Eingebrannter Dunstabzugshauben-Filter wieder sauber: So löst du hartnäckiges Küchenfett
Eingebrannter Dunstabzugshauben-Filter wieder sauber: So löst du hartnäckiges Küchenfett
Ein stark verfetteter Metallfilter aus der Dunstabzugshaube sieht schnell hoffnungslos aus: Zwischen den feinen Maschen sitzen Fett, Staub und klebrige Ablagerungen, die sich mit einfachem Abwischen kaum entfernen lassen. Mit heißem Wasser, fettlösendem Spülmittel und etwas Natron lässt sich ein geeigneter Metallfilter jedoch gründlich reinigen, ohne sofort zu aggressiven Reinigern greifen zu müssen. Entscheidend sind die richtige Dosierung, genügend Einweichzeit und eine schonende Bürste. Diese Methode ist für viele Edelstahl- und Aluminium-Metallfilter geeignet – die Pflegehinweise des Herstellers sollten trotzdem immer Vorrang haben.

Praktische Informationen
- Vorbereitung: 10 Minuten
- Ruhezeit: 30 Minuten
- Reinigung: 15 Minuten
- Trocknung: mindestens 60 Minuten
- Gesamtzeit: etwa 1 Stunde 55 Minuten
- Menge: 1 großer Metall-Fettfilter
- Schwierigkeit: Einfach
- Behälter: Spülbecken oder hitzebeständige Wanne, in die der Filter flach hineinpasst
Zutaten
Für die Reinigungslösung
- 5 Liter heißes Wasser, etwa 50–60 °C
- 30 ml fettlösendes Handspülmittel
- 40 g Natron
Zusätzlich
- 1 weicher Spülschwamm oder eine weiche Spülbürste
- 1 Paar Haushaltshandschuhe
- 1 großes sauberes Baumwolltuch
Zubereitung
- Filter sicher ausbauen. Schalte die Dunstabzugshaube aus und warte, bis Kochfeld und Umgebung vollständig abgekühlt sind. Den Metall-Fettfilter nach Anleitung des Herstellers entriegeln und vorsichtig herausnehmen. Lege ihn nicht direkt auf empfindliche Arbeitsplatten, denn altes Fett kann Flecken hinterlassen. Prüfe außerdem, ob es tatsächlich ein waschbarer Metallfilter ist. Aktivkohle-, Vlies- und andere Einwegfilter dürfen mit dieser Methode nicht eingeweicht werden.
- Reinigungsbad vorbereiten. Ziehe die Haushaltshandschuhe an. Gib 5 Liter etwa 50–60 °C heißes Wasser in ein ausreichend großes Spülbecken oder eine hitzebeständige Wanne. 30 ml fettlösendes Handspülmittel einrühren. Danach 40 g Natron langsam zugeben und vorsichtig verteilen. Sehr heißes oder kochendes Wasser ist nicht nötig und kann bei bestimmten Filtermaterialien oder Kunststoffteilen problematisch sein.
- Metallfilter einweichen. Lege den Filter möglichst vollständig in die Reinigungslösung. Er sollte mit Wasser bedeckt sein. Lass ihn etwa 30 Minuten einweichen. Nach 15 Minuten kannst du ihn vorsichtig wenden, falls er nicht komplett unter Wasser liegt. Während dieser Zeit löst das warme Spülwasser einen großen Teil des Fettfilms. Bei stark verschmutzten Filtern wird das Wasser sichtbar trüb oder gelblich – ein gutes Zeichen dafür, dass sich Ablagerungen lösen.
- Fett aus den Maschen lösen. Nimm den Filter nach 30 Minuten aus dem Bad und bearbeite ihn mit einem weichen Schwamm oder einer weichen Spülbürste. Arbeite mit leichtem Druck und immer über die gesamte Fläche. Besonders verschmutzte Stellen rund um Rahmen und Griff einige Male vorsichtig abbürsten. Verwende keine Stahlwolle, Drahtbürste oder harte Scheuerschwämme: Das feine Metallgewebe kann sich verformen oder beschädigt werden. Für diesen Schritt etwa 10 Minuten einplanen.
- Gründlich ausspülen. Spüle den Filter ungefähr 2 bis 3 Minuten unter warmem, anschließend unter klarem Wasser aus. Dabei beide Seiten behandeln, damit weder gelöstes Fett noch Spülmittel oder Natron zwischen den Maschen zurückbleiben. Kontrolliere den Filter gegen das Licht. Die Öffnungen sollten wieder deutlich frei erscheinen und die Oberfläche sollte sich nicht mehr schmierig anfühlen.
- Vollständig trocknen lassen. Schüttle überschüssiges Wasser vorsichtig ab und tupfe den Rahmen mit dem sauberen Baumwolltuch trocken. Stelle den Filter anschließend mindestens 60 Minuten aufrecht an einen gut belüfteten Ort. Bei sehr dichtem Metallgewebe kann die vollständige Trocknung länger dauern. Erst wieder einsetzen, wenn auch aus den Ecken und dem Inneren des Filters keine Feuchtigkeit mehr austritt.
- Filter einsetzen und kontrollieren. Setze den vollständig trockenen Filter entsprechend der Herstelleranleitung wieder in die Dunstabzugshaube ein und kontrolliere, ob die Verriegelung richtig eingerastet ist. Danach die Haube kurz einschalten. Der Filter muss fest sitzen und darf nicht klappern. Eine Reinigung entfernt Fettablagerungen, kann aber einen verbogenen oder beschädigten Filter nicht reparieren.
Tipps für ein gutes Ergebnis
- Reinige Metallfilter lieber regelmäßig, bevor sich mehrere dicke Fettschichten bilden. Je nach Kochhäufigkeit kann eine Reinigung etwa alle vier bis acht Wochen sinnvoll sein.
- Kochendes Wasser ist nicht automatisch wirksamer. Warmes bis heißes Wasser um 50–60 °C reicht zusammen mit einem guten fettlösenden Spülmittel meist aus.
- Verwende nur eine weiche Bürste. Das feine Filtergewebe darf beim Schrubben nicht eingedrückt oder auseinandergezogen werden.
- Ist der Filter nach dem ersten Durchgang noch fettig, wiederhole lieber das Einweichen mit frischer Lösung, statt stärker zu scheuern.
- Prüfe vor jeder Methode die Herstellerangaben. Manche Metallfilter sind spülmaschinengeeignet, andere können sich dort verfärben oder durch aggressive Reiniger verändern.
- Mische diese Reinigungslösung niemals mit Chlorbleiche oder anderen aggressiven Haushaltsreinigern.
Varianten und Substitutionen
Nur mit Spülmittel: Bei leichter Verschmutzung kannst du das Natron weglassen. Verwende weiterhin 30 ml fettlösendes Spülmittel auf 5 Liter warmes Wasser und lasse den Filter etwa 20 bis 30 Minuten einweichen.
Bei einem Aluminiumfilter: Hier ist besondere Vorsicht sinnvoll. Aluminium kann auf stark alkalische Reiniger empfindlich reagieren und sich verfärben. Wenn der Hersteller Natron nicht ausdrücklich zulässt, verwende ausschließlich warmes Wasser und mildes Spülmittel.
Kleinerer Filter: Für etwa 2,5 Liter Wasser reichen 15 ml Spülmittel und – sofern für das Material geeignet – 20 g Natron. Das Verhältnis bleibt damit gleich.
Spülmaschine: Nur verwenden, wenn der Hersteller den Metallfilter ausdrücklich als spülmaschinengeeignet kennzeichnet. Aluminium kann sich durch Spülmaschinenreiniger dunkel verfärben. Ein stark fettiger Filter sollte außerdem nicht zusammen mit Geschirr gespült werden.
Conservation
Die Reinigungslösung ist nicht zur Aufbewahrung gedacht und sollte nach Gebrauch entsorgt werden. Den gereinigten Metallfilter immer vollständig trocknen lassen, bevor er wieder eingesetzt wird. Bleibt Feuchtigkeit in Rahmen oder Maschen eingeschlossen, können je nach Material Flecken oder Korrosion entstehen. Kontrolliere den Filter regelmäßig auf Beschädigungen, verbogene Maschen und ungewöhnlich starke Ablagerungen. Ein beschädigter Filter sollte entsprechend den Angaben des Geräteherstellers ersetzt werden.
Häufige Fragen
Kann ich Essig und Natron zusammen verwenden?
Für diese Reinigung ist das nicht sinnvoll. Säure und Natron reagieren miteinander und neutralisieren einen großen Teil ihrer jeweiligen Wirkung. Außerdem können säureempfindliche Metalle Schaden nehmen. Warmes Wasser, Spülmittel und gegebenenfalls Natron reichen aus.
Warum ist der Filter nach dem Einweichen noch klebrig?
Bei älteren Fettschichten kann ein Durchgang zu wenig sein. Setze eine frische Reinigungslösung an und weiche den Filter weitere 20 bis 30 Minuten ein, anstatt ihn mit einer harten Bürste zu bearbeiten.
Darf jeder Dunstabzugshauben-Filter ins Wasser?
Nein. Die Methode gilt ausschließlich für dafür geeignete, waschbare Metall-Fettfilter. Aktivkohle-, Papier-, Vlies- und andere austauschbare Filter müssen entsprechend der Herstelleranleitung gereinigt oder ersetzt werden.
Kann ich Backpulver statt Natron nehmen?
Besser nicht. Backpulver enthält neben Natriumhydrogencarbonat weitere Bestandteile und ist fürs Backen formuliert. Wenn Natron für das Filtermaterial geeignet ist, verwende reines Natron; bei empfindlichem Aluminium ist mildes Spülmittel die sicherere Wahl.
