So wird ein schmutziger Wischmopp-Eimer wieder hygienisch sauber – ohne stundenlanges Schrubben
So wird ein schmutziger Wischmopp-Eimer wieder hygienisch sauber – ohne stundenlanges Schrubben
Ein Wischmopp-Eimer kommt ständig mit Schmutzwasser, Staub, Haaren und Reinigungsmittelresten in Kontakt. Wird er nach dem Putzen nur ausgeleert und weggestellt, bilden sich schnell ein schmieriger Film, Ablagerungen und unangenehme Gerüche. Besonders im Schleuderkorb und an schwer erreichbaren Kanten sammelt sich Schmutz. Mit warmem Wasser, Spülmittel und einer gezielten Reinigung mit verdünntem Essig lässt sich ein Kunststoff-Wischeimer gründlich pflegen, ohne aggressive Reiniger einzusetzen.
Die Hauptmethode: Eimer und Schleuderkorb gründlich reinigen
Für einen üblichen Kunststoff-Wischeimer benötigen Sie:
- 3 Liter warmes Wasser, etwa 40–50 °C
- 2 Esslöffel mildes Spülmittel, etwa 30 ml
- 150 ml weißen Haushaltsessig mit etwa 5 % Säure
- 1 weichen Schwamm
- 1 alte Zahnbürste oder kleine Reinigungsbürste
- 1 Mikrofasertuch
- Haushaltshandschuhe
Schritt für Schritt
- Eimer vollständig entleeren. Entfernen Sie zuerst Haare und groben Schmutz aus dem Schleuderkorb. Spülen Sie Eimer und Korb einmal mit klarem, warmem Wasser aus.
- Fettigen Schmutz lösen. Geben Sie 3 Liter warmes Wasser und 2 Esslöffel Spülmittel in den Eimer. Verteilen Sie die Lösung mit dem Schwamm auch auf Rand, Schleuderkorb und Innenseiten. Etwa 10 Minuten einwirken lassen.
- Mechanisch reinigen. Bürsten Sie Rillen, Ecken und Öffnungen des Schleuderkorbs sorgfältig ab. Gerade dort reicht Einweichen allein häufig nicht aus.
- Bei Kalkablagerungen Essig verwenden. Nach dem Ausspülen 150 ml weißen Essig mit 1 Liter Wasser mischen. Kalkige Stellen damit benetzen und 10–15 Minuten wirken lassen. Anschließend gründlich mit klarem Wasser abspülen.
- Trocknen lassen. Wischen Sie erreichbare Flächen trocken und lassen Sie den Eimer anschließend offen vollständig an der Luft trocknen.
Der Unterschied ist sichtbar, wenn der schmierige Film verschwunden ist, die Kunststoffflächen sich nicht mehr glitschig anfühlen und keine Ablagerungen mehr am Rand oder Schleuderkorb vorhanden sind.
Spülmittel enthält Tenside, die fettige und organische Verschmutzungen von der Oberfläche lösen. Verdünnter Essig hilft dagegen vor allem bei mineralischen Kalk- und Seifenablagerungen.
Wichtig: Essig niemals zusammen mit chlorhaltiger Bleiche verwenden. Die Kombination kann gefährliches Chlorgas freisetzen.
Den Mopkopf separat reinigen
Auch ein sauberer Eimer hilft wenig, wenn der Mopkopf verschmutzt und feucht gelagert wird. Bei abnehmbarem Mikrofaser-Mopkopf zuerst das Pflegeetikett kontrollieren.
Ist Maschinenwäsche erlaubt, waschen Sie ihn entsprechend der Herstellerangabe, häufig bei 40 oder 60 °C, mit normalem Waschmittel. Verwenden Sie keinen Weichspüler: Er kann die Mikrofasern beschichten und dadurch deren Aufnahmefähigkeit reduzieren.
Ist Maschinenwäsche nicht vorgesehen, geben Sie 5 Liter warmes Wasser und etwa 10 ml Flüssigwaschmittel in einen separaten Behälter. Den Mopkopf 20–30 Minuten einweichen, mehrmals durchdrücken und anschließend gründlich mit klarem Wasser ausspülen.
Danach vollständig an der Luft trocknen lassen. Ein dauerhaft feuchter Mopkopf kann unangenehm riechen und bietet Mikroorganismen günstige Wachstumsbedingungen.
Gegen hartnäckige Rückstände in Rillen und Ecken
In Vertiefungen des Schleuderkorbs können sich dunkle Ablagerungen festsetzen. Hier ist eine kleine Bürste effektiver als immer stärkere Reinigungsmittel.
Mischen Sie 1 Liter warmes Wasser mit 1 Teelöffel Spülmittel. Tauchen Sie eine alte Zahnbürste hinein und bearbeiten Sie die Rillen etwa zwei bis drei Minuten. Anschließend mit reichlich klarem Wasser nachspülen.
Vermeiden Sie Scheuerschwämme aus Metall oder stark scheuernde Pulver. Sie können Kunststoff zerkratzen. In den entstehenden feinen Kratzern setzt sich neuer Schmutz besonders leicht fest.
So bleibt der Wischeimer länger sauber
Die einfachste Methode ist, Verschmutzungen gar nicht erst antrocknen zu lassen. Nach jedem Bodenwischen das Schmutzwasser sofort entsorgen. Anschließend den Eimer mit etwa 1 Liter warmem Wasser ausspülen und sichtbare Rückstände entfernen.
Lassen Sie Eimer und Schleuderkorb anschließend offen trocknen. Deckel oder Mopkopf sollten nicht auf einen noch feuchten Eimer gelegt werden.
Bei regelmäßiger Nutzung genügt meist eine gründlichere Reinigung etwa einmal pro Woche. Wird der Eimer nur gelegentlich verwendet, reinigen Sie ihn spätestens dann gründlich, wenn sich ein Film, sichtbare Ablagerungen oder Geruch entwickeln.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
Schmutzwasser über Nacht stehen lassen: Dadurch können Rückstände antrocknen und Gerüche entstehen. Den Eimer besser unmittelbar nach der Verwendung leeren.
Zu heißes Wasser verwenden: Kochendes Wasser kann bestimmte Kunststoffteile verformen. Warmes Wasser um 40–50 °C reicht für die normale Reinigung aus.
Essig auf empfindliche Metallteile geben: Säure kann bestimmte Metalle und Beschichtungen angreifen. Essiglösung deshalb gezielt auf geeigneten Kunststoffflächen beziehungsweise kalkigen Stellen einsetzen.
Reinigungsmittel wahllos mischen: Besonders Essig beziehungsweise andere Säuren dürfen niemals mit Chlorbleiche kombiniert werden.
Den Mop feucht wegstellen: Dadurch entstehen schneller muffige Gerüche. Mopkopf und Eimer getrennt und vollständig trocknen lassen.
Für noch bessere Ergebnisse
Bei stark verschmutzten Böden das Wischwasser lieber einmal zusätzlich wechseln, statt mit sichtbar dunklem Wasser weiterzuwischen.
Reinigen Sie auch Mopstiel, Griff und Verbindungsstücke regelmäßig mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittellösung.
Bei einem Eimer mit Fußpedal oder Schleudermechanismus sollte dieser nicht vollständig in Reinigungslösung eingeweicht werden, sofern der Hersteller dies nicht ausdrücklich erlaubt.
Fragen häufig gestellt
Kann ich den ganzen Eimer mit Essig füllen?
Das ist weder nötig noch empfehlenswert. Für Kalkablagerungen reichen etwa 150 ml Haushaltsessig auf 1 Liter Wasser. Anschließend immer gründlich nachspülen.
Hilft Natron oder Backpulver zusätzlich?
Für normalen Fett- und Alltagsschmutz ist Spülmittel meist ausreichend. Zusätzliche Pulver können auf glänzendem Kunststoff unnötig scheuern. Bei Kalk ist verdünnter Essig zielgerichteter.
Wie oft sollte der Schleuderkorb gereinigt werden?
Nach jedem Einsatz sollte er zumindest ausgespült werden. Bei häufiger Nutzung empfiehlt sich etwa einmal wöchentlich eine gründliche Reinigung mit warmem Wasser und Spülmittel.
Was tun, wenn der Eimer trotz Reinigung unangenehm riecht?
Reinigen Sie besonders Rillen, Schleuderkorb und Mopkopf, spülen Sie alles sorgfältig aus und lassen Sie sämtliche Teile vollständig trocknen. Bleibt der Geruch trotz gründlicher Reinigung bestehen oder weist Kunststoff dauerhaft Verfärbungen und Beschädigungen auf, kann ein Austausch einzelner Teile sinnvoll sein.
