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Haushaltstipps

Eingebrannten Backofen reinigen: Mit dieser einfachen Methode lösen sich Fett und Krusten ohne stundenlanges Schrubben

Eingebrannten Backofen reinigen: Mit dieser einfachen Methode lösen sich Fett und Krusten ohne stundenlanges Schrubben

Eingebrannten Backofen reinigen: Mit dieser einfachen Methode lösen sich Fett und Krusten ohne stundenlanges Schrubben

Ein verschmutzter Backofen sieht nicht nur unschön aus: Eingebranntes Fett, Soßenreste und Verkrustungen werden mit jeder weiteren Nutzung härter und lassen sich irgendwann kaum noch abwischen. Aggressive Spezialreiniger sind dafür jedoch nicht immer nötig. Mit Natron, etwas Spülmittel, warmem Wasser und ausreichend Einwirkzeit lassen sich viele typische Verschmutzungen deutlich leichter entfernen. Entscheidend sind die richtige Dosierung und etwas Geduld. So reinigst du Innenraum, Backblech und Ofentür gründlich, ohne unnötig viel zu schrubben.

Eingebrannten Backofen reinigen: Mit dieser einfachen Methode lösen sich Fett und Krusten ohne stundenlanges Schrubben

Natronpaste gegen eingebranntes Fett und hartnäckige Krusten

Natron ist leicht alkalisch und hilft dabei, fettige und organische Verschmutzungen zu lösen. Besonders praktisch ist eine dicke Paste, weil sie auf den verschmutzten Stellen haften bleibt und längere Zeit einwirken kann.

Du brauchst etwa 100 g Natron, 4–6 Esslöffel warmes Wasser, 1 Teelöffel mildes Handspülmittel, eine Schüssel, einen weichen Schwamm und ein Mikrofasertuch.

  1. Lass den Backofen vollständig abkühlen. Entferne Roste und lose Krümel. Verrühre Natron, Wasser und Spülmittel zu einer streichfähigen Paste.
  2. Verteile die Paste etwa 2–3 mm dick auf den verschmutzten emaillierten Flächen und auf der Innenseite der Tür. Heizstäbe, Lüfteröffnungen, Dichtungen und elektrische Bauteile aussparen.
  3. Lass die Mischung bei geschlossenem, ausgeschaltetem Backofen mindestens 2 Stunden, bei starken Verkrustungen 6–8 Stunden einwirken.
  4. Löse aufgeweichte Rückstände vorsichtig mit einem feuchten Schwamm oder einem Kunststoffschaber. Anschließend mehrmals mit klarem, warmem Wasser nachwischen.
  5. Trockne den Innenraum mit einem sauberen Tuch und lass die Tür noch etwa 30 Minuten geöffnet.

Die Methode hat funktioniert, wenn braune Ablagerungen weich werden und sich ohne kräftiges Scheuern ablösen. Sehr alte, verkohlte Stellen können eine zweite Behandlung benötigen.

Bei selbstreinigenden, katalytischen oder speziellen porösen Beschichtungen solltest du Natron nicht ohne Freigabe des Herstellers verwenden.

Backofenrost separat einweichen statt mühsam schrubben

Auf dem Rost sammelt sich häufig eine Mischung aus Fett und eingebrannten Speiseresten. Hier hilft vor allem warmes Wasser mit Spülmittel.

Lege den Rost in eine ausreichend große Wanne oder Spüle und bedecke ihn möglichst vollständig mit 5 Litern warmem Wasser und etwa 30 ml Handspülmittel. Lass ihn 30–60 Minuten einweichen. Danach mit einer Spülbürste reinigen und gründlich mit klarem Wasser abspülen.

Bei hartnäckigen Stellen kannst du anschließend eine kleine Menge Natronpaste aus 3 Esslöffeln Natron und etwa 1 Esslöffel Wasser auftragen und weitere 30 Minuten warten.

Keine Stahlwolle auf empfindlichen, beschichteten oder verchromten Teilen verwenden: Sie kann sichtbare Kratzer verursachen.

Fettige Backofentür mit Spülmittel reinigen

Für eine fettige Glasscheibe reicht häufig normales Handspülmittel. Gib 1 Teelöffel Spülmittel auf 500 ml warmes Wasser. Tauche ein Mikrofasertuch hinein, wringe es gut aus und verteile die Lösung auf dem kalten Glas.

Bei stärkerem Fettfilm 10–15 Minuten feucht halten. Danach mit einem weichen Schwamm abwischen und zweimal mit klarem Wasser nachreinigen. Zum Schluss trocken polieren.

Bei eingebrannten Punkten kann Natronpaste helfen. Verwende jedoch keine Scheuerschwämme, Metallklingen oder Scheuerpulver auf unbekanntem Glas. Außerdem sollte möglichst keine Flüssigkeit zwischen die Scheiben oder in die Türöffnungen laufen.

Zitrone nur für leichte Rückstände und frischen Geruch

Zitronensäure ist kein Ersatz für die Natronbehandlung bei starken Fettkrusten. Sie kann aber nach der eigentlichen Reinigung leichte mineralische Rückstände entfernen.

Mische 1 Esslöffel Zitronensaft mit 250 ml Wasser, befeuchte damit ein Tuch und wische über geeignete glatte Flächen. Nach 2–3 Minuten mit klarem Wasser nachwischen und trocknen.

Zitronensaft nicht auf Naturstein, Marmor oder anderen säureempfindlichen Materialien verwenden. Natron und Zitronensaft außerdem nicht gleichzeitig zusammenmischen: Säure und Natron reagieren miteinander und neutralisieren sich weitgehend. Für die Reinigung ist es sinnvoller, beide Mittel – falls überhaupt erforderlich – nacheinander und mit gründlichem Zwischenwischen einzusetzen.

Erreurs à éviter

Den Backofen während der Natronbehandlung einschalten: Die Paste braucht vor allem Zeit und keinen heißen Ofen. Arbeite grundsätzlich am ausgeschalteten, vollständig abgekühlten Gerät.

Natron überall verteilen: Dichtungen, Heizstäbe, Lüfter, Öffnungen und spezielle selbstreinigende Beschichtungen sollten ausgespart werden. Im Zweifel die Bedienungsanleitung des Backofens beachten.

Zu früh mit starkem Druck schrubben: Lass die Paste zunächst mehrere Stunden arbeiten. Dadurch werden Ablagerungen weicher und die Gefahr von Kratzern sinkt.

Reinigungsmittel wahllos mischen: Besonders Chlorreiniger beziehungsweise Bleichmittel niemals mit Essig, Zitronensäure oder anderen Säuren mischen, da gefährliche Gase entstehen können. Reinigungsmittel außerdem außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren.

Rückstände im Ofen lassen: Natron- und Spülmittelreste vor der nächsten Nutzung sorgfältig mit klarem Wasser entfernen.

Für noch bessere Ergebnisse

Reinige frische Spritzer möglichst erst, sobald der Backofen vollständig abgekühlt ist. Dann reichen oft warmes Wasser und etwas Spülmittel, bevor sich eine harte Kruste bildet.

Bei Backblechen funktioniert die Natronpaste ebenfalls, sofern das Material dafür geeignet ist. Bei Aluminium und empfindlichen Antihaftbeschichtungen solltest du stattdessen die Herstellerhinweise beachten und einen milden Reiniger verwenden.

Eine kurze Reinigung nach größeren Backaktionen verhindert, dass aus wenigen Spritzern nach mehreren Wochen eine dicke, schwer lösliche Fettschicht wird.

Häufige Fragen

Kann die Natronpaste über Nacht einwirken?

Auf geeigneten emaillierten Flächen sind 6–8 Stunden normalerweise ausreichend. Länger ist nicht automatisch wirksamer. Beachte immer die Pflegehinweise des Geräteherstellers.

Muss der Backofen dafür aufgeheizt werden?

Nein. Diese Methode ist für einen kalten und ausgeschalteten Backofen gedacht. Die Einwirkzeit löst die Verschmutzungen schrittweise.

Was mache ich bei extrem eingebrannten schwarzen Stellen?

Behandle die Stelle ein zweites Mal mit frischer Natronpaste und lasse sie erneut mehrere Stunden einwirken. Bleibt die Kruste bestehen, sollte ein für das betreffende Backofenmaterial zugelassener Spezialreiniger nach Herstelleranweisung verwendet werden.

Wie oft sollte ich den Backofen gründlich reinigen?

Das hängt von der Nutzung ab. Sichtbare Fett- und Speisereste solltest du möglichst zeitnah entfernen. Eine gründlichere Reinigung ist sinnvoll, sobald sich ein hartnäckiger Film oder eingebrannte Ablagerungen bilden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.