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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Hausmannskost

Hähnchen in cremiger Kokos-Tomaten-Sauce – saftig, würzig und herrlich unkompliziert

Hähnchen in cremiger Kokos-Tomaten-Sauce – saftig, würzig und herrlich unkompliziert

Hähnchen in cremiger Kokos-Tomaten-Sauce – saftig, würzig und herrlich unkompliziert

Dieses Hähnchen in Kokos-Tomaten-Sauce ist ein unkompliziertes Familienessen, bei dem zartes Fleisch und eine cremige, aromatische Sauce zusammenkommen. Die Hähnchenteile werden zuerst kräftig angebraten, damit die Haut eine schöne goldbraune Farbe bekommt. Anschließend garen sie langsam mit Zwiebeln, roter Paprika, Tomate und Kokosmilch fertig. Dadurch bleibt das Fleisch saftig, während die Sauce sämig wird und die herzhaften Röstaromen aufnimmt. Das Gericht braucht nur wenige Zutaten und lässt sich vollständig in einer großen Pfanne oder einem flachen Bräter zubereiten. Besonders praktisch: Während das Hähnchen schmort, ist kaum noch Arbeit nötig.

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: keine
  • Garzeit: 45 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 1 Stunde 5 Minuten
  • Portionen: 4–6
  • Schwierigkeit: einfach
  • Geeignetes Kochgeschirr: große ofenfeste Pfanne oder flacher Bräter, ca. 28–30 cm Durchmesser
  • Backofen: 190 °C Ober-/Unterhitze oder 170 °C Umluft

Zutaten

  • 1 Hähnchen, ca. 1,5 kg, in 6–8 Stücke zerlegt
  • 8 g Salz
  • 2 g schwarzer Pfeffer
  • 20 ml Olivenöl
  • 1 große Zwiebel, ca. 150 g
  • 1 rote Paprika, ca. 180 g
  • 250 ml passierte Tomaten
  • 400 ml Kokosmilch

Zubereitung

  1. Hähnchen vorbereiten
    Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 170 °C Umluft vorheizen. Die Hähnchenteile mit Küchenpapier sorgfältig trocken tupfen. Das ist wichtig, damit sie beim Anbraten tatsächlich bräunen und nicht im austretenden Wasser dünsten. Anschließend rundherum mit Salz und schwarzem Pfeffer würzen.
  2. Hähnchen kräftig anbraten
    Das Olivenöl in einer großen ofenfesten Pfanne bei mittlerer bis kräftiger Hitze erhitzen. Die Hähnchenteile mit der Hautseite nach unten hineinlegen. Falls die Pfanne nicht groß genug ist, besser in zwei Portionen arbeiten.
    Etwa 5–6 Minuten ohne ständiges Bewegen anbraten. Sobald die Haut goldbraun ist und sich leicht vom Pfannenboden lösen lässt, wenden und die zweite Seite weitere 3 Minuten braten. Das Fleisch muss jetzt noch nicht durchgegart sein. Hähnchenteile herausnehmen und kurz auf einem Teller beiseitestellen.
  3. Zwiebel und Paprika anschwitzen
    Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Paprika entkernen und in kleine Würfel oder kurze Streifen schneiden. Beides in das verbliebene Bratfett geben und bei mittlerer Hitze ungefähr 5 Minuten anschwitzen.
    Dabei regelmäßig umrühren und die braunen Röststoffe vom Pfannenboden lösen. Die Zwiebel sollte weich und leicht glasig werden, während die Paprika noch etwas Struktur behalten darf.
  4. Kokos-Tomaten-Sauce zubereiten
    Die passierten Tomaten zu Zwiebel und Paprika geben und gründlich verrühren. Etwa 2 Minuten leicht köcheln lassen. Danach die Kokosmilch einrühren.
    Die Sauce bei mittlerer Hitze 3–4 Minuten sanft köcheln lassen. Sie soll gleichmäßig orange-rot und cremig werden. Starkes Kochen ist nicht nötig, da die Sauce während der anschließenden Garzeit noch deutlich reduziert.
  5. Hähnchen in die Sauce setzen
    Die angebratenen Hähnchenteile zurück in die Pfanne geben. Möglichst mit der Hautseite nach oben platzieren. Die Sauce sollte das Fleisch teilweise umgeben, die Haut jedoch nicht vollständig bedecken. So kann sie im Ofen weiter bräunen, anstatt weich zu werden.
    Eventuell auf dem Teller ausgetretenen Fleischsaft ebenfalls in die Pfanne geben.
  6. Im Ofen fertig garen
    Die Pfanne ohne Deckel auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und das Hähnchen ungefähr 28–32 Minuten garen.
    Gegen Ende sollte die Sauce sichtbar eingedickt sein und leicht am Rand blubbern. Die Haut bekommt eine kräftige goldbraune Farbe. Besonders bei unterschiedlich großen Hähnchenteilen ist ein Fleischthermometer hilfreich: An der dicksten Stelle sollte das Fleisch mindestens 75 °C Kerntemperatur erreichen, ohne dass der Fühler den Knochen berührt.
  7. Kurz stehen lassen und servieren
    Die Pfanne aus dem Ofen nehmen und das Hähnchen vor dem Servieren 5 Minuten stehen lassen. Diese kurze Wartezeit gehört nicht als eigentliche Ruhezeit zur Rezeptplanung, erleichtert aber das Servieren und lässt die sehr heiße Sauce etwas stabiler werden.
    Die Sauce anschließend einmal vorsichtig umrühren und direkt zusammen mit den Hähnchenteilen servieren.

Tipps für ein gelungenes Ergebnis

  • Hähnchen wirklich trocken tupfen: Feuchtigkeit verhindert eine kräftige Bräunung. Besonders die Haut sollte möglichst trocken in die heiße Pfanne kommen.
  • Pfanne nicht überfüllen: Liegen die Hähnchenteile zu eng nebeneinander, sammelt sich Dampf und das Fleisch wird eher gekocht als gebraten.
  • Kokosmilch gut verrühren: In der Dose können sich feste und flüssige Bestandteile trennen. Vor dem Abmessen beziehungsweise Eingießen gründlich vermischen.
  • Haut oberhalb der Sauce lassen: Wird sie vollständig mit Flüssigkeit bedeckt, bleibt sie weich. Für eine appetitlich gebräunte Oberfläche sollte sie möglichst frei liegen.
  • Garzeit nach Fleischstücken beurteilen: Kleine Flügel oder Bruststücke können schneller gar sein als große Keulen. Die Kerntemperatur ist zuverlässiger als die Farbe allein.
  • Sauce vor dem Ofen nicht zu stark reduzieren: Sie dickt während der rund 30-minütigen Garzeit noch deutlich ein.

Varianten und Substitutionen

Nur Hähnchenkeulen verwenden: Statt eines ganzen zerlegten Hähnchens können etwa 1,4–1,5 kg Hähnchenober- und -unterkeulen verwendet werden. Sie bleiben besonders saftig und garen relativ gleichmäßig. Je nach Größe können sie einige Minuten länger benötigen.

Hähnchenbrust verwenden: Möglich sind auch Hähnchenbruststücke mit Haut und Knochen. Da Brustfleisch schneller trocken wird, sollte die Garzeit kontrolliert und gegebenenfalls verkürzt werden.

Mehr Paprika: Wer einen höheren Gemüseanteil möchte, kann zwei rote Paprikaschoten statt einer verwenden. Die Sauce wird dadurch etwas süßer und enthält mehr Paprikastücke.

Mildere Tomatennote: Die Menge passierter Tomaten kann auf 200 ml reduziert werden. Dadurch tritt der Kokosgeschmack stärker hervor und die Sauce wird heller und milder.

Kräftigere Tomatensauce: Mit 300 ml passierten Tomaten wird das Gericht tomatiger und etwas weniger kokosbetont. Die Sauce bleibt trotzdem cremig, benötigt im Ofen aber eventuell einige Minuten länger zum Eindicken.

Conservation

Reste zunächst zügig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von 2 Stunden in einen gut verschlossenen Behälter geben. Im Kühlschrank hält sich das gegarte Hähnchen mit Sauce etwa 2 Tage. Zum Aufwärmen langsam in einer Pfanne erhitzen, bis Fleisch und Sauce vollständig durcherhitzt sind.

Zum Einfrieren Hähnchen und Sauce portionsweise luftdicht verpacken und bis zu 2–3 Monate einfrieren. Über Nacht im Kühlschrank auftauen und anschließend gründlich erhitzen. Die Kokossauce kann nach dem Auftauen leicht getrennt aussehen; vorsichtiges Umrühren beim Erwärmen verbindet sie normalerweise wieder.

Häufige Fragen

Warum wird meine Kokos-Tomaten-Sauce zu dünn?

Meist enthält sie noch zu viel Flüssigkeit. Das Hähnchen deshalb unbedingt ohne Deckel garen. Ist die Sauce am Ende trotzdem zu dünn, das fertige Fleisch herausnehmen und die Sauce auf dem Herd einige Minuten sanft einkochen.

Kann ich das Gericht komplett auf dem Herd zubereiten?

Ja. Nach dem Einlegen des Hähnchens die Pfanne abdecken und bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 25–35 Minuten sanft schmoren. Die Haut wird dabei allerdings deutlich weniger knusprig als bei der Zubereitung im Backofen.

Woran erkenne ich, dass das Hähnchen sicher durchgegart ist?

Am zuverlässigsten mit einem Fleischthermometer. Die dickste Stelle sollte mindestens 75 °C erreichen. Bei Stücken mit Knochen darauf achten, dass die Messspitze nicht direkt am Knochen liegt.

Kann ich die Sauce schon vorher vorbereiten?

Ja. Zwiebel, Paprika, passierte Tomaten und Kokosmilch können am Vortag zur Sauce gekocht und gekühlt aufbewahrt werden. Das Hähnchen sollte jedoch erst unmittelbar vor der eigentlichen Zubereitung angebraten und anschließend in der Sauce fertig gegart werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.