Duschkopf verkalkt? So werden die Düsen wieder sauber und der Wasserstrahl gleichmäßiger
Duschkopf verkalkt? So werden die Düsen wieder sauber und der Wasserstrahl gleichmäßiger
Weiße Ablagerungen auf der Brause, Wasserstrahlen in alle Richtungen und eine matte Oberfläche: Kalk macht sich beim Duschen schnell bemerkbar. Trotzdem braucht es weder kräftiges Schrubben noch eine besonders starke Mischung. Entscheidend sind die richtigen Handgriffe und ein Reinigungsmittel, das zum Material passt. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Duschkopf schonend entkalken, Seifenreste entfernen und neuen Ablagerungen vorbeugen. Auch wichtig: Der beliebte Essigtrick eignet sich keineswegs für jede Brause.

Den Duschkopf schonend entkalken
Kalk lässt sich mit einem geeigneten säurehaltigen Entkalker lösen. Für hochwertige Brausen empfiehlt beispielsweise hansgrohe milde Mittel auf Zitronensäurebasis und warnt vor Essigsäure. Prüfen Sie deshalb zuerst die Pflegeanleitung Ihrer Dusche. Eine verchromte Oberfläche allein sagt noch nichts darüber aus, welcher Reiniger erlaubt ist. hansgrohe.de
Sie benötigen:
- einen ausdrücklich für Ihre Brause geeigneten, gebrauchsfertigen Entkalker auf Zitronensäurebasis;
- zwei weiche Baumwolltücher;
- Haushaltshandschuhe;
- einen Messbecher und einen Kurzzeitwecker;
- gegebenenfalls eine Kunststoffschüssel für eine abnehmbare Handbrause.
Wählen Sie ein Produkt mit eindeutigen Angaben zu Dosierung und Einwirkzeit. Eine selbst angesetzte Säurelösung ist kein universell sicherer Ersatz.
- Vorbereiten: Reinigen Sie die abgekühlte Brause, beispielsweise vor dem nächsten Duschen. Lüften Sie das Bad. Entfernen Sie lose Rückstände mit einem wasserfeuchten Baumwolltuch. Bei beschädigter Beschichtung zunächst keinen sauren Reiniger verwenden.
- Gezielt auftragen: Für die äußere Strahlscheibe zunächst etwa 5 ml gebrauchsfertigen Reiniger auf das Tuch geben, sofern die Produktanleitung diese Anwendung erlaubt. Die betroffenen Stellen dünn benetzen. Nicht direkt in die Brause sprühen: Reiniger kann in Öffnungen eindringen und Schäden verursachen. assets.hansgrohe.com
- Kurz einwirken lassen: Stellen Sie den Wecker auf die ausdrücklich angegebene Einwirkzeit. Stehen auf dem geeigneten Produkt beispielsweise 3 Minuten, bleiben Sie genau dabei. Länger bedeutet nicht automatisch sauberer. Trocknet das Mittel vorher an, sofort abspülen.
- Abspülen und prüfen: Gründlich mit klarem Wasser abspülen, anschließend trockenwischen. Lassen Sie die Dusche etwa 30 Sekunden laufen und prüfen Sie das Strahlbild. Weniger weiße Ränder und gleichmäßigere Strahlen zeigen die Verbesserung.
Ein Reinigungsbad kommt nur infrage, wenn die Brausenanleitung es erlaubt. Dafür gelten die konkrete Verdünnung und Dauer des Entkalkers. Nicht pauschal die ganze Brause über Nacht einlegen. Hartnäckige Ablagerungen können eine weitere, ausdrücklich zulässige Behandlung benötigen; beschädigte Oberflächen werden durch Entkalken nicht repariert.
Flexible Silikondüsen mit den Fingern reinigen
Bei Brausen mit dafür vorgesehenen flexiblen Silikonnoppen lässt sich leichter Kalk oft mechanisch entfernen. Die Noppen werden vorsichtig bewegt, sodass spröde Ablagerungen abfallen. Dafür brauchen Sie keinen Reiniger, sondern nur Wasser und Ihre Finger. Diese Methode ist besonders praktisch, wenn einzelne Strahlen seitlich wegspritzen. die Antikalk-Funktion im Bad
Befeuchten Sie die Düsen mit lauwarmem Wasser. Streichen Sie anschließend etwa 30 bis 60 Sekunden mit den Fingerkuppen sanft darüber, ohne daran zu ziehen. Danach die Brause 30 Sekunden laufen lassen und gelöste Teilchen wegspülen. Eine Wartezeit ist nicht nötig.
Wenden Sie diese Methode nur bei entsprechend konstruierten, intakten Noppen an. Starre Metalldüsen lassen sich nicht auf dieselbe Weise behandeln. Verwenden Sie keine Nadeln: Sie können Öffnungen verändern oder empfindliche Teile beschädigen. Bleibt das Strahlbild unverändert, prüfen Sie die weitere Reinigung laut Herstelleranleitung.
Seifenreste mit einer milden Lösung abwischen
Nicht jede matte Stelle besteht aus Kalk. Duschgel und Seife hinterlassen ebenfalls einen Film. Ein mildes, vom Brausenhersteller zugelassenes Spülmittel kann solche Rückstände lösen; dicke Kalkkrusten entfernt es dagegen nicht zuverlässig.
Geben Sie 1 ml mildes, pH-neutrales Handspülmittel in 500 ml lauwarmes Wasser. Verwenden Sie keine Produkte mit Scheuerpartikeln, Chlor oder zugesetzten Säuren. Feuchten Sie ein weiches Baumwolltuch damit an und wischen Sie die Außenseite etwa eine Minute vorsichtig ab. Anschließend sofort gründlich abspülen und trocknen; zusätzliches Einweichen ist unnötig.
Probieren Sie die Lösung zunächst an einer unauffälligen Stelle. Für matte, lackierte oder speziell beschichtete Brausen muss die Pflegeanleitung diese Reinigung erlauben. Die Lösung nicht in Schalter oder Anschlussöffnungen gießen. Reinigen Sie Seifenreste und Kalk getrennt und spülen Sie zwischen den Anwendungen gründlich.
Wassertropfen entfernen, bevor neue Ränder entstehen
Wenn Wasser auf der Brause verdunstet, bleiben gelöste Mineralien zurück. Regelmäßiges Trocknen verringert diese sichtbaren Rückstände. Es macht das Leitungswasser zwar nicht weicher, erleichtert aber die nächste Reinigung.
Spülen Sie nach dem Duschen sichtbare Schaumreste mit klarem Wasser ab. Lassen Sie eine bewegliche Handbrause über der Duschwanne kurz abtropfen. Wischen Sie anschließend die erreichbare Außenseite mit einem trockenen, weichen Baumwolltuch ab. Dafür genügen meist 20 bis 30 Sekunden. Reinigerbedarf: 0 ml; eine Einwirkzeit entfällt.
Verwenden Sie für die tägliche Pflege ein sauberes Tuch ohne Sand oder harte Rückstände. Bei hoch montierten Kopfbrausen nur sicher erreichbare Bereiche trocknen. Nicht auf den nassen Wannenrand steigen. Waschen Sie das Tuch regelmäßig und lassen Sie es vollständig trocknen, damit es keine schmierigen Rückstände verteilt.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Essig pauschal verwenden: Auch verdünnter Haushaltsessig kann für bestimmte Brausen ungeeignet sein. Beachten Sie die Materialfreigabe statt eines allgemeinen Mischungsverhältnisses.
- Reiniger miteinander mischen: Säurehaltige Mittel niemals mit Chlorreinigern kombinieren; dabei können gefährliche Gase entstehen. Produkte einzeln verwenden.
- Kräftig scheuern: Scheuerschwämme, Pulver und harte Bürsten können Beschichtungen zerkratzen. Solche Schäden bleiben nach dem Putzen sichtbar.
- Länger einweichen als angegeben: Zu lange Säureeinwirkung kann Oberflächen und Bauteile angreifen. Dosierung und Zeit gehören zusammen.
- Reiniger offen stehen lassen: Produkte im Originalbehälter aufbewahren, außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren. Spritzer in die Augen vermeiden.
Für die übrige Dusche mitdenken
Trocknen Sie auch die Duschscheibe nach jeder Nutzung mit einem geeigneten Abzieher. Das reduziert neue Tropfenränder.
Schützen Sie Marmor, Kalkstein und andere säureempfindliche Flächen vor Entkalkerspritzern. Verwenden Sie dort ausschließlich geeignete Pflegeprodukte.
Bei sehr hartem Wasser die Brause regelmäßig kontrollieren und leichte Ablagerungen früh entfernen. Eine feste wöchentliche Sichtprüfung hilft, unnötig intensive Reinigungen zu vermeiden.
Häufige Fragen
Kann ich Essig und Spülmittel mischen?
Für die Brause ist das keine allgemeingültige Empfehlung. Spülmittel macht Essigsäure nicht materialverträglicher. Verwenden Sie einen ausdrücklich zugelassenen Reiniger.
Muss die Brause nach einer Behandlung vollständig kalkfrei sein?
Nein. Dicke Ablagerungen können zurückbleiben. Wiederholen Sie die Behandlung nur innerhalb der Herstellerangaben; erhöhen Sie nicht eigenmächtig Konzentration oder Einwirkzeit.
Warum bleibt der Wasserstrahl trotz Reinigung schwach?
Möglicherweise ist das Anschlusssieb verschmutzt oder die Ursache liegt außerhalb der Brause. Prüfen Sie das Sieb gemäß Anleitung, statt immer mehr Entkalker einzusetzen. hansgrohe DE
Hilft Natron gegen die weißen Kalkränder?
Natron ist für diese Aufgabe kein geeigneter Ersatz für einen zugelassenen Entkalker. Als Scheuerpaste kann es empfindliche Oberflächen zusätzlich beschädigen.
