Bettdecke waschen, obwohl sie nicht in die Waschmaschine passt: Diese praktische Lösung funktioniert
Eine große Bettdecke zu waschen, kann schnell zum Problem werden: Sie ist zu voluminös für die heimische Waschmaschine, lässt sich kaum in die Trommel drücken oder kommt nach dem Waschgang noch fleckig und voller Waschmittel heraus. Besonders bei Doppelbettdecken und dicken Winterdecken reicht das Trommelvolumen häufig nicht aus. Trotzdem muss die Decke nicht sofort in die Reinigung. Mit der richtigen Methode lässt sie sich zu Hause schonend und gründlich waschen – vorausgesetzt, das Pflegeetikett erlaubt eine Nasswäsche.

Die praktische Lösung: Die Bettdecke in der Badewanne waschen
Wenn die Bettdecke nicht locker in die Waschmaschine passt, sollte man sie niemals mit Gewalt hineinpressen. Eine Badewanne oder eine ausreichend große Duschwanne ist dann die einfachste Alternative.
Das wird benötigt:
- 1 Badewanne oder große Duschwanne
- etwa 40–60 Liter lauwarmes Wasser, je nach Größe der Decke
- 30–40 ml flüssiges Feinwaschmittel
- saubere Gummihandschuhe
- Wäscheständer oder eine stabile Trockenmöglichkeit
So geht es:
- Pflegeetikett kontrollieren. Darf die Decke nur chemisch gereinigt werden, ist die Methode ungeeignet. Bei Daunen unbedingt ein dafür geeignetes Daunenwaschmittel verwenden.
- Badewanne füllen. Etwa 40–60 Liter Wasser mit maximal 30–40 °C einlassen. 30–40 ml flüssiges Feinwaschmittel vollständig darin verteilen. Zu viel Waschmittel erschwert später das Ausspülen.
- Bettdecke vollständig eintauchen. Die Decke langsam ins Wasser drücken, bis sie gleichmäßig durchnässt ist. Anschließend etwa 30 Minuten einweichen lassen. Stark verschmutzte Stellen zwischendurch vorsichtig mit den Händen durchkneten, aber nicht kräftig reiben.
- Gründlich ausspülen. Waschwasser ablassen und die Decke vorsichtig ausdrücken. Nicht auswringen. Danach mit klarem Wasser auffüllen und erneut durchdrücken. Dies zwei- bis dreimal wiederholen, bis beim Drücken kaum noch Schaum austritt.
- Wasser entfernen und trocknen. Die nasse Decke zunächst 15–30 Minuten in der leeren Wanne liegen lassen. Danach vorsichtig zusammendrücken und möglichst waagerecht trocknen. Das Gewebe darf dabei nicht durch das enorme Gewicht der nassen Füllung überdehnt werden.
Die Methode funktioniert, weil Wasser und Waschmittel genügend Platz haben, um die gesamte Füllung zu durchdringen. Genau dieser Platz fehlt bei einer überfüllten Waschmaschinentrommel.
Flecken vor dem Waschen gezielt vorbehandeln
Schweiß-, Getränke- oder leichte Gebrauchsflecken sollten vor der eigentlichen Wäsche behandelt werden. So muss nicht unnötig viel Waschmittel verwendet werden.
Dafür 1 Teelöffel beziehungsweise etwa 5 ml flüssiges Feinwaschmittel mit 100 ml lauwarmem Wasser vermischen. Die Lösung mit einem weißen, sauberen Tuch auf den Fleck tupfen. Nicht kräftig scheuern, da dadurch Fasern und Oberstoff beschädigt werden können.
Etwa 10–15 Minuten einwirken lassen und anschließend die komplette Decke waschen.
Bei empfindlichen Materialien, Wolle, Seide oder speziellen Naturfüllungen zuerst das Pflegeetikett beachten und die Lösung an einer unauffälligen Stelle testen. Chlorbleiche sollte für Bettdecken nicht verwendet werden, sofern der Hersteller sie nicht ausdrücklich erlaubt.
Eine große Waschmaschine im Waschsalon nutzen
Wer eine Badewanne vermeiden möchte, kann eine Maschine mit besonders großer Trommel verwenden. Waschsalons verfügen häufig über Geräte, die für voluminöse Textilien geeignet sind.
Entscheidend ist nicht nur das zulässige Gewicht. Die trockene Bettdecke sollte locker in der Trommel liegen und noch ausreichend Bewegungsraum besitzen.
Die auf dem Pflegeetikett angegebene Temperatur wählen – bei vielen synthetischen Decken sind 40 °C üblich, manche Modelle dürfen bei 60 °C gewaschen werden. Etwa 30–50 ml Flüssigwaschmittel reichen bei normaler Verschmutzung meist aus; maßgeblich bleiben jedoch Wasserhärte, Herstellerdosierung und Maschinenkapazität.
Wenn möglich, einen zusätzlichen Spülgang wählen. Dadurch werden Waschmittelreste aus einer dicken Füllung zuverlässiger entfernt.
Richtig trocknen, damit die Füllung nicht verklumpt
Nach der Wäsche ist vollständiges Trocknen besonders wichtig. Restfeuchtigkeit im Inneren kann unangenehme Gerüche und mikrobielles Wachstum begünstigen.
Darf die Decke laut Etikett in den Trockner, ein schonendes Programm bei niedriger Temperatur verwenden. Bei Daunendecken können zwei bis drei saubere Trocknerbälle helfen, verklumpte Daunen während des Trocknens wieder aufzulockern.
Beim Lufttrocknen die Decke möglichst flach oder großflächig ausgebreitet trocknen und alle paar Stunden wenden und aufschütteln. Je nach Material, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit kann das 24 bis 48 Stunden oder länger dauern.
Erst beziehen und benutzen, wenn auch die Füllung vollständig trocken ist.
Fehler, die man vermeiden sollte
Die Bettdecke in die Trommel stopfen: Eine zu volle Trommel verhindert eine ausreichende Bewegung der Decke. Wasser und Waschmittel verteilen sich schlechter, und die Maschine wird unnötig belastet.
Zu viel Waschmittel verwenden: Mehr Waschmittel bedeutet nicht mehr Sauberkeit. In dicken Füllungen können Rückstände zurückbleiben, die später schwer auszuspülen sind.
Die nasse Bettdecke auswringen: Eine vollgesogene Decke ist extrem schwer. Starkes Verdrehen kann Nähte, Oberstoff und Füllung beschädigen.
Pflegeetikett ignorieren: Daunen, Wolle, Seide und synthetische Füllungen benötigen unterschiedliche Temperaturen und Waschprogramme.
Eine noch feuchte Decke zusammenlegen: Eingeschlossene Restfeuchtigkeit fördert Gerüche und kann Schimmelbildung begünstigen.
Für noch bessere Ergebnisse
Lüfte Bettdecken regelmäßig, statt sie unnötig häufig komplett zu waschen. Ein waschbarer Bettbezug schützt zusätzlich vor Hautfett, Schweiß und Staub.
Bei sehr großen Winterdecken lohnt sich außerdem eine professionelle Reinigung oder eine große Waschsalonmaschine. Das ist meist sicherer, als eine zu kleine Haushaltsmaschine zu überladen.
Vor jeder Wäsche Nähte und Stoff kontrollieren. Kleine offene Stellen sollten vorher repariert werden, damit während des Waschens keine Füllung austritt.
Damit die Bettdecke danach nicht muffig riecht, lohnt es sich, die Maschine im Blick zu behalten: Der Beitrag erklärt, was gegen den unangenehmen Geruch beim Öffnen hilft. Wie eine regelmäßige Reinigung aussieht, beschreibt der Artikel darüber, wie Gerüche in der Waschmaschine dauerhaft verschwinden.
Häufige Fragen
Kann ich eine Bettdecke waschen, wenn sie gerade noch in die Maschine passt?
Nur wenn sie nicht fest hineingepresst werden muss und sich in der Trommel noch bewegen kann. Eine vollständig ausgefüllte Trommel ist für voluminöse Bettwaren ungeeignet.
Kann ich Natron oder Essig hinzufügen?
Normalerweise ist das nicht notwendig. Ein geeignetes Waschmittel und gründliches Spülen reichen aus. Essig sollte außerdem nicht routinemäßig in die Waschmaschine gegeben werden, da Maschinenhersteller bei bestimmten Bauteilen davon abraten können.
Wie erkenne ich, dass die Bettdecke vollständig trocken ist?
Die Füllung sollte überall locker und trocken sein. Prüfe besonders dicke Bereiche und Ecken mit der Hand. Sie dürfen sich weder kühl-feucht anfühlen noch verklumpt sein.
Wie oft sollte eine Bettdecke gewaschen werden?
Das hängt von Material, Nutzung und Herstellerangaben ab. Bei normalem Gebrauch reicht meist eine gelegentliche gründliche Wäsche; Bettbezüge sollten wesentlich häufiger gewechselt und gewaschen werden. Entscheidend sind immer die Pflegehinweise des Herstellers.
