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Brille voller Schlieren und Fingerabdrücke? So werden die Gläser sauber – ohne die Beschichtung zu beschädigen

Brille voller Schlieren und Fingerabdrücke? So werden die Gläser sauber – ohne die Beschichtung zu beschädigen

Brille voller Schlieren und Fingerabdrücke? So werden die Gläser sauber – ohne die Beschichtung zu beschädigen

Fingerabdrücke, Hautfett, Staub und feine Schlieren sammeln sich auf Brillengläsern erstaunlich schnell. Dann wirkt selbst eine eigentlich saubere Brille milchig und die Sicht wird unangenehm. Bei der Reinigung ist jedoch Vorsicht wichtiger als ein besonders starkes Hausmittel: Viele moderne Gläser besitzen Entspiegelungs-, Hart- oder andere Beschichtungen, die durch Scheuermittel oder ungeeignete Reiniger leiden können. Mit lauwarmem Wasser, wenig mildem Spülmittel und einem sauberen Mikrofasertuch lässt sich eine Alltagsbrille normalerweise schonend und gründlich reinigen.

Brille voller Schlieren und Fingerabdrücke? So werden die Gläser sauber – ohne die Beschichtung zu beschädigen

Die sichere Grundreinigung mit Wasser und Spülmittel

Für die regelmäßige Reinigung braucht es nur wenige Dinge:

  • etwa 500 ml lauwarmes Wasser
  • 1 kleinen Tropfen mildes, lotionsfreies Spülmittel
  • 1 sauberes Mikrofasertuch für Brillen
  • saubere Hände

Heißes Wasser, Scheuerpulver und aggressive Haushaltsreiniger sind nicht notwendig.

  1. Hände waschen. Vor der Reinigung Fett, Creme und Schmutz von den Fingern entfernen. So gelangen keine neuen Rückstände auf die Gläser.
  2. Brille abspülen. Beide Seiten der Gläser etwa 10 bis 20 Sekunden unter lauwarmes, sanft fließendes Wasser halten. Dadurch werden lose Staub- und Sandpartikel entfernt, die beim trockenen Reiben feine Kratzer verursachen könnten.
  3. Spülmittel verwenden. Einen kleinen Tropfen mildes Spülmittel zwischen den Fingerspitzen verteilen und Gläser, Nasenauflagen und Fassung ungefähr 20 bis 30 Sekunden sehr vorsichtig reinigen. Nicht kräftig drücken.
  4. Gründlich abspülen. Die Brille so lange mit klarem Wasser spülen, bis keine Seifenreste mehr vorhanden sind.
  5. Schonend trocknen. Wasser vorsichtig abschütteln und die Gläser mit einem sauberen Mikrofasertuch trocknen. Sind danach keine fettigen Schlieren mehr sichtbar, war die Reinigung erfolgreich.

Diese Methode löst vor allem Hautfett und andere typische Alltagsverschmutzungen, während das vorherige Abspülen lose Partikel entfernt.

Warum Natron auf Brillengläsern keine gute Wahl ist

Natron wird häufig als universelles Hausmittel empfohlen. Für Brillengläser sollte man es jedoch nicht als Reinigungspaste einsetzen. Die feinen festen Partikel können beim Reiben abrasiv wirken. Besonders bei beschichteten Kunststoffgläsern ist das unnötig riskant.

Auch eine Paste aus Natron und Wasser sollte deshalb nicht auf die Gläser gerieben werden. Das gilt besonders für entspiegelte, verspiegelte, getönte oder anderweitig beschichtete Gläser.

Ist eine Brille ungewöhnlich stark verschmutzt und reicht die Reinigung mit mildem Spülmittel nicht aus, sollte man lieber einen Reiniger verwenden, den der Hersteller beziehungsweise Optiker ausdrücklich für die vorhandenen Gläser freigegeben hat.

Essig besser nicht als Anti-Beschlag-Mittel verwenden

Auch Essig wird oft zur Glasreinigung empfohlen. Fensterglas und Brillengläser sind jedoch nicht dasselbe. Moderne Brillen können mehrere funktionelle Beschichtungen besitzen.

Deshalb sollte Essig nicht als allgemeines Reinigungs- oder Anti-Beschlag-Mittel auf Brillengläser gesprüht werden. Das gilt ebenso für Zitronensaft, Haushaltsreiniger und andere saure oder stark alkalische Lösungen.

Wer häufig Probleme mit beschlagenen Gläsern hat, verwendet besser ein ausdrücklich für die jeweilige Brillenbeschichtung geeignetes Anti-Beschlag-Produkt. Dabei die Herstellerangaben zur Menge und Einwirkzeit beachten.

So vermeidet man ein unnötiges Experiment an einer möglicherweise empfindlichen und teuren Beschichtung.

Mikrofasertuch richtig reinigen und verwenden

Selbst die beste Reinigungsmethode hinterlässt Schlieren, wenn das Tuch bereits mit Hautfett, Creme oder Staub belastet ist.

Ein waschbares Brillen-Mikrofasertuch kann regelmäßig entsprechend seiner Pflegeanleitung gereinigt werden. Falls Handwäsche erlaubt ist, genügt meist lauwarmes Wasser mit einer sehr kleinen Menge mildem Waschmittel ohne Weichspüler. Anschließend gründlich ausspülen und vollständig an der Luft trocknen lassen.

Weichspüler sollte vermieden werden, da Rückstände auf dem Tuch später Schlieren auf den Gläsern hinterlassen können.

Das Tuch außerdem sauber und trocken aufbewahren, statt es lose zusammen mit Schlüsseln, Münzen oder anderen verschmutzten Gegenständen in einer Tasche zu transportieren.

Brillenfassung und Nasenauflagen nicht vergessen

Hautfett sammelt sich nicht nur auf den Gläsern. Besonders Nasenauflagen, Bügelenden und der Bereich zwischen Fassung und Glas werden schnell fettig.

Bei einer wasserverträglichen Fassung kann während der normalen Reinigung derselbe kleine Tropfen mildes Spülmittel verwendet werden. Mit den Fingerspitzen vorsichtig über Nasenauflagen und Bügel streichen und anschließend gründlich mit lauwarmem Wasser abspülen.

Bei Fassungen aus empfindlichen Naturmaterialien, bestimmten Metallen oder Spezialbeschichtungen gelten möglicherweise andere Pflegehinweise. In diesem Fall die Herstellerangaben beachten oder beim Optiker nachfragen.

Fehler, die man vermeiden sollte

Die Gläser trocken abreiben: Befinden sich Staub oder harte Partikel darauf, können beim Reiben Mikrokratzer entstehen. Deshalb zuerst mit Wasser abspülen.

Natron oder Scheuerpulver verwenden: Ihre Partikel können Oberflächen und Beschichtungen mechanisch beanspruchen.

Sehr heißes Wasser benutzen: Starke Hitze kann manchen Beschichtungen oder Fassungsmaterialien schaden. Lauwarmes Wasser reicht vollkommen.

Papiertaschentücher oder Küchenpapier nehmen: Sie sind nicht die beste Wahl für empfindliche Brillengläser. Ein sauberes Brillen-Mikrofasertuch ist geeigneter.

Essig, Glasreiniger oder aggressive Haushaltsreiniger aufsprühen: Inhaltsstoffe können für bestimmte Beschichtungen ungeeignet sein.

Für noch bessere Ergebnisse

Reinige die Brille bei sichtbaren Fingerabdrücken lieber gründlich mit Wasser, anstatt mehrmals täglich trocken darüberzureiben.

Bewahre sie bei Nichtgebrauch in einem sauberen Etui auf. Dadurch gelangen weniger Staub und Schmutz auf die Gläser.

Bleiben trotz sorgfältiger Reinigung dauerhafte matte Stellen, feine Linien oder Verfärbungen sichtbar, können Kratzer oder eine beschädigte Beschichtung vorliegen. Reinigung kann solche Schäden nicht entfernen.

Fragen häufig beantwortet

Kann ich meine Brille täglich mit Spülmittel reinigen?

Bei wasserverträglichen Brillen ist eine kleine Menge mildes, lotionsfreies Spülmittel normalerweise eine schonende Möglichkeit. Die individuellen Pflegehinweise der Gläser und Fassung haben jedoch Vorrang.

Entfernt Natron Kratzer aus Brillengläsern?

Nein. Bereits vorhandene Kratzer lassen sich damit nicht zuverlässig entfernen. Abrasives Reiben kann die Oberfläche sogar zusätzlich beschädigen.

Warum bleiben nach dem Putzen Schlieren zurück?

Häufig sind zu viel Spülmittel, unvollständiges Abspülen oder ein fettiges Mikrofasertuch die Ursache. Weniger Reinigungsmittel verwenden, gründlich spülen und ein sauberes Tuch nehmen.

Was hilft gegen beschlagene Brillengläser?

Ein für die jeweilige Glasart und Beschichtung freigegebenes Anti-Beschlag-Produkt ist die verlässlichere Lösung. Bei hochwertigen oder speziell beschichteten Gläsern empfiehlt es sich, vor der Anwendung die Pflegehinweise des Herstellers oder Optikers zu prüfen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.