Verschmutztes Waschmittelfach reinigen: Schublade, Schacht und Dosierung
Ein Waschmittelfach voller klebriger Waschmittelreste, Kalk und dunkler Ablagerungen sieht nicht nur unschön aus. Bleibt es dauerhaft feucht und verschmutzt, können sich dort auch Biofilm und Schimmel entwickeln. Gleichzeitig können verstopfte Öffnungen verhindern, dass Waschmittel und Weichspüler richtig eingespült werden. Mit vier einfachen Maßnahmen lassen sich Schublade und Einspülbereich gründlich reinigen – ohne aggressive Mischungen oder unnötig viel Chemie.

1. Waschmittelschublade herausnehmen und gründlich einweichen
Für die Grundreinigung benötigen Sie 3 Liter warmes Wasser, etwa 30 bis 40 °C, und 15 ml normales Handspülmittel. Zusätzlich brauchen Sie eine alte Zahnbürste oder eine kleine Reinigungsbürste und ein weiches Tuch.
- Schalten Sie die Waschmaschine aus. Ziehen Sie bei einer gründlichen Reinigung sicherheitshalber den Netzstecker.
- Ziehen Sie die Waschmittelschublade nach Herstelleranleitung vollständig heraus. Bei vielen Modellen muss dafür eine kleine Entriegelung gedrückt werden.
- Entfernen Sie herausnehmbare Einsätze und legen Sie die Teile für 20 bis 30 Minuten in das warme Spülwasser.
- Bürsten Sie anschließend Ecken, Rillen und besonders den Weichspüler-Siphon gründlich ab.
- Spülen Sie alles unter klarem Wasser ab und trocknen Sie die Teile.
Die Behandlung löst vor allem fettige Waschmittel- und Weichspülerrückstände. Das Fach ist sauber, wenn keine schmierigen Ablagerungen mehr vorhanden und alle kleinen Durchgänge frei sind.
2. Hartnäckige Kalkablagerungen gezielt mit Zitronensäure lösen
Bleiben nach der Grundreinigung harte, weißliche Kalkkrusten zurück, kann Zitronensäure helfen. Sie sollte gezielt eingesetzt werden und ersetzt nicht die Reinigung von fettigen oder schimmelartigen Rückständen.
Lösen Sie 10 g Zitronensäure in 500 ml lauwarmem Wasser auf. Legen Sie ausschließlich herausnehmbare, säurebeständige Kunststoffteile für 10 bis 15 Minuten hinein. Anschließend mit einer weichen Bürste bearbeiten und sehr gründlich mit klarem Wasser abspülen.
Lassen Sie Teile mit Metallkomponenten, unbekannten Beschichtungen oder empfindlichen Dichtungen nicht einfach in Säure einweichen. Im Zweifel gelten immer die Pflegehinweise des Geräteherstellers.
Wichtig: Zitronensäure niemals mit Chlorbleiche oder chlorhaltigen Reinigern kombinieren. Auch verschiedene Haushaltsreiniger sollten grundsätzlich nicht auf Verdacht miteinander gemischt werden.
3. Den Schacht hinter der Schublade nicht vergessen
Eine blitzsaubere Waschmittelschublade bringt wenig, wenn sich im dahinterliegenden Einspülschacht weiterhin Waschmittelreste befinden. Gerade an der Oberseite und rund um die Wasserdüsen können sich Ablagerungen bilden.
Mischen Sie 500 ml warmes Wasser mit etwa 5 ml Handspülmittel. Befeuchten Sie damit ein Mikrofasertuch – es sollte feucht, aber nicht tropfnass sein. Wischen Sie die erreichbaren Kunststoffflächen sorgfältig aus. Für schwer zugängliche Stellen eignet sich eine kleine weiche Bürste.
Nach etwa 5 Minuten Einwirkzeit mit einem zweiten, nur mit klarem Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen. Anschließend den Bereich trocknen lassen.
Sprühen oder gießen Sie keine großen Flüssigkeitsmengen in das Maschinengehäuse. Elektrische Bauteile dürfen nicht nass werden. Bei Bereichen, die ohne Demontage nicht erreichbar sind, sollte nichts aufgeschraubt werden.
4. Mit der richtigen Dosierung neue Ablagerungen verhindern
Die dauerhaft einfachste Maßnahme beginnt beim nächsten Waschgang: Waschmittel nicht nach Gefühl dosieren.
Orientieren Sie sich an Wasserhärte, Wäschemenge, Verschmutzungsgrad und der Dosiertabelle des verwendeten Waschmittels. Eine universelle Milliliterangabe wäre hier unseriös, weil Waschmittel unterschiedlich konzentriert sind.
Zu viel Waschmittel kann Rückstände begünstigen. Bei Flüssigwaschmittel und insbesondere Weichspüler sollte die jeweilige MAX-Markierung des Fachs niemals überschritten werden.
Nach dem Waschen lassen Sie die Waschmittelschublade einige Zentimeter geöffnet, damit Restfeuchtigkeit verdunsten kann. Wischen Sie sichtbare Flüssigkeitsreste bei Bedarf kurz weg. Eine Kontrolle etwa einmal pro Woche dauert nur wenige Sekunden. Eine gründlichere Reinigung alle paar Wochen ist bei häufigem Waschen sinnvoll.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
Chlorreiniger mit Essig oder Zitronensäure mischen: Das ist gefährlich, weil dabei gesundheitsschädliche Gase entstehen können. Verwenden Sie Reinigungsmittel grundsätzlich einzeln und nach Herstellerangabe.
Kochendes Wasser über Kunststoffteile gießen: Sehr heißes Wasser kann bestimmte Kunststoffe verformen. Lauwarmes Wasser reicht für die normale Reinigung aus.
Mit Messer oder Metallwerkzeug kratzen: Dadurch können Kunststoffoberflächen beschädigt werden. Eine alte Zahnbürste oder Kunststoffbürste ist wesentlich schonender.
Das Waschmittelfach ständig geschlossen halten: Bleibt Feuchtigkeit eingeschlossen, trocknet der Bereich schlechter und bietet günstigere Bedingungen für unerwünschte Beläge.
Waschmittel großzügig überdosieren: Mehr Waschmittel bedeutet nicht automatisch sauberere Wäsche. Überschüssiges Produkt kann Rückstände in Maschine und Textilien begünstigen.
Für noch bessere Ergebnisse
Reinigen Sie bei dieser Gelegenheit auch die Türdichtung. Falten Sie die Gummilippe vorsichtig auseinander, entfernen Sie Flusen und Fremdkörper und wischen Sie sie mit einem feuchten Tuch sauber. Kontrollieren Sie vorher, ob kleine Gegenstände darin liegen. Sitzen dort bereits dunkle Beläge, führt Schwarze Ablagerungen in der Waschmaschine? So werden Gummidichtung, Trommel und Handtücher wieder hygienisch sauber weiter.
Auch der Pumpenfilter sollte entsprechend der Bedienungsanleitung kontrolliert werden. Legen Sie vorher Handtücher und ein flaches Gefäß bereit, da beim Öffnen Restwasser austreten kann.
Bleiben trotz Reinigung starke Gerüche, ungewöhnliche Ablagerungen oder Probleme beim Einspülen bestehen, sollte die Ursache geprüft werden. Verstopfte Leitungen oder technische Defekte lassen sich nicht durch immer stärkere Hausmittel beheben.
Häufige Fragen
Wie oft sollte das Waschmittelfach gereinigt werden?
Bei regelmäßiger Nutzung empfiehlt sich eine kurze Kontrolle etwa wöchentlich. Eine gründliche Reinigung alle vier bis acht Wochen ist für viele Haushalte ein sinnvoller Richtwert. Bei sichtbaren Ablagerungen sollte man früher handeln. In denselben Rhythmus gehört der Trockner, wie Wäschetrockner richtig reinigen: So entfernst du Staub, Flusen und Ablagerungen gründlich zeigt.
Kann ich Essig statt Zitronensäure verwenden?
Verdünnter Haushaltsessig kann Kalk lösen, doch nicht jedes Material im Gerät ist für regelmäßigen Säurekontakt geeignet. Für fest eingebaute Teile sollte deshalb die Bedienungsanleitung der Waschmaschine Vorrang haben.
Was bedeuten schwarze Punkte im Waschmittelfach?
Dunkle Ablagerungen können unter anderem aus Schmutz, Biofilm oder Schimmel bestehen. Entfernen Sie sie gründlich mit Reinigungsmittel und Bürste, spülen Sie die herausnehmbaren Teile ab und lassen Sie anschließend alles vollständig trocknen.
Warum sammelt sich immer wieder Waschmittel im Fach?
Häufig spielen Überdosierung, zähflüssige Produkte, verschmutzte Einsätze oder unzureichender Wasserdurchfluss eine Rolle. Reinigen Sie zunächst Schublade und erreichbare Einspülöffnungen und prüfen Sie die Dosierung. Bleibt das Problem bestehen, sollte die Waschmaschine nach Herstelleranleitung überprüft oder fachgerecht gewartet werden.
