Der Fehler, der Ihre Spülmaschine stinken lässt: So beseitigen Sie die Ursache in wenigen Minuten
Wenn frisch gespültes Geschirr unangenehm riecht oder beim Öffnen der Spülmaschine ein muffiger Geruch entgegenkommt, liegt die Ursache häufig nicht am Geschirrspülmittel. Oft sammeln sich Speisereste und Fett im Filtersystem am Boden der Maschine. Dort bleiben sie feucht und beginnen mit der Zeit zu riechen. Die gute Nachricht: Der Filter lässt sich bei vielen Geräten in wenigen Minuten reinigen. Mit einer einfachen Routine verhindern Sie außerdem, dass sich größere Ablagerungen überhaupt erst bilden.

Der wichtigste Schritt: Den Geschirrspüler-Filter richtig reinigen
Der Filter fängt Speisereste auf, damit sie nicht erneut auf dem Geschirr landen oder in empfindliche Bereiche der Maschine gelangen. Wird er lange nicht gereinigt, können sich Fett, Stärke und Speisereste im Sieb festsetzen.
Sie benötigen:
- warmes Wasser
- etwa 1 Teelöffel mildes Handspülmittel
- eine weiche Spülbürste oder alte, saubere Zahnbürste
- ein weiches Tuch
- Haushaltshandschuhe nach Bedarf
Bevor Sie beginnen, prüfen Sie kurz die Bedienungsanleitung Ihres Geräts, denn Filtersysteme unterscheiden sich.
- Schalten Sie die Maschine aus, lassen Sie sie abkühlen und ziehen Sie den unteren Geschirrkorb heraus.
- Entriegeln Sie den Filter entsprechend der Herstelleranleitung und nehmen Sie ihn vorsichtig heraus. Entfernen Sie sichtbare Speisereste direkt.
- Spülen Sie das Filtersystem unter warmem, nicht kochendem Wasser ab. Geben Sie etwa 1 Teelöffel Spülmittel auf die weiche Bürste und reinigen Sie das Sieb vorsichtig für 1 bis 2 Minuten.
- Spülen Sie sämtliche Spülmittelreste gründlich mit klarem Wasser ab. Wischen Sie den zugänglichen Bereich um die Filteraufnahme mit einem feuchten Tuch sauber.
- Setzen Sie den Filter korrekt wieder ein und verriegeln Sie ihn vollständig.
Das Ergebnis erkennen Sie daran, dass das Sieb wieder frei durchlässig ist, keine sichtbaren Speisereste mehr vorhanden sind und der Filter nicht mehr fettig wirkt.
Sprüharme kontrollieren: Kleine Verstopfung, große Wirkung
Ein sauberer Filter allein genügt nicht immer. Kleine Speisereste oder mineralische Ablagerungen können einzelne Öffnungen der Sprüharme blockieren. Dadurch erreicht das Wasser bestimmte Bereiche schlechter und die Reinigungsleistung nimmt ab.
Kontrollieren Sie etwa einmal monatlich, ob sich die Sprüharme frei drehen und die Öffnungen sichtbar frei sind. Sind die Arme laut Hersteller abnehmbar, nehmen Sie sie heraus und spülen Sie sie mehrere Minuten unter warmem Wasser.
Sichtbare, lose Partikel können vorsichtig entfernt werden, ohne die Düsen zu vergrößern oder zu beschädigen. Verwenden Sie keine Messer oder anderen scharfen Metallgegenstände.
Danach die Sprüharme wieder korrekt montieren und von Hand prüfen, ob sie sich ungehindert drehen können. Die genaue Demontage richtet sich immer nach dem jeweiligen Modell.
Türdichtungen und Kanten in fünf Minuten säubern
An der Türdichtung, unter der Türkante und in kleinen Falzen können sich Fett und Speisereste ansammeln. Diese Stellen werden während eines normalen Spülprogramms nicht immer vollständig gereinigt.
Mischen Sie 500 ml warmes Wasser mit 1 Teelöffel mildem Handspülmittel. Tauchen Sie ein weiches Tuch hinein und wringen Sie es gut aus. Wischen Sie damit Dichtungen, Türrahmen und erreichbare Kanten ab. Bei stärkeren Ablagerungen die Lösung 2 bis 3 Minuten einwirken lassen und anschließend erneut wischen.
Danach mit einem zweiten, nur mit klarem Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen und trockenreiben.
Verwenden Sie an Gummidichtungen keine Scheuermittel oder harten Bürsten. Aggressive Mittel können das Material mit der Zeit beschädigen.
Ein heißes Programm gegen Fettablagerungen nutzen
Auch bei einem sauberen Filter können sich im Innenraum Fett und Rückstände ansammeln, insbesondere wenn überwiegend kurze Programme mit niedrigen Temperaturen verwendet werden.
Prüfen Sie zunächst die Bedienungsanleitung. Lassen Sie anschließend regelmäßig ein vom Hersteller vorgesehenes heißes beziehungsweise intensives Programm laufen. Verwenden Sie dabei ausschließlich ein für Geschirrspüler vorgesehenes Reinigungsmittel und dosieren Sie es entsprechend der Produkt- und Geräteanleitung.
Wie oft das sinnvoll ist, hängt von Nutzung, Wasserhärte und Gerät ab. Bei häufigem Gebrauch kann eine Kontrolle beziehungsweise gründliche Reinigung ungefähr einmal im Monat sinnvoll sein.
Wichtig: Handspülmittel gehört niemals in den normalen Spülgang. Es kann starke Schaumbildung verursachen und aus der Maschine austreten.
So verhindern Sie, dass der Filter schnell wieder verschmutzt
Große Speisereste gehören vor dem Einräumen in den Abfall oder Biomüll. Teller müssen deshalb normalerweise nicht unter laufendem Wasser komplett vorgespült werden.
Entfernen Sie vor allem Knochen, Kerne, Zahnstocher, größere Gemüsestücke und dicke Speisereste. Kontrollieren Sie den Filter regelmäßig. Bei täglicher Nutzung oder stark verschmutztem Geschirr kann eine wöchentliche Kontrolle sinnvoll sein.
Lassen Sie feuchtes, schmutziges Geschirr außerdem nicht unnötig mehrere Tage in einer geschlossenen Maschine stehen. Organische Rückstände können bei Wärme und Feuchtigkeit schnell unangenehme Gerüche entwickeln.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
Den Filter monatelang ignorieren: Speisereste und Fett können sich ansammeln, Gerüche verursachen und die Reinigungsleistung beeinträchtigen.
Handspülmittel in die Maschine geben: Die starke Schaumbildung kann zu einer großen Sauerei und möglicherweise zu Betriebsstörungen führen.
Essig mit Chlorreiniger kombinieren: Säuren dürfen niemals mit chlorhaltigen Bleich- oder Reinigungsmitteln gemischt werden, da gefährliches Chlorgas entstehen kann.
Mit scharfen Gegenständen am Filter arbeiten: Das feine Sieb kann beschädigt werden und anschließend größere Partikel durchlassen.
Den Filter falsch einsetzen: Ein nicht korrekt verriegelter Filter kann seine Aufgabe nicht zuverlässig erfüllen. Beachten Sie deshalb immer die Geräteanleitung.
Für noch bessere Ergebnisse
Kontrollieren Sie bei jeder Filterreinigung auch den Bereich darunter, ohne Teile zu demontieren, die laut Hersteller nicht für die Benutzerwartung vorgesehen sind.
Bei hartem Wasser sollten Regeneriersalz und Klarspüler entsprechend den Vorgaben des Geräteherstellers und der örtlichen Wasserhärte eingestellt werden.
Bleibt Wasser dauerhaft im Geräteboden stehen oder kehrt ein starker Geruch unmittelbar nach der Reinigung zurück, sollte zusätzlich der Ablauf beziehungsweise das Gerät fachgerecht überprüft werden.
Was oft gefragt wird
Wie oft sollte der Filter gereinigt werden?
Das hängt vom Modell und von der Nutzung ab. Eine wöchentliche Sichtkontrolle ist bei häufig genutzten Maschinen sinnvoll. Die verbindliche Empfehlung steht in der Bedienungsanleitung.
Darf der Filter mit Spülmittel gereinigt werden?
Für einen herausgenommenen, abspülbaren Filter genügt normalerweise warmes Wasser; bei fettigen Rückständen kann eine kleine Menge mildes Handspülmittel hilfreich sein. Danach muss der Filter gründlich abgespült werden.
Warum riecht die Maschine trotz sauberem Filter?
Dann können Rückstände an Türdichtungen, Sprüharmen, im Innenraum oder im Ablauf die Ursache sein. Auch länger stehendes Schmutzgeschirr kann Gerüche verursachen.
Wann deutet der Geruch auf ein größeres Problem hin?
Wenn trotz gründlicher Reinigung dauerhaft übelriechendes Wasser im Boden steht, die Maschine schlecht abpumpt oder der Geruch schnell wiederkehrt, sollte der Ablauf kontrolliert werden. Bei einer technischen Störung ist eine fachgerechte Überprüfung sinnvoll.
Die vollständige Reinigung beschreibt der Beitrag Spülmaschine richtig reinigen: mit diesen 3 Schritten. Ein ähnliches Problem hat oft die Waschmaschine – dort hilft die Anleitung gegen muffigen Geruch, und regelmäßiges Reinigen verhindert, dass er zurückkommt.
