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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Desserts nach Großmutters Art

Cremiges Vanilleeis am Stiel mit Schokolade und Pistazien – einfach selbst gemacht

Cremiges Vanilleeis am Stiel mit Schokolade und Pistazien – einfach selbst gemacht

Cremiges Vanilleeis am Stiel mit Schokolade und Pistazien – einfach selbst gemacht

Dieses selbst gemachte Eis am Stiel verbindet eine wunderbar cremige Vanillebasis mit knackiger dunkler Schokolade und gerösteten Pistazien. Die Zubereitung ist unkompliziert und funktioniert ganz ohne Eismaschine: Die Milch-Sahne-Mischung wird kurz erwärmt, abgekühlt und anschließend in Eisformen gefroren. Nach dem Gefrieren bekommen die Eisriegel eine dünne Schokoladenhülle, die beim Reinbeißen angenehm knackt, während das Innere weich und cremig bleibt. Pistazien sorgen zusätzlich für Biss und ein feines nussiges Aroma. Ein unkompliziertes Dessert für warme Tage, Familienfeste oder einfach als selbst gemachter Vorrat im Gefrierschrank.

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 25 Minuten
  • Ruhezeit/Kühlzeit: 30 Minuten
  • Gefrierzeit: mindestens 6 Stunden
  • Zusätzliche Zeit für den Überzug: 15 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 7 Stunden 10 Minuten
  • Portionen: 8 Eis am Stiel
  • Schwierigkeitsgrad: Einfach
  • Form: Eis-am-Stiel-Form für 8 Stück mit je etwa 90–100 ml Fassungsvermögen
  • Backofen: nicht erforderlich

Zutaten

Für das Vanilleeis

  • 400 ml Vollmilch
  • 250 ml Schlagsahne
  • 90 g Zucker
  • 20 g Speisestärke
  • 1 Vanilleschote
  • 1 Prise Salz

Für den Schokoladenüberzug

  • 180 g Zartbitterschokolade
  • 20 g Kokosöl

Zum Bestreuen

  • 70 g ungesalzene Pistazienkerne
  • 40 g geröstete, ungesalzene Haselnüsse

Zubereitung

  1. Vanillebasis vorbereiten.
    Von den 400 ml Milch etwa 80 ml abnehmen und mit 20 g Speisestärke in einer kleinen Schüssel glatt verrühren. Die Vanilleschote längs aufschneiden und das Mark mit der Rückseite eines Messers herauskratzen. Restliche Milch, 250 ml Schlagsahne, 90 g Zucker, Vanillemark, ausgekratzte Vanilleschote und eine Prise Salz in einen Topf geben. Bei mittlerer Hitze langsam erwärmen, bis die Mischung deutlich heiß ist, aber noch nicht kräftig kocht.
  2. Eismasse leicht andicken.
    Die angerührte Speisestärke nochmals kurz durchrühren und unter ständigem Rühren in die heiße Milch-Sahne-Mischung gießen. Die Masse bei niedriger bis mittlerer Hitze 1–2 Minuten sanft köcheln lassen. Dabei ständig rühren, damit nichts am Topfboden ansetzt. Die Creme ist fertig, sobald sie leicht dickflüssiger wird und einen Kochlöffel dünn überzieht. Sie soll nicht puddingfest werden. Die Vanilleschote entfernen.
  3. Abkühlen lassen und Formen füllen.
    Die Vanillemasse in eine saubere Schüssel umfüllen und zunächst etwa 30 Minuten abkühlen lassen. Dabei gelegentlich umrühren, damit sich keine dicke Haut bildet. Anschließend die Masse gleichmäßig auf 8 Eisformen verteilen. Oben etwa 5 mm Platz lassen, weil sich die Masse beim Gefrieren etwas ausdehnt. Die Holzstiele einsetzen und die Formen vorsichtig in den Gefrierschrank stellen.
  4. Eis vollständig gefrieren.
    Die Eisformen mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, bei etwa -18 °C gefrieren lassen. Vor dem Herausnehmen prüfen, ob die Eisriegel bis zur Mitte vollständig fest sind. Zum Lösen die Außenseite der Form für etwa 5–10 Sekunden unter lauwarmes Wasser halten. Danach vorsichtig am Stiel ziehen. Nicht mit Gewalt lösen, damit der Stiel nicht aus dem Eis rutscht.
  5. Nüsse vorbereiten.
    Die 70 g Pistazien und 40 g gerösteten Haselnüsse mit einem Messer grob hacken. Die Stücke sollten klein genug sein, um gut an der Schokolade zu haften, aber noch sichtbar bleiben und beim Essen Biss geben. Die gehackten Nüsse getrennt oder gemischt auf einen flachen Teller geben. Ein Tablett mit Backpapier vorbereiten und für einige Minuten in den Gefrierschrank stellen.
  6. Schokoladenüberzug herstellen.
    180 g Zartbitterschokolade grob hacken und zusammen mit 20 g Kokosöl in einer hitzebeständigen Schüssel über einem warmen Wasserbad langsam schmelzen. Dabei darauf achten, dass kein Wasser in die Schokolade gelangt. Sobald die Mischung glatt und glänzend ist, vom Wasserbad nehmen und 3–5 Minuten abkühlen lassen. Sie soll noch flüssig sein, aber nicht mehr sehr heiß.
  7. Eis überziehen und dekorieren.
    Die gefrorenen Eisriegel einzeln aus dem Gefrierschrank nehmen und ungefähr das obere Drittel bis zur Hälfte in die flüssige Schokolade tauchen. Überschüssige Schokolade kurz abtropfen lassen und sofort mit Pistazien und Haselnüssen bestreuen. Da die Schokolade auf dem gefrorenen Eis innerhalb weniger Sekunden fest wird, müssen die Nüsse unmittelbar nach dem Eintauchen daraufgegeben werden. Die fertigen Eisriegel auf das kalte, mit Backpapier belegte Tablett legen und nochmals 10 Minuten einfrieren.

Tipps für ein perfektes Ergebnis

  • Die Speisestärke kalt anrühren: Wird sie direkt in die heiße Milch gegeben, können sich Klümpchen bilden. Deshalb immer zuerst mit einem Teil der kalten Milch glatt rühren.
  • Die Eismasse nicht zu stark kochen: Ein kurzes sanftes Köcheln reicht aus. Zu langes Kochen macht die Basis unnötig dick.
  • Ausreichend lange gefrieren: Das Eis sollte wirklich vollständig durchgefroren sein, bevor es in die warme Schokolade getaucht wird.
  • Kokosöl nicht weglassen: Es macht den Schokoladenüberzug dünner und sorgt dafür, dass er beim Reinbeißen angenehm knackig statt zu hart wird.
  • Nüsse vorher bereitstellen: Die Schokolade erstarrt auf dem Eis sehr schnell. Wer die Nüsse erst danach hackt, kann sie kaum noch befestigen.
  • Immer nur ein Eis herausnehmen: So bleiben die übrigen Eisriegel fest und beginnen nicht während des Dekorierens zu schmelzen.

Varianten und Substitutionen

Nur Pistazien: Die Haselnüsse können vollständig durch weitere 40 g Pistazien ersetzt werden. Dadurch wird das Aroma intensiver und der Überzug optisch besonders grün und nussig.

Nur Haselnüsse: Wer keine Pistazien verwenden möchte, kann insgesamt 110 g geröstete Haselnüsse nehmen. Das Eis schmeckt dadurch kräftiger und klassischer nussig.

Vollmilchschokolade: Die Zartbitterschokolade lässt sich im gleichen Verhältnis durch Vollmilchschokolade ersetzen. Der Überzug wird deutlich süßer und etwas milder.

Weiße Schokolade: Auch weiße Schokolade funktioniert. Wegen ihres höheren Zuckergehalts schmeckt das fertige Eis allerdings merklich süßer; die Menge des Zuckers in der Vanillebasis kann dann auf 70 g reduziert werden.

Vanille ohne Schote: Anstelle einer Vanilleschote können 2 TL hochwertige Vanillepaste verwendet werden. Geschmack und Konsistenz bleiben ähnlich.

Aufbewahrung

Die fertig überzogenen Eisriegel zunächst vollständig fest frieren und anschließend einzeln in Backpapier oder geeignete Gefrierbeutel verpacken. Bei konstant etwa -18 °C bleiben sie ungefähr 4 Wochen in guter Qualität. Bereits angetautes Eis sollte nicht erneut eingefroren werden. Vor dem Essen genügt es, das Eis etwa 2–3 Minuten bei Raumtemperatur stehen zu lassen; dadurch wird die Vanillefüllung etwas cremiger, während die Schokoladenhülle weiterhin knackig bleibt.

Häufige Fragen

Warum wird mein selbst gemachtes Eis sehr hart?

Eine Mischung aus Sahne, Zucker und leicht gebundener Milch gefriert cremiger als reine Milch. Trotzdem wird hausgemachtes Eis im Gefrierschrank fester als industrielles Eis. Zwei bis drei Minuten bei Raumtemperatur verbessern die Konsistenz deutlich.

Kann ich die Schokolade vollständig um das Eis geben?

Ja. Dafür werden etwa 250–280 g Zartbitterschokolade und rund 30 g Kokosöl benötigt. Das Eis muss beim Eintauchen vollständig gefroren sein, damit der Überzug sofort fest wird.

Muss ich die Pistazien rösten?

Nein. Ungesalzene Pistazien können direkt verwendet werden. Wer sie aromatischer möchte, kann sie vor dem Hacken kurz trocken rösten und anschließend vollständig abkühlen lassen.

Kann ich das Eis ohne spezielle Formen zubereiten?

Ja. Kleine gefriergeeignete Becher mit etwa 100 ml Fassungsvermögen funktionieren ebenfalls. Die Holzstiele werden eingesetzt, sobald die Masse nach etwa 1–2 Stunden Gefrierzeit bereits leicht fest geworden ist.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.