Der einfache Haushaltstrick, mit dem ein abgenutzter Haustierbett-Bezug wieder sauber und gepflegt aussieht
Der einfache Haushaltstrick, mit dem ein abgenutzter Haustierbett-Bezug wieder sauber und gepflegt aussieht
Ein Haustierbett wird täglich stark beansprucht. Haare, Staub, Hautfett, Pfotenabdrücke und kleine Flecken setzen sich mit der Zeit im Bezug fest. Selbst nach regelmäßigem Absaugen kann der Stoff dadurch grau, fleckig oder unangenehm riechend wirken. Bevor man den Bettbezug ersetzt, lohnt sich eine gründliche, aber materialschonende Reinigung. Mit warmem Wasser, mildem Waschmittel und etwas Natron lassen sich viele waschbare Bezüge auffrischen. Wichtig sind dabei die richtige Dosierung, eine niedrige Waschtemperatur und vollständiges Trocknen.

Die Hauptmethode: Haustierbett-Bezug gründlich auffrischen
Diese Methode eignet sich für abnehmbare, waschbare Bezüge aus Baumwolle, Polyester und vielen Mischgeweben. Vorher immer das Pflegeetikett kontrollieren. Für Leder, Kunstleder, Wolle oder ausdrücklich nur chemisch zu reinigende Materialien ist sie nicht geeignet.
Das wird benötigt
- 2 Esslöffel Natron, etwa 30 g
- 20–30 ml mildes Flüssigwaschmittel
- etwa 2 Liter lauwarmes Wasser für die Vorbehandlung
- weiche Bürste oder sauberes Mikrofasertuch
- Staubsauger
- Waschmaschine, sofern laut Pflegeetikett erlaubt
So geht es
- Haare und losen Schmutz entfernen. Den Bezug zunächst gründlich absaugen. Besonders Nähte und Ecken bearbeiten, weil sich dort Haare und Staub sammeln. Festhaftende Tierhaare können vorher mit einem leicht angefeuchteten Mikrofasertuch aufgenommen werden.
- Flecken vorbehandeln. 2 Liter lauwarmes Wasser mit etwa 5 ml mildem Flüssigwaschmittel vermischen. Ein Tuch darin anfeuchten und Flecken vorsichtig von außen nach innen bearbeiten. Nicht kräftig scheuern, damit die Fasern nicht aufrauen.
- Natron gegen Gerüche einsetzen. Auf den trockenen oder nur leicht feuchten Bezug etwa 30 g Natron gleichmäßig verteilen. 30 bis 60 Minuten liegen lassen und anschließend vollständig absaugen. Natron kann Geruchsstoffe aufnehmen, ersetzt bei starken Verschmutzungen aber keine Wäsche.
- Bezug waschen. Wenn das Pflegeetikett es erlaubt, den Bezug bei 30 °C mit 20–30 ml mildem Flüssigwaschmittel waschen. Einen Schonwaschgang wählen. Auf Weichspüler verzichten, da Rückstände im Stoff verbleiben und empfindliche Tiere reizen können.
- Vollständig trocknen lassen. Den Bezug möglichst an der Luft trocknen. Erst wieder auf das Haustierbett ziehen, wenn auch Nähte und dickere Bereiche vollkommen trocken sind. Restfeuchtigkeit kann muffige Gerüche begünstigen.
Das Ergebnis ist gelungen, wenn der Stoff gleichmäßig sauber aussieht, keine losen Verschmutzungen mehr vorhanden sind und der typische abgestandene Geruch deutlich reduziert wurde.
Einzelne Flecken mit mildem Waschmittel behandeln
Nicht jeder Bezug muss sofort komplett gewaschen werden. Bei einem einzelnen Pfoten- oder Schmutzfleck reichen häufig 500 ml lauwarmes Wasser und etwa 2–3 ml mildes Flüssigwaschmittel.
Ein sauberes Mikrofasertuch in die Lösung tauchen, gut auswringen und den Fleck tupfend bearbeiten. Anschließend mit einem zweiten Tuch, das nur mit klarem Wasser angefeuchtet wurde, Waschmittelreste aufnehmen. Danach mindestens zwei bis vier Stunden gut belüftet trocknen lassen.
Diese Methode funktioniert besonders gut bei robusten Baumwoll- und Polyesterstoffen. Bei Samt, Wolle oder empfindlichen, nicht waschbaren Bezügen sollte zuerst an einer verdeckten Stelle getestet werden. Zu viel Wasser vermeiden, damit die Polsterfüllung nicht durchnässt wird.
Natron für einen Bezug verwenden, der nur muffig riecht
Ist das Bett eigentlich sauber, riecht aber nach längerem Gebrauch unangenehm, muss es nicht unbedingt sofort gewaschen werden. Auf einen vollständig trockenen Bezug etwa 2 Esslöffel Natron dünn verteilen.
Das Pulver 30 bis 60 Minuten einwirken lassen und anschließend sorgfältig absaugen. Bei großen Betten können etwa 40–50 g erforderlich sein. Das Natron darf nicht als dicke Schicht liegen bleiben.
Diese Methode eignet sich vor allem zur gelegentlichen Geruchsauffrischung. Sie desinfiziert den Bezug nicht und entfernt weder Urin noch andere biologische Verschmutzungen zuverlässig. Während der Einwirkzeit sollten Kinder und Haustiere keinen Zugang zum Bett haben, damit sie das Pulver nicht aufnehmen oder einatmen.
Waschbare Decken als zusätzlichen Schutz verwenden
Ein einfacher Schutz verlängert die Zeit zwischen zwei gründlichen Reinigungen. Eine dünne, bei mindestens 40 °C waschbare Baumwolldecke kann auf die Liegefläche gelegt werden.
Die Decke sollte ein- bis zweimal pro Woche ausgeschüttelt und je nach Verschmutzung gewaschen werden. Bei stark haarenden Tieren kann ein häufigerer Wechsel sinnvoll sein. So gelangen weniger Haare, Hautfett und Schmutz direkt in den eigentlichen Bettbezug.
Dabei sollte die Decke glatt aufliegen und keine langen Schlaufen oder losen Fäden besitzen, in denen sich Krallen verfangen könnten. Für Welpen oder Tiere, die Textilien zerbeißen, ist eine robuste, eng gewebte Auflage die bessere Wahl.
Fehler, die man vermeiden sollte
Zu viel Waschmittel verwenden: Mehr Waschmittel macht den Bezug nicht automatisch sauberer. Rückstände können im Gewebe bleiben und Haut oder Atemwege empfindlicher Tiere reizen.
Essig und Natron gleichzeitig mischen: Beide reagieren miteinander und neutralisieren sich weitgehend. Für diese Reinigung bringt das keinen zusätzlichen Vorteil.
Bleichmittel verwenden: Chlorhaltige Reiniger können Farben und Fasern beschädigen und problematische Rückstände hinterlassen. Sie gehören nicht in eine gewöhnliche Haustierbett-Reinigung.
Das Bett feucht wieder zusammensetzen: Feuchtigkeit im Inneren kann zu unangenehmen Gerüchen und unter ungünstigen Bedingungen zu Schimmelbildung führen.
Pflegeetikett ignorieren: Hohe Temperaturen können Bezüge einlaufen lassen oder Beschichtungen und Füllmaterial beschädigen.
Für eine länger anhaltende Sauberkeit
Das Haustierbett einmal pro Woche absaugen, besonders entlang der Nähte und in den Ecken. Abnehmbare Bezüge nach Herstellerangabe regelmäßig waschen, statt zu warten, bis starke Flecken entstanden sind.
Bei einem Bett mit nicht abnehmbarem Polster nur wenig Feuchtigkeit verwenden. Für ältere oder empfindliche Tiere lohnt sich außerdem eine zusätzliche waschbare Auflage, die sich schnell wechseln lässt.
Bei Urin, Erbrochenem oder anderen biologischen Verschmutzungen sollte der Fleck möglichst sofort entsprechend den Herstellerangaben gereinigt werden. Bleibt trotz gründlicher Reinigung ein starker Geruch bestehen oder ist die Füllung dauerhaft verschmutzt, kann ein Austausch hygienischer sein.
Fragen häufig gestellt
Wie oft sollte ein Haustierbett gewaschen werden?
Das hängt von Tier, Nutzung und Material ab. Ein häufig genutzter abnehmbarer Bezug kann ungefähr alle zwei bis vier Wochen gewaschen werden. Bei sichtbarer Verschmutzung sollte die Reinigung früher erfolgen.
Kann ich Natron direkt auf das Haustierbett streuen?
Ja, auf einem trockenen und dafür geeigneten Textilbezug. Verwende nur eine dünne Schicht und sauge sie anschließend vollständig ab. Während der Einwirkzeit sollte das Tier nicht auf dem Bett liegen.
Sollte ich Weichspüler verwenden?
Besser nicht. Duft- und Pflegestoffe können im Gewebe verbleiben. Ein mildes, möglichst unparfümiertes Waschmittel ist für Haustiertextilien meist die sinnvollere Wahl.
Was mache ich, wenn der Bezug nach dem Waschen noch riecht?
Zuerst vollständig trocknen lassen, da feuchter Stoff selbst muffig riechen kann. Bleibt der Geruch danach bestehen, erneut nach Pflegeetikett waschen. Ist auch die Polsterfüllung stark verunreinigt, reicht die Reinigung des Bezugs allein möglicherweise nicht aus.
