Gefüllte Walnussküchlein aus dem Ofen – außen goldbraun, innen herrlich nussig
Gefüllte Walnussküchlein aus dem Ofen – außen goldbraun, innen herrlich nussig
Diese gefüllten Walnussküchlein sind ein unkompliziertes Gebäck für alle, die weichen Teig und eine kräftig nussige Füllung mögen. Außen werden die runden Küchlein im Ofen goldbraun und leicht knusprig, während sie innen zart und angenehm saftig bleiben. Die Füllung aus Walnüssen, braunem Zucker, Butter und Zimt bekommt beim Backen eine aromatische, leicht karamellige Note. Besonders schön ist der Kontrast zwischen dem hellen Teig und dem dunkleren Walnusskern. Die Küchlein lassen sich gut vorbereiten, einzeln portionieren und passen sowohl zum Nachmittagskaffee als auch zu Tee oder einem gemütlichen Familienfrühstück.
Informationen zur Zubereitung
- Vorbereitung: 35 Minuten
- Ruhezeit: 30 Minuten
- Backzeit: 20–22 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 25 Minuten
- Portionen: 10 Küchlein
- Schwierigkeit: Einfach bis mittel
- Backblech: 1 normales Backblech mit Backpapier
- Backofen: 180 °C Ober-/Unterhitze oder 165 °C Umluft
Zutaten
Für den Teig
- 320 g Weizenmehl Type 405
- 8 g Backpulver
- 1 Prise Salz
- 60 g Zucker
- 120 g kalte Butter
- 1 Ei, Größe M
- 100 g Naturjoghurt
- 20 ml Milch
Für die Walnussfüllung
- 160 g Walnusskerne
- 70 g brauner Zucker
- 1 TL gemahlener Zimt
- 35 g weiche Butter
- 20 ml Milch
Zum Bestreichen und Verzieren
- 1 Eigelb
- 1 EL Milch
- 10 Walnusshälften
Zubereitung
- Trockene Zutaten vorbereiten. Das Mehl mit Backpulver, Salz und Zucker in einer großen Schüssel gründlich vermischen. Die kalte Butter in kleine Würfel schneiden und dazugeben. Mit den Fingerspitzen oder einem Teigmischer etwa 2–3 Minuten einarbeiten, bis eine gleichmäßige, krümelige Masse entsteht. Die Butter sollte dabei nicht vollständig schmelzen. Kleine Butterstückchen im Teig sorgen später für eine angenehm mürbe und zugleich weiche Konsistenz.
- Teig kneten und ruhen lassen. Ei, Naturjoghurt und 20 ml Milch zur Mehlmischung geben. Alles zunächst mit einem Löffel vermengen und anschließend nur kurz mit den Händen zu einem glatten Teig zusammenfügen. Etwa 1–2 Minuten reichen aus; zu langes Kneten macht das Gebäck fester. Den Teig zu einer Kugel formen, abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Nach der Ruhezeit sollte er fest genug sein, um sich problemlos portionieren und ausrollen zu lassen.
- Walnussfüllung herstellen. Während der Teig ruht, 160 g Walnusskerne grob hacken. Sie sollten nicht zu Pulver verarbeitet werden, denn kleine Stückchen geben der Füllung ihren charakteristischen Biss. Walnüsse, braunen Zucker und Zimt in einer Schüssel vermischen. Die weiche Butter sowie 20 ml Milch hinzufügen und alles verrühren, bis eine feuchte, formbare Masse entsteht. Die Füllung sollte zusammenhalten, aber nicht flüssig sein.
- Teig portionieren und füllen. Den gekühlten Teig in 10 möglichst gleich große Portionen teilen. Jede Portion auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis von etwa 10–11 cm Durchmesser ausrollen oder mit den Fingern flach drücken. Jeweils ungefähr ein Zehntel der Walnussmischung in die Mitte geben. Die Teigränder über die Füllung ziehen, sorgfältig zusammendrücken und die Naht verschließen. Anschließend vorsichtig zu einem flachen, runden Küchlein von etwa 7–8 cm Durchmesser formen. Die geschlossene Seite nach unten legen.
- Backofen vorheizen und Küchlein vorbereiten. Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze oder 165 °C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen und die gefüllten Küchlein mit etwas Abstand darauf verteilen. Eigelb mit 1 EL Milch glatt verrühren und die Oberflächen dünn damit bestreichen. Je eine Walnusshälfte vorsichtig in die Mitte jedes Küchleins drücken. Nicht zu stark drücken, damit die Füllung nicht aus dem Teig austritt.
- Goldbraun backen. Das Blech auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Ofens schieben und die Walnussküchlein 20–22 Minuten backen. Nach etwa 18 Minuten kontrollieren. Sie sind fertig, wenn die Oberfläche gleichmäßig goldbraun aussieht und auch der Rand leicht Farbe angenommen hat. Die Unterseite sollte gebacken, aber nicht dunkel sein. Bei Umluft kann die Bräunung etwas schneller erfolgen.
- Kurz abkühlen lassen und servieren. Das Gebäck nach dem Backen zunächst 5 Minuten auf dem Blech stehen lassen, da es direkt aus dem Ofen noch empfindlich ist. Anschließend auf ein Kuchengitter setzen. Lauwarm ist die Walnussfüllung besonders weich und aromatisch. Für eine festere, sauber geschnittene Füllung die Küchlein vollständig auskühlen lassen.
Tipps für perfekte Walnussküchlein
- Teig nicht zu lange kneten: Er soll weich und mürbe bleiben. Sobald keine trockenen Mehlstellen mehr sichtbar sind, reicht die Bearbeitung aus.
- Walnüsse nicht zu fein mahlen: Kleine Stückchen sorgen für mehr Aroma und eine interessantere Textur.
- Füllung gut einschließen: Die Teigränder sorgfältig zusammendrücken, damit beim Backen kein Zucker oder Fett austritt.
- Ähnlich große Portionen formen: Dadurch backen alle Küchlein gleichmäßig und sind zur gleichen Zeit fertig.
- Eigelb nur dünn auftragen: Eine zu dicke Schicht kann fleckig bräunen. Ein leichter Film reicht für eine schöne goldene Oberfläche.
- Backzeit im Blick behalten: Sobald die Küchlein goldbraun sind, sollten sie aus dem Ofen. Zu langes Backen trocknet insbesondere die Ränder aus.
Varianten und Substitutionen
Walnuss-Haselnuss-Füllung: Die Hälfte der Walnüsse kann durch 80 g geröstete Haselnüsse ersetzt werden. Dadurch wird die Füllung kräftiger und etwas röstiger im Geschmack.
Mit Mandeln: Wer ein milderes Aroma bevorzugt, kann sämtliche Walnüsse durch die gleiche Menge grob gehackte Mandeln ersetzen. Die Füllung wird etwas fester und weniger intensiv nussig.
Weniger süß: Der braune Zucker in der Füllung kann von 70 g auf 50 g reduziert werden. Die Konsistenz bleibt weitgehend gleich, die Nussnote tritt jedoch deutlicher hervor.
Ohne Zimt: Der Zimt kann vollständig weggelassen werden. Die Küchlein schmecken dann neutraler und der Geschmack der Walnüsse steht stärker im Vordergrund.
Mit Sauerrahm statt Joghurt: Die 100 g Naturjoghurt lassen sich durch 100 g Sauerrahm ersetzen. Der Teig wird dadurch etwas reichhaltiger und besonders zart.
Aufbewahrung
Die vollständig ausgekühlten Walnussküchlein in einer gut verschlossenen Dose bei kühler Raumtemperatur aufbewahren und innerhalb von 2 Tagen verzehren. Im Kühlschrank halten sie sich etwa 4 Tage, werden dort jedoch etwas fester. Vor dem Servieren können sie für 5 Minuten bei 150 °C Ober-/Unterhitze erwärmt werden. Zum Einfrieren die ausgekühlten Stücke einzeln verpacken und maximal 2 Monate aufbewahren. Bei Raumtemperatur auftauen lassen und anschließend kurz im Ofen erwärmen.
Häufige Fragen
Warum läuft meine Walnussfüllung beim Backen aus?
Meist wurde der Teig nicht vollständig verschlossen oder die Füllung war zu feucht. Die Naht gründlich zusammendrücken und darauf achten, genau die angegebenen 20 ml Milch für die Füllung zu verwenden.
Kann ich die Küchlein schon am Vortag vorbereiten?
Ja. Sie können vollständig gebacken und nach dem Auskühlen luftdicht verpackt werden. Am nächsten Tag schmecken sie bei Raumtemperatur oder kurz erwärmt sehr gut.
Muss ich den Teig wirklich kühlen?
Die 30 Minuten Ruhezeit sind empfehlenswert. Kalter Teig lässt sich leichter formen, klebt weniger und hält die Walnussfüllung beim Backen besser im Inneren.
Kann ich die Küchlein kleiner machen?
Ja. Aus der Teigmenge können etwa 14 kleinere Stücke geformt werden. Die Backzeit verkürzt sich dann voraussichtlich auf 16–18 Minuten. Entscheidend ist die goldbraune Oberfläche.
