Handtücher bleiben länger weich – So pflegen Sie Frottierhandtücher richtig
Handtücher gehören zu den am häufigsten genutzten Textilien im Haushalt. Mit der Zeit werden sie jedoch oft hart, verlieren ihre Saugkraft oder riechen trotz des Waschens unangenehm. Viele dieser Probleme entstehen nicht durch schlechte Qualität, sondern durch kleine Pflegefehler. Mit einigen einfachen Maßnahmen lassen sich Handtücher lange weich, flauschig und saugfähig halten. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Waschmittel und Hausmittel sinnvoll sind, welche Dosierungen sich bewährt haben und welche Fehler Sie vermeiden sollten.
Handtücher richtig waschen – Weniger Waschmittel, kein Weichspüler
Der wichtigste Schritt beginnt bereits beim Waschen. Weichspüler macht Handtücher zwar zunächst angenehm weich, legt sich jedoch mit der Zeit wie ein Film um die Fasern. Dadurch nimmt das Gewebe deutlich weniger Wasser auf.
Sie benötigen:
- Waschmaschine
- Vollwaschmittel oder Colorwaschmittel (je nach Farbe)
- 2 Esslöffel Natron (ca. 30 g)
- 100 ml weißer Haushaltsessig (5 %)
- Kein Weichspüler
So gehen Sie vor
- Sortieren Sie die Handtücher nach Farben und waschen Sie sie getrennt von Kleidung mit Reißverschlüssen oder Haken.
- Geben Sie die empfohlene Menge Waschmittel entsprechend der Wasserhärte in das Waschmittelfach.
- Fügen Sie 2 Esslöffel Natron direkt zur Trommel hinzu.
- Geben Sie 100 ml weißen Essig in das Weichspülerfach.
- Waschen Sie die Handtücher bei 40 °C für leicht verschmutzte und 60 °C für stark beanspruchte Handtücher.
Natron hilft dabei, Gerüche zu neutralisieren und Waschmittelrückstände zu lösen. Essig entfernt Kalkablagerungen und macht die Fasern wieder geschmeidiger, ohne ihre Saugfähigkeit zu beeinträchtigen.
Geeignet für:
- Baumwollhandtücher
- Frottierhandtücher
- Gästetücher
- Badetücher
Nicht geeignet für:
- Handtücher mit Lederapplikationen
- Seide
- Wolle
Lassen Sie Essig niemals mit chlorhaltigen Reinigungsmitteln oder Bleichmitteln in Kontakt kommen.
Flauschigkeit im Trockner erhalten
Wer einen Wäschetrockner besitzt, kann die Weichheit zusätzlich verbessern.
Legen Sie die Handtücher direkt nach dem Waschen locker in den Trockner. Geben Sie 2 bis 3 saubere Trocknerbälle aus Wolle oder alternativ einen sauberen Tennisball dazu.
Trocknen Sie bei mittlerer Temperatur, bis die Handtücher vollständig trocken sind.
Die Bewegung der Bälle lockert die Fasern während des Trocknens auf. Dadurch bleibt das Frottiergewebe voluminöser.
Falls Sie keinen Trockner besitzen, schütteln Sie jedes Handtuch nach dem Waschen kräftig aus und hängen Sie es möglichst luftig auf. Vermeiden Sie dauerhaft direkte, intensive Mittagssonne, da die Fasern dadurch härter werden können.
Waschmaschine regelmäßig reinigen
Nicht immer sind die Handtücher die Ursache für unangenehme Gerüche. Oft befinden sich Bakterien und Waschmittelreste in der Waschmaschine.
Führen Sie etwa einmal pro Monat einen Leerwaschgang bei 90 °C durch.
Geben Sie dabei entweder:
- 200 ml weißen Essig oder
- 2 Esslöffel Zitronensäurepulver (nur bei dafür geeigneten Maschinen laut Hersteller)
Reinigen Sie zusätzlich die Türdichtung und das Waschmittelfach mit einem feuchten Tuch.
Eine saubere Waschmaschine verhindert, dass Gerüche auf frisch gewaschene Handtücher übertragen werden.
Handtücher richtig trocknen und lagern
Auch nach dem Waschen entscheidet die richtige Lagerung über die Lebensdauer.
Hängen Sie jedes Handtuch nach der Benutzung vollständig auseinandergefaltet auf. Feuchtigkeit sollte innerhalb weniger Stunden verdunsten können.
Lagern Sie nur vollständig trockene Handtücher im Schrank.
Ein kleiner Abstand zwischen den Stapeln verbessert die Luftzirkulation und verhindert muffige Gerüche.
Bewahren Sie Handtücher niemals längere Zeit feucht im Wäschekorb auf. Bereits nach wenigen Stunden können sich Bakterien und Schimmelpilze vermehren.
Flecken gezielt vorbehandeln
Kosmetik-, Make-up- oder Sonnencremeflecken sollten möglichst vor dem Waschen behandelt werden.
Mischen Sie:
- 1 Esslöffel Natron
- 1 Esslöffel Wasser
Tragen Sie die Paste auf den Fleck auf und lassen Sie sie 15 Minuten einwirken.
Anschließend das Handtuch wie gewohnt waschen.
Bei farbigen Handtüchern sollten Sie die Mischung zuerst an einer unauffälligen Stelle testen.
Häufige Fehler vermeiden
Zu viel Waschmittel verwenden
Überschüssiges Waschmittel bleibt in den Fasern zurück und macht Handtücher mit der Zeit steif.
Weichspüler regelmäßig benutzen
Die Fasern verlieren ihre natürliche Saugfähigkeit und trocknen schlechter.
Die Waschmaschine überladen
Handtücher benötigen ausreichend Platz, damit Wasser und Waschmittel alle Fasern erreichen.
Feuchte Handtücher zusammenlegen
Dadurch entstehen schnell unangenehme Gerüche und im schlimmsten Fall Schimmel.
Zu hohe Trocknertemperaturen
Sehr hohe Temperaturen können Baumwollfasern unnötig beanspruchen und die Lebensdauer verkürzen.
Für noch bessere Ergebnisse
- Wechseln Sie Badetücher je nach Nutzung spätestens nach drei bis vier Anwendungen.
- Waschen Sie Küchen-, Gäste- und Badhandtücher getrennt voneinander.
- Schütteln Sie jedes Handtuch nach dem Waschen kräftig aus, bevor Sie es aufhängen oder trocknen.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft sollte ich Handtücher waschen?
Badetücher sollten nach etwa drei bis vier Anwendungen gewaschen werden. Handtücher zum Händetrocknen je nach Nutzung häufiger.
Kann ich Essig bei jeder Wäsche verwenden?
Ja, 100 ml weißer Haushaltsessig können gelegentlich anstelle von Weichspüler verwendet werden. Bei empfindlichen Textilien sollten Sie jedoch stets die Pflegehinweise beachten.
Warum riechen Handtücher trotz Waschen?
Meist sind Waschmittelrückstände, eine verschmutzte Waschmaschine oder unzureichendes Trocknen die Ursache.
Macht Natron Handtücher wirklich weicher?
Natron entfernt Rückstände und neutralisiert Gerüche. Dadurch fühlen sich viele Baumwollhandtücher nach dem Waschen wieder lockerer und saugfähiger an, ohne die Fasern unnötig zu belasten.


