Ein wenig bekannter Trick, um Fettflecken aus Kleidung zu entfernen

Ein wenig bekannter Trick, um Fettflecken aus Kleidung zu entfernen

Fettflecken gehören zu den hartnäckigsten Flecken auf Kleidung: Ein Spritzer Öl beim Kochen, Butter, Salatdressing oder eine fettige Soße reicht aus, und selbst nach der Maschinenwäsche bleibt manchmal ein dunkler Schatten zurück. Entscheidend ist, das Fett zunächst aus den Fasern zu lösen, bevor das Kleidungsstück heiß gewaschen oder getrocknet wird. Mit Spülmittel und einigen einfachen Hausmitteln lassen sich frische und viele ältere Fettflecken zuverlässig behandeln – vorausgesetzt, Material, Dosierung und Einwirkzeit stimmen.

Der wichtigste Trick: Fett mit Spülmittel direkt aus den Fasern lösen

Handelsübliches Handspülmittel ist für Fettflecken besonders praktisch, weil seine Tenside Fett lösen und dafür sorgen, dass es sich mit Wasser abspülen lässt. Die Methode eignet sich vor allem für waschbare Baumwolle, Polyester und robuste Mischgewebe.

Benötigt werden:

  • 1 Teelöffel farbloses Handspülmittel
  • 1 bis 2 Esslöffel lauwarmes Wasser
  • ein sauberer Löffel oder eine weiche Zahnbürste
  • Küchenpapier oder ein sauberes Baumwolltuch

So geht es:

  1. Frisches Fett zunächst mit Küchenpapier vorsichtig abtupfen. Nicht reiben, sonst wird es tiefer in die Fasern gedrückt.
  2. Einen Teelöffel Spülmittel direkt auf einen etwa handtellergroßen Fleck geben. Bei kleineren Flecken reichen einige Tropfen.
  3. Das Mittel mit dem Finger oder einer sehr weichen Bürste vorsichtig einarbeiten. Anschließend 10 bis 15 Minuten einwirken lassen.
  4. Die behandelte Stelle mit lauwarmem Wasser gründlich ausspülen und das Kleidungsstück anschließend entsprechend dem Pflegeetikett waschen.
  5. Vor dem Trocknen kontrollieren: Ist kein dunkler Rand mehr sichtbar, war die Behandlung erfolgreich. Bleibt ein Schatten zurück, die Behandlung wiederholen.

Bei Wolle, Seide, Leder und anderen empfindlichen Materialien sollte diese Methode nicht ohne vorherigen Test angewendet werden. Im Zweifel ist eine professionelle Reinigung sicherer.

Speisestärke für frische Fettflecken

Bei einem ganz frischen Öl- oder Fettfleck kann Speisestärke einen Teil des noch nicht eingezogenen Fetts aufnehmen. Das ist besonders hilfreich, wenn das Kleidungsstück nicht sofort gewaschen werden kann.

Eine 2 bis 3 Millimeter dicke Schicht Speisestärke auf den trockenen Fleck streuen und 30 bis 60 Minuten liegen lassen. Bei größeren Fettmengen kann die Einwirkzeit auf zwei Stunden verlängert werden. Anschließend das Pulver vorsichtig abschütteln oder mit einer weichen Bürste entfernen.

Danach den verbleibenden Fleck mit wenigen Tropfen Spülmittel vorbehandeln und normal waschen. Stärke allein entfernt meist nicht das gesamte Fett; sie erleichtert aber die anschließende Reinigung. Bei empfindlichen Textilien zuerst an einer verdeckten Stelle testen und niemals kräftig bürsten.

Gallseife gegen bereits eingezogene Fettspuren

Waschbare, farbechte Textilien können bei älteren Flecken mit Gallseife behandelt werden. Sie enthält waschaktive Bestandteile, die insbesondere fett- und eiweißhaltige Verschmutzungen lösen können.

Den Fleck zunächst mit 1 bis 2 Esslöffeln lauwarmem Wasser anfeuchten. Feste Gallseife etwa 20 bis 30 Sekunden sanft über die betroffene Stelle reiben oder bei flüssiger Gallseife ungefähr einen Teelöffel verwenden. 10 Minuten einwirken lassen und anschließend gründlich ausspülen. Danach nach Pflegeetikett waschen.

Die Seife sollte nicht auf dem Stoff eintrocknen. Bei kräftigen Farben zunächst eine unauffällige Stelle testen. Für Leder sowie besonders empfindliche Seide ist diese Behandlung nicht geeignet.

Natron nur als unterstützende Vorbehandlung verwenden

Natron wird häufig als universeller Fleckenentferner dargestellt, doch bei Fett sollte man realistisch bleiben: Es ist kein Ersatz für ein fettlösendes Waschmittel. Als saugfähiges Pulver kann es jedoch bei frischen Flecken hilfreich sein.

Etwa 1 Esslöffel Natron auf einen kleinen Fettfleck geben und 30 Minuten einwirken lassen. Das trockene Pulver danach vollständig entfernen. Anschließend einige Tropfen Spülmittel auftragen, zehn Minuten warten und das Kleidungsstück waschen.

Natron nicht aggressiv in empfindliche Fasern einreiben. Bei Wolle und Seide sollte man darauf verzichten. Außerdem sollte Natron nicht gleichzeitig mit Essig vermischt werden: Die beiden Stoffe reagieren miteinander und neutralisieren einen erheblichen Teil ihrer jeweiligen Eigenschaften.

Fehler, die man vermeiden sollte

Den Fleck sofort kräftig reiben: Dadurch verteilt sich das Fett und kann tiefer in das Gewebe gelangen. Frische Flecken immer zuerst abtupfen.

Zu früh heiß waschen: Hohe Temperaturen sind nicht automatisch besser. Zuerst vorbehandeln und anschließend ausschließlich die auf dem Pflegeetikett erlaubte Temperatur verwenden.

Das Kleidungsstück trocknen, obwohl der Fleck noch sichtbar ist: Besonders ein heißer Wäschetrockner kann verbliebene Rückstände schwerer entfernbar machen. Den Stoff deshalb vorher im Tageslicht kontrollieren.

Unterschiedliche Reinigungsmittel wahllos mischen: Insbesondere Chlorbleiche darf niemals mit Essig oder anderen Säuren kombiniert werden, da gefährliches Chlorgas entstehen kann.

Empfindliche Stoffe wie Baumwolle behandeln: Wolle, Seide und Leder benötigen materialgerechte Verfahren. Bei hochwertigen Kleidungsstücken besser die Pflegehinweise beachten oder eine Reinigung wählen.

Für weitere Anwendungen

Auf waschbaren Küchentüchern oder Baumwollservietten funktioniert die Spülmittelmethode ebenfalls gut. Bei Polstermöbeln dagegen sollte möglichst wenig Flüssigkeit verwendet und die Pflegekennzeichnung des Bezugs geprüft werden.

Bei einem großen Fettfleck besser von außen nach innen arbeiten. So lässt sich vermeiden, dass sich der Fleck während der Behandlung weiter ausbreitet.

Hausmittel und Fleckenentferner grundsätzlich außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren. Auch scheinbar harmlose Reinigungsmittel können bei Verschlucken oder Augenkontakt problematisch sein.

Häufige Fragen

Kann man einen Fettfleck entfernen, der bereits gewaschen wurde?

Oft ja. Spülmittel auf den trockenen Fleck geben, 15 Minuten einwirken lassen, ausspülen und erneut nach Pflegeetikett waschen. Bei alten Flecken können zwei Behandlungen erforderlich sein.

Hilft Essig gegen Fettflecken?

Essig ist hierfür nicht die erste Wahl. Gegen Fett sind Tenside aus Spül- oder Waschmittel wesentlich geeigneter. Säure kann außerdem bestimmte empfindliche Materialien oder Oberflächen beeinträchtigen.

Wie lange darf Spülmittel auf Kleidung bleiben?

Für normale waschbare Baumwolle oder Polyester reichen gewöhnlich 10 bis 15 Minuten. Eine längere Einwirkzeit bringt nicht automatisch ein besseres Ergebnis.

Woran erkenne ich, ob der Fettfleck wirklich verschwunden ist?

Das Kleidungsstück nach dem Waschen an der Luft betrachten, bevor es in den Trockner kommt. Ist bei gutem Licht kein dunkler oder durchscheinender Bereich mehr erkennbar, kann es normal getrocknet werden.

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ÜBER MARGARETE
Margarete Schneider
Willkommen in meiner Küche! Ich bin Margarete und koche seit über 45 Jahren traditionelle deutsche Familienrezepte. Hier teile ich einfache, herzhafte und liebevoll zubereitete Gerichte, die Generationen von Familien begleitet haben. Mein Ziel ist es, die Wärme und den Geschmack von Zuhause auf Ihren Tisch zu bringen.
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