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Haushaltstipps

Dunstabzugshaube voller Fett? So werden die Metallfilter wieder sauber

Dunstabzugshaube voller Fett? So werden die Metallfilter wieder sauber

Dunstabzugshaube voller Fett? So werden die Metallfilter wieder sauber

Gelbliche Filter, klebrige Kanten und ein schmieriger Film unter der Dunstabzugshaube entstehen beim Kochen nach und nach. Wartest du zu lange, wird die Reinigung mühsamer. Dabei lassen sich herausnehmbare Metallfettfilter oft mit warmem Wasser, mildem Spülmittel und einer weichen Bürste reinigen. Hier erfährst du, wie du die Filter schonend entfettes­t, das Gehäuse richtig abwischst und neue Ablagerungen begrenzt. Entscheidend sind etwas Einweichzeit und die Pflegehinweise deiner Haube – nicht möglichst aggressive Hausmittel.

Dunstabzugshaube voller Fett? So werden die Metallfilter wieder sauber

Metallfettfilter in warmer Spüllauge einweichen

Diese Methode eignet sich für herausnehmbare, waschbare Metallfettfilter, sofern die Bedienungsanleitung die Handwäsche erlaubt. Sie gilt nicht für Einwegvliesfilter oder gewöhnliche Aktivkohlefilter. Hersteller empfehlen für Metallfilter das Einweichen in Spüllauge, anschließendes Bürsten und gründliches Ausspülen. Bosch CH

Das brauchst du:

  • eine ausreichend große Kunststoffwanne oder ein sauberes Spülbecken;
  • 5 Liter warmes Wasser, ungefähr 40 °C;
  • 10 ml mildes Handspülmittel als Ausgangsdosierung, sofern dessen Anleitung nichts anderes vorgibt;
  • eine weiche Spülbürste;
  • Haushaltshandschuhe und ein sauberes Tuch.

Die Mischung entspricht 2 ml Spülmittel pro Liter Wasser. Bei konzentrierten Produkten hat deren Dosierungsangabe Vorrang. Verwende keinen Maschinenreiniger, Backofenreiniger oder stark alkalischen Entfetter.

  1. Gerät ausschalten und sichern. Lass Kochfeld und Haube vollständig abkühlen. Trenne die Haube entsprechend der Bedienungsanleitung vom Strom. Decke das kalte Kochfeld mit einem Tuch ab.
  2. Filter vorsichtig herausnehmen. Halte den Filter mit einer Hand fest und öffne die Verriegelung mit der anderen. Beachte mögliche scharfe Kanten. Ein Foto hilft beim späteren Einsetzen.
  3. Einweichbad vorbereiten. Vermische Wasser und Spülmittel. Lege den Filter möglichst vollständig hinein. Beginne mit 15 Minuten Einweichzeit; bei älteren Ablagerungen kannst du auf insgesamt 30 Minuten verlängern, sofern die Herstellerhinweise dies zulassen.
  4. Behutsam bürsten und ausspülen. Bürste beide Seiten mit wenig Druck. Arbeite besonders an Rahmen und Ecken. Spüle anschließend mit warmem, klarem Wasser, bis keine sichtbaren Schaumreste bleiben.
  5. Vollständig trocknen und einsetzen. Lass den Filter aufrecht auf einer geschützten Unterlage abtropfen. Setze ihn erst wieder ein, wenn auch im Geflecht keine Feuchtigkeit mehr erkennbar ist. Prüfe die Verriegelung.

Spülmittel hilft, Fett vom Metall zu lösen und im Wasser zu verteilen. Das Einweichen erleichtert die mechanische Reinigung. Bei stark verkrusteten Filtern kann ein zweites frisches Bad nötig sein. Ein sauberer Filter zeigt keine klebrigen Fettbeläge mehr; ältere Verfärbungen können trotzdem bestehen bleiben.

Edelstahlflächen mit wenig Feuchtigkeit reinigen

Während die Filter trocknen, kannst du das Gehäuse abwischen. Für Edelstahl empfehlen Hersteller Spüllauge und einen weichen Lappen. Bosch DE

Mische 500 ml warmes Wasser mit 1 ml mildem Spülmittel. Tauche ein weiches Baumwolltuch hinein und wringe es gründlich aus. Wische zugängliche Edelstahlflächen in Richtung der sichtbaren Schliffstruktur. Halte hartnäckige Fettstellen mit dem feuchten Tuch etwa eine Minute benetzt und wische anschließend erneut.

Entferne Rückstände mit einem zweiten, nur wasserfeuchten Tuch und trockne direkt nach. Sprühe niemals Flüssigkeit in Schalter, Leuchten, Motoröffnungen oder Lüftungsschlitze. Diese Methode gilt für geeigneten Edelstahl; lackierte, beschichtete oder besondere Oberflächen benötigen ihre eigenen Pflegehinweise. Plane etwa fünf bis zehn Minuten ein.

Verriegelungen und Filterrahmen gezielt säubern

An den Griffmulden und Rahmenkanten bleibt häufig Fett zurück, obwohl die große Filterfläche bereits sauber aussieht. Diese Stellen lassen sich gezielt behandeln, ohne stärkeres Reinigungsmittel einzusetzen.

Verwende die Spüllauge aus 5 Litern Wasser und 10 ml mildem Spülmittel sowie eine separate weiche Zahnbürste. Bearbeite ausschließlich den ausgebauten, waschbaren Metallfilter. Befeuchte die Bürste und reinige Rahmen, Griffmulden und zugängliche Übergänge für jeweils 30 bis 60 Sekunden mit leichtem Druck.

Spüle danach gründlich nach und überprüfe die Stellen bei gutem Licht. Benutze keine Messer, Drahtbürsten oder spitzen Gegenstände: Sie können das Geflecht beschädigen oder die Verriegelung verformen. Wenn ein Mechanismus trotz Reinigung klemmt, überprüfe ihn anhand der Anleitung statt ihn gewaltsam zu bewegen.

Den Geschirrspüler nur bei ausdrücklicher Freigabe nutzen

Einige Metallfettfilter dürfen in den Geschirrspüler. Prüfe dafür die Anleitung deines konkreten Modells; Material und Konstruktion unterscheiden sich. Bosch empfiehlt bei geeigneten Filtern einen separaten Durchlauf ohne weiteres Geschirr. Bosch DE

Stelle die Filter so ein, dass Wasser beide Seiten erreicht und die Sprüharme frei bleiben. Verwende ausschließlich einen normalen Maschinenreiniger in der auf dessen Verpackung angegebenen Dosierung. Handspülmittel gehört niemals in den Geschirrspüler, weil es stark schäumen kann.

Programmtemperatur und Laufzeit richten sich nach der Freigabe des Haubenherstellers; eine allgemeine Temperatur wäre hier unzuverlässig. Lass die Filter anschließend vollständig trocknen. Manche Metalloberflächen können sich durch Maschinenreiniger dauerhaft verfärben. Bei Unsicherheit ist die erlaubte Handwäsche die übersichtlichere Wahl.

Fehler, die du vermeiden solltest

  • Aktivkohlefilter wie Metallfilter waschen: Gewöhnliche Kohlefilter werden ersetzt. Nur ausdrücklich regenerierbare Modelle dürfen nach ihrer eigenen Anleitung behandelt werden.
  • Natron, Soda oder Backofenreiniger wahllos verwenden: Besonders Aluminium und Beschichtungen können angegriffen werden. Bleibe bei einem materialgeeigneten Mittel.
  • Reiniger miteinander mischen: Kombiniere niemals Chlorbleiche mit Essig, Säuren oder anderen Reinigungsprodukten. Gefährliche Gase können entstehen.
  • Nasse Filter wieder einsetzen: Eingeschlossene Feuchtigkeit und Tropfen sind vermeidbar. Warte auf vollständige Trocknung.
  • Die Reinigung lange aufschieben: Dicke Fettablagerungen erschweren die Pflege und erhöhen die Brandlast. Halte die Wartungsintervalle der Anleitung ein.

Halte Einweichwasser und Reinigungsmittel von Kindern und Haustieren fern. Handschuhe schützen die Haut; greife trotzdem vorsichtig an Metallkanten.

So bleibt die Haube länger gepflegt

Nach fettigem Kochen: Wische frische Spritzer am abgekühlten Gehäuse zeitnah ab. Dafür genügt häufig die milde Reinigungslösung.

Bei häufiger Nutzung: Kontrolliere die Filter zunächst alle zwei bis vier Wochen. Passe die Reinigung an sichtbare Ablagerungen und die Herstellerangaben an.

Bei Umluftbetrieb: Kümmere dich zusätzlich um den Geruchsfilter. Ein gereinigter Metallfettfilter ersetzt dessen Wartung nicht.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Reinigung insgesamt?

Plane etwa 30 bis 45 Minuten für Ausbau, Einweichen und Reinigung ein. Die anschließende Trocknungszeit kommt hinzu und hängt vom Filter ab.

Muss ein sauberer Filter wieder glänzend silbern sein?

Nein. Entscheidend sind entfernte Fettbeläge und ein unbeschädigtes Geflecht. Eine bleibende Materialverfärbung ist nicht automatisch Schmutz.

Was tun, wenn die Haube weiterhin schlecht absaugt?

Prüfe auch Geruchsfilter und zugängliche Luftwege nach Anleitung. Bleibt die Leistung schwach, sollte der Kundendienst die Ursache untersuchen.

Kann ich kochendes Wasser verwenden?

Für die beschriebene Handwäsche ist das unnötig. Warmes Wasser erleichtert die Reinigung und lässt sich sicherer handhaben. Beachte immer die zulässige Temperatur deines Filters.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.