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Haushaltstipps

So reinigen Sie Ihre Fernbedienung richtig: In wenigen Minuten hygienisch sauber – ohne die Elektronik zu beschädigen

So reinigen Sie Ihre Fernbedienung richtig: In wenigen Minuten hygienisch sauber – ohne die Elektronik zu beschädigen

Die Fernbedienung gehört zu den Gegenständen, die täglich angefasst und trotzdem erstaunlich selten gereinigt werden. Mit der Zeit sammeln sich Staub, Hautfett und Krümel besonders in den schmalen Zwischenräumen der Tasten. Einfach Wasser oder Reiniger darüberzusprühen ist jedoch keine gute Idee, denn Flüssigkeit kann ins Gehäuse gelangen und die Elektronik beschädigen. Mit wenigen Hilfsmitteln lässt sich eine Fernbedienung gründlich und schonend reinigen. Entscheidend sind die richtige Reihenfolge, wenig Feuchtigkeit und ausreichend Zeit zum Trocknen.

So reinigen Sie Ihre Fernbedienung richtig: In wenigen Minuten hygienisch sauber – ohne die Elektronik zu beschädigen

Die sichere Grundreinigung in 4 Schritten

Für eine normale Reinigung brauchen Sie lediglich ein weiches Mikrofasertuch, eine saubere weiche Zahnbürste oder einen kleinen Reinigungspinsel, einige Wattestäbchen und etwa 10 ml Isopropylalkohol mit 70 % Alkoholgehalt. Bei nur leichtem Staub reicht häufig bereits ein trockenes Tuch.

1. Batterien herausnehmen

Öffnen Sie zuerst das Batteriefach und entfernen Sie sämtliche Batterien. So verhindern Sie unbeabsichtigte Tasteneingaben und reduzieren das Risiko elektrischer Probleme während der Reinigung.

Kontrollieren Sie gleichzeitig das Batteriefach. Sind die Batterien ausgelaufen oder befinden sich dort weiße beziehungsweise grünliche Ablagerungen, sollten Sie die Fernbedienung nicht wie gewöhnlich weiterreinigen. Ausgelaufene Batterien erfordern besondere Vorsicht.

2. Krümel und losen Staub entfernen

Halten Sie die Fernbedienung mit den Tasten nach unten und klopfen Sie mehrmals vorsichtig mit der Hand gegen die Rückseite. Schütteln Sie sie nicht heftig.

Anschließend fahren Sie etwa 1 bis 2 Minuten mit einer trockenen, weichen Zahnbürste oder einem kleinen Pinsel zwischen den Tasten entlang. Arbeiten Sie ohne starken Druck, damit Beschriftungen und Tasten nicht beschädigt werden.

Dieser Schritt funktioniert, weil trockener Schmutz zuerst entfernt wird. Würde man ihn sofort anfeuchten, könnten Staub und Krümel zu einem schmierigen Film werden. Denselben Gedanken nutzt der vergessene Socken-Trick gegen Staub und Schmutz im ganzen Haushalt.

3. Tasten und Zwischenräume reinigen

Geben Sie etwa 5 ml 70-prozentigen Isopropylalkohol in ein kleines Gefäß. Tauchen Sie ein Wattestäbchen kurz hinein und drücken Sie es anschließend an einem sauberen Tuch aus. Es soll nur leicht feucht sein und keinesfalls tropfen.

Fahren Sie damit vorsichtig an den Rändern der Tasten entlang. Für größere Flächen geben Sie einige Tropfen Alkohol auf ein Mikrofasertuch und wischen damit über das Gehäuse.

Sprühen oder gießen Sie niemals Flüssigkeit direkt auf die Fernbedienung.

4. Abwischen und vollständig trocknen lassen

Wischen Sie die Fernbedienung abschließend mit einem trockenen Mikrofasertuch ab. Legen Sie sie anschließend mit geöffnetem Batteriefach für mindestens 15 bis 30 Minuten an einen trockenen, gut belüfteten Ort.

Erst wenn keinerlei Feuchtigkeit mehr erkennbar ist, setzen Sie die Batterien wieder ein. Die Reinigung war erfolgreich, wenn sich die Oberfläche nicht mehr fettig anfühlt und zwischen den Tasten keine sichtbaren Ablagerungen mehr vorhanden sind.

Fettige Fingerabdrücke schonend entfernen

Bei einer Fernbedienung mit fettigem Film genügt häufig ein minimal angefeuchtetes Mikrofasertuch. Geben Sie dafür 100 ml lauwarmes Wasser in eine Schale und fügen Sie nur einen Tropfen mildes Spülmittel hinzu. Befeuchten Sie das Tuch damit und wringen Sie es sehr gründlich aus.

Wischen Sie ausschließlich über die äußeren Kunststoffflächen. Direkt an Tastenspalten, Öffnungen, Mikrofonen oder Anschlüssen sollte diese Wasserlösung nicht eingesetzt werden.

Anschließend sofort mit einem trockenen Tuch nachwischen und mindestens 30 Minuten trocknen lassen. Spülmittel löst Fett, doch bereits eine sehr geringe Menge reicht aus. Zu viel hinterlässt Rückstände und erhöht unnötig die Feuchtigkeit.

Hartnäckigen Schmutz zwischen den Tasten lösen

Wenn sich dunkle Ablagerungen direkt an den Tastenkanten festgesetzt haben, verwenden Sie ein leicht mit 70-prozentigem Isopropylalkohol angefeuchtetes Wattestäbchen.

Bearbeiten Sie immer nur wenige Tasten gleichzeitig und drehen Sie das Wattestäbchen dabei, damit gelöster Schmutz nicht weiter verteilt wird. Nach etwa 20 bis 30 Sekunden können Sie die Stelle mit der trockenen Seite des Stäbchens nacharbeiten.

Verwenden Sie keine Messer, Nadeln oder andere Metallgegenstände zum Auskratzen der Zwischenräume. Sie können Kunststoff beschädigen oder bei zu tiefem Eindringen Bauteile im Inneren treffen.

Das Batteriefach richtig sauber halten

Bei einem lediglich staubigen Batteriefach reicht eine trockene, weiche Bürste. Entfernen Sie zuerst die Batterien und bürsten Sie Staub vorsichtig nach außen.

Die Metallkontakte sollten nicht unnötig mit Wasser behandelt werden. Sind sie sauber und blank, genügt trockenes Entstauben.

Bei ausgelaufenen Batterien gelten andere Regeln: Vermeiden Sie Haut- und Augenkontakt mit den Rückständen und beachten Sie die Hinweise des Batterieherstellers. Batterien gehören außerdem nicht in den Hausmüll, sondern in die dafür vorgesehene Batteriesammlung.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Reiniger direkt aufsprühen: Flüssigkeit kann durch die Tastenspalten ins Innere gelangen und elektronische Komponenten beschädigen.

Zu nasses Tuch verwenden: Auch klares Wasser kann in ausreichender Menge Kurzschlüsse oder Korrosion verursachen.

Aggressive Haushaltsreiniger benutzen: Chlorreiniger, Scheuermittel, Aceton und starke Lösungsmittel können Kunststoff, Beschriftungen und Oberflächen angreifen.

Essig oder Zitronensäure verwenden: Säuren sind für diese Reinigung nicht notwendig und können empfindliche Materialien oder Metallteile angreifen.

Batterien zu früh einsetzen: Ist noch Feuchtigkeit vorhanden, steigt das Risiko von Fehlfunktionen. Deshalb immer vollständig trocknen lassen.

Für noch bessere Ergebnisse

Reinigen Sie häufig verwendete Fernbedienungen etwa einmal pro Woche trocken mit einem Mikrofasertuch. Eine gründlichere Reinigung kann je nach Nutzung alle paar Wochen erfolgen. Ähnlich verstaubt sind meist die Lüftungsgitter der Wohnung, um die sich So wird ein völlig verstaubtes Lüftungsgitter wieder sauber kümmert.

Dasselbe Prinzip eignet sich auch für viele Kunststoffgehäuse elektronischer Geräte: Gerät zuerst stromlos machen, losen Staub trocken entfernen und Flüssigkeit nur äußerst sparsam auf das Tuch geben. Beachten Sie dabei immer die Reinigungshinweise des jeweiligen Herstellers. Für die vergilbten Schalter und Steckdosen daneben gilt Vergilbte Steckdosen wieder sauber bekommen: Was wirklich hilft.

Bewahren Sie Fernbedienungen außerdem möglichst nicht direkt neben Snacks oder Getränken auf. Dadurch gelangen deutlich weniger Krümel und klebrige Rückstände zwischen die Tasten.

Häufige Fragen

Kann ich eine Fernbedienung mit Desinfektionsmittel reinigen?

Nur wenn der Hersteller dies für das betreffende Gerät beziehungsweise die Oberfläche erlaubt. Flüssige Mittel niemals direkt auf die Fernbedienung sprühen. Ein leicht angefeuchtetes Tuch ist wesentlich kontrollierbarer.

Kann ich 70-prozentigen Isopropylalkohol verwenden?

Für viele harte Außenflächen elektronischer Geräte ist er in kleinen Mengen geeignet. Prüfen Sie jedoch zuerst die Herstellerhinweise und testen Sie bei empfindlichen oder beschichteten Oberflächen an einer unauffälligen Stelle.

Wie lange sollte die Fernbedienung nach der Reinigung trocknen?

Bei einer nur leicht feuchten Oberflächenreinigung sind mindestens 15 bis 30 Minuten sinnvoll. Wurde versehentlich mehr Flüssigkeit verwendet, setzen Sie die Batterien erst wieder ein, wenn das Gerät vollständig trocken ist.

Wie bekomme ich Krümel aus engen Tastenspalten?

Drehen Sie die Fernbedienung um, klopfen Sie vorsichtig auf die Rückseite und arbeiten Sie anschließend mit einer trockenen, weichen Zahnbürste oder einem kleinen Pinsel. Das entfernt lose Partikel, ohne Flüssigkeit in das Gerät einzubringen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.