Eingebrannte Fettflecken vom Gasherd entfernen: So wird das Kochfeld wieder sauber

Eingebrannte Fettflecken vom Gasherd entfernen: So wird das Kochfeld wieder sauber

Fettspritzer, übergekochte Soßen und eingebrannte Essensreste setzen sich rund um die Brenner eines Gasherds besonders hartnäckig fest. Werden sie bei jedem Kochen erneut erhitzt, lassen sie sich mit einem feuchten Tuch irgendwann kaum noch entfernen. Mit der richtigen Reihenfolge braucht es jedoch weder aggressive Reiniger noch stundenlanges Schrubben. Entscheidend sind warmes Wasser, Spülmittel, etwas Natron und genügend Einwirkzeit. So lassen sich Kochfeld, Roste und Brenner gründlich reinigen, ohne empfindliche Oberflächen unnötig zu beschädigen.

Eingebranntes Fett mit Spülmittel und Natron lösen

Diese Methode eignet sich vor allem für robuste Edelstahl- und emaillierte Kochfelder. Spülmittel löst Fett, während Natron als mildes Scheuermittel hilft, bereits angetrocknete Rückstände abzuheben.

Benötigt werden:

  • 500 ml warmes Wasser
  • 1 Esslöffel Handspülmittel
  • 2 Esslöffel Natron
  • ein weicher Schwamm oder Mikrofasertuch
  • eine kleine weiche Bürste
  • Küchenpapier oder ein altes Baumwolltuch

So geht es:

  1. Herd vollständig ausschalten und abkühlen lassen. Roste, Brennerdeckel und lose abnehmbare Teile entfernen. Vorher prüfen, wie sie eingesetzt sind, damit später alles korrekt zusammengesetzt wird.
  2. 500 ml warmes Wasser mit 1 Esslöffel Spülmittel vermischen. Ein Tuch darin anfeuchten und die verschmutzten Stellen großzügig benetzen. Etwa 10 Minuten einwirken lassen.
  3. Aus 2 Esslöffeln Natron und etwa 1 Esslöffel Wasser eine streichfähige Paste herstellen. Dünn auf besonders verkrustete Stellen geben und 15 bis 20 Minuten wirken lassen.
  4. Rückstände mit einem weichen, feuchten Schwamm lösen. Engstellen vorsichtig mit einer weichen Bürste bearbeiten. Keine Stahlwolle und keine Messer verwenden.
  5. Anschließend zweimal mit klarem Wasser nachwischen und alles vollständig trockenreiben.

Die Behandlung war erfolgreich, wenn sich die braunen Fettkrusten ohne starken Druck lösen und die Oberfläche nach dem Trocknen nicht mehr klebrig ist. Bei dicken Ablagerungen die Behandlung lieber ein zweites Mal durchführen, statt aggressiver zu scheuern.

Auf empfindlichen Beschichtungen, Aluminiumteilen oder Spezialoberflächen sollte Natron nur verwendet werden, wenn der Hersteller es erlaubt. Im Zweifel zunächst an einer unauffälligen Stelle testen.

Brennerdeckel und Roste separat einweichen

Abnehmbare emaillierte oder geeignete Edelstahlteile lassen sich wesentlich leichter reinigen, wenn das Fett zunächst aufgeweicht wird. Eine Schüssel mit 2 Litern heißem, aber nicht kochendem Wasser und 2 Esslöffeln Spülmittel vorbereiten.

Geeignete Roste und Brennerdeckel darin 20 bis 30 Minuten einweichen. Anschließend mit einer weichen Spülbürste reinigen, gründlich abspülen und vollständig trocknen.

Nicht jedes Brennerteil darf eingeweicht werden. Aluminium, elektrische Zündelemente, Gasdüsen und fest verbaute Komponenten gehören nicht ohne ausdrückliche Herstellerfreigabe ins Wasser. Insbesondere Öffnungen für den Gasaustritt dürfen nicht mit Reinigungsmittel zugesetzt werden.

Vor dem Zusammenbau müssen sämtliche Teile vollständig trocken sein. Feuchtigkeit im Bereich der Brenner kann zu Zündproblemen oder einem unregelmäßigen Flammenbild führen.

Frische Fettspritzer sofort mit Spülwasser entfernen

Die einfachste Methode ist gleichzeitig die beste Vorbeugung. Nach dem Kochen den Herd vollständig abkühlen lassen. Dann 500 ml warmes Wasser mit 1 Teelöffel Spülmittel mischen.

Ein Mikrofasertuch darin anfeuchten, gut auswringen und das Kochfeld abwischen. Bei frischem Fett reichen meist 1 bis 2 Minuten Kontaktzeit. Danach mit einem zweiten, nur mit klarem Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen und trockenreiben.

Spülmittel enthält Tenside, die Fett von der Oberfläche lösen und im Wasser verteilen. Deshalb ist bei frischen Verschmutzungen normalerweise weder Natron noch ein stärkerer Reiniger notwendig.

Diese milde Methode eignet sich für viele Oberflächen, trotzdem sollten die Pflegehinweise des Herdherstellers Vorrang haben.

Edelstahl nach der Reinigung streifenfrei trocknen

Auf einem sauberen Edelstahlkochfeld bleiben häufig Wasserflecken zurück. Nach der eigentlichen Reinigung deshalb mit klarem Wasser nachwischen und anschließend sofort mit einem trockenen, weichen Mikrofasertuch polieren.

Bei gebürstetem Edelstahl immer in Richtung der sichtbaren Struktur wischen. Dadurch werden Schlieren weniger auffällig und unnötige Mikrokratzer vermieden.

Säurehaltige Hausmittel wie Essig oder Zitronensäure sollten nicht pauschal auf Herdteilen verwendet werden. Sie können bestimmte Metalle, Beschichtungen und angrenzende Naturstein-Arbeitsplatten angreifen. Für gewöhnliches Fett sind sie ohnehin nicht erforderlich.

Fehler, die man vermeiden sollte

Auf einem heißen Herd reinigen: Wasser und Reinigungsmittel können schnell verdampfen oder spritzen. Erst beginnen, wenn sämtliche Teile abgekühlt sind.

Mit Stahlwolle oder Messern kratzen: Dadurch können Edelstahl, Emaille und Beschichtungen dauerhaft zerkratzt werden.

Brenneröffnungen mit Paste zusetzen: Natron oder Reinigungsmittel dürfen nicht in Gasdüsen und Zündelemente gelangen. Das kann die Funktion beeinträchtigen.

Reinigungsmittel miteinander mischen: Besonders Chlorbleiche niemals mit Essig, Säuren oder anderen Reinigern kombinieren, da gefährliche Gase entstehen können.

Abnehmbare Teile feucht einsetzen: Brenner und Deckel müssen vollständig trocken sein, bevor der Herd wieder benutzt wird.

Für noch bessere Ergebnisse

Bei sehr alten Fettkrusten sind zwei milde Reinigungsgänge meist materialschonender als einmaliges kräftiges Scheuern.

Roste direkt nach dem Abkühlen regelmäßig abzuwischen verhindert, dass dünne Fettschichten bei der nächsten Benutzung erneut einbrennen.

Bei Glas-, Spezialemaille- oder beschichteten Kochfeldern immer zuerst die Herstellerangaben prüfen. Nicht jedes Hausmittel ist für jede Oberfläche geeignet.

Fragen häufig gestellt

Kann Natron über Nacht auf dem Kochfeld bleiben?

Das ist normalerweise nicht nötig. 15 bis 20 Minuten reichen für viele Verschmutzungen. Eine unnötig lange Einwirkzeit erhöht bei empfindlichen Materialien das Risiko unerwünschter Veränderungen.

Was tun, wenn die Fettkruste nach dem ersten Durchgang noch sichtbar ist?

Die Stelle erneut mit warmem Spülwasser anfeuchten und die Natronbehandlung wiederholen. Nicht stärker drücken und keine scharfen Gegenstände einsetzen.

Darf man Brenner in die Spülmaschine geben?

Nur wenn der Hersteller dies ausdrücklich erlaubt. Bestimmte Aluminium- und beschichtete Teile können sich verfärben oder beschädigt werden.

Wie oft sollte ein Gasherd gründlich gereinigt werden?

Frische Spritzer am besten nach dem Kochen entfernen, sobald der Herd kalt ist. Bei regelmäßiger Nutzung ist eine gründlichere Reinigung der abnehmbaren geeigneten Teile etwa einmal pro Woche sinnvoll. So entstehen deutlich seltener dicke, eingebrannte Fettkrusten.

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ÜBER MARGARETE
Margarete Schneider
Willkommen in meiner Küche! Ich bin Margarete und koche seit über 45 Jahren traditionelle deutsche Familienrezepte. Hier teile ich einfache, herzhafte und liebevoll zubereitete Gerichte, die Generationen von Familien begleitet haben. Mein Ziel ist es, die Wärme und den Geschmack von Zuhause auf Ihren Tisch zu bringen.
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