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Alte Besen wieder wie neu: Mit diesen vier Schritten werden selbst verklebte Borsten wieder sauber

Alte Besen wieder wie neu: Mit diesen vier Schritten werden selbst verklebte Borsten wieder sauber

Alte Besen wieder wie neu: Mit diesen vier Schritten werden selbst verklebte Borsten wieder sauber

Staub, Haare, Flusen und feuchter Schmutz sammeln sich tief zwischen den Besenborsten. Mit der Zeit verkleben sie, biegen sich auseinander und nehmen kaum noch Schmutz auf. Den Besen sofort zu ersetzen ist meistens unnötig. Mit einem grobzinkigen Kamm, warmem Wasser und wenig Spülmittel lassen sich Kunststoffborsten gründlich reinigen und neu ausrichten. Wichtig ist, zuerst alle trockenen Rückstände zu entfernen und den Besen anschließend kopfüber vollständig trocknen zu lassen. So bleibt seine Form länger erhalten.

Alte Besen wieder wie neu: Mit diesen vier Schritten werden selbst verklebte Borsten wieder sauber

Besenborsten in vier einfachen Schritten reinigen und aufrichten

Diese Methode eignet sich für Besenköpfe mit Kunststoffborsten. Naturhaar-, Stroh- und Holzbürsten dürfen nicht vollständig eingeweicht werden, weil Wasser die Fasern beziehungsweise das Holz aufquellen lassen kann.

Benötigt werden:

  • 1 alter grobzinkiger Kamm oder eine spezielle Bürstenreinigungshilfe
  • 1 flache Wanne oder ein ausreichend breites Waschbecken
  • 4 Liter handwarmes Wasser
  • 2 Esslöffel mildes Handspülmittel
  • 1 weiche Reinigungsbürste
  • 1 sauberes Tuch
  • Gummihandschuhe
  • eine geeignete Aufhängemöglichkeit

So geht es:

  1. Den trockenen Besen zunächst kräftig ausschütteln. Danach mit dem Kamm vom Borstenansatz bis zu den Spitzen fahren. Haare und Fäden vorsichtig lösen und mit einer kleinen Schere durchtrennen, falls sie sich um einzelne Borsten gewickelt haben.
  2. Vier Liter handwarmes Wasser mit zwei Esslöffeln Spülmittel mischen. Nur den Kunststoffkopf und die Borsten hineinlegen. Die Verbindung zum Holzstiel möglichst trocken halten und alles 10 bis 15 Minuten einweichen.
  3. Die aufgeweichten Borsten mit der weichen Bürste in ihrer natürlichen Richtung bearbeiten. Anschließend unter klarem, lauwarmem Wasser ausspülen, bis kein Schaum mehr austritt.
  4. Überschüssiges Wasser ausschütteln, die Borsten mit den Fingern gerade ausrichten und den Besen kopfüber aufhängen. Er sollte 12 bis 24 Stunden an einem luftigen Ort trocknen.

Die Reinigung ist gelungen, wenn keine Haare mehr zwischen den Borsten sitzen, das Spülwasser klar bleibt und die Borsten nach dem Trocknen wieder locker nebeneinanderstehen. Spülmittel hilft, fettigen Staub zu lösen, während das Einweichen eingetrockneten Schmutz aufweicht.

Unangenehme Gerüche mit verdünntem Essig reduzieren

Riechen saubere Kunststoffborsten noch muffig, kann eine milde Essiglösung helfen. Dafür 100 ml weißen Haushaltsessig mit 2 Litern kaltem oder handwarmem Wasser mischen. Die zuvor gereinigten Borsten fünf Minuten eintauchen und anschließend sehr gründlich mit klarem Wasser spülen. Danach kopfüber mindestens 12 Stunden trocknen lassen.

Die Säure entfernt geruchsbildende Rückstände, ersetzt aber keine gründliche Reinigung. Diese Anwendung eignet sich für gewöhnliche Kunststoffborsten, jedoch nicht für Naturfasern, unbehandeltes Holz, Metallteile mit Roststellen oder empfindliche Beschichtungen. Essig niemals mit Chlorreiniger oder chlorhaltigen Desinfektionsmitteln mischen, da gefährliches Chlorgas entstehen kann. Kinder und Haustiere sollten während der Anwendung keinen Zugang zur Wanne haben.

Verformte Kunststoffborsten vorsichtig ausrichten

Sind die Borsten nur leicht nach außen gebogen, können sie während des Waschens neu geordnet werden. Nach dem Einweichen die noch feuchten Borsten mit einem breiten Kamm langsam vom Ansatz zu den Spitzen führen. Anschließend den Besenkopf so aufhängen, dass die Borsten frei nach unten zeigen und weder Boden noch Wand berühren.

Bei stärkeren Verformungen kann Wasser mit etwa 40 bis höchstens 50 °C verwendet werden. Die Borsten darin zwei bis drei Minuten bewegen, ausrichten und danach mit kühlem Wasser abspülen. Kochendes Wasser ist ungeeignet: Es kann Kunststoff dauerhaft verziehen, Klebestellen lösen und den Besenkopf beschädigen. Bereits gebrochene oder stark abgeknickte Borsten lassen sich nicht zuverlässig reparieren.

Besenstiel und Kunststoffkopf separat säubern

Während die Borsten trocknen, können Griff und Besenkopf abgewischt werden. Dafür 1 Liter warmes Wasser mit 1 Teelöffel Spülmittel mischen. Ein Mikrofasertuch darin anfeuchten, gut auswringen und den Stiel von oben nach unten reinigen. Anschließend mit einem zweiten, nur leicht feuchten Tuch nachwischen und sofort trockenreiben.

Die Methode eignet sich für lackiertes Holz, Metall und Kunststoff. Unbehandeltes Holz darf nicht durchnässt werden, weil es aufquellen oder rau werden kann. Bei Metallstielen besonders die Verbindung zum Besenkopf trocknen, damit sich kein Rost bildet. Keine Scheuermilch oder Stahlwolle verwenden: Sie können Lack und Kunststoff zerkratzen.

Saubere Aufbewahrung verlängert die Lebensdauer

Ein Besen sollte möglichst hängend aufbewahrt werden. Steht er dauerhaft mit seinem Gewicht auf den Borsten, knicken diese seitlich weg und verlieren ihre ursprüngliche Form. Eine Wandhalterung im Hauswirtschaftsraum oder hinter einer Tür genügt.

Nach jedem Einsatz Haare und größere Flusen direkt entfernen. Einmal pro Woche den Besen draußen ausschütteln und den Kunststoffkopf mit einem feuchten Tuch abwischen. Eine vollständige Wäsche ist je nach Nutzung etwa alle vier bis acht Wochen sinnvoll. Nach dem Kehren feuchter Bereiche sollte der Besen immer frei trocknen. In einem geschlossenen, feuchten Schrank können sonst Gerüche und Beläge entstehen.

Fehler, die man vermeiden sollte

  • Den verschmutzten Besen nicht sofort ins Wasser legen. Trockene Haare und Flusen lassen sich vorher deutlich leichter auskämmen; nass verkleben sie noch stärker.
  • Kein kochendes Wasser verwenden. Hohe Temperaturen können Kunststoffborsten verformen und Klebeverbindungen im Besenkopf lösen.
  • Den nassen Besen nicht auf seinen Borsten abstellen. Das Gewicht drückt die weichen Borsten auseinander und hinterlässt eine dauerhaft schiefe Form.
  • Spülmittel nicht überdosieren. Mehr als zwei Esslöffel auf vier Liter Wasser erzeugt unnötig viel Schaum und erschwert das vollständige Ausspülen.
  • Verschiedene Reiniger niemals wahllos vermischen. Besonders Essig und Chlorreiniger dürfen unter keinen Umständen zusammen verwendet werden.

Für noch bessere Ergebnisse

Einen Küchenbesen und einen Besen für Balkon, Keller oder Garage getrennt verwenden. Dadurch gelangen Fett, Erde und Straßenschmutz nicht in die Wohnräume.

Bei Tierhaaren den trockenen Besen vor dem Waschen mit einem grobzinkigen Kamm oder behandschuhten Fingern reinigen. Leicht angefeuchtete Gummihandschuhe nehmen lose Haare besonders gut auf.

Auch Handfeger und Kunststoffbürsten lassen sich mit derselben Spülmittellösung säubern. Die Einwirkzeit von 10 bis 15 Minuten reicht normalerweise aus.

Fragen und Antworten

Wie oft sollte ein Haushaltsbesen gewaschen werden?

Bei regelmäßiger Nutzung etwa alle vier bis acht Wochen. Nach klebrigem oder feuchtem Schmutz sollte er sofort gereinigt und vollständig getrocknet werden.

Darf der komplette Besen eingeweicht werden?

Nur wenn Kopf und Stiel vollständig aus wasserfestem Kunststoff bestehen. Holzstiele, Naturfasern und Metallverbindungen sollten möglichst trocken bleiben.

Kann man Natron ins Waschwasser geben?

Das ist bei normalem Schmutz nicht nötig. Mildes Spülmittel löst Fett zuverlässiger. Bei Gerüchen ist eine separate, verdünnte Essigspülung ausreichend.

Wann sollte der Besen ersetzt werden?

Wenn viele Borsten gebrochen sind, dauerhaft ausfallen oder der Besenkopf Risse aufweist. Leichte Verschmutzungen und geringe Verformungen lassen sich dagegen meist beheben.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.