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Abfluss riecht unangenehm? Diese einfache Reinigung entfernt Beläge und Gerüche gründlich

Abfluss riecht unangenehm? Diese einfache Reinigung entfernt Beläge und Gerüche gründlich

Abfluss riecht unangenehm? Diese einfache Reinigung entfernt Beläge und Gerüche gründlich

Ein unangenehmer Geruch aus Dusche, Waschbecken oder Bodenablauf entsteht meist nicht „aus dem Nichts“. Häufig sammeln sich Seifenreste, Haare, Fett und organische Ablagerungen im Ablauf oder Siphon. Statt aggressive Chemikalien einzusetzen, lohnt sich zuerst eine gründliche mechanische Reinigung. Mit heißem Wasser, Spülmittel und – je nach Verschmutzung – Natron oder Zitronensäure lassen sich viele typische Ablagerungen lösen. Wichtig dabei: Zwei Tropfen irgendeines Hausmittels beseitigen Gerüche nicht dauerhaft. Entscheidend ist, ihre Ursache zu entfernen.

Abfluss riecht unangenehm? Diese einfache Reinigung entfernt Beläge und Gerüche gründlich

Die wichtigste Methode: Ablauf reinigen statt Geruch nur zu überdecken

Für einen normalen Waschbecken-, Dusch- oder Bodenablauf benötigen Sie etwa 1 Liter heißes Wasser, 1 Esslöffel Spülmittel, eine schmale Reinigungsbürste und Haushaltshandschuhe. Bei sichtbaren organischen Ablagerungen können zusätzlich etwa 30 g Natron verwendet werden.

So gehen Sie vor

  1. Haare und groben Schmutz entfernen. Nehmen Sie das Abflusssieb heraus und entfernen Sie Haare, Seifenreste und andere sichtbare Rückstände. Reinigen Sie das Sieb mit warmem Wasser und etwas Spülmittel.
  2. Den erreichbaren Ablauf schrubben. Geben Sie einen kleinen Spritzer Spülmittel auf eine schmale Bürste und reinigen Sie die Innenwand des Ablaufs gründlich. Gerade der schleimige Belag unmittelbar unter dem Sieb kann stark riechen.
  3. Bei Bedarf Natron einsetzen. Verteilen Sie etwa 30 g Natron im feuchten Ablauf und lassen Sie es ungefähr 15 Minuten einwirken. Anschließend nochmals mit der Bürste reinigen.
  4. Gründlich nachspülen. Spülen Sie mit ungefähr 1 Liter heißem, aber nicht zwingend kochendem Wasser nach. Bei empfindlichen Kunststoffrohren ist sehr heißes Leitungswasser die vorsichtigere Wahl.

Die Verbesserung sollte unmittelbar nach dem Entfernen der Ablagerungen bemerkbar sein. Natron kann bei der Reinigung und Geruchsbindung helfen, ersetzt aber das mechanische Entfernen von Biofilm nicht.

Zitronensäure gegen Kalk am Abflusssieb

Ist hauptsächlich das Metallgitter oder der Rand des Ablaufs verkalkt, ist Zitronensäure sinnvoller als eine stark gefärbte selbst gemachte Mischung. Lösen Sie etwa 20 g Zitronensäurepulver in 500 ml lauwarmem Wasser auf. Nehmen Sie ein herausnehmbares Abflusssieb möglichst heraus und lassen Sie es 15 bis 30 Minuten in der Lösung liegen.

Anschließend mit einer Bürste bearbeiten und gründlich mit klarem Wasser abspülen. Die Säure löst mineralische Kalkablagerungen und erleichtert dadurch das Reinigen.

Nicht auf säureempfindlichem Naturstein wie Marmor oder Kalkstein anwenden. Auch empfindliche Metalloberflächen sollten zunächst an einer unauffälligen Stelle getestet werden. Zitronensäure niemals mit chlorhaltigen Reinigern beziehungsweise Bleichmitteln kombinieren.

Fettige Ablagerungen mit Spülmittel und heißem Wasser lösen

Bei einem Küchenabfluss sind Fett und Speisereste besonders häufige Ursachen für Gerüche. Hier braucht es normalerweise weder Limettensaft noch große Mengen Natron.

Geben Sie etwa 1 Esslöffel normales Handspülmittel in 1 Liter heißes Wasser. Gießen Sie die Mischung langsam in den freien Abfluss und lassen Sie sie etwa 10 Minuten wirken. Anschließend mit einem weiteren Liter warmem bis heißem Wasser nachspülen.

Die Tenside des Spülmittels helfen dabei, Fett von Oberflächen zu lösen und mit dem Wasser abzutransportieren. Diese Methode eignet sich vor allem für leichte Fettablagerungen. Bei einem bereits stark verstopften Rohr sollte die Blockade mechanisch entfernt werden, statt immer mehr Mittel hineinzuschütten.

Den Siphon kontrollieren, wenn der Geruch zurückkommt

Kommt der unangenehme Geruch bereits nach kurzer Zeit zurück, liegt die Ursache möglicherweise tiefer. Unter einem Waschbecken kann sich beispielsweise im Siphon eine dicke Schicht aus Fett, Haaren und Seifenresten befinden.

Stellen Sie einen Eimer darunter, tragen Sie Handschuhe und schrauben Sie einen zugänglichen Siphon nur dann ab, wenn Sie mit der Konstruktion vertraut sind. Entfernen Sie Ablagerungen mechanisch und reinigen Sie die Teile mit warmem Wasser und etwas Spülmittel. Danach sorgfältig wieder montieren und auf Undichtigkeiten prüfen.

Bei selten benutzten Abläufen kann dagegen der Geruchsverschluss ausgetrocknet sein. Dann genügt häufig langsames Nachfüllen von Wasser. Bleibt Kanalgeruch trotz gefülltem und sauberem Siphon bestehen, sollte die Installation fachlich überprüft werden.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Natron und Säure als „Wundermischung“ betrachten: Natron und Zitronensäure oder Essig schäumen zwar sichtbar, neutralisieren sich dabei aber teilweise gegenseitig. Das Sprudeln sieht eindrucksvoll aus, ist jedoch kein Beweis für eine besonders starke Rohrreinigung.

Chlorreiniger mit Säuren mischen: Essig, Zitronensäure und andere saure Reiniger dürfen niemals mit chlorhaltigen Produkten gemischt werden. Dabei können gefährliche Gase entstehen.

Kochendes Wasser bedenkenlos verwenden: Sehr hohe Temperaturen können bestimmten Kunststoffleitungen, Dichtungen oder empfindlichen Installationen schaden. Heißes Leitungswasser ist für die regelmäßige Pflege meist ausreichend.

Nur Duftstoffe in den Ablauf geben: Zitronen- oder andere Düfte können einen Geruch kurzfristig überdecken, entfernen aber den verursachenden Belag nicht.

Eine echte Verstopfung mit immer mehr Hausmitteln behandeln: Läuft das Wasser kaum noch ab, sind Saugglocke, Reinigungsspirale oder professionelle Hilfe meist die sinnvollere Lösung.

Für eine dauerhaft saubere Abflusszone

Ein herausnehmbares Haarsieb verhindert in Dusche und Waschbecken, dass große Mengen Haare in den Ablauf gelangen. Reinigen Sie es regelmäßig, bevor sich ein dicker Belag bildet.

In der Küche sollten größere Mengen Speiseöl und Fett nicht in den Ausguss gelangen. Bei selten verwendeten Bodenabläufen außerdem regelmäßig kontrollieren, ob noch Wasser im Geruchsverschluss steht.

Fragen häufig gestellt

Kann ich Natron regelmäßig in den Abfluss geben?

Gelegentlich etwa 20 bis 30 g sind bei geeigneten Rohrmaterialien normalerweise ausreichend. Wichtiger als häufiges Nachschütten ist jedoch die regelmäßige Entfernung der Ablagerungen.

Hilft Zitrone dauerhaft gegen Abflussgeruch?

Nein. Zitronensäure kann Kalk lösen und Zitronenduft kann kurzfristig angenehm riechen, aber ein verschmutzter Siphon oder Biofilm muss tatsächlich gereinigt werden.

Warum riecht ein sauber aussehender Ablauf trotzdem?

Die sichtbare Oberfläche kann sauber sein, während sich unter dem Sieb, im Überlauf oder im Siphon organische Ablagerungen befinden. Auch ein ausgetrockneter Geruchsverschluss kommt infrage.

Wann sollte ein Fachbetrieb kommen?

Wenn Wasser trotz mechanischer Reinigung schlecht abläuft, Abwasser zurückgedrückt wird, Undichtigkeiten auftreten oder deutlicher Kanalgeruch trotz sauberem und gefülltem Geruchsverschluss bestehen bleibt, sollte die Ursache professionell geprüft werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.