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Haushaltstipps

Fettige Dunstabzugshaube? Mit dieser schonenden Methode werden Filter und Edelstahl wieder sauber

Fettige Dunstabzugshaube? Mit dieser schonenden Methode werden Filter und Edelstahl wieder sauber

Fettige Dunstabzugshaube? Mit dieser schonenden Methode werden Filter und Edelstahl wieder sauber

Eine Dunstabzugshaube sammelt bei jedem Kochen Fett, Wasserdampf und feinen Staub. Bleibt die Reinigung längere Zeit aus, entsteht ein klebriger Belag, der Gerüche bindet und die Leistung der Fettfilter beeinträchtigt. Für eine gründliche Reinigung braucht es keinen aggressiven Backofenreiniger. Sehr warmes Wasser, ein gutes Handspülmittel und etwas Geduld reichen meistens aus. Entscheidend ist, herausnehmbare Filter getrennt einzuweichen und elektrische Bauteile niemals mit Wasser oder Reiniger zu benetzen.

Fettige Dunstabzugshaube? Mit dieser schonenden Methode werden Filter und Edelstahl wieder sauber

Metallfilter mit heißem Wasser und Spülmittel entfetten

Handspülmittel enthält fettlösende Tenside. In Verbindung mit warmem Wasser lösen sie den klebrigen Belag aus dem engmaschigen Metallfilter. Prüfen Sie vor Beginn die Bedienungsanleitung, denn manche Filter dürfen in die Spülmaschine, andere nur von Hand gereinigt werden.

Das wird benötigt

  • 4 Liter sehr warmes Wasser, etwa 50 bis 60 °C
  • 2 Esslöffel fettlösendes Handspülmittel
  • ein großes Spülbecken oder eine flache Kunststoffwanne
  • eine weiche Spülbürste
  • zwei Mikrofasertücher
  • Haushaltshandschuhe
  • ein trockenes Baumwolltuch

So gehen Sie Schritt für Schritt vor

  1. Schalten Sie die Dunstabzugshaube aus, ziehen Sie den Netzstecker oder unterbrechen Sie den zugehörigen Stromkreis. Lassen Sie Lampen und Metallflächen vollständig abkühlen. Nehmen Sie die Fettfilter nach Herstellerangabe heraus.
  2. Füllen Sie die Wanne mit vier Litern warmem Wasser und zwei Esslöffeln Handspülmittel. Legen Sie die Filter vollständig hinein und lassen Sie sie 20 bis 30 Minuten einweichen. Verwenden Sie kein kochendes Wasser, da es Aluminiumfilter verfärben oder Bauteile verformen kann.
  3. Bürsten Sie beide Seiten vorsichtig in Richtung der Gitterstruktur. Üben Sie nur leichten Druck aus, damit das feine Metallgewebe nicht verbogen wird. Stark fettige Bereiche weitere zehn Minuten einweichen.
  4. Spülen Sie die Filter gründlich mit klarem, warmem Wasser ab. Stellen Sie sie senkrecht auf ein trockenes Tuch und lassen Sie sie mindestens sechs Stunden, besser über Nacht, vollständig trocknen.
  5. Setzen Sie die Filter erst wieder ein, wenn auch in den Ecken keine Feuchtigkeit mehr vorhanden ist. Ein sauberer Filter fühlt sich nicht mehr klebrig an, riecht neutral und zeigt keine gelbbraunen Fettspuren.

Diese Methode eignet sich für wiederverwendbare Metallfilter aus Edelstahl oder Aluminium. Aktivkohlefilter dürfen meist weder eingeweicht noch abgespült werden. Sie müssen je nach Modell gereinigt, regeneriert oder ersetzt werden. Beachten Sie dazu unbedingt die Herstellerangaben.

Edelstahlflächen ohne Streifen reinigen

Für die äußeren Edelstahlflächen reichen 500 ml warmes Wasser und ein Teelöffel Handspülmittel. Tauchen Sie ein weiches Mikrofasertuch hinein und wringen Sie es sehr gründlich aus. Wischen Sie immer in Richtung der sichtbaren Schliffstruktur. Lassen Sie die Lösung bei klebrigem Fett zwei Minuten wirken, ohne dass sie antrocknet.

Danach mit einem zweiten, nur leicht angefeuchteten Tuch nachwischen und sofort trocken polieren. Diese Methode entfernt Fett, weil die Tenside es in kleine Bestandteile einschließen, die sich anschließend abnehmen lassen. Scheuermilch, Stahlwolle und raue Schwämme sind ungeeignet: Sie können dauerhafte Kratzer verursachen. Auch auf lackierten oder beschichteten Hauben sollte zunächst an einer unauffälligen Stelle getestet werden.

Festen Fettbelag punktuell lösen

Bei älteren, dickeren Ablagerungen mischen Sie einen Esslöffel Handspülmittel mit drei Esslöffeln warmem Wasser. Tragen Sie diese konzentrierte Lösung mit einem weichen Tuch nur auf die betroffene Metallfläche auf. Lassen Sie sie fünf Minuten wirken und wischen Sie den aufgeweichten Belag anschließend ohne kräftiges Scheuern ab.

Elektrische Schalter, Lampenfassungen, Lüftungsschlitze und den Motorbereich müssen Sie aussparen. Sprühen Sie Reiniger niemals direkt nach oben in die Haube. Bei Aluminium sollten weder Natron noch stark alkalische Fettlöser eingesetzt werden, da sie das Metall dunkel verfärben oder angreifen können. Lässt sich der Belag nach dem ersten Durchgang nicht vollständig lösen, wiederholen Sie die milde Behandlung statt die Dosierung zu erhöhen.

Das Gehäuse rund um den Filter sicher säubern

Nach dem Entfernen der Filter wird häufig ein fettiger Rand am inneren Gehäuse sichtbar. Mischen Sie hierfür 250 ml warmes Wasser mit einem halben Teelöffel Spülmittel. Befeuchten Sie ein Mikrofasertuch und wringen Sie es so stark aus, dass nichts tropft. Wischen Sie ausschließlich erreichbare, glatte Metallflächen ab.

Die Reinigungslösung darf nicht in den Lüfter, den Motor, Kabelöffnungen oder Lampengehäuse gelangen. Arbeiten Sie deshalb niemals mit einer vollen Sprühflasche direkt unter der Haube. Nach höchstens zwei Minuten mit einem sauberen, feuchten Tuch nachwischen und sorgfältig trocknen. Nicht entfernbare oder stark verschmutzte Motorteile gehören in die Hände eines Fachbetriebs.

Fettablagerungen künftig reduzieren

Wischen Sie die äußere Unterseite der Haube nach starkem Braten ab, sobald sie ausgeschaltet und vollständig abgekühlt ist. Dafür genügen 250 ml warmes Wasser mit drei bis vier Tropfen Spülmittel. Ein regelmäßiges kurzes Abwischen verhindert, dass sich mehrere Fettschichten miteinander verbinden.

Metallfilter sollten bei häufigem Kochen ungefähr alle vier Wochen kontrolliert werden. In Haushalten, in denen selten gebraten wird, genügt meist ein Abstand von sechs bis acht Wochen. Der tatsächliche Reinigungsbedarf ist erreicht, wenn sich der Filter klebrig anfühlt, sichtbar gelblich wird oder Kochgerüche länger im Raum bleiben.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

  • Die Haube unter Strom reinigen: Feuchtigkeit an elektrischen Teilen kann einen Kurzschluss oder Stromschlag verursachen. Vorher immer sicher vom Strom trennen.
  • Filter noch feucht einsetzen: Verbliebenes Wasser kann in das Gerät tropfen und Gerüche oder Korrosion begünstigen. Die Filter vollständig trocknen lassen.
  • Aluminium mit Natron oder Backofenreiniger behandeln: Stark alkalische Mittel können Flecken und dunkle Verfärbungen verursachen.
  • Mit Stahlwolle schrubben: Dadurch entstehen sichtbare Kratzer, in denen sich neuer Schmutz leichter festsetzt.
  • Fettfilter und Aktivkohlefilter verwechseln: Einweg-Aktivkohlefilter dürfen nicht wie Metallfilter eingeweicht werden.

Für noch bessere Ergebnisse

Legen Sie beim Braten einen passenden Deckel oder Spritzschutz auf die Pfanne, damit weniger Fett zur Haube aufsteigt. Reinigen Sie gleichzeitig die Fliesen hinter dem Kochfeld mit der milden Spülmittellösung. Prüfen Sie außerdem regelmäßig, ob der Filter korrekt eingerastet ist, damit die abgesaugte Luft tatsächlich durch das Filtergewebe strömt.

Häufige Fragen

Darf der Metallfilter in die Spülmaschine?

Nur wenn der Hersteller dies ausdrücklich erlaubt. Aluminium kann sich durch alkalischen Maschinenreiniger dauerhaft dunkel verfärben.

Kann ich Essig gegen das Fett verwenden?

Essig löst Kalk besser als Fett und kann empfindliche Metalle angreifen. Für die Dunstabzugshaube ist fettlösendes Spülmittel meist die sinnvollere Wahl.

Wie lange muss der Filter trocknen?

Mindestens sechs Stunden. Bei dichtem Metallgewebe ist Trocknen über Nacht sicherer.

Wann muss ein Filter ersetzt werden?

Verbogene, beschädigte oder nicht mehr zuverlässig einrastende Metallfilter sollten ersetzt werden. Für Aktivkohlefilter gelten die vom Hersteller angegebenen Wechselintervalle.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.