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Haushaltstipps

Heizkörper richtig reinigen: So wird er sauber und verteilt die Wärme wieder besser

Heizkörper richtig reinigen: So wird er sauber und verteilt die Wärme wieder besser

Heizkörper richtig reinigen: So wird er sauber und verteilt die Wärme wieder besser

Ein Heizkörper kann von außen noch ordentlich aussehen, während sich zwischen den Rippen bereits eine erstaunliche Menge Staub, Flusen und Tierhaare angesammelt hat. Besonders bei älteren Rippen- und Gliederheizkörpern sind die schmalen Zwischenräume schwer erreichbar. Der Schmutz kann beim Heizen aufgewirbelt werden und die Luft im Raum belasten. Außerdem sollte die warme Luft möglichst ungehindert am Heizkörper zirkulieren können. Mit einer langen Heizkörperbürste, einem Staubsauger und etwas mildem Spülmittel lässt sich selbst ein stark verstaubter Heizkörper gründlich reinigen.

Heizkörper richtig reinigen: So wird er sauber und verteilt die Wärme wieder besser

Die gründliche Methode für stark verstaubte Heizkörper

Für die regelmäßige Reinigung braucht man keine aggressiven Reiniger. Entscheidend ist vielmehr, den trockenen Staub zuerst aus den Zwischenräumen zu entfernen und erst danach feucht nachzuwischen.

Das wird benötigt:

  • 1 lange, flexible Heizkörper- oder Flaschenbürste
  • Staubsauger mit schmaler Fugendüse
  • 1 großes altes Handtuch oder Laken
  • 2 Mikrofasertücher
  • 1 Liter lauwarmes Wasser
  • 1 Teelöffel mildes Spülmittel
  • optional: weicher Pinsel für Ventil und schwer zugängliche Stellen

Schritt für Schritt

  1. Heizung ausschalten und vollständig abkühlen lassen.
    Nicht auf einem heißen Heizkörper arbeiten. Je nach Temperatur etwa 30 bis 60 Minuten warten. Ein kalter Heizkörper lässt sich sicherer reinigen und Staub haftet weniger stark an einem feuchten Tuch.
  2. Boden schützen und losen Staub absaugen.
    Ein altes Handtuch unter den Heizkörper legen. Mit der Fugendüse zunächst oben, unten und entlang der erreichbaren Zwischenräume saugen. Dabei nicht mit Gewalt gegen Lack oder Ventil stoßen.
  3. Zwischenräume ausbürsten.
    Die lange Heizkörperbürste langsam von oben zwischen die einzelnen Rippen führen. Mehrmals auf- und abbewegen. Besonders dunkle, fusselige Ablagerungen benötigen oft zwei oder drei Durchgänge. Anschließend den heruntergefallenen Staub erneut absaugen.
  4. Oberflächen feucht reinigen.
    Einen Teelöffel Spülmittel in 1 Liter lauwarmes Wasser geben. Das Mikrofasertuch darin anfeuchten und sehr gut auswringen. Rippen, Seiten und erreichbare Innenflächen abwischen. Danach mit einem zweiten, nur leicht feuchten Tuch nachwischen.
  5. Trocknen lassen.
    Vor dem Einschalten sollte der Heizkörper vollständig trocken sein. Meist reichen 20 bis 30 Minuten.

Der Erfolg ist leicht zu erkennen: Die Zwischenräume sind frei von sichtbaren Staubflusen, und beim erneuten Bürsten fällt kaum noch Schmutz heraus.

Mit dem Staubsauger die schnelle Zwischenreinigung erledigen

Wer den Heizkörper regelmäßig absaugt, verhindert, dass sich erst eine dicke Staubschicht bildet. Dafür die Heizung ausschalten und abkühlen lassen. Anschließend mit einer schmalen Fugendüse langsam über die Oberseite und unter den Heizkörper fahren.

Bei einem Rippenheizkörper die Düse nur dort einführen, wo genügend Platz vorhanden ist. Sie darf nicht zwischen den Rippen verkantet werden.

Diese Methode dauert häufig nur fünf bis zehn Minuten und eignet sich gut für die regelmäßige Pflege. Bei sichtbaren dunklen Ablagerungen reicht Saugen allein allerdings nicht aus – dann ist zusätzlich eine lange Bürste notwendig.

Eine flexible Heizkörperbürste erreicht tiefe Zwischenräume

Gerade die langen Kanäle eines Gliederheizkörpers sind mit einem normalen Tuch kaum erreichbar. Eine schmale, flexible Bürste mit weichen Borsten ist hier besonders praktisch.

Ein großes leicht feuchtes Tuch unter den Heizkörper legen und die trockene Bürste langsam von oben nach unten führen. Nicht hektisch hin- und herbewegen, sonst verteilt sich der Staub im Raum.

Nach jedem zweiten oder dritten Zwischenraum die Bürste über dem Mülleimer oder im Freien ausschütteln. Zum Schluss Boden und Heizkörper absaugen.

Die Bürste sollte trocken verwendet werden. Eine nasse Bürste kann Staub in engen Bereichen zu einer schmierigen Masse verbinden, die anschließend schwieriger zu entfernen ist.

Fettige oder klebrige Flecken schonend entfernen

In Küchen oder stark genutzten Räumen kann sich auf dem Lack neben Staub auch ein leichter Fettfilm bilden. Dafür genügt meist eine milde Spülmittellösung.

Mischung: 1 Liter lauwarmes Wasser mit 1 bis 2 Teelöffeln Spülmittel.

Ein weiches Tuch eintauchen, gründlich auswringen und die verschmutzten Stellen abwischen. Bei hartnäckigen Flecken die Lösung etwa zwei Minuten auf der Oberfläche wirken lassen und anschließend erneut wischen.

Wichtig: Keine Scheuerschwämme, Scheuermilch oder Stahlwolle verwenden. Sie können die Lackierung zerkratzen. Bei alten oder bereits beschädigten Beschichtungen den Reiniger zunächst an einer unauffälligen Stelle testen.

So bleibt der Heizkörper länger staubfrei

Eine kurze Reinigung alle vier bis acht Wochen während der Heizperiode verhindert starke Ablagerungen. Besonders sinnvoll ist eine gründliche Reinigung vor Beginn der Heizsaison.

Dabei auch den Boden unter dem Heizkörper und die Sockelleiste absaugen. Dort angesammelte Flusen gelangen durch Luftbewegungen schnell wieder zwischen die Rippen.

Gardinen, Möbel und große Gegenstände sollten außerdem nicht unmittelbar vor dem Heizkörper stehen. Ein möglichst freier Bereich unterstützt die Luftzirkulation und erleichtert gleichzeitig die Reinigung.

Fehler, die man vermeiden sollte

Den heißen Heizkörper reinigen: Das ist unnötig riskant und erschwert eine gründliche Reinigung. Immer zuerst ausschalten und abkühlen lassen.

Staub sofort nass abwischen: Große Mengen trockenen Staubs besser zuerst absaugen oder ausbürsten. Mit Wasser entsteht sonst schnell ein grauer Schmierfilm.

Aggressive Reiniger verwenden: Chlorreiniger, starke Lösungsmittel und Scheuermittel können Lackierungen beschädigen.

Wasser in Ventile oder Anschlüsse laufen lassen: Tücher deshalb immer sehr gut auswringen. Der Heizkörper soll feucht abgewischt und nicht durchnässt werden.

Mit harten Gegenständen zwischen den Rippen kratzen: Schraubendreher, Metallstäbe oder Messer können Lack und Bauteile beschädigen.

Für noch bessere Ergebnisse

Bei einem Plattenheizkörper mit abnehmbarer oberer Abdeckung sollte man ausschließlich nach den Herstellerhinweisen vorgehen. Lässt sich die Abdeckung problemlos und bestimmungsgemäß entfernen, kann darunter vorsichtig abgesaugt werden.

In Haushalten mit Haustieren lohnt sich eine häufigere Zwischenreinigung, da sich Haare zusammen mit Staub besonders schnell in den Luftkanälen sammeln.

Vor Beginn der Heizsaison ist außerdem ein guter Zeitpunkt für eine komplette Reinigung. So startet der Heizkörper ohne die Staubschicht des Sommers in die neue Saison.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ein Heizkörper gründlich gereinigt werden?

Mindestens einmal vor oder zu Beginn der Heizperiode. Bei Haustieren, viel Staub oder stark genutzten Räumen kann eine zusätzliche Reinigung während des Winters sinnvoll sein.

Verbessert Reinigen wirklich die Wärmeverteilung?

Eine Reinigung ersetzt keine technische Wartung und macht einen defekten Heizkörper nicht leistungsfähiger. Sie entfernt jedoch Staub und Flusen, die die Luftwege behindern können. Vor allem bei stark verschmutzten Konvektionsbereichen ist freie Luftzirkulation sinnvoll.

Kann ich Essig oder Natron verwenden?

Für lackierte Heizkörper sind solche Hausmittel normalerweise unnötig. Lauwarmes Wasser mit wenig mildem Spülmittel ist für gewöhnliche Verschmutzungen die schonendere Wahl.

Darf man den Heizkörper innen mit Wasser ausspülen?

Nein. Staub aus Zwischenräumen und Luftkanälen sollte trocken mit Bürste und Staubsauger entfernt werden. Größere Wassermengen können an schwer erreichbare Bauteile, Anschlüsse oder beschädigte Lackstellen gelangen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.