Spülmaschine richtig reinigen: Mit diesen 3 Schritten verschwinden Fett, Ablagerungen und schlechte Gerüche
Wenn Gläser nach dem Spülgang nicht mehr richtig sauber werden oder beim Öffnen der Maschine ein unangenehmer Geruch entgegenkommt, braucht der Geschirrspüler meist selbst eine Reinigung. Besonders im Filter, an den Sprüharmen und an schwer erreichbaren Stellen sammeln sich Fett und Speisereste. Eine gründliche Reinigung ist einfacher, als viele denken. Mit drei gezielten Schritten lässt sich der Innenraum pflegen, ohne aggressive oder riskante Hausmittelmischungen zu verwenden.

Schritt 1: Filter und Siebe gründlich von Ablagerungen befreien
Der Filter ist die wichtigste Stelle bei der Reinigung. Dort landen Speisereste, Fett und andere Rückstände, die das Wasser während des Spülens mit sich führt.
Benötigt werden:
- 1 Liter warmes Wasser
- 1 Teelöffel Handspülmittel
- 1 weiche Spülbürste oder alte, saubere Zahnbürste
- 1 Mikrofasertuch
So geht es:
- Maschine ausschalten und den unteren Geschirrkorb herausnehmen. Filter entsprechend der Bedienungsanleitung entriegeln und herausnehmen.
- Grobe Speisereste in den Hausmüll geben, nicht in den Abfluss drücken.
- Filter und herausnehmbare Siebteile unter warmem Wasser abspülen. Anschließend mit etwa 1 Teelöffel Spülmittel und der Bürste reinigen.
- Bei fettigen Ablagerungen die Teile 5 bis 10 Minuten in warmem Spülwasser liegen lassen und danach erneut abbürsten.
- Alles sorgfältig abspülen und den Filter korrekt einsetzen und verriegeln.
Der Filter ist sauber, wenn die Sieböffnungen wieder frei sind und keine fettigen oder klebrigen Rückstände mehr zu fühlen sind.
Wichtig: Vor dem Ausbau immer die Bedienungsanleitung beachten. Nicht jedes Filtersystem wird auf dieselbe Weise entfernt.
Schritt 2: Sprüharme kontrollieren und verstopfte Düsen reinigen
Verstopfte Sprüharmöffnungen können dazu führen, dass Geschirr trotz eines vollständigen Programms schmutzig bleibt. Kleine Lebensmittelreste und mineralische Ablagerungen können einzelne Düsen blockieren.
Sind die Sprüharme laut Hersteller herausnehmbar, vorsichtig demontieren und unter fließendem Wasser abspülen. Für die normale Reinigung reichen 500 ml warmes Wasser und etwa ½ Teelöffel Handspülmittel.
Die Oberfläche mit einem weichen Tuch reinigen. Sichtbare Rückstände an den Öffnungen vorsichtig mit einer weichen Bürste lösen. Keine Düsen mit Gewalt aufbohren oder mit dicken Metallgegenständen erweitern.
Nach ungefähr 5 Minuten Reinigung gründlich abspülen und wieder montieren. Anschließend den Sprüharm von Hand drehen. Er sollte sich frei bewegen können und darf nicht an Geschirrkorb oder anderen Teilen hängen.
Bei starken Kalkablagerungen sollte die Entkalkungsmethode des Geräteherstellers verwendet werden.
Schritt 3: Einen heißen Leerwaschgang durchführen
Sind Filter und Sprüharme sauber, folgt die Reinigung des restlichen Innenraums. Dafür ist ein dafür vorgesehenes heißes Programm besonders praktisch.
Zuerst Türdichtungen und zugängliche Innenkanten mit einem feuchten Mikrofasertuch abwischen. Bei fettigen Stellen 500 ml warmes Wasser mit ½ Teelöffel Handspülmittel verwenden. Anschließend mit einem nur mit Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen. Am Kühlschrank versteckt sich der Schmutz an genau derselben Stelle, wie dieser Trick für die Kühlschrankdichtung zeigt.
Danach die vollständig leere Maschine mit einem vom Hersteller empfohlenen Maschinenreiniger nach dessen Dosierungsanleitung laufen lassen. Alternativ kann bei vielen Geräten ein heißer Leerwaschgang entsprechend der Bedienungsanleitung durchgeführt werden.
Ideal ist ein Programm mit hoher Temperatur, sofern der Hersteller dies für die Reinigung vorsieht.
Nach Programmende die Tür öffnen und den Innenraum abkühlen und trocknen lassen. Der unangenehme Geruch sollte verschwunden sein und der Innenraum deutlich weniger fettige Rückstände aufweisen.
Weißen Essig nur verwenden, wenn der Hersteller ihn erlaubt
Essig wird häufig als universeller Geschirrspülerreiniger empfohlen. Bei modernen Geräten ist jedoch Vorsicht sinnvoll: Säure kann bei zu hoher Konzentration oder häufiger Anwendung bestimmte Dichtungen und andere Materialien belasten.
Erlaubt die Bedienungsanleitung ausdrücklich eine Reinigung mit Essig, sollte nur die dort angegebene Konzentration und Methode verwendet werden. Unverdünnten Essig nicht regelmäßig über Dichtungen oder empfindliche Bauteile geben.
Noch wichtiger: Essig niemals mit Chlorbleiche oder chlorhaltigen Reinigern kombinieren. Dabei können gefährliche Chlorgase entstehen.
Auch das gleichzeitige Mischen von Essig und Natron bringt für die Reinigung keinen besonderen Vorteil. Beide Stoffe reagieren miteinander und neutralisieren einen Teil ihrer jeweiligen Wirkung.
Natron gegen Gerüche: nur gezielt einsetzen
Natron kann Gerüche binden, sollte aber nicht als Ersatz für das Reinigen eines verschmutzten Filters betrachtet werden. Bleiben nach der mechanischen Reinigung noch Gerüche zurück, ist zunächst zu prüfen, ob Speisereste unter dem Filter, an Dichtungen oder in anderen zugänglichen Bereichen sitzen.
Wenn der Gerätehersteller Natron zur Innenraumpflege erlaubt, kann eine kleine Menge verwendet werden. Eine übliche zurückhaltende Menge sind etwa 2 Esslöffel beziehungsweise 30 g für den leeren Innenraum. Anschließend wird ein kurzes geeignetes Programm nach Herstellerangaben gestartet.
Natron nicht gleichzeitig mit anderen Reinigungsmitteln verwenden und niemals wahllos mit Säuren oder chlorhaltigen Produkten kombinieren.
Bei hartnäckigen Gerüchen trotz sauberem Filter kann ein Abfluss- oder technisches Problem vorliegen. Dann helfen zusätzliche Hausmittel nicht weiter. Welche Ursache am häufigsten dahintersteckt, klärt Der Fehler, der Ihre Spülmaschine stinken lässt.
Türdichtungen und Kanten nicht vergessen
Während der Innenraum regelmäßig mit heißem Wasser gespült wird, erreichen die Wasserstrahlen manche Türbereiche nur eingeschränkt. Genau dort können sich fettige Rückstände ansammeln.
500 ml warmes Wasser mit ½ Teelöffel mildem Spülmittel vermischen. Ein weiches Mikrofasertuch darin anfeuchten, gut auswringen und die zugänglichen Dichtungen sowie Türkanten abwischen.
Bei stärkeren Verschmutzungen die Lösung 2 bis 3 Minuten einwirken lassen und danach mit einem sauberen feuchten Tuch entfernen.
Keine Scheuerschwämme, Messer oder harten Bürsten an Gummidichtungen verwenden. Beschädigte Dichtungen können später Wasser austreten lassen.
Fehler, die man vermeiden sollte
Mehrere Reiniger miteinander mischen: Besonders Säuren wie Essig dürfen niemals mit Chlorbleiche kombiniert werden. Reinigungsmittel grundsätzlich einzeln und nach Anleitung einsetzen.
Nur einen Leerwaschgang starten: Ein verstopfter Filter wird dadurch nicht zuverlässig sauber. Grobe Rückstände müssen zuerst mechanisch entfernt werden.
Zu viel Spülmittel verwenden: Handspülmittel gehört nicht in den normalen Maschinen-Spülgang. Starke Schaumbildung kann Probleme verursachen.
Filter falsch einsetzen: Ein nicht richtig verriegelter Filter kann die Funktion beeinträchtigen. Nach der Reinigung den korrekten Sitz kontrollieren.
Sprüharme gewaltsam bearbeiten: Düsen nicht aufbohren oder vergrößern, da sich dadurch das vorgesehene Sprühbild verändern kann.
Für noch bessere Ergebnisse
Den Filter etwa einmal pro Woche kontrollieren, wenn die Maschine häufig läuft oder regelmäßig stark verschmutztes Geschirr gespült wird.
Türkanten und Dichtungen ungefähr alle zwei bis vier Wochen abwischen. Eine gründlichere Maschinenreinigung kann je nach Nutzung und Herstellerempfehlung etwa monatlich sinnvoll sein. Dieselbe Routine tut der Waschmaschine gut – beschrieben in Seit ich meine Waschmaschine so reinige, sind unangenehme Gerüche verschwunden.
Auch Salz und Klarspüler beziehungsweise die entsprechenden Geräteeinstellungen sollten zur örtlichen Wasserhärte passen.
Fragen und Antworten
Wie oft sollte der Geschirrspüler gereinigt werden?
Filter und sichtbare Rückstände regelmäßig kontrollieren. Bei täglicher Nutzung ist eine kurze wöchentliche Filterkontrolle sinnvoll; eine gründlichere Reinigung kann etwa monatlich erfolgen.
Warum riecht die Maschine trotz heißem Spülgang?
Häufig sitzen Speisereste im Filter, an Dichtungen oder in schwer erreichbaren Bereichen. Deshalb sollten diese Stellen vor einem Leerwaschgang mechanisch gereinigt werden.
Kann ich Essig und Natron zusammen verwenden?
Das ist nicht nötig. Beide Stoffe reagieren miteinander und neutralisieren sich teilweise. Sinnvoller ist eine gezielte, getrennte Anwendung, sofern der Gerätehersteller sie erlaubt.
Wann sollte ein Techniker die Maschine überprüfen?
Bleiben Wasser im Gerät stehen, treten ungewöhnliche Geräusche auf oder kommen starke Gerüche trotz gründlicher Reinigung schnell zurück, kann ein technisches oder abflussseitiges Problem vorliegen. Dann sollte die Ursache fachgerecht geprüft werden.
