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Bettdecke in der Waschmaschine waschen: So wird sie sauber, frisch und bleibt schön bauschig

Bettdecke in der Waschmaschine waschen: So wird sie sauber, frisch und bleibt schön bauschig

Bettdecke in der Waschmaschine waschen: So wird sie sauber, frisch und bleibt schön bauschig

Eine Bettdecke nimmt über Monate Schweiß, Hautfett, Staub und andere Rückstände auf. Irgendwann reicht gründliches Lüften nicht mehr aus. Viele Menschen zögern trotzdem, die Decke selbst zu waschen: Passt sie überhaupt in die Maschine? Welches Programm ist richtig? Und wie verhindert man, dass die Füllung verklumpt? Mit der richtigen Vorbereitung lassen sich viele waschbare Bettdecken problemlos zu Hause reinigen. Entscheidend sind das Pflegeetikett, ausreichend Platz in der Trommel, ein geeignetes Waschmittel und vor allem eine vollständige Trocknung.

Bettdecke in der Waschmaschine waschen: So wird sie sauber, frisch und bleibt schön bauschig

Bettdecke richtig in der Waschmaschine waschen

Bevor die Decke in die Maschine kommt, muss zuerst das Pflegeetikett kontrolliert werden. Die dort angegebene Temperatur und Trocknungsempfehlung haben immer Vorrang. Besonders Daunen-, Woll- und Spezialfüllungen benötigen unterschiedliche Pflege.

Das wird benötigt

  • 1 waschbare Bettdecke
  • 30–50 ml flüssiges Feinwaschmittel, abhängig von Produkt und Wasserhärte
  • Waschmaschine mit ausreichend großer Trommel
  • optional: Wäschetrockner, sofern laut Pflegeetikett erlaubt
  • bei trocknergeeigneten Daunendecken: 2–3 saubere Trocknerbälle

Schritt für Schritt

  1. Decke kontrollieren.
    Bezug abnehmen und die Bettdecke auf offene Nähte oder kleine Risse prüfen. Beschädigte Stellen vor dem Waschen schließen. Sonst kann insbesondere bei Daunen- oder Federfüllungen während des Waschgangs Füllmaterial austreten.
  2. Trommelgröße prüfen.
    Die Decke locker in die Trommel legen. Sie darf nicht mit Gewalt hineingestopft werden. Zwischen Decke und Trommel sollte noch genügend Raum bleiben, damit Wasser und Waschmittel zirkulieren können. Große Doppelbettdecken benötigen häufig eine Maschine mit etwa 9–10 kg oder mehr Fassungsvermögen. Ist die Trommel zu klein, ist ein Waschsalon mit Großmaschine die bessere Wahl.
  3. Passendes Programm einstellen.
    Synthetische, laut Etikett waschbare Decken können häufig bei 40 °C im Pflegeleicht- oder Schonprogramm gewaschen werden. Erlaubt das Pflegeetikett ausdrücklich 60 °C, kann diese Temperatur beispielsweise bei dafür geeigneten Decken sinnvoll sein. Daunen benötigen dagegen ein Daunen- oder besonders schonendes Programm nach Herstellerangabe.
  4. Sparsam dosieren und gründlich spülen.
    Etwa 30–50 ml Flüssigwaschmittel beziehungsweise die zum Waschmittel passende Dosierung verwenden. Auf Weichspüler verzichten: Er kann bestimmte Füllungen beeinträchtigen. Wenn die Maschine eine Funktion für zusätzliches Spülen besitzt, ist ein weiterer Spülgang hilfreich, damit möglichst wenig Waschmittel in der voluminösen Füllung verbleibt.
  5. Sofort vollständig trocknen.
    Die Bettdecke direkt nach Programmende herausnehmen. Ist der Trockner laut Etikett erlaubt, die angegebene niedrige oder mittlere Temperatur wählen. Bei geeigneten Daunendecken helfen 2–3 saubere Trocknerbälle, die Füllung während des Trocknens immer wieder aufzulockern. Zwischendurch herausnehmen, kräftig aufschütteln und weiter trocknen. Erst verwenden oder einlagern, wenn auch das Innere vollständig trocken ist.

Der wichtigste Erfolgsindikator ist nicht nur ein sauberer Bezug: Die Füllung sollte nach dem Trocknen gleichmäßig verteilt, locker und vollständig trocken sein. Feuchte oder kompakte Bereiche benötigen weitere Trockenzeit.

Flecken vor dem Waschgang gezielt behandeln

Starke Flecken verschwinden bei einem Schonwaschgang nicht immer vollständig. Deshalb sollten sie vorab behandelt werden.

Bei einer waschbaren synthetischen Decke kann eine kleine Menge des verwendeten Flüssigwaschmittels direkt auf einen geeigneten Fleck gegeben werden. Etwa 10–15 Minuten einwirken lassen, anschließend die Decke unmittelbar waschen. Nicht kräftig reiben, da dadurch Oberstoff und Füllung belastet werden können.

Bei Daunen, Wolle, Seide oder anderen empfindlichen Materialien sollte dagegen keine beliebige Hausmittelmischung ausprobiert werden. Hier unbedingt die Pflegehinweise beachten und bei hartnäckigen Flecken gegebenenfalls eine professionelle Reinigung wählen.

Eine zu große Bettdecke lieber nicht hineinpressen

Eine häufige Ursache für schlechte Waschergebnisse ist eine überfüllte Trommel. Eine trockene Bettdecke lässt sich zwar zusammendrücken, nimmt während des Waschens aber große Mengen Wasser auf.

Kann sie sich nicht ausreichend bewegen, werden Waschmittel und Schmutz schlechter ausgespült. Gleichzeitig kann eine extrem schwere, nasse Decke die Maschine beim Schleudern stark belasten.

Als praktische Regel gilt: Die Decke muss locker in die Trommel passen. Eine große Doppelbettdecke, die die Maschine bereits trocken vollständig ausfüllt, gehört besser in eine entsprechend dimensionierte Großmaschine.

Bettdecke zwischen den Waschgängen frisch halten

Nicht jede Decke muss ständig gewaschen werden. Regelmäßiges Lüften reduziert Feuchtigkeit und hält die Schlafumgebung angenehmer.

Nach dem Aufstehen die Bettdecke zurückschlagen oder locker ausbreiten und das Schlafzimmer 10–20 Minuten stoßlüften. Die Decke gelegentlich aufschütteln, damit sich die Füllung gleichmäßig verteilt.

Ein waschbarer Bettbezug bildet außerdem die wichtigste Schutzschicht und kann wesentlich häufiger gereinigt werden als die eigentliche Bettdecke.

Fehler, die du vermeiden solltest

Die Maschine überladen: Eine eingepresste Decke kann nicht richtig gespült werden und belastet beim Schleudern Maschine und Textil.

Zu viel Waschmittel verwenden: Mehr Waschmittel bedeutet nicht mehr Sauberkeit. Rückstände lassen sich aus einer dicken Füllung besonders schwer entfernen.

Weichspüler automatisch hinzufügen: Bei vielen Füllmaterialien ist er ungeeignet und kann deren Eigenschaften verändern.

Das Pflegeetikett ignorieren: Eine Temperatur oder ein Trocknerprogramm, das für eine Polyesterdecke funktioniert, kann eine Daunen-, Woll- oder Spezialdecke beschädigen.

Die Decke noch feucht wegräumen: Restfeuchtigkeit im Inneren kann unangenehme Gerüche und mikrobielles Wachstum begünstigen. Deshalb immer vollständig durchtrocknen lassen.

Für noch bessere Ergebnisse

Wasche eine große Bettdecke möglichst allein, damit sie ausreichend Platz in der Trommel hat. Kissen nur zusammen mit der Decke waschen, wenn Trommelkapazität und Pflegehinweise dies tatsächlich zulassen.

Bei Daunendecken ist die Trocknungsphase besonders wichtig. Mehrere schonende Trocknungsintervalle mit regelmäßigem Aufschütteln sind besser, als die Temperatur stark zu erhöhen.

Bei sehr großen, schweren oder nicht eindeutig gekennzeichneten Bettdecken ist eine professionelle Textilreinigung beziehungsweise eine große Gewerbemaschine die sicherere Alternative.

Häufige Fragen

Bei wie viel Grad sollte eine Bettdecke gewaschen werden?

Das Pflegeetikett entscheidet. Viele waschbare Synthetikdecken vertragen 40 °C, einige ausdrücklich 60 °C. Für Daunen, Wolle und andere empfindliche Materialien gelten spezielle Vorgaben. Niemals allein aus hygienischen Gründen eine höhere Temperatur wählen als erlaubt.

Kann eine Bettdecke bei 60 °C gewaschen werden?

Nur wenn das Pflegeetikett 60 °C ausdrücklich zulässt. Bei ungeeigneten Materialien kann eine zu hohe Temperatur Bezug oder Füllung dauerhaft verändern.

Was tun, wenn die Bettdecke nach dem Trocknen verklumpt ist?

Ist ein Trockner erlaubt, die Decke erneut bei geeigneter niedriger Temperatur trocknen und regelmäßig kräftig aufschütteln. Bei trocknergeeigneten Daunendecken können 2–3 Trocknerbälle helfen. Verklumpte Stellen können auch ein Hinweis darauf sein, dass die Füllung innen noch feucht ist.

Kann ich Natron oder Essig zur Bettdecke geben?

Das ist normalerweise nicht nötig. Bei empfindlichen Füllungen können zusätzliche Hausmittel sogar ungeeignet sein. Ein passendes Waschmittel, die richtige Dosierung, gründliches Spülen und vollständiges Trocknen sind die verlässlichere Methode.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.