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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Bad & Sanitär

So wird selbst eine stark verschmutzte Toilette wieder sauber: Diese einfache Methode löst Kalk, Flecken und hartnäckige Ablagerungen

So wird selbst eine stark verschmutzte Toilette wieder sauber: Diese einfache Methode löst Kalk, Flecken und hartnäckige Ablagerungen

So wird selbst eine stark verschmutzte Toilette wieder sauber: Diese einfache Methode löst Kalk, Flecken und hartnäckige Ablagerungen

Eine verschmutzte Toilette wirkt schnell ungepflegt: Kalkränder, Urinstein, Staub, Spritzer und Ablagerungen können sich an Schüssel, Sitz und schwer erreichbaren Stellen festsetzen. Für eine gründliche Reinigung braucht man jedoch nicht automatisch aggressive Mittel. Entscheidend ist, zuerst aufzuräumen und anschließend das passende Reinigungsmittel für die jeweilige Verschmutzung zu verwenden. Mit Spülmittel, Zitronensäure und etwas Geduld lässt sich das Bad hygienisch reinigen, ohne unnötig viele Produkte einzusetzen.

Die Grundreinigung: Erst aufräumen, dann gezielt reinigen

Bevor Flecken behandelt werden, sollte der Bereich rund um die Toilette vollständig frei sein. So verteilt man Schmutz nicht weiter und erreicht auch Boden, Sockel und Rückseite der Toilette.

Benötigt werden 1 Müllbeutel, Haushaltshandschuhe, 1 Mikrofasertuch, 1 weicher Schwamm, 500 ml warmes Wasser und etwa 5 ml gewöhnliches Spülmittel.

  1. Zuerst sämtlichen Müll einsammeln und den Mülleimer leeren. Lose Haare und Staub vom Boden aufnehmen. Dabei Handschuhe tragen und anschließend die Hände gründlich waschen.
  2. 500 ml warmes Wasser mit 5 ml Spülmittel vermischen. Das Tuch darin anfeuchten und gut auswringen. Toilettendeckel, Spülkasten, Außenseite und Sockel damit abwischen.
  3. Für den Toilettensitz ein separates sauberes Tuch verwenden. Besonders Scharniere und Unterseite sorgfältig bearbeiten. Etwa 2 bis 3 Minuten reichen bei normalen Verschmutzungen.
  4. Anschließend mit einem nur mit Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen und die Oberflächen trocknen.

Die Toilette sollte danach frei von sichtbaren Spritzern und fettigem Schmutz sein. Spülmittel funktioniert hier gut, weil seine Tenside gewöhnliche Verschmutzungen lösen. Gegen starke mineralische Kalkablagerungen reicht es dagegen allein nicht aus.

Kalk und Urinstein mit Zitronensäure behandeln

Bei gelblichen oder bräunlichen mineralischen Ablagerungen ist Zitronensäure sinnvoller als kräftiges Schrubben. Für die Toilettenschüssel 20 g Zitronensäurepulver in 500 ml lauwarmem Wasser vollständig auflösen. Kein heißes Wasser verwenden.

Die Lösung auf die betroffenen Keramikflächen geben und etwa 20 bis 30 Minuten wirken lassen. Danach mit der Toilettenbürste gründlich bearbeiten und spülen. Bei starken Ablagerungen kann eine zweite Anwendung notwendig sein.

Zitronensäure eignet sich für säurebeständige Sanitärkeramik, sollte aber nicht auf Naturstein wie Marmor oder Kalkstein verwendet werden. Auch empfindliche Metalloberflächen können durch längeren Säurekontakt beschädigt werden.

Ganz wichtig: Säurehaltige Reiniger niemals gleichzeitig mit chlorhaltiger Bleiche verwenden. Dabei können gefährliche Chlorgase entstehen.

Natron für hartnäckigen Schmutz auf geeigneten Flächen

Natron kann bei anhaftendem Schmutz als mildes Scheuermittel helfen. Dafür 2 Esslöffel Natron mit ungefähr 1 Esslöffel Wasser zu einer weichen Paste verrühren.

Eine kleine Menge auf eine unauffällige Stelle geben und zunächst prüfen, ob die Oberfläche kratzempfindlich ist. Ist alles in Ordnung, die Paste dünn auf den Fleck auftragen, 5 bis 10 Minuten einwirken lassen und mit einem weichen, feuchten Schwamm bearbeiten. Anschließend gründlich mit klarem Wasser abwischen.

Diese Methode eignet sich eher für robuste Oberflächen. Auf Hochglanzkunststoff, empfindlichen Beschichtungen, lackierten Flächen oder Naturstein sollte man Natron nicht ohne Herstellerfreigabe einsetzen, da feine Kratzer oder matte Stellen entstehen können.

Den Boden rund um die Toilette richtig reinigen

Gerade unmittelbar neben und hinter der Toilette sammeln sich Staub, Haare und Spritzer. Zuerst trockenen Schmutz aufnehmen. Danach 1 Liter warmes Wasser mit ungefähr 10 ml neutralem Bodenreiniger nach Herstellerangabe verwenden.

Den Boden nebelfeucht wischen und besonders den Bereich am Toilettensockel bearbeiten. Anschließend trocknen lassen. Auf Fliesen sollte auch die Fuge nicht dauerhaft durchnässt werden.

Bei Natursteinböden keine Zitronensäure und keinen Essig verwenden. Säuren können kalkhaltige Steine dauerhaft stumpf oder fleckig machen.

Gerüche vermeiden, statt sie nur zu überdecken

Ein unangenehmer Geruch verschwindet nicht zuverlässig durch Duftsprays. Häufig sitzen die Ursachen im Mülleimer, an feuchten Reinigungstüchern oder an schwer erreichbaren Stellen rund um die Toilette.

Den geleerten Mülleimer mit 500 ml warmem Wasser und etwa 5 ml Spülmittel auswischen. Danach mit klarem Wasser nachwischen und vollständig trocknen lassen, bevor ein neuer Müllbeutel eingesetzt wird.

Auch Toilettenbürsten sollten nach der Verwendung abtropfen und trocknen können. Dauerhaft feuchte Behälter begünstigen unangenehme Gerüche.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Verschiedene Reiniger wahllos mischen: Besonders Chlorreiniger dürfen niemals mit Säuren wie Essig oder Zitronensäure kombiniert werden. Auch mehrere Reiniger gleichzeitig bringen meist keinen zusätzlichen Nutzen.

Mit aggressiven Scheuerschwämmen arbeiten: Sie können Kunststoff und beschichtete Oberflächen dauerhaft zerkratzen. In diesen feinen Kratzern haftet später neuer Schmutz leichter.

Reinigungsmittel zu hoch dosieren: Mehr Produkt bedeutet nicht automatisch mehr Sauberkeit. Rückstände können klebrige Filme hinterlassen und müssen anschließend aufwendig entfernt werden.

Ein einziges Tuch für das ganze Badezimmer verwenden: So können Verunreinigungen von der Toilette auf Waschbecken, Armaturen oder andere Flächen übertragen werden. Für die Toilette besser eigene Tücher verwenden.

Für noch länger anhaltende Sauberkeit

Eine kurze Reinigung ein- bis zweimal pro Woche verhindert, dass sich starke Ablagerungen überhaupt bilden. Dabei reichen für die Außenseite häufig warmes Wasser und wenig Spülmittel.

Mülleimer regelmäßig leeren und den Boden rund um die Toilette trocken halten. Kalkablagerungen lassen sich leichter entfernen, wenn sie früh behandelt werden.

In Haushalten mit kleinen Kindern oder Haustieren Reinigungsmittel immer verschlossen und außerhalb ihrer Reichweite aufbewahren. Auch vermeintlich harmlose Haushaltsprodukte sollten nicht unbeaufsichtigt zugänglich sein.

Fragen häufig

Kann ich statt Zitronensäure Essig verwenden?

Verdünnter Essig kann Kalk ebenfalls lösen, ist aber nicht für jede Oberfläche geeignet. Für Naturstein und andere säureempfindliche Materialien ist er ungeeignet. Außerdem sollte auch Essig niemals mit chlorhaltigen Reinigern kombiniert werden.

Wie lange muss Zitronensäure einwirken?

Bei normalen Kalkablagerungen reichen meist 20 bis 30 Minuten. Anschließend bürsten und gründlich spülen. Bei stärkeren Ablagerungen ist eine zweite Behandlung besser als eine unnötig aggressive Konzentration.

Muss die Toilette täglich desinfiziert werden?

In einem normalen Privathaushalt ist eine tägliche Desinfektion meist nicht erforderlich. Regelmäßiges mechanisches Reinigen mit geeignetem Reinigungsmittel und gute Handhygiene sind wichtiger. Bei besonderen hygienischen Anforderungen sollten die Empfehlungen der zuständigen Gesundheitsstellen beziehungsweise des Produktherstellers beachtet werden.

Wie bleibt der Toilettensitz länger sauber?

Sichtbare Spritzer möglichst sofort entfernen und den Sitz regelmäßig mit einer milden Reinigungslösung abwischen. Danach mit einem feuchten Tuch nachwischen und trocknen. Aggressive Säuren, Scheuerpulver und raue Schwämme vermeiden, besonders bei Kunststoffsitzen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.