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Eingebrannte Pfanne? Mit dieser sanften Methode lösen sich hartnäckige Krusten leichter

Eingebrannte Pfanne? Mit dieser sanften Methode lösen sich hartnäckige Krusten leichter

Eingebrannte Pfanne? Mit dieser sanften Methode lösen sich hartnäckige Krusten leichter

Eine stark eingebrannte Pfanne muss nicht sofort ersetzt werden. Angebrannte Fett- und Speisereste lassen sich bei vielen unbeschichteten Edelstahlpfannen mit Wasser, Natron und etwas Geduld deutlich leichter entfernen. Entscheidend ist, die Kruste zunächst einzuweichen, statt sie mit Gewalt abzukratzen. Die folgende Methode eignet sich vor allem für Edelstahl. Bei beschichteten Pfannen, Aluminium und empfindlichen Oberflächen gelten andere Regeln.

Eingebrannte Pfanne? Mit dieser sanften Methode lösen sich hartnäckige Krusten leichter

Eingebrannte Edelstahlpfanne mit Natron schonend reinigen

Für eine Pfanne von etwa 24 bis 28 cm Durchmesser benötigt man 500 bis 750 ml warmes Wasser, 2 Esslöffel Natron (etwa 30 g), 1 Teelöffel mildes Spülmittel und einen weichen Schwamm. Bei besonders hartnäckigen Stellen kann zusätzlich eine Natronpaste verwendet werden.

So geht es Schritt für Schritt

  1. Pfanne einweichen: Die vollständig abgekühlte Pfanne mit so viel warmem Wasser füllen, dass die eingebrannten Stellen bedeckt sind. Einen Teelöffel Spülmittel hinzufügen und 15 Minuten stehen lassen.
  2. Natron einsetzen: Wasser ausgießen und etwa 2 Esslöffel Natron gleichmäßig auf die noch feuchte Pfannenfläche streuen. Anschließend 2 bis 3 Esslöffel Wasser hinzufügen, sodass eine feuchte Paste entsteht.
  3. Einwirken lassen: Die Paste 15 bis 30 Minuten auf den eingebrannten Stellen belassen. Bei stärkeren Verkrustungen kann sie bis zu einer Stunde wirken. Sie sollte dabei nicht vollständig steinhart eintrocknen.
  4. Sanft reinigen: Mit einem feuchten, nicht kratzenden Schwamm in kleinen kreisenden Bewegungen arbeiten. Anschließend gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel auswaschen.

Die Behandlung war erfolgreich, wenn sich die braunen Ablagerungen ohne starken Druck lösen. Tief eingebrannte Rückstände können eine zweite Anwendung benötigen.

Natron wirkt hier vor allem als mild alkalisches Reinigungsmittel und unterstützt zusammen mit dem Einweichen das Ablösen fettiger Rückstände.

Bei sehr festen Krusten: Wasser kurz erhitzen

Sind die Rückstände sehr hart, hilft bei einer unbeschichteten Edelstahlpfanne Wärme.

Etwa 500 ml Wasser in die Pfanne geben und 1 Esslöffel Natron einrühren. Die Flüssigkeit langsam erhitzen und ungefähr 5 Minuten leicht köcheln lassen. Danach den Herd ausschalten und die Pfanne mindestens 10 Minuten abkühlen lassen.

Anschließend das Wasser wegschütten und die aufgeweichten Rückstände mit einem Holz- oder Silikonspatel vorsichtig lösen. Zum Schluss mit einem weichen Schwamm und Spülmittel nachreinigen.

Wichtig: Diese Methode nicht ohne Prüfung auf beschichtete oder empfindliche Pfannen übertragen. Außerdem niemals eine heiße Pfanne plötzlich mit kaltem Wasser abschrecken – sie kann sich dadurch verziehen.

Zitrone gegen leichte Fettfilme und Gerüche

Zitrone ist eher für leichte Verschmutzungen und Gerüche geeignet als für dicke schwarze Krusten.

Eine halbe Zitrone auspressen und den Saft mit etwa 200 ml warmem Wasser verdünnen. Die Mischung in die abgekühlte Edelstahlpfanne geben und 5 bis 10 Minuten stehen lassen. Danach mit einem weichen Schwamm reinigen und gründlich mit klarem Wasser nachspülen.

Die enthaltene Zitronensäure kann leichte mineralische Ablagerungen lösen und hilft gegen manche Gerüche. Auf Aluminium, Naturstein-Arbeitsflächen oder anderen säureempfindlichen Materialien sollte Zitronensäure dagegen nicht eingesetzt werden.

Natron und Zitronensaft müssen übrigens nicht miteinander vermischt werden. Sie reagieren miteinander und neutralisieren einen Teil ihrer jeweiligen Wirkung. Für die Reinigung ist es sinnvoller, sie bei Bedarf getrennt einzusetzen.

Spülmittel und heißes Wasser für frische Verschmutzungen

Je früher angebrannte Reste behandelt werden, desto weniger Aufwand ist später nötig.

Nach dem Kochen die Pfanne zunächst so weit abkühlen lassen, dass kein Risiko durch heißen Dampf oder Temperaturschocks besteht. Dann 500 bis 700 ml warmes Wasser und etwa 1 Teelöffel Spülmittel hineingeben.

20 bis 30 Minuten einweichen lassen. Anschließend mit einem weichen Schwamm reinigen. Frische Fett- und Speisereste lösen sich auf diese Weise häufig bereits ohne zusätzliche Hausmittel.

Diese Methode ist auch für viele beschichtete Pfannen die bessere Wahl. Die Pflegehinweise des Herstellers haben jedoch immer Vorrang.

Fehler, die man vermeiden sollte

Mit Stahlwolle kräftig schrubben: Sie kann sichtbare Kratzer hinterlassen und ist besonders für Antihaftbeschichtungen ungeeignet.

Eine heiße Pfanne unter kaltes Wasser halten: Der starke Temperaturwechsel kann den Pfannenboden verformen.

Natron auf jeder Pfanne verwenden: Material und Herstellerhinweise vorher prüfen. Bei empfindlichen oder speziell beschichteten Oberflächen reicht häufig mildes Spülmittel.

Säure und Natron gleichzeitig einsetzen: Das sichtbare Schäumen sieht zwar wirkungsvoll aus, verbessert die Reinigung aber nicht automatisch, weil Säure und Base miteinander reagieren.

Reinigungsmittel miteinander mischen: Insbesondere chlorhaltige Reiniger dürfen niemals mit Säuren wie Essig oder Zitronensäure kombiniert werden. Dabei können gefährliche Gase entstehen.

Für noch bessere Ergebnisse

Bei mehreren Schichten eingebrannten Fetts sind zwei schonende Durchgänge meist sinnvoller als aggressives Scheuern.

Nach jeder Reinigung die Pfanne vollständig abspülen und trocknen. So bleiben weder Spülmittel noch Natronreste auf der Kochfläche zurück.

Bei Antihaft-, Aluminium-, Gusseisen- oder Kupferpfannen sollte immer eine speziell zum Material passende Reinigungsmethode verwendet werden. Was Edelstahl verträgt, kann eine andere Oberfläche beschädigen.

Fragen häufig gestellt

Kann Natron über Nacht in der Pfanne bleiben?

Bei robustem, unbeschichtetem Edelstahl ist langes Einweichen normalerweise nicht notwendig. 30 bis 60 Minuten reichen häufig aus. Bei anderen Materialien sollte man sich an die Herstellerhinweise halten.

Kann ich Backpulver statt Natron verwenden?

Backpulver enthält neben Natron weitere Bestandteile und ist deshalb weniger gezielt einsetzbar. Reines Natron ist für diese Methode besser dosierbar.

Was tun, wenn nach der ersten Reinigung noch schwarze Stellen bleiben?

Die Natronpaste ein zweites Mal 20 bis 30 Minuten einwirken lassen. Nicht versuchen, besonders feste Stellen mit einem Messer oder Metallgegenstand abzukratzen.

Funktioniert die Methode auch bei einer beschichteten Pfanne?

Die intensive Natron- und Scheuermethode sollte nicht einfach übernommen werden. Bei Antihaftbeschichtungen zunächst warmes Wasser, mildes Spülmittel und einen weichen Schwamm verwenden und die Pflegehinweise des Herstellers beachten.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.