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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Desserts nach Großmutters Art

Saftige Nutella-Brownies mit knuspriger Kruste und weichem Kern

Nutella Brownies – Unfassbar gut!

Dieses Blech ist bei uns das Grundrezept, von dem sich alle anderen Brownies ableiten – wer die Technik einmal heraushat, braucht sie nie wieder nachzuschlagen. Als meine Enkel klein waren, verschwand jedes Nutella-Glas in unserem Haus verdächtig schnell – irgendwann habe ich beschlossen, die Creme lieber gleich in den Backofen zu schicken, bevor sie löffelweise geplündert wird. So sind diese Brownies entstanden, und sie haben sich seither auf jedem Geburtstag bewährt. Das Besondere: Die Nutella kommt gleich zweimal zum Einsatz – einmal im Teig, wo sie zusammen mit geschmolzener Zartbitterschokolade für den fast fudgy-weichen Kern sorgt, und einmal als Glasur obendrauf. Außen bildet sich beim Backen die typische, papierdünne Knusperkruste mit feinen Rissen, innen bleiben die Brownies dicht und saftig. Wer bisher dachte, Brownies aus deutschen Öfen könnten mit amerikanischen nicht mithalten, sollte dieses Blech probieren – bei uns ist noch nie ein Stück bis zum nächsten Tag übrig geblieben.

Nutella Brownies – Unfassbar gut!

Das Wichtigste in Kürze

  • Vorbereitungszeit: 20 Minuten
  • Ruhezeit: 45 Minuten
  • Backzeit: 28–32 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 35 Minuten
  • Portionen: 16 Brownies
  • Schwierigkeitsgrad: Einfach
  • Backform: Quadratische Form (ca. 23 × 23 cm), mit Backpapier ausgelegt

Zutaten

Für den Brownie-Teig

  • 200 g Zartbitterschokolade
  • 180 g Butter
  • 250 g Nutella
  • 180 g Zucker
  • 3 Eier (Größe M)
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 180 g Weizenmehl (Type 405)
  • 30 g ungesüßtes Kakaopulver
  • 1 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 80 g Schokotropfen

Für die Dekoration

  • 120 g Nutella
  • 20 g Schokostreusel

Zubereitung

  1. Backform vorbereiten und Ofen vorheizen.
    Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Backform vollständig mit Backpapier auslegen, damit sich die Brownies später leicht herausheben lassen.
  2. Schokoladenmasse herstellen.
    Zartbitterschokolade zusammen mit der Butter langsam über einem Wasserbad schmelzen. Vom Herd nehmen und die Nutella sorgfältig unterrühren, bis eine glatte, glänzende Masse entsteht. Einige Minuten abkühlen lassen, damit die Eier später nicht stocken.
  3. Teig zubereiten.
    Zucker, Eier und Vanilleextrakt etwa 2 Minuten verrühren. Die lauwarme Schokoladenmischung langsam unterheben. Anschließend Mehl, Kakaopulver, Backpulver und Salz miteinander vermischen und portionsweise unter den Teig rühren. Zum Schluss die Schokotropfen gleichmäßig einarbeiten.
  4. In die Form füllen.
    Den Teig in die vorbereitete Backform geben und mit einer Teigkarte glattstreichen. Die Oberfläche sollte gleichmäßig verteilt sein, damit alle Brownies dieselbe Höhe erhalten.
  5. Backen.
    Die Form auf der mittleren Schiene 28 bis 32 Minuten backen. Die Oberfläche sollte fest wirken und leichte Risse zeigen. Ein Holzstäbchen darf in der Mitte noch einige feuchte Krümel aufweisen – flüssiger Teig sollte jedoch nicht mehr daran haften. So bleiben die Brownies besonders saftig.
  6. Abkühlen und dekorieren.
    Die Brownies vollständig in der Form auskühlen lassen. Anschließend die Nutella kurz leicht erwärmen, damit sie streichfähig wird. Gleichmäßig auf der Oberfläche verteilen und mit Schokostreuseln bestreuen. Vor dem Anschneiden weitere 15 Minuten ruhen lassen.
  7. Servieren.
    Den Kuchen mithilfe des Backpapiers aus der Form heben und in 16 gleich große Stücke schneiden. Für besonders saubere Schnittkanten das Messer nach jedem Schnitt mit warmem Wasser reinigen und sorgfältig abtrocknen.

Kruste oben, Fudge unten: die Technik dahinter

Der weiche Kern ist kein Zufall, sondern das Ergebnis der Zutatenbalance. Nutella bringt neben Kakao vor allem Fett und Zucker mit – beides hält die Krume feucht und dicht, ähnlich wie bei einem Fudge. Deshalb kommt das Rezept mit nur einem Teelöffel Backpulver aus: Brownies sollen gerade nicht luftig aufgehen wie ein Rührkuchen. Die knusprige Kruste wiederum entsteht durch das Verrühren von Zucker und Eiern zu Beginn – dabei löst sich ein Teil des Zuckers und bildet beim Backen an der Oberfläche diese feine, glänzende Schicht mit den typischen Rissen. Wer den Zucker nur kurz unterrührt, bekommt sie nicht.

Drei weitere Stellschrauben entscheiden über das Ergebnis. Erstens der Stäbchentest, der hier bewusst anders funktioniert als beim klassischen Kuchen: Feuchte Krümel am Holzstäbchen sind das Zeichen für den perfekten Zeitpunkt. Wer wartet, bis das Stäbchen sauber herauskommt, hat bereits zu lange gebacken. Zweitens die Formgröße: 23 × 23 cm ergeben eine Teighöhe von rund 3 cm. In einer größeren Form wird der Teig flacher, gart schneller durch und verliert genau den weichen Kern, um den es geht – rechnen Sie dann etwa 6 Minuten weniger. Drittens die Ofenart: Ober-/Unterhitze bei 175 °C ist für Brownies grundsätzlich die bessere Wahl, weil Umluft die Oberfläche austrocknet, bevor die Mitte so weit ist.

Und zuletzt das Schneiden, an dem die meisten schönen Bleche scheitern: Der Kuchen muss vollständig ausgekühlt sein – warm geschnitten zieht das Messer die weiche Krume mit und die Kanten franst aus. Ein großes, scharfes Messer senkrecht ansetzen, in einem Zug durchdrücken statt sägen, danach mit warmem Wasser abwaschen und trockenreiben. Nach jedem einzelnen Schnitt, nicht nach jedem dritten.

Margaretes Tipp

Geben Sie auf die noch weiche Nutella-Glasur eine winzige Prise grobes Meersalz – nur ein paar Flöckchen, nicht mehr. Das Salz nimmt der Creme die Schwere und lässt die Haselnussnote deutlich stärker hervortreten; meine Gäste rätseln jedes Mal, was das Geheimnis ist. Und noch etwas aus Erfahrung: Backen Sie die Brownies am Vorabend. Über Nacht in der Dose durchgezogen, lassen sie sich nicht nur sauberer schneiden, sie schmecken auch runder, weil sich die Schokoladenaromen setzen konnten. Wenn der Schokoladenhunger dagegen sofort gestillt werden muss, hilft unser saftiger Nutella-Tassenkuchen – der steht in fünf Minuten auf dem Tisch.

Die wichtigsten Tipps im Überblick

  • Die Schokolade langsam schmelzen, damit sie nicht zu heiß wird.
  • Den Teig nur so lange verrühren, bis alle Zutaten verbunden sind.
  • Die Brownies nicht zu lange backen – leicht feuchte Krümel am Holzstäbchen sind ideal.
  • Vor dem Schneiden vollständig auskühlen lassen.
  • Für besonders saubere Stücke ein scharfes Messer verwenden und zwischendurch reinigen.

So können Sie das Rezept abwandeln

  • Ersetzen Sie die Zartbitterschokolade durch Vollmilchschokolade für einen milderen Geschmack. Die Brownies werden etwas süßer.
  • Verwenden Sie gehackte Haselnüsse statt Schokotropfen. Dadurch entsteht mehr Biss und die Haselnussnote der Nutella wird verstärkt.
  • Ersetzen Sie einen Teil der Nutella durch eine andere Nuss-Nougat-Creme. Geschmack und Süße können sich leicht verändern.
  • Geben Sie 50 g weiße Schokoladenstückchen zusätzlich in den Teig. Dadurch entsteht ein schöner Kontrast zur dunklen Schokolade.
  • Für eine intensivere Schokoladennote können Sie den Kakao auf 40 g erhöhen. Die Brownies werden dadurch etwas kräftiger und kompakter.

Frisches Obst gehört bewusst nicht in diese Liste: Beeren bringen so viel Wasser mit, dass der Teig angepasst werden muss. Wie das geht – mehr Kakao, die richtige Schnittrichtung der Früchte, eine festere Ganache statt der Nutella-Glasur – haben wir Schritt für Schritt bei den Erdbeer-Schoko-Brownies mit Ganache aufgeschrieben. Dort finden Sie auch die Umrechnung für Himbeeren, Heidelbeeren, Rhabarber und Sauerkirschen.

Serviervorschläge

Pur zum Nachmittagskaffee sind diese Brownies schon ein Genuss – richtig festlich werden sie aber leicht angewärmt mit einer Kugel Vanilleeis, wenn die Glasur gerade eben zu schmelzen beginnt. Für ein Dessertbuffet schneide ich sie gerne in kleine Häppchen von etwa 3 × 3 cm und stecke in jedes einen Holzspieß. Wer ein mehrgängiges Menü plant, kann die Brownies auch mit einem Klecks leicht gesüßter Schlagsahne und frischen Himbeeren anrichten. Und für alle, die cremige Schokoladendesserts lieben, lohnt sich als Alternative unsere Mousse au Chocolat nach Omas Art – oder, wenn es zum Geburtstag etwas Aufwendigeres sein darf, unsere Schokoladen-Cupcakes mit Schokoladenglasur oder unsere Schokoladen-Drip-Torte mit Buttercreme.

Haltbarkeit und Lagerung

Die Brownies bleiben in einer luftdicht verschlossenen Dose bei Zimmertemperatur bis zu 3 Tage frisch. Im Kühlschrank halten sie sich 5 bis 6 Tage. Vor dem Servieren etwa 20 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen, damit sie wieder schön weich werden. Zum Einfrieren die Stücke einzeln verpacken und bis zu 3 Monate lagern. Zum Auftauen mehrere Stunden im Kühlschrank oder bei Raumtemperatur auftauen lassen. Diese Angaben gelten allerdings nur für die reine Schokoladenversion: Sobald frisches Obst im Teig steckt, gehört das Blech in den Kühlschrank und ist nach drei Tagen aufgebraucht.

Was oft gefragt wird

Warum werden meine Brownies trocken?

In den meisten Fällen wurden sie zu lange gebacken. Sobald nur noch feuchte Krümel am Holzstäbchen haften, sollten sie aus dem Ofen genommen werden. Auch die Ofentemperatur spielt eine Rolle: Viele Backöfen heizen stärker als angezeigt – ein separates Ofenthermometer schafft Gewissheit.

Kann ich die Brownies einen Tag vorher backen?

Ja. Tatsächlich schmecken sie am nächsten Tag oft noch aromatischer, da sich die Schokoladenaromen besser entfalten können.

Kann ich die Nutella-Glasur weglassen?

Ja. Die Brownies gelingen auch ohne Glasur und erhalten dadurch eine klassische, leicht knusprige Oberfläche.

Funktioniert das Rezept auch mit Umluft?

Ja, reduzieren Sie die Temperatur dann auf etwa 155 °C und prüfen Sie bereits nach 25 Minuten mit dem Holzstäbchen. Umluft trocknet die Oberfläche schneller aus, daher ist Ober-/Unterhitze für Brownies grundsätzlich die bessere Wahl.

Wie schneide ich besonders gleichmäßige Brownies?

Lassen Sie den Kuchen vollständig auskühlen und verwenden Sie ein scharfes Messer. Reinigen und trocknen Sie das Messer nach jedem Schnitt, damit die Kanten sauber und gleichmäßig bleiben.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.