Autofußmatten wieder tiefschwarz: So verschwinden Schlamm, Staub und hartnäckiger Straßenschmutz
Autofußmatten wieder tiefschwarz: So verschwinden Schlamm, Staub und hartnäckiger Straßenschmutz
Schlammige Schuhe, Sand, Staub und kleine Steinchen hinterlassen auf schwarzen Gummi- oder Kunststoffmatten schnell einen graubraunen Belag. Besonders nach Regen oder Fahrten auf unbefestigten Straßen wirkt selbst ein gepflegtes Auto dadurch ungepflegt. Die gute Nachricht: Für eine gründliche Reinigung braucht man weder aggressive Chemie noch teure Spezialgeräte. Mit Wasser, etwas Spülmittel, einer Bürste und der richtigen Reihenfolge lassen sich robuste Fußmatten und viele Kunststoffbereiche im Fußraum wieder sauber bekommen.
Die Hauptmethode: Gummimatten gründlich reinigen
Für Gummi-, PVC- und robuste Kunststoffmatten eignet sich eine einfache Reinigungslösung besonders gut.
Du brauchst:
- 2 Liter lauwarmes Wasser
- 15 ml mildes Spülmittel, etwa 1 Esslöffel
- 1 Eimer
- 1 mittelharte Reinigungsbürste
- 1 Mikrofasertuch
- klares Wasser zum Abspülen
- optional einen Staubsauger
So gehst du vor
- Matten herausnehmen und trocken vorreinigen. Klopfe sie draußen kräftig aus. Sand, Staub und Steinchen anschließend absaugen oder mit einer trockenen Bürste entfernen. Dieser Schritt ist wichtig, weil trockener Schmutz sonst beim Waschen zu einer schmierigen Masse wird.
- Reinigungslösung herstellen. 15 ml Spülmittel mit 2 Litern lauwarmem Wasser vermischen. Mehr Spülmittel ist nicht nötig: Eine zu hohe Konzentration hinterlässt einen klebrigen Film, der später neuen Staub anzieht.
- Matten schrubben. Die Lösung mit der Bürste verteilen und besonders verschmutzte Stellen etwa 2 bis 3 Minuten bearbeiten. Anschließend 5 Minuten einwirken lassen. Die Mischung nicht vollständig antrocknen lassen.
- Gründlich abspülen. Mit klarem Wasser so lange nachspülen, bis keine Schaumbildung mehr sichtbar ist. Danach überschüssiges Wasser abschütteln.
- Vollständig trocknen lassen. Die Matten aufrecht an einem schattigen, gut belüfteten Platz trocknen. Erst wieder ins Fahrzeug legen, wenn auch die Unterseite trocken ist.
Die Reinigung war erfolgreich, wenn keine braunen Schlieren mehr auftreten und sich die Oberfläche nach dem Trocknen sauber und nicht schmierig anfühlt.
Spülmittel funktioniert hier gut, weil seine Tenside fettige und anhaftende Verschmutzungen lösen. Bei hochwertigen oder beschichteten Matten sollte dennoch zuerst eine kleine unauffällige Stelle getestet werden.
Stark eingetrockneten Schlamm zuerst einweichen
Dicke, eingetrocknete Lehmschichten sollte man nicht mit Gewalt trocken abschaben. Dabei können weichere Kunststoffoberflächen verkratzt werden.
Befeuchte die betroffene Matte zunächst mit lauwarmem Wasser und lasse es etwa 10 Minuten einwirken. Danach 10 ml Spülmittel in 1 Liter Wasser geben und die aufgeweichten Bereiche mit einer mittelstarken Bürste bearbeiten.
Bei tiefen Rillen die Bürste in verschiedene Richtungen führen. Anschließend mit reichlich klarem Wasser abspülen.
Bleibt nach dem ersten Durchgang noch ein leichter Schleier zurück, ist ein zweiter Waschgang sinnvoller als besonders starkes Schrubben. Auf Hochglanz-Kunststoffen oder empfindlichen lackierten Einstiegsleisten keine harte Bürste verwenden.
Kunststoff im Fußraum schonend säubern
Nicht nur die Matten werden schmutzig. Auch Einstiegsleisten und robuste Kunststoffverkleidungen sammeln Staub und Schlammspritzer.
Mische dafür 1 Liter lauwarmes Wasser mit 5 ml mildem Spülmittel. Ein Mikrofasertuch darin anfeuchten und sehr gut auswringen. Die Oberfläche abschnittsweise abwischen und anschließend mit einem zweiten, nur mit Wasser angefeuchteten Tuch nacharbeiten.
Danach trockenreiben.
Wichtig: Flüssigkeit niemals direkt in den Fußraum schütten oder großzügig auf Verkleidungen sprühen. In modernen Fahrzeugen können sich unter Sitzen, Teppichen oder Verkleidungen elektrische Steckverbindungen und Steuergeräte befinden.
Pedale, Lenkrad und andere Bedienelemente außerdem niemals mit öligen Kunststoffpflegemitteln behandeln. Sie könnten gefährlich rutschig werden.
Gerüche aus dem Fußraum richtig beseitigen
Riecht der Fußraum nach feuchter Erde oder muffig, reicht eine optische Reinigung manchmal nicht aus. Häufig steckt Restfeuchtigkeit darunter.
Gummimatten vollständig herausnehmen und den darunterliegenden Fahrzeugteppich absaugen. Ist er nur leicht feucht, Türen bei geeigneter Witterung öffnen und den Innenraum mehrere Stunden gut belüften.
Bei einem durchnässten Teppich muss zuerst die Ursache geklärt werden. Undichte Türdichtungen, verstopfte Wasserabläufe oder eingedrungenes Regenwasser können dazu führen, dass der Geruch immer wieder zurückkommt.
Eine Duftspray-Schicht löst dieses Problem nicht. Entscheidend ist, dass der Untergrund tatsächlich trocken wird.
Erneute Verschmutzung deutlich reduzieren
Nach der Reinigung lohnt sich eine einfache Gewohnheit: Gummimatten einmal pro Woche ausschütteln und losen Sand entfernen. Das dauert kaum zwei Minuten und verhindert, dass Schmutz in den Rillen festgetreten wird.
Im Winter oder während längerer Regenperioden häufiger kontrollieren, ob sich Wasser unter den Matten gesammelt hat.
Auf glänzende Hausmittel wie Speiseöl, Silikonöl oder unverdünnte Kunststoffpflege sollte man bei Fußmatten verzichten. Eine tiefschwarze, glänzende Matte sieht zwar kurzfristig attraktiv aus, kann aber rutschig werden. Im Fahrerfußraum hat Sicherheit Vorrang vor Glanz.
Fehler, die du vermeiden solltest
Zu viel Spülmittel verwenden: Rückstände machen die Oberfläche klebrig und sorgen dafür, dass Staub schneller wieder haftet.
Matten nass zurücklegen: Eingeschlossene Feuchtigkeit kann unangenehme Gerüche fördern und den darunterliegenden Teppich dauerhaft feucht halten.
Mit Hochdruck direkt im eingebauten Fußraum arbeiten: Wasser kann unter Verkleidungen und zu elektrischen Komponenten gelangen.
Aggressive Lösungsmittel verwenden: Aceton, Benzin und starke Verdünner können Gummi und Kunststoff verfärben, aufweichen oder dauerhaft beschädigen.
Pedale glänzend pflegen: Fettige oder silikonhaltige Mittel können die Griffigkeit reduzieren und gehören deshalb nicht auf Pedalflächen.
Für noch bessere Ergebnisse
Bei sehr strukturierten Gummimatten eignet sich eine kleine weiche Detailbürste für Rillen und Ecken. Für Stoffmatten gilt dagegen eine andere Methode: Sie sollten gründlich abgesaugt und mit einem geeigneten Textilreiniger möglichst sparsam feucht gereinigt werden.
Auch Türschweller lassen sich gleichzeitig reinigen. Dort zuerst Sand entfernen und anschließend mit einem feuchten Mikrofasertuch arbeiten, damit die Lackoberfläche nicht durch Schmutzpartikel zerkratzt wird.
Fragen häufig
Kann ich Natron oder Backpulver auf Gummimatten verwenden?
Für normalen Straßenschmutz ist es nicht erforderlich. Wasser und ein mildes Reinigungsmittel reichen meistens aus und hinterlassen bei gründlichem Nachspülen keine pulverförmigen Rückstände.
Darf ich die Matten mit einem Hochdruckreiniger säubern?
Robuste, herausgenommene Gummimatten vertragen häufig einen Wasserstrahl. Halte ausreichend Abstand und richte starken Druck nicht auf beschädigte Kanten oder Befestigungspunkte. Die Herstellerhinweise der Matte haben Vorrang.
Warum sehen schwarze Matten nach dem Trocknen manchmal grau aus?
Oft befinden sich noch feine Staub-, Kalk- oder Reinigungsmittelrückstände auf der Oberfläche. Noch einmal gründlich mit klarem Wasser abspülen und vollständig trocknen lassen.
Wie oft sollte der Fußraum gereinigt werden?
Losen Schmutz am besten wöchentlich entfernen. Eine gründliche Nassreinigung ist je nach Nutzung etwa alle ein bis drei Monate sinnvoll – bei Schlamm, Sand oder verschütteten Flüssigkeiten natürlich sofort.
