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Bad & Sanitär

Schwarzer Schimmel in Silikonfugen? So werden Badfugen wieder sauber – ohne gefährliche Mischungen

Schwarzer Schimmel in Silikonfugen? So werden Badfugen wieder sauber – ohne gefährliche Mischungen

Schwarzer Schimmel in Silikonfugen? So werden Badfugen wieder sauber – ohne gefährliche Mischungen

Schwarze Punkte entlang der Badewanne oder Dusche sind nicht nur unschön. In dauerhaft feuchten Bereichen können sich Schimmelpilze auf Silikonfugen ansiedeln und mit der Zeit immer tiefer in das Material eindringen. Entscheidend ist deshalb, früh zu handeln und gleichzeitig die Ursache – meist zu viel Feuchtigkeit – zu reduzieren. Mit 70-prozentigem Alkohol lassen sich kleine, oberflächliche Stellen behandeln. Ist das Silikon bereits tief schwarz, porös oder beschädigt, hilft dagegen meist nur ein Austausch.

Schwarzer Schimmel in Silikonfugen? So werden Badfugen wieder sauber – ohne gefährliche Mischungen

Kleine Schimmelstellen auf Silikon richtig reinigen

Für kleine, oberflächliche Stellen eignet sich 70-prozentiger Isopropylalkohol oder Ethanol. Alkohol wirkt gegen viele Mikroorganismen und verdunstet anschließend, ohne die Fuge dauerhaft feucht zu halten.

Benötigt werden:

  • 50–100 ml Alkohol mit etwa 70 % Vol.
  • Einmalhandschuhe
  • Küchenpapier oder Einwegtücher
  • eine kleine weiche Bürste oder alte Zahnbürste
  • sauberes Wasser
  • trockenes Tuch

So gehen Sie vor:

  1. Gut lüften. Fenster öffnen und für Luftaustausch sorgen. Alkohol ist leicht entzündlich: keine Kerzen, Zigaretten oder andere Zündquellen in der Nähe.
  2. Fuge zunächst reinigen. Seifenreste mit warmem Wasser entfernen und die Fläche anschließend trocknen.
  3. Alkohol auftragen. Ein Tuch mit 70-prozentigem Alkohol befeuchten und die betroffene Fuge vollständig benetzen. Nicht unnötig großflächig versprühen.
  4. Etwa 10 Minuten einwirken lassen. Danach vorsichtig mit einer weichen Bürste über oberflächliche Rückstände gehen und mit einem Einwegtuch abnehmen.
  5. Vollständig trocknen lassen. Gebrauchte Tücher entsorgen und anschließend weiterlüften.

Bei oberflächlichem Befall sollten die dunklen Ablagerungen deutlich zurückgehen. Bleiben schwarze Verfärbungen im Silikon selbst sichtbar, bedeutet kräftigeres Schrubben nicht automatisch bessere Ergebnisse. Dann kann der Befall bereits tiefer sitzen.

Wichtig: Alkohol niemals mit chlorhaltigen Reinigern oder anderen Chemikalien mischen. Vorher außerdem an einer unauffälligen Stelle prüfen, ob angrenzende empfindliche Oberflächen den Alkohol vertragen.

Bei tiefschwarzem Silikon hilft oft nur Erneuern

Eine Silikonfuge ist kein dauerhaft unveränderliches Bauteil. Sie altert, kann sich ablösen und wird mit der Zeit porös. Hat sich der schwarze Befall tief im Material ausgebreitet, lässt er sich durch oberflächliche Reinigung häufig nicht mehr zuverlässig entfernen.

Typische Warnzeichen sind eine durchgehend dunkle Fuge, schwarze Flecken unter der Oberfläche, Risse, Ablösungen oder weiches und brüchiges Silikon.

In diesem Fall sollte die alte Fuge vollständig entfernt werden. Die darunterliegende Fläche muss anschließend gereinigt und komplett getrocknet werden. Erst dann wird neues, für Sanitärbereiche geeignetes Silikon aufgetragen.

Wer dabei unsicher ist oder wenn größere Wandbereiche betroffen sind, sollte einen Fachbetrieb hinzuziehen. Besonders wichtig ist das, wenn trotz regelmäßiger Reinigung immer wieder Feuchtigkeit hinter Fliesen oder Anschlüssen auftritt.

Seifenreste regelmäßig entfernen

Schimmelprävention beginnt nicht erst beim schwarzen Fleck. Auf Fugen sammeln sich Seife, Hautfette und andere Rückstände. Zusammen mit anhaltender Feuchtigkeit entsteht ein günstiges Milieu für mikrobielles Wachstum.

Für die normale Unterhaltsreinigung reichen meist 500 ml warmes Wasser und etwa 5 ml mildes Spülmittel.

Ein weiches Tuch in die Lösung tauchen, Fugen und angrenzende Flächen abwischen und anschließend mit klarem Wasser nachwischen. Danach trockenreiben.

Einmal pro Woche durchgeführt, verhindert diese einfache Reinigung, dass sich dicke Ablagerungen bilden. Scheuerschwämme und harte Metallbürsten sind ungeeignet: Sie können Silikon beschädigen und Oberflächen zerkratzen.

Nach jedem Duschen die Feuchtigkeit reduzieren

Diese Gewohnheit ist langfristig oft wichtiger als jeder Spezialreiniger. Nach dem Duschen bleiben große Mengen Wasser auf Fliesen, Glas und Fugen zurück.

Ziehen Sie deshalb die nassen Flächen mit einem Duschabzieher ab. Für Ecken und Silikonfugen genügt anschließend ein trockenes Mikrofasertuch.

Das dauert etwa zwei Minuten, verkürzt aber die Zeit erheblich, in der die Fugen nass bleiben.

Zusätzlich sollte das Badezimmer nach dem Duschen gründlich gelüftet werden. Bei einem Fenster sind mehrere Minuten Stoßlüften sinnvoll; bei fensterlosen Badezimmern sollte die Abluftanlage ausreichend lange laufen.

Handtücher möglichst nicht so aufhängen, dass sie direkt auf der Silikonfuge liegen.

Essig nicht als Universalmittel betrachten

Essig wird häufig gegen Schimmel empfohlen, ist aber für Badezimmer keineswegs überall die beste Wahl. Säure kann insbesondere kalkhaltige Natursteine wie Marmor oder Kalkstein angreifen und matte oder dauerhaft beschädigte Stellen hinterlassen.

Auch bei Fugen und Dichtstoffen sollte man die Materialverträglichkeit berücksichtigen. Für die regelmäßige Reinigung genügt meist ein milder Reiniger; für kleine oberflächliche Schimmelstellen ist 70-prozentiger Alkohol gezielter einsetzbar.

Ganz wichtig: Essig oder andere Säuren niemals mit chlorhaltigem Schimmelreiniger beziehungsweise Bleichmittel kombinieren. Dabei können gefährliche Chlorgase entstehen.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Verschiedene Reiniger mischen: Mehr Produkte bedeuten nicht mehr Wirkung. Besonders Chlorreiniger dürfen niemals mit Säuren oder anderen Reinigungsmitteln kombiniert werden.

Schwarzes Silikon endlos schrubben: Sitzt die Verfärbung tief im Material, kann weiteres Schrubben die Fuge beschädigen, ohne das eigentliche Problem zu lösen.

Nur reinigen, aber nicht trocknen: Bleibt die Fuge täglich stundenlang nass, kann der Befall schnell zurückkehren.

Beschädigte Fugen ignorieren: Abgelöstes oder gerissenes Silikon kann Wasser hinter die Abdichtung gelangen lassen. Solche Fugen sollten erneuert werden.

Für noch bessere Ergebnisse

Kontrollieren Sie besonders die Ecken von Dusche und Badewanne regelmäßig. Dort bleibt Wasser am längsten stehen.

Reinigen Sie außerdem Duschabtrennungen und angrenzende Fugen gemeinsam. So verhindern Sie, dass ständig Seifenreste und Wasser von einer verschmutzten Fläche auf die bereits gereinigte Fuge gelangen.

Bei wiederkehrendem Schimmel sollte nicht nur geputzt, sondern nach der Feuchtigkeitsursache gesucht werden.

Fragen häufig gestellt

Kann Backpulver oder Natron schwarzen Schimmel aus Silikon entfernen?

Natron kann bei der mechanischen Reinigung von Ablagerungen helfen, entfernt aber keinen tief in das Silikon eingedrungenen Befall. Starkes Scheuern kann die Oberfläche zusätzlich beschädigen.

Wie schnell sollte eine Silikonfuge nach dem Duschen trocknen?

Je schneller, desto besser. Wasser abziehen, Fugen trockenwischen und anschließend lüften verkürzt die Feuchtephase deutlich.

Wann muss die Silikonfuge komplett erneuert werden?

Wenn schwarze Flecken tief im Material sitzen, nach der Reinigung bleiben oder die Fuge Risse, Ablösungen und poröse Bereiche zeigt, ist ein Austausch meist die sinnvollere Lösung.

Was tun, wenn der Schimmel ständig zurückkommt?

Dann sollte die Ursache geprüft werden: unzureichende Lüftung, dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit, undichte Anschlüsse oder Feuchtigkeit hinter der Verkleidung können dahinterstecken. Bei größerem oder wiederkehrendem Befall ist eine fachliche Beurteilung sinnvoll.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.