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Eingebranntes Backblech reinigen: So lösen Sie hartnäckige Krusten ohne stundenlanges Schrubben

Eingebranntes Backblech reinigen: So lösen Sie hartnäckige Krusten ohne stundenlanges Schrubben

Fett, Bratensaft und übergelaufene Speisen können sich bei hoher Ofentemperatur regelrecht in ein Backblech oder eine Bratform einbrennen. Nach mehreren Anwendungen entsteht daraus eine dunkle, harte Schicht, die mit normalem Spülmittel kaum noch verschwindet. Trotzdem sollte man nicht sofort zu Stahlwolle oder aggressiven Reinigern greifen. Mit warmem Wasser, Spülmittel und – bei geeigneten Materialien – Natron lassen sich viele Rückstände deutlich schonender lösen. Entscheidend ist vor allem, ob das Blech beschichtet, emailliert oder aus Edelstahl besteht.

Bei besonders dicken Krusten lohnt sich der Blick auf ein stark eingebranntes Backblech. Nach demselben Prinzip lassen sich auch eingebrannte Töpfe wieder sauber bekommen, und für Edelstahlpfannen mit Eingebranntem gibt es einen eigenen Trick.

Eingebranntes Backblech reinigen: So lösen Sie hartnäckige Krusten ohne stundenlanges Schrubben

Eingebranntes Backblech mit Natron einweichen

Natron eignet sich vor allem für unbeschichtete, robuste Backbleche und Bratformen. Bei Antihaftbeschichtungen sollte zuerst die Pflegeanleitung des Herstellers geprüft werden, da abrasive Behandlung die Beschichtung beschädigen kann.

Das wird benötigt:

  • 1 Liter warmes Wasser
  • 3 Esslöffel Natron, etwa 45 g
  • 1 Teelöffel mildes Spülmittel
  • ein weicher Schwamm
  • ein Kunststoff- oder Holzschaber
  • Haushaltshandschuhe

So geht es:

  1. Grobe, lose Speisereste zunächst mit Küchenpapier oder einem Kunststoffschaber entfernen.
  2. 3 Esslöffel Natron in 1 Liter warmes Wasser geben und einen Teelöffel Spülmittel einrühren.
  3. So viel Lösung in das Blech füllen, dass die eingebrannten Bereiche gut benetzt sind.
  4. 30 bis 60 Minuten einwirken lassen. Sehr hartnäckige Rückstände können zwei bis drei Stunden eingeweicht werden.
  5. Die aufgeweichten Stellen mit einem weichen Schwamm bearbeiten, anschließend gründlich mit klarem Wasser spülen und abtrocknen.

Die Behandlung funktioniert, wenn sich die braunen Krusten beim Wischen lösen und die ursprüngliche Oberfläche wieder sichtbar wird. Bei alten Verkrustungen sind eventuell zwei Durchgänge notwendig.

Spülmittel gegen eingebranntes Fett richtig einsetzen

Spülmittel wird häufig unterschätzt. Die enthaltenen Tenside können Fett von der Oberfläche lösen, besonders wenn die Verschmutzung vorher ausreichend lange eingeweicht wird.

Für ein mittelgroßes Backblech 1 Liter warmes Wasser mit 1 Esslöffel Spülmittel vermischen. Die Lösung auf das abgekühlte Blech geben und 30 Minuten stehen lassen.

Danach mit einem weichen Schwamm in kreisenden Bewegungen arbeiten. Dicke, bereits aufgeweichte Speisereste können vorsichtig mit einem Kunststoffschaber angehoben werden.

Diese Methode ist normalerweise die beste erste Wahl für beschichtete Bleche, sofern der Hersteller nichts anderes vorgibt. Keine Scheuerpads, Messer oder Metallspachtel verwenden: Bereits kleine Kratzer können eine Antihaftbeschichtung dauerhaft beeinträchtigen.

Nach der Reinigung sorgfältig mit klarem Wasser abspülen.

Natronpaste nur punktuell verwenden

Sind auf einem unbeschichteten und dafür geeigneten Blech nach dem Einweichen einzelne dunkle Stellen übrig, kann eine Natronpaste gezielter eingesetzt werden.

Dafür 3 Esslöffel Natron mit etwa 1 Esslöffel Wasser zu einer feuchten Paste verrühren. Nur auf die betroffenen Bereiche auftragen und ungefähr 20 Minuten einwirken lassen.

Anschließend mit einem feuchten, weichen Schwamm bearbeiten und gründlich abspülen.

Natron besitzt eine leicht abrasive Wirkung. Genau deshalb sollte die Paste nicht kräftig auf empfindlichen Beschichtungen gerieben werden. Bei Aluminium ist ebenfalls Vorsicht angebracht: Stark alkalische Mittel und lange Einwirkzeiten können die Oberfläche verändern.

Im Zweifel immer zuerst eine kleine Stelle testen und die Pflegehinweise des Herstellers beachten.

Warum Zitrone nicht für jedes Backblech die beste Lösung ist

Zitronensaft wird gern als universeller Küchenreiniger dargestellt. Seine Säure kann zwar bestimmte mineralische Ablagerungen lösen, gegen dicke Schichten aus eingebranntem Fett ist er jedoch nicht automatisch die wirksamste Methode.

Vor allem bei Aluminium können saure Reinigungsmittel die Oberfläche verändern. Bei unbekanntem Material sollte deshalb nicht einfach eine halbe Zitrone über das gesamte Blech gerieben werden.

Für eingebrannte Speisereste sind Einweichen, Tenside und vorsichtige mechanische Reinigung meist sinnvoller.

Zitronensäure oder Essig sollten außerdem nicht mit chlorhaltigen Reinigungsmitteln kombiniert werden. Säuren und Chlorreiniger dürfen grundsätzlich niemals miteinander vermischt werden, da gefährliche Gase entstehen können.

Das Blech direkt nach dem Gebrauch leichter sauber bekommen

Je länger Fett und Speisereste auf einem Backblech bleiben, desto stärker können sie bei der nächsten Verwendung erneut einbrennen.

Das Blech deshalb nach dem Backen zunächst so weit abkühlen lassen, dass keine Verbrennungsgefahr mehr besteht. Anschließend etwa 500 ml warmes Wasser mit 1 Teelöffel Spülmittel hineingeben und 15 bis 20 Minuten einweichen.

Danach lassen sich frische Rückstände meistens mit einem weichen Schwamm entfernen.

Das heiße Blech niemals direkt mit sehr kaltem Wasser abschrecken. Durch den starken Temperaturwechsel können sich manche Bleche verziehen oder Beschichtungen unnötig belastet werden.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Stahlwolle verwenden: Sie kann Beschichtungen und empfindliche Metalloberflächen dauerhaft zerkratzen.

Mit einem Messer kratzen: Scharfe Metallgegenstände hinterlassen Riefen und können Antihaftschichten ablösen.

Das Material nicht prüfen: Eine Methode, die auf Edelstahl funktioniert, muss für Aluminium oder beschichtete Bleche nicht geeignet sein.

Zu aggressive Mischungen herstellen: Verschiedene Haushalts- und Spezialreiniger nicht wahllos kombinieren. Besonders Chlorreiniger niemals mit Säuren mischen.

Ein perfektes Neuaussehen erwarten: Sehr alte Verfärbungen können teilweise dauerhaft sein. Sauber und hygienisch bedeutet nicht zwangsläufig, dass ein jahrelang benutztes Blech wieder fabrikneu aussieht.

Für ein dauerhaft sauberes Backblech

Frische Spritzer möglichst nach jeder Verwendung entfernen, statt sie beim nächsten Backvorgang erneut einzubrennen.

Backpapier oder eine geeignete wiederverwendbare Backunterlage kann bei passenden Gerichten verhindern, dass Fett und Zucker direkt auf das Blech gelangen.

Bei beschädigter Antihaftbeschichtung nicht versuchen, die Oberfläche durch besonders starkes Scheuern „wiederherzustellen“. Die Herstellerhinweise beachten und ein stark beschädigtes Blech gegebenenfalls ersetzen.

Fragen und Antworten

Kann Natron über Nacht auf dem Backblech bleiben?

Das ist normalerweise nicht erforderlich. 30 Minuten bis zwei Stunden reichen für viele Verschmutzungen. Besonders bei Aluminium und beschichteten Blechen sollte man lange Einwirkzeiten vermeiden.

Kann ich Natron und Essig zusammen verwenden?

Das starke Schäumen sieht eindrucksvoll aus, verbessert die Fettlösung aber nicht automatisch. Säure und Natron neutralisieren sich teilweise. Für eingebranntes Fett ist die getrennte, gezielte Anwendung geeigneter Mittel sinnvoller.

Wie reinige ich ein beschichtetes Backblech?

Mit warmem Wasser, mildem Spülmittel und einem weichen Schwamm beginnen. Keine Stahlwolle, Scheuermittel oder Metallwerkzeuge verwenden und immer die Herstellerangaben beachten.

Was tun, wenn schwarze Flecken nicht vollständig verschwinden?

Den Einweichvorgang ein zweites Mal durchführen. Bleibt lediglich eine glatte Verfärbung zurück, sollte man nicht immer stärker scheuern: Bei älteren Blechen kann die Farbveränderung dauerhaft sein, obwohl die Oberfläche bereits sauber ist.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.