Cremiger Karamellpudding aus dem Ofen – samtig, goldbraun und einfach unwiderstehlich
Cremiger Karamellpudding aus dem Ofen – samtig, goldbraun und einfach unwiderstehlich
Dieser große Karamellpudding ist ein wunderbares Dessert für die ganze Familie: oben eine glänzende, dunkelgoldene Karamellschicht und darunter eine besonders glatte, zart schmelzende Vanillecreme. Beim Stürzen läuft der flüssige Karamellsirup langsam über die Seiten und sorgt für den typischen intensiven Geschmack. Damit die Konsistenz wirklich fein und nicht löchrig wird, gart der Pudding langsam im Wasserbad bei moderater Ofentemperatur. Anschließend braucht er ausreichend Zeit zum vollständigen Durchkühlen. Das Ergebnis lässt sich hervorragend vorbereiten und sieht als großer rechteckiger Pudding besonders eindrucksvoll aus.
Informationen zur Zubereitung
- Vorbereitung: 25 Minuten
- Ruhezeit/Kühlzeit: mindestens 6 Stunden
- Backzeit: 60–70 Minuten
- Zeit zum Abkühlen: ca. 1 Stunde
- Gesamtzeit: ca. 8 Stunden 30 Minuten
- Portionen: 10–12 Stücke
- Schwierigkeit: mittel
- Form: Kasten- oder rechteckige Metallform, ca. 25 × 11 cm, mindestens 7 cm hoch
- Backofen: 160 °C Ober-/Unterhitze
- Garmethode: Wasserbad
Zutaten
Für das Karamell
- 180 g Zucker
- 60 ml Wasser
Für die Vanillecreme
- 800 ml Vollmilch
- 200 ml Schlagsahne
- 1 Vanilleschote
- 6 Eier, Größe M
- 4 Eigelb, Größe M
- 130 g Zucker
Zubereitung
- Karamell herstellen
Die 180 g Zucker zusammen mit 60 ml Wasser in einen hellen Topf geben. Bei mittlerer Hitze erwärmen und zunächst nicht umrühren. Sobald der Zucker vollständig gelöst ist und der Sirup zu kochen beginnt, weiter erhitzen. Nach einigen Minuten verändert sich die Farbe von hellgelb zu kräftigem Bernstein. Den Topf dabei gelegentlich vorsichtig schwenken. Das Karamell sofort vom Herd nehmen, sobald es gleichmäßig dunkelgolden ist. Nicht zu dunkel werden lassen, sonst schmeckt es bitter. - Form mit Karamell auskleiden
Das heiße Karamell sofort in die etwa 25 × 11 cm große Form gießen. Die Form mit Topflappen vorsichtig neigen, sodass sich das Karamell gleichmäßig über dem Boden verteilt. Achtung: Flüssiges Karamell ist extrem heiß und kann schwere Verbrennungen verursachen. Die Form anschließend beiseitestellen. Das Karamell wird beim Abkühlen hart – das ist vollkommen normal. - Vanillemilch erhitzen
Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark herauskratzen. Milch, Sahne, Vanillemark und Vanilleschote in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze langsam erwärmen, bis die Mischung deutlich heiß ist und leicht dampft. Sie sollte jedoch nicht kräftig kochen. Vom Herd nehmen, 10 Minuten ziehen lassen und anschließend die Vanilleschote entfernen. - Eiermasse vorbereiten
Die 6 ganzen Eier, 4 Eigelb und 130 g Zucker in eine große Schüssel geben. Mit einem Schneebesen langsam verrühren, bis alles gleichmäßig verbunden ist. Die Masse nicht schaumig schlagen. Zu viele eingeschlagene Luftblasen können später kleine Löcher im Pudding verursachen. Die warme Milch-Sahne-Mischung nun langsam und in einem dünnen Strahl unter ständigem Rühren zur Eiermasse geben. - Creme passieren und Form füllen
Die fertige Flüssigkeit durch ein feines Sieb gießen. Dadurch werden eventuell vorhandene Eiweißstückchen entfernt und die Konsistenz wird besonders fein. Falls sich auf der Oberfläche Schaum gebildet hat, diesen mit einem Löffel abnehmen. Die Vanillecreme langsam auf das inzwischen feste Karamell in der Form gießen. - Im Wasserbad garen
Die gefüllte Form in einen größeren, tiefen Bräter stellen. Heißes Wasser in den Bräter gießen, bis die Puddingform ungefähr zur Hälfte im Wasser steht. Vorsichtig in den vorgeheizten Ofen schieben und den Karamellpudding bei 160 °C Ober-/Unterhitze 60–70 Minuten garen. Er ist fertig, wenn die Ränder fest sind und die Mitte beim vorsichtigen Bewegen noch leicht wie Wackelpudding zittert. Die Creme darf nicht stark aufblähen oder kochen. - Abkühlen und gründlich kühlen
Die Form vorsichtig aus dem Wasserbad nehmen und ungefähr 1 Stunde bei Raumtemperatur abkühlen lassen. Danach abdecken und für mindestens 6 Stunden, idealerweise über Nacht, in den Kühlschrank stellen. Diese lange Kühlzeit ist wichtig: Der Pudding wird stabiler, und gleichzeitig löst sich ein Teil des festen Karamells zu einem aromatischen Sirup auf. - Pudding stürzen und servieren
Ein dünnes Messer vorsichtig am Rand entlangführen. Die Unterseite der Form für etwa 10–15 Sekunden in warmes Wasser stellen, damit sich das Karamell leichter löst. Eine ausreichend große Servierplatte auf die Form legen, beides gut festhalten und mit einer schnellen Bewegung umdrehen. Die Form langsam abheben. Der glänzende Karamellsirup sollte nun über den Pudding laufen. In dicke Scheiben schneiden und gut gekühlt servieren.
Tipps für einen perfekten Karamellpudding
- Karamell genau beobachten: Zwischen goldbraun und verbrannt liegen manchmal nur wenige Sekunden. Sobald ein kräftiger Bernsteinton erreicht ist, den Topf vom Herd nehmen.
- Eier nicht aufschlagen: Für eine besonders glatte Oberfläche sollen möglichst wenige Luftblasen in die Masse gelangen.
- Creme durchsieben: Dieser einfache Schritt macht einen deutlichen Unterschied und entfernt kleine geronnene Ei-Partikel.
- Nicht zu heiß backen: Eine zu hohe Temperatur kann eine löchrige, gummiartige Konsistenz verursachen. Der Pudding soll langsam stocken.
- Mitte leicht zittern lassen: Wird der Pudding vollständig fest gebacken, kann er nach dem Abkühlen zu kompakt werden.
- Über Nacht kühlen: Dadurch wird das Stürzen wesentlich einfacher und der Karamellsirup kann sich optimal entwickeln.
Varianten und Substitutionen
Nur mit Milch: Die 200 ml Sahne können durch 200 ml Vollmilch ersetzt werden. Der Pudding wird dadurch etwas leichter und weniger cremig.
Intensivere Vanille: Für einen kräftigeren Vanillegeschmack können zwei Vanilleschoten statt einer verwendet werden. Die übrigen Mengen bleiben unverändert.
Kleine Portionsförmchen: Die Masse kann auf etwa 10 kleine hitzebeständige Förmchen verteilt werden. Die Garzeit verkürzt sich dann auf ungefähr 35–45 Minuten. Auch diese Förmchen müssen im Wasserbad stehen.
Etwas weniger süß: Der Zucker in der Eiercreme kann auf 110 g reduziert werden. Die Karamellmenge sollte dagegen beibehalten werden, damit genügend Sirup zum Stürzen entsteht.
Conservation
Der Karamellpudding enthält Eier, Milch und Sahne und muss deshalb durchgehend gekühlt werden. Gut abgedeckt hält er sich im Kühlschrank etwa 3 Tage. Am besten erst kurz vor dem Servieren stürzen oder anschließend wieder sofort kalt stellen. Bei Raumtemperatur sollte das Dessert nicht länger als etwa 2 Stunden stehen. Einfrieren ist nicht empfehlenswert, da die feine Eiercreme nach dem Auftauen Wasser verlieren und körnig werden kann. Der Pudding wird kalt serviert und muss nicht aufgewärmt werden.
Häufige Fragen
Warum hat mein Karamellpudding viele kleine Löcher?
Meist war die Gartemperatur zu hoch oder die Eiermasse wurde zu stark aufgeschlagen. Bei 160 °C im Wasserbad langsam garen und die Zutaten nur vorsichtig miteinander verrühren.
Warum bleibt Karamell in der Form kleben?
Eine dünne Karamellschicht kann zurückbleiben. Die gekühlte Form vor dem Stürzen für 10–15 Sekunden in warmes Wasser stellen. Dadurch wird der Sirup am Boden wieder etwas flüssiger.
Woran erkenne ich, dass der Pudding fertig ist?
Die äußeren Bereiche müssen fest wirken, während die Mitte beim Bewegen der Form noch leicht zittert. Eine vollständig starre Mitte ist nicht notwendig, denn der Pudding festigt sich beim Abkühlen weiter.
Kann ich den Karamellpudding einen Tag vorher zubereiten?
Ja, das ist sogar besonders praktisch. Über Nacht wird die Creme vollständig fest, während sich das Karamell teilweise in einen glänzenden Sirup verwandelt. Den Pudding bis zum Servieren abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
