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Haushaltstipps

Seit ich meine Waschmaschine so reinige, sind unangenehme Gerüche verschwunden

Seit ich meine Waschmaschine so reinige, sind unangenehme Gerüche verschwunden

Wenn frisch gewaschene Wäsche muffig riecht oder beim Öffnen der Waschmaschine ein unangenehmer Geruch entgegenkommt, liegt das häufig nicht an der Wäsche selbst. Waschmittelreste, Hautfett, Flusen und Feuchtigkeit können sich in Türmanschette, Waschmittelschublade und schwer erreichbaren Bereichen der Maschine sammeln. Eine gründliche Reinigung und ein heißer Pflegewaschgang können diese Ablagerungen deutlich reduzieren. Wichtig ist, nicht wahllos verschiedene Hausmittel zu mischen, sondern systematisch vorzugehen und die Herstellerhinweise der Maschine zu beachten.

Seit ich meine Waschmaschine so reinige, sind unangenehme Gerüche verschwunden

Die wichtigste Methode: Maschine reinigen und anschließend leer heiß laufen lassen

Für eine gründliche Reinigung braucht es keine komplizierte Mischung. Zuerst werden die zugänglichen Bereiche von Hand gesäubert, danach folgt ein leerer heißer Waschgang.

Sie brauchen:

  • 1 Liter warmes Wasser
  • etwa 5 ml mildes Spülmittel
  • 2 saubere Mikrofasertücher
  • eine weiche Bürste oder alte Zahnbürste
  • Waschmaschinenreiniger nach Herstellerdosierung oder Vollwaschpulver, sofern der Gerätehersteller dies für einen Pflegewaschgang vorsieht
  • Haushaltshandschuhe

So gehen Sie vor

  1. Maschine ausschalten und leeren. Ziehen Sie für die manuelle Reinigung möglichst den Netzstecker. Mischen Sie 1 Liter warmes Wasser mit etwa 5 ml Spülmittel.
  2. Türmanschette säubern. Ziehen Sie die Gummifalten vorsichtig auseinander. Flusen und Fremdkörper entfernen, anschließend mit dem feuchten Tuch auswischen. Mit klarem Wasser nachwischen und trockenreiben.
  3. Waschmittelschublade reinigen. Falls sie laut Anleitung herausnehmbar ist, unter warmem Wasser abspülen. Ablagerungen mit der weichen Bürste lösen und die Schublade anschließend trocknen.
  4. Pflegewaschgang starten. Danach die leere Maschine mit dem vom Hersteller vorgesehenen Trommelreinigungsprogramm betreiben. Gibt es keines, die in der Bedienungsanleitung empfohlene Temperatur wählen – häufig sind bei geeigneten Maschinen 60 °C oder mehr vorgesehen. Reiniger beziehungsweise Vollwaschmittel exakt nach Herstellerangabe dosieren.
  5. Trocknen lassen. Nach Programmende Trommel und Manschette trockenwischen. Tür und Waschmittelfach anschließend mehrere Stunden offen beziehungsweise angelehnt lassen, sofern dies sicher möglich ist.

Der Geruch sollte nach der vollständigen Reinigung deutlich schwächer oder verschwunden sein. Bleibt er bestehen, können Filter, Ablauf oder Abwassersystem die Ursache sein.

Die Türdichtung verdient besondere Aufmerksamkeit

Gerade bei Frontladern sammelt sich in den Falten der Gummimanschette Feuchtigkeit. Dazu kommen Haare, Flusen und Waschmittelreste. Diese Mischung kann mit der Zeit unangenehm riechen.

Für die regelmäßige Pflege reichen 500 ml warmes Wasser und etwa 2–3 ml mildes Spülmittel. Ein Tuch darin anfeuchten, gut auswringen und sämtliche erreichbaren Falten sorgfältig auswischen. Danach mit einem zweiten, nur mit klarem Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen und trockenreiben.

Das dauert normalerweise weniger als zehn Minuten. Bei sichtbaren schwarzen Flecken oder hartnäckigen Belägen nicht mit aggressiven Chemikalien experimentieren. Die Herstelleranleitung beachten; stark beschädigte oder dauerhaft verfärbte Dichtungen sollten fachgerecht geprüft werden.

Waschmittelschublade einmal im Monat gründlich säubern

Auch eine sauber aussehende Trommel kann unangenehm riechen, wenn sich im Einspülfach Waschmittel- und Weichspülerreste angesammelt haben.

Die herausnehmbare Schublade – sofern vom Hersteller vorgesehen – etwa 10–15 Minuten in warmem Wasser einweichen. Für ungefähr 2 Liter Wasser genügen 5 ml mildes Spülmittel. Anschließend Ecken und Kanäle mit einer kleinen weichen Bürste reinigen.

Mit klarem Wasser gründlich abspülen und vollständig trocknen. Auch das Gehäuse des Waschmittelfachs mit einem feuchten Tuch auswischen, ohne Wasser in elektrische Bereiche laufen zu lassen.

Die Reinigung einmal monatlich beziehungsweise bei sichtbaren Rückständen wiederholen. So wird verhindert, dass sich immer dickere Ablagerungen bilden.

Nach jeder Wäsche Feuchtigkeit entweichen lassen

Die einfachste Maßnahme gegen neue Gerüche kostet praktisch nichts: Die Waschmaschine nach Gebrauch trocknen lassen.

Nehmen Sie die fertige Wäsche möglichst zeitnah heraus. Wischen Sie sichtbares Wasser aus der unteren Falte der Türmanschette mit einem trockenen Tuch auf. Anschließend Tür und Waschmittelschublade einige Stunden leicht geöffnet lassen, wenn dies laut Hersteller möglich ist und weder Kinder noch Haustiere Zugang zur Maschine haben.

Der Grund ist einfach: In einem dauerhaft feuchten, geschlossenen Innenraum können geruchsbildende Mikroorganismen bessere Bedingungen vorfinden. Durch Trocknen wird ihnen diese Umgebung erschwert. Mehr zu den Ursachen steht in Was tun, wenn die Waschmaschine beim Öffnen muffig riecht? So verschwindet der unangenehme Geruch.

Bei Haushalten mit kleinen Kindern hat die Sicherheit Vorrang. Die Gerätetür niemals so offen stehen lassen, dass ein Kind hineinklettern kann.

Waschmittel richtig dosieren statt immer mehr zu verwenden

Zu viel Waschmittel macht die Wäsche nicht automatisch sauberer. Bei Überdosierung können Rückstände in Maschine und Textilien verbleiben.

Halten Sie sich deshalb an die Dosiertabelle des Waschmittelherstellers. Entscheidend sind Wasserhärte, Verschmutzungsgrad und Wäschemenge. Eine pauschale Menge ist hier weniger sinnvoll als die korrekte Dosierung für die jeweilige Situation.

Wer überwiegend bei niedrigen Temperaturen wäscht, sollte zusätzlich in den vom Gerätehersteller empfohlenen Abständen einen heißen Pflegewaschgang durchführen. Das hilft, fettige und waschmittelhaltige Ablagerungen zu reduzieren.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Essig und Chlorreiniger kombinieren: Niemals miteinander mischen. Dabei kann gefährliches Chlorgas entstehen.

Verschiedene Reiniger auf Verdacht mischen: Mehr Chemie bedeutet nicht bessere Reinigung. Produkte nur entsprechend ihrer Anleitung verwenden.

Die Tür ständig geschlossen halten: Verbleibende Feuchtigkeit kann unangenehme Gerüche begünstigen.

Waschmittel überdosieren: Überschüssiges Produkt kann Ablagerungen verursachen, statt die Maschine sauberer zu machen.

Nur die Trommel reinigen: Manschette, Waschmittelfach und gegebenenfalls Filter sind ebenfalls typische Stellen für Rückstände.

Für noch bessere Ergebnisse

Reinigen Sie die Türmanschette kurz, sobald Sie sichtbare Flusen oder Waschmittelreste bemerken. Eine kleine regelmäßige Pflege ist einfacher als das Entfernen alter Ablagerungen.

Kontrollieren Sie außerdem den Pumpenfilter nach den Angaben der Bedienungsanleitung. Vor dem Öffnen unbedingt beachten, dass Restwasser austreten kann.

Riecht die Maschine trotz gründlicher Reinigung weiterhin stark nach Abwasser, sollte auch der Ablaufschlauch beziehungsweise der Abwasseranschluss überprüft werden.

Fragen und Antworten

Wie oft sollte ich die Waschmaschine reinigen?

Bei normaler Nutzung ist eine gründliche Kontrolle etwa einmal monatlich sinnvoll. Wer häufig wäscht oder überwiegend niedrige Temperaturen nutzt, sollte Manschette und Waschmittelfach häufiger prüfen. In der Küche gilt dasselbe für die Spülmaschine – dazu passt Der Fehler, der Ihre Spülmaschine stinken lässt: So beseitigen Sie die Ursache in wenigen Minuten.

Hilft Natron gegen den Geruch?

Natron kann Gerüche teilweise neutralisieren, beseitigt aber nicht automatisch die Ursache. Fettige Ablagerungen, Flusen und verschmutzte Bauteile müssen mechanisch beziehungsweise mit einem geeigneten Waschmaschinen-Pflegeprogramm gereinigt werden.

Soll ich Essig in die Waschmaschine geben?

Nicht pauschal. Säuren können je nach Gerät bestimmte Materialien und Bauteile beeinträchtigen. Entscheidend sind die Pflegehinweise des Waschmaschinenherstellers.

Was tun, wenn die Maschine nach der Reinigung immer noch riecht?

Pumpenfilter, Ablaufschlauch und Abwasseranschluss nach Herstelleranleitung kontrollieren. Bleibt ein ungewöhnlich starker oder fauliger Geruch bestehen, ist eine fachliche Überprüfung sinnvoll.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.