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Bad & Sanitär

Graue Duschfugen? So werden sie mit Natron und wenigen Handgriffen wieder sauberer

Graue Duschfugen? So werden sie mit Natron und wenigen Handgriffen wieder sauberer

Graue Duschfugen? So werden sie mit Natron und wenigen Handgriffen wieder sauberer

Die Dusche ist frisch geputzt, doch die Fugen wirken weiterhin grau oder bräunlich? Häufig sitzen dort Seifenreste, Hautfett und festgehaltener Schmutz. Mit einer milden Reinigung, einer weichen Bürste und etwas Geduld lassen sich solche Ablagerungen oft deutlich verringern. Hier erfährst du, wie du eine Natronpaste gezielt einsetzt, empfindliche Stellen schonst und neue Beläge hinauszögerst. Entscheidend ist allerdings, gewöhnlichen Schmutz von Schimmel und beschädigten Fugen zu unterscheiden: Dafür gelten unterschiedliche Maßnahmen.

Natronpaste gegen oberflächlichen Schmutz in festen Fliesenfugen

Natron ist leicht alkalisch und kann bei leicht verschmutzten Fliesenfugen helfen. Zusammen mit vorsichtigem Bürsten unterstützt es das Ablösen von Belägen. Die Methode eignet sich für intakte, zementgebundene Fugen zwischen unempfindlichen Keramikfliesen. Sie ist keine Behandlung gegen tief sitzenden Schimmel. Kärcher

Für eine kleine Probefläche benötigst du:

  • 30 g reines Natron, kein Backpulver;
  • 10 ml lauwarmes Wasser, bei Bedarf weitere 5 ml;
  • 2 Tropfen mildes Handspülmittel ohne Chlorzusatz;
  • eine weiche Zahnbürste oder Fugenbürste mit Nylonborsten;
  • eine Schale, ein weiches Tuch und Haushaltshandschuhe.

Plane die Reinigung nach dem Duschen, wenn du anschließend gründlich nachspülen und lüften kannst.

  1. Fugen prüfen und anfeuchten. Entferne lose Haare und spüle die Fläche kurz ab. Bröselige, rissige oder sich lösende Fugen behandelst du nicht mit der Bürste. Teste die Mischung zunächst an einer unauffälligen Stelle und beurteile diese nach dem Trocknen.
  2. Paste anrühren. Vermische Natron, Wasser und Spülmittel zu einer streichfähigen Masse. Sie soll an der Fuge haften, ohne dicke Klumpen zu bilden.
  3. Gezielt auftragen. Verteile eine dünne Schicht auf den verschmutzten mineralischen Fugen. Lass sie zunächst fünf Minuten einwirken. Bei Bedarf kannst du auf zehn Minuten verlängern; die Paste darf dabei nicht vollständig eintrocknen.
  4. Sanft bürsten. Bearbeite jeden kurzen Fugenabschnitt etwa 20 bis 30 Sekunden mit leichtem Druck. Wird der Schmutz angelöst, verfärbt sich die Paste häufig grau.
  5. Gründlich abspülen. Entferne alle Rückstände mit klarem Wasser und trockne die Fläche. Beurteile das Ergebnis erst an trockenen Fugen, da Feuchtigkeit deren Farbe verändert.

Die Fugen können nach einem Durchgang sichtbar sauberer sein. Alte Verfärbungen verschwinden jedoch möglicherweise nicht. Verwende die Paste nicht auf Naturstein, empfindlichen Beschichtungen oder unbekannten Materialien. Silikonfugen reinigst du schonender mit der folgenden Methode.

Seifenfilm zuerst mit verdünntem Spülmittel lösen

Bei einem schmierigen Belag lohnt sich eine milde Vorreinigung. Die Tenside im Spülmittel helfen, fettige Rückstände im Wasser zu verteilen, damit sie abgespült werden können. Dafür brauchst du weder eine dicke Schaumschicht noch mehrere Reinigungsmittel.

Gib 2 ml mildes Handspülmittel in einen Liter lauwarmes Wasser. Falls das Produkt eine niedrigere Dosierung vorgibt, halte dich daran. Wische unempfindliche Keramikfliesen und intakte Silikonfugen mit einem weichen, angefeuchteten Tuch ab. Lass die Lösung zwei bis drei Minuten wirken, ohne sie antrocknen zu lassen.

Bearbeite Silikon nur mit dem Tuch, ohne kräftiges Scheuern. Spüle anschließend gründlich nach und trockne die Fläche. Bleibt ein schmieriger Film zurück, entferne zunächst die Spülmittelreste mit weiterem klarem Wasser. Bei Spezialbeschichtungen und Naturstein gelten die Pflegehinweise des Herstellers.

Wasser nach jeder Dusche entfernen

Je weniger Wasser auf Fliesen und Fugen stehen bleibt, desto weniger mineralische Rückstände können sich beim Verdunsten ablagern. Abziehen und Nachwischen erleichtern deshalb die regelmäßige Reinigung. Auch das Umweltbundesamt empfiehlt einen Abzieher für größere Flächen und ein Tuch für kleinere Stellen. Umweltbundesamt

Ziehe die Duschwände direkt nach jeder Benutzung von oben nach unten ab. Wische anschließend waagerechte Kanten, Ecken und die Verbindung zur Duschwanne mit einem sauberen, weichen Tuch trocken. Dafür reichen meist ein bis zwei Minuten; Reinigungsmittel brauchst du nicht.

Hänge das Tuch danach ausgebreitet zum Trocknen auf. Kontrolliere besonders Stellen hinter abgestellten Flaschen: Dort bleibt häufig Wasser stehen. Bei empfindlichem Glas muss der Abzieher sauber und frei von Sandkörnern sein, damit keine Kratzer entstehen.

Feuchtigkeit nach dem Duschen gezielt abführen

Saubere Fugen bleiben nicht dauerhaft gepflegt, wenn das Bad ständig feucht ist. Regelmäßiges Lüften unterstützt das Trocknen. Eine ungelöste Feuchtigkeitsursache kann dagegen dazu führen, dass Schimmel immer wieder auftritt. Umweltbundesamt

Öffne nach dem Duschen das Fenster vollständig: Im Winter sind etwa fünf bis zehn Minuten ein Ausgangspunkt, bei milder Witterung kann längeres Lüften nötig sein. Die passende Dauer hängt von Außentemperatur, Wind und Raumfeuchte ab. Ein Hygrometer hilft bei der Kontrolle; nach der Feuchtigkeitsspitze sollte der Wert wieder deutlich sinken, möglichst unter 60 Prozent.

In fensterlosen Bädern lässt du die vorhandene Abluftanlage entsprechend ihrer Anleitung nachlaufen. Halte Lüftungsgitter frei. Bleiben Fugen über viele Stunden nass oder entstehen wiederholt dunkle Stellen, solltest du Lüftung und mögliche Undichtigkeiten prüfen lassen.

Fehler, die du vermeiden solltest

  • Schmutz und Schimmel gleich behandeln. Dunkle Punkte sind nicht sicher anhand ihrer Farbe einzuordnen. Auffällig verschimmelte Silikonfugen sollten erneuert werden, da sie gewöhnlich nicht vollständig zu reinigen sind. umweltbundesamt.de
  • Essig zur Natronpaste geben. Säure und Natron reagieren miteinander und neutralisieren sich teilweise. Das Schäumen bedeutet keine stärkere Reinigungswirkung.
  • Mit Metallbürsten oder starkem Druck schrubben. Dadurch können Fugen aufrauen und Fliesen zerkratzen.
  • Reinigungsmittel miteinander mischen. Besonders chlorhaltige Reiniger dürfen niemals mit Essig, Zitronensäure oder anderen Reinigern kombiniert werden.
  • Rückstände stehen lassen. Eingetrocknete Paste und Spülmittelfilm verursachen neue Schlieren. Halte Kinder und Haustiere während der Arbeit fern und spüle alles sorgfältig ab.

Für andere Stellen im Haushalt

  • Küchenrückwand: Probiere zuerst verdünntes Spülmittel gegen Fettfilm. Natronpaste kommt nur bei geeigneten, intakten Materialien infrage.
  • Bodenfugen: Arbeite abschnittsweise und entferne sämtliche Rückstände, damit der Boden nicht rutschig bleibt.
  • Mietwohnung: Dokumentiere beschädigte oder wiederholt verschimmelte Fugen und melde sie der zuständigen Vermietung.

Häufige Fragen

Werden alle Fugen wieder weiß?

Nein. Farbige Fugen behalten ihre ursprüngliche Farbe; Alterung und tief eingezogene Verfärbungen können sichtbar bleiben.

Hilft Natron auch gegen Kalk?

Natron ist für diese Anwendung kein zuverlässiger Kalklöser. Bei harten Kalkbelägen brauchst du einen materialgeeigneten Reiniger nach Herstellerangabe.

Wie oft sollte ich die Paste verwenden?

Nur bei Bedarf. Für die laufende Pflege reichen häufig mildes Reinigen, gründliches Nachspülen und Trocknen.

Was tun, wenn die Fuge bröckelt?

Beende das Bürsten. Beschädigte Fugen müssen geprüft und gegebenenfalls fachgerecht erneuert werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.