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Wäsche & Textilien

Blutflecken aus Bettwäsche entfernen: So wird der Stoff wieder sauber, ohne ihn zu beschädigen

Blutflecken aus Bettwäsche entfernen: So wird der Stoff wieder sauber, ohne ihn zu beschädigen

Blutflecken aus Bettwäsche entfernen: So wird der Stoff wieder sauber, ohne ihn zu beschädigen

Blutflecken auf Bettwäsche, Kleidung oder anderen Textilien sehen oft hartnäckiger aus, als sie tatsächlich sind. Entscheidend ist vor allem, schnell zu handeln und kaltes statt warmes Wasser zu verwenden. Wärme kann die Eiweiße im Blut im Gewebe fixieren und die spätere Entfernung erschweren. Mit kaltem Wasser, einem geeigneten Waschmittel und etwas Geduld lassen sich besonders frische Flecken häufig vollständig entfernen. Auch bei eingetrockneten Flecken gibt es schonende Methoden – ohne aggressive oder riskante Hausmittelmischungen.

Blutflecken aus Bettwäsche entfernen: So wird der Stoff wieder sauber, ohne ihn zu beschädigen

Die wichtigste Methode: Kaltes Wasser und enzymhaltiges Waschmittel

Für waschbare Baumwoll- oder Mischgewebe ist diese Vorgehensweise meist die beste erste Wahl. Waschmittel mit Enzymen helfen dabei, eiweißhaltige Verschmutzungen wie Blut zu lösen.

Benötigt werden: etwa 1 Liter kaltes Wasser, 5–10 ml flüssiges enzymhaltiges Waschmittel, eine saubere weiße Baumwolltuch oder ein weicher Schwamm und gegebenenfalls eine Schüssel.

  1. Mit kaltem Wasser ausspülen. Den Fleck möglichst von der Rückseite unter kaltes fließendes Wasser halten. Zwei bis fünf Minuten spülen, damit möglichst viel Blut aus den Fasern herausgedrückt wird.
  2. Waschmittel auftragen. Etwa 5 ml Flüssigwaschmittel direkt auf einen handtellergroßen Fleck geben und vorsichtig mit den Fingern oder einem weichen Tuch verteilen. Nicht kräftig reiben.
  3. Einwirken lassen. Das Waschmittel ungefähr 10 bis 15 Minuten arbeiten lassen. Währenddessen sollte der Stoff feucht bleiben.
  4. Ausspülen und waschen. Mit kaltem Wasser gründlich ausspülen und das Textil anschließend entsprechend dem Pflegeetikett waschen. Bei Blutflecken zunächst eine niedrige Waschtemperatur wählen.

Vor dem Trockner unbedingt kontrollieren: Ist noch ein Schatten sichtbar, die Behandlung wiederholen. Erst trocknen, wenn der Fleck verschwunden ist, denn Hitze kann verbliebene Rückstände stärker fixieren.

Eingetrocknete Blutflecken richtig einweichen

Bei älteren Flecken braucht man vor allem mehr Zeit. Das Textil zunächst für 30 bis 60 Minuten in kaltem Wasser einweichen. Bei robusten, farbechten Baumwollstoffen kann die Einweichzeit bei Bedarf verlängert werden.

Danach ungefähr 5–10 ml enzymhaltiges Flüssigwaschmittel auf den feuchten Fleck geben und 15 Minuten einwirken lassen. Anschließend den Stoff vorsichtig zwischen den Fingern bewegen oder mit einer sehr weichen Bürste bearbeiten. Starkes Schrubben vermeiden, weil dadurch Fasern aufrauen und Farben leiden können.

Mit kaltem Wasser ausspülen und den Vorgang bei Bedarf wiederholen.

Diese Methode eignet sich besonders für waschbare Bettwäsche, Baumwollkleidung und viele Mischgewebe. Bei Seide, Wolle und anderen empfindlichen Materialien sollte dagegen ein dafür vorgesehenes Spezialwaschmittel verwendet und das Pflegeetikett genau beachtet werden.

Wasserstoffperoxid nur bei geeigneten hellen Stoffen

Bei weißen oder sehr hellen, farbechten Textilien kann 3-prozentiges Wasserstoffperoxid bei hartnäckigen Blutflecken hilfreich sein. Bei farbigen Stoffen besteht jedoch die Gefahr einer Aufhellung.

Deshalb zunächst einen Tropfen an einer unauffälligen Stelle testen und einige Minuten warten. Verändert sich die Farbe nicht, eine kleine Menge 3-prozentige Lösung direkt auf den angefeuchteten Fleck geben.

Etwa 3 bis 5 Minuten wirken lassen und anschließend gründlich mit kaltem Wasser ausspülen. Bei Bedarf einmal wiederholen und danach nach Pflegeetikett waschen.

Wasserstoffperoxid nicht mit Chlorbleiche oder anderen Reinigungsmitteln mischen. Außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren und Kontakt mit Augen und Haut vermeiden.

Bei empfindlichen Stoffen ist weniger mehr

Seide, Wolle und Textilien mit empfindlichen Farben sollten nicht wie robuste Baumwollbettwäsche behandelt werden.

Den Fleck zunächst nur vorsichtig mit einem weißen, mit kaltem Wasser angefeuchteten Tuch abtupfen. Dabei von außen nach innen arbeiten, damit er sich nicht vergrößert.

Anschließend ein für die jeweilige Faser geeignetes Woll- oder Feinwaschmittel nach Herstellerdosierung verwenden. Keine harte Bürste einsetzen und nicht kräftig reiben oder auswringen.

Bei wertvollen Textilien, nicht waschbaren Bezügen oder Stoffen mit dem Hinweis „nur chemische Reinigung“ ist eine professionelle Reinigung die sicherere Lösung.

Fehler, die man vermeiden sollte

Heißes Wasser verwenden: Wärme kann die Eiweißbestandteile des Blutes stärker an die Fasern binden. Für die erste Behandlung deshalb kaltes Wasser nehmen.

Den Fleck kräftig schrubben: Dadurch kann Blut tiefer in das Gewebe gelangen und empfindliche Fasern können beschädigt werden.

Das Textil zu früh trocknen: Trockner und starke Wärme sind erst sinnvoll, wenn der Fleck tatsächlich verschwunden ist. Einen noch sichtbaren Fleck vorher erneut behandeln.

Unterschiedliche Reiniger miteinander mischen: Besonders Chlorbleiche darf niemals mit Säuren wie Essig oder mit Ammoniak kombiniert werden. Solche Mischungen können gefährliche Gase freisetzen.

Hausmittel ungeprüft auf farbige Stoffe geben: Säuren, Oxidationsmittel und bleichende Produkte können Farben verändern. Immer zuerst an einer versteckten Stelle testen.

Für weitere Situationen

Bei einer Matratze sollte möglichst wenig Flüssigkeit verwendet werden. Kaltes Wasser auf ein weißes Tuch geben und den Fleck wiederholt abtupfen, statt die Matratze zu durchnässen. Anschließend vollständig trocknen lassen.

Bei abnehmbaren Kissen- oder Sofabezügen zuerst das Pflegeetikett kontrollieren. Waschbare Bezüge können häufig ähnlich wie Bettwäsche behandelt werden.

Unterwegs genügt bei einem frischen Fleck zunächst kaltes Wasser: vorsichtig ausspülen oder abtupfen und die gründliche Behandlung später durchführen. Dadurch verhindert man zumindest, dass der Fleck unnötig lange eintrocknet.

Fragen und Antworten

Warum darf man bei Blutflecken kein heißes Wasser nehmen?

Blut enthält Proteine. Wärme kann deren Struktur verändern und dazu beitragen, dass Rückstände stärker im Gewebe haften. Deshalb beginnt die Behandlung mit kaltem Wasser.

Hilft Natron bei Blutflecken?

Natron wird häufig als Hausmittel empfohlen, ist aber normalerweise nicht die erste Wahl. Kaltes Wasser in Verbindung mit einem für Eiweißflecken geeigneten enzymhaltigen Waschmittel ist gezielter und bei waschbaren Textilien meist einfacher anzuwenden.

Kann ein alter Blutfleck noch verschwinden?

Oft ja. Eingetrocknete Flecken brauchen allerdings mehrere Behandlungen. Zuerst 30 bis 60 Minuten in kaltem Wasser einweichen, anschließend enzymhaltiges Waschmittel etwa 15 Minuten einwirken lassen und danach ausspülen. Vor dem Trocknen kontrollieren und gegebenenfalls wiederholen.

Was tun, wenn nach dem Waschen noch ein Schatten sichtbar ist?

Das Textil noch nicht in den Trockner geben und nicht bügeln. Die Fleckenbehandlung wiederholen. Bei weißen, dafür geeigneten Stoffen kann nach einem Verträglichkeitstest auch 3-prozentiges Wasserstoffperoxid eingesetzt werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.