Cremige Vanille-Natillas mit Zimt – ein einfaches Dessert, das auf der Zunge zergeht
Cremige Vanille-Natillas mit Zimt – ein einfaches Dessert, das auf der Zunge zergeht
Diese cremigen Vanille-Natillas sind ein herrlich unkompliziertes Dessert für alle, die weiche, samtige Süßspeisen lieben. Die Creme wird aus Milch, Eigelb, Zucker und Speisestärke im Topf zubereitet und anschließend gut gekühlt. Vanille sorgt für ein feines Aroma, während eine dünne Schicht Zimt den fertigen Dessertgläsern eine angenehm würzige Note verleiht. Das Rezept kommt ohne Backofen aus und lässt sich hervorragend am Vortag vorbereiten. Besonders wichtig ist eine sanfte Hitze: So wird die Creme gleichmäßig dick und bleibt wunderbar glatt, ohne dass das Eigelb gerinnt.

Informationen praktisch
- Vorbereitung: 15 Minuten
- Ruhezeit/Kühlzeit: mindestens 3 Stunden
- Kochzeit: 10–12 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 3 Stunden 25 Minuten
- Portionen: 6 Dessertgläser
- Schwierigkeit: Einfach
- Benötigt: Topf mit dickem Boden, Schneebesen, 6 Dessertgläser à etwa 150–180 ml
- Backofen: nicht erforderlich
Zutaten
- 1.000 ml Vollmilch
- 5 Eigelb, Größe M
- 130 g Zucker
- 40 g Speisestärke
- 1 Vanilleschote
- 1 Zimtstange
- 1 Prise Salz
- 4 g gemahlener Zimt zum Bestreuen
Zubereitung
- Milch aromatisieren.
Von den 1.000 ml Milch zunächst 200 ml abnehmen und beiseitestellen. Die restlichen 800 ml in einen Topf geben. Vanilleschote längs aufschneiden, das Mark herauskratzen und sowohl Mark als auch Schote zusammen mit der Zimtstange zur Milch geben. Bei mittlerer Hitze langsam erwärmen, bis die Milch heiß ist und leicht dampft. Sie sollte nicht kräftig kochen. Den Topf vom Herd nehmen und die aromatisierte Milch etwa 5 Minuten ziehen lassen. - Eigelbmasse anrühren.
Währenddessen die 5 Eigelb mit 130 g Zucker und einer Prise Salz in einer Schüssel mit dem Schneebesen etwa 1–2 Minuten verrühren. Die Masse soll gleichmäßig und etwas heller werden, muss aber nicht schaumig aufgeschlagen werden. Die 40 g Speisestärke in die zurückbehaltenen 200 ml kalte Milch geben und sorgfältig verrühren, bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Diese Mischung anschließend unter die Eigelb-Zucker-Masse rühren. - Heiße Milch langsam einarbeiten.
Zimtstange und Vanilleschote aus der heißen Milch entfernen. Nun ungefähr ein Drittel der warmen Milch unter ständigem Rühren langsam zur Eigelbmischung gießen. Dadurch wird das Eigelb behutsam erwärmt und gerinnt später weniger leicht. Danach die temperierte Eigelbmischung zurück in den Topf zur restlichen Milch geben und alles gründlich mit dem Schneebesen vermengen. - Creme vorsichtig eindicken.
Den Topf wieder auf den Herd stellen und die Mischung bei niedriger bis mittlerer Hitze unter ständigem Rühren erwärmen. Besonders über den Topfboden und entlang des Randes rühren, damit nichts ansetzt. Nach ungefähr 5–7 Minuten wird die Creme deutlich dickflüssiger. Sobald sie den Schneebesen leicht überzieht und beim Rühren sichtbare Spuren hinterlässt, ist sie fertig. Nicht minutenlang sprudelnd kochen lassen. - In Dessertgläser füllen.
Die heiße Creme gleichmäßig auf 6 saubere Dessertgläser verteilen. Jedes Glas fasst ungefähr 150–180 ml. Die Oberfläche vorsichtig glatt streichen. Die Natillas zunächst etwa 20–30 Minuten bei Raumtemperatur abkühlen lassen. Sie sollten jedoch nicht länger als nötig ungekühlt stehen. - Gründlich kühlen.
Sobald die Gläser nicht mehr heiß sind, abdecken und für mindestens 3 Stunden in den Kühlschrank stellen. Während dieser Zeit wird die Creme fester und entwickelt ihre typische weiche, löffelbare Konsistenz. Wer das Dessert besonders gut vorbereiten möchte, kann es auch über Nacht kühlen. - Mit Zimt vollenden.
Unmittelbar vor dem Servieren insgesamt etwa 4 g gemahlenen Zimt durch ein feines Sieb dünn auf den sechs Portionen verteilen. Nicht zu viel verwenden: Eine feine Zimtschicht reicht aus, damit das warme Gewürzaroma die Vanillecreme ergänzt, ohne ihren Geschmack zu überdecken. Die Natillas direkt gekühlt servieren.
Tipps für die perfekte Creme
Speisestärke immer kalt anrühren: Gibt man Stärke direkt in heiße Milch, können sich hartnäckige Klümpchen bilden. Deshalb zunächst vollständig in der kalten Milch auflösen.
Eigelb langsam temperieren: Die heiße Milch nicht auf einmal zum Eigelb gießen. Langsames Eingießen unter ständigem Rühren verhindert, dass kleine Stückchen geronnenes Ei entstehen.
Die Hitze nicht zu hoch einstellen: Eine höhere Temperatur macht die Creme nicht besser. Sie erhöht lediglich das Risiko, dass sie am Topfboden anbrennt oder das Eigelb gerinnt.
Während des Eindickens ständig rühren: Besonders zum Ende hin wird die Mischung schnell dicker. Dann den Topfboden mit dem Schneebesen sorgfältig erreichen.
Kühlzeit einhalten: Direkt nach dem Kochen ist die Creme noch relativ weich. Erst während mehrerer Stunden im Kühlschrank erreicht sie ihre endgültige Konsistenz.
Zimt erst vor dem Servieren aufstreuen: Dadurch bleibt die Oberfläche optisch schöner und das Zimtaroma wirkt frischer.
Varianten und Substitutionen
Mit Zitronenaroma: Statt der Vanilleschote kann die dünn abgeschälte Schale einer unbehandelten Zitrone zusammen mit der Zimtstange in der Milch ziehen. Nur die gelbe Schale verwenden, da die weiße Schicht bitter schmecken kann.
Weniger süß: Die Zuckermenge lässt sich von 130 g auf 110 g reduzieren. Die Konsistenz bleibt weitgehend gleich, der Geschmack wird deutlich weniger süß.
Kräftigere Vanillenote: Wer keine Vanilleschote bekommt, kann 2 TL Vanillepaste verwenden. Sie wird beim Erwärmen direkt in die Milch eingerührt.
Etwas leichtere Variante: Vollmilch kann durch Milch mit 1,5 % Fett ersetzt werden. Die Creme funktioniert weiterhin, schmeckt jedoch weniger vollmundig und wirkt etwas leichter.
Ohne Zimtschicht: Wer Zimt nicht mag, lässt die 4 g gemahlenen Zimt einfach weg. Die Vanillecreme kann problemlos pur serviert werden.
Conservation
Die Natillas enthalten Milch und Eigelb und gehören deshalb nach dem Abkühlen in den Kühlschrank. Die Dessertgläser gut abdecken und bei höchstens etwa 4–5 °C lagern. Am besten innerhalb von 2 Tagen verzehren. Einfrieren ist nicht empfehlenswert, da sich die stärke- und eigelbgebundene Creme nach dem Auftauen trennen oder körnig werden kann. Auch ein erneutes Erwärmen ist für dieses Dessert nicht notwendig – Natillas schmecken gut gekühlt am besten.
Fragen häufig
Warum sind meine Natillas zu flüssig?
Wahrscheinlich wurde die Creme nicht lange genug erhitzt, damit die Speisestärke vollständig eindicken konnte. Sie sollte im Topf deutlich cremig werden und anschließend mindestens drei Stunden kühlen.
Was mache ich, wenn kleine Klümpchen entstanden sind?
Bei wenigen Klümpchen kann die noch warme Creme unmittelbar nach dem Kochen durch ein feines Sieb gestrichen werden. So erhält man wieder eine gleichmäßigere Konsistenz.
Kann ich die Natillas am Vortag zubereiten?
Ja. Das ist sogar sehr praktisch. Die Creme abgedeckt über Nacht im Kühlschrank aufbewahren und den gemahlenen Zimt erst kurz vor dem Servieren darübergeben.
Werden die Natillas beim Abkühlen noch fester?
Ja. Die warme Creme ist zunächst weicher. Durch die Speisestärke und die Kühlung entwickelt sie innerhalb von etwa drei Stunden eine deutlich festere, aber weiterhin cremige und löffelbare Konsistenz.
