniger um einzelne Besenborsten. Die Methode ersetzt allerdings keinen Staubsauger bei Sand, Krümeln oder schwerem Schmutz.

Warum funktioniert der Plastiktüten-Trick überhaupt?

Das Prinzip beruht hauptsächlich auf Reibung und elektrostatischer Aufladung. Wird Kunststoff über eine trockene Oberfläche bewegt, kann elektrische Ladung entstehen. Sehr leichte Materialien wie Haare, Tierfell, Fusseln und feine Staubpartikel können dadurch von der Kunststoffoberfläche angezogen werden.

Wie stark der Effekt ausfällt, hängt von den Bedingungen ab. In einem trockenen Raum funktioniert er meist besser als bei hoher Luftfeuchtigkeit. Auch die Kunststoffart und der Bodenbelag spielen eine Rolle.

Wichtig: Die Tüte löst keinen fest haftenden Schmutz. Eingetrocknete Flecken, Fett oder klebrige Rückstände müssen weiterhin mit einer für den jeweiligen Boden geeigneten Reinigungsmethode entfernt werden.

Bei Tierhaaren die Fläche in kleinen Abschnitten bearbeiten

Wer Hund oder Katze hat, kennt besonders feine Haare, die sich an glatten Böden und Fußleisten sammeln. Hier lohnt es sich, nicht den ganzen Raum auf einmal zu bearbeiten.

Teile den Boden gedanklich in Flächen von etwa 1 bis 2 Quadratmetern ein. Fahre mit dem eingepackten Besen jeweils 30 bis 60 Sekunden in eine Richtung und anschließend quer dazu. Dadurch werden Haare aus Fugen und entlang der Fußleisten besser erfasst.

Bei großen Haarmengen die Tüte zwischendurch über dem Mülleimer abstreifen oder wechseln.

Auf Teppichen ist diese Methode dagegen nur eingeschränkt geeignet. Tief sitzende Tierhaare werden durch eine Plastiktüte nicht zuverlässig aus den Fasern gezogen. Hier sind Staubsauger oder geeignete Teppichbürsten wirkungsvoller. Auf Polstern und im Auto funktioniert dagegen Tierhaare und Flecken aus Autositzen entfernen: Der Gummiwischer-Trick.

Feinen Staub zuerst trocken aufnehmen

Auf Laminat, Vinyl oder versiegeltem Parkett ist es sinnvoll, losen Staub und Haare vor dem feuchten Wischen zu entfernen. Andernfalls verbinden sich Haare und Staub mit dem Wischwasser und bilden kleine feuchte Ablagerungen, die anschließend an Boden oder Wischmopp hängen.

Bearbeite den trockenen Boden zunächst etwa 1 Minute pro kleiner Fläche mit dem Plastiktüten-Besen. Entferne anschließend die gesammelten Partikel und wische erst danach entsprechend den Pflegehinweisen des Bodenherstellers.

Bei unbehandeltem oder empfindlichem Holz sollte möglichst wenig Feuchtigkeit verwendet werden. Der Plastiktüten-Trick selbst benötigt weder Wasser noch Reinigungsmittel und ist deshalb ausschließlich für die trockene Vorreinigung gedacht.

Haare aus dem Besen entfernen, bevor sie sich festsetzen

Auch ohne Plastiktüte sollte ein Besen regelmäßig gereinigt werden. Ziehe nach jedem größeren Einsatz sichtbare Haare mit behandschuhten Händen oder einem geeigneten Besenkamm aus den Borsten. Wie gründlich sich Borsten säubern lassen, zeigt So reinigen Sie Ihre Haarbürste gründlich – mit einem einfachen Wasserbad.

Bei abwaschbaren Kunststoffborsten kann der Besenkopf anschließend mit lauwarmem Wasser und einer kleinen Menge mildem Spülmittel gereinigt werden. Etwa 1 Teelöffel auf 1 Liter Wasser genügt. Danach gründlich abspülen und vollständig trocknen lassen.

Holzbesen oder Naturborsten sollten nicht längere Zeit eingeweicht werden. Feuchtigkeit kann Holz aufquellen lassen und empfindliche Naturfasern beschädigen.

Fehler, die du vermeiden solltest

Mit nassem Boden arbeiten: Auf Feuchtigkeit funktioniert die elektrostatische Anziehung deutlich schlechter. Außerdem können Staub und Haare an der Tüte verschmieren.

Zu kräftig schrubben: Die Plastiktüte kann reißen. Ruhige Kehrbewegungen reichen aus.

Den Trick für schweren Schmutz verwenden: Sand, Erde, Glassplitter oder größere Krümel werden nicht durch statische Aufladung zuverlässig gehalten. Dafür sind Besen und Kehrschaufel oder ein Staubsauger geeigneter.

Empfindliche Elektronik damit entstauben: Elektrostatische Aufladung ist in der Nähe empfindlicher elektronischer Bauteile unerwünscht. Der Trick gehört auf geeignete Bodenflächen, nicht ins Innere elektronischer Geräte.

Eine Tüte unbeaufsichtigt herumliegen lassen: Dünne Plastiktüten gehören außerhalb der Reichweite kleiner Kinder und Haustiere.

Für andere Bereiche nutzen

Bei glatten Treppenstufen kann dieselbe Methode helfen, lose Haare vor dem Wischen einzusammeln. Auch unter Möbeln ist ein flacher, mit Kunststoff umhüllter Besenkopf praktisch, sofern genügend Platz vorhanden ist.

Für sehr große Flächen bleibt ein Staubsauger meist effizienter. Der Plastiktüten-Trick eignet sich besonders für die schnelle Reinigung zwischendurch und für Stellen, an denen sich lange Haare ständig in den Besenborsten verfangen.

Häufige Fragen

Funktioniert der Trick wirklich bei Haaren?

Ja, vor allem bei trockenen, losen Haaren und Flusen auf glatten Böden. Die Wirkung entsteht durch Reibung und elektrostatische Anziehung, kann aber je nach Luftfeuchtigkeit und Material unterschiedlich stark sein.

Muss die Plastiktüte besonders dünn sein?

Eine leichte, flexible Tüte lässt sich gut um den Besenkopf legen. Entscheidend ist, dass sie sauber, trocken und unbeschädigt ist.

Kann ich damit auch Teppiche reinigen?

Nur oberflächlich. Für Haare, die tief zwischen Teppichfasern sitzen, sind ein geeigneter Staubsauger oder eine Teppichbürste deutlich effektiver.

Brauche ich zusätzlich Essig oder Natron?

Nein. Für diesen Trick sind weder Essig noch Natron notwendig. Eine trockene Plastiktüte und ein trockener Besen reichen aus.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.