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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Traditionelle Gerichte

Herzhafte Bauernpfanne mit Würstchen, Kartoffeln und Eiern – knusprig aus dem Ofen

Herzhafte Bauernpfanne mit Würstchen, Kartoffeln und Eiern – knusprig aus dem Ofen

Herzhafte Bauernpfanne mit Würstchen, Kartoffeln und Eiern – knusprig aus dem Ofen

Goldbraune Kartoffelspalten, würzige Bratwürste und Eier mit zart gestocktem Eiweiß: Diese herzhafte Bauernpfanne ist genau das Richtige, wenn ein unkompliziertes und sättigendes Familienessen auf den Tisch soll. Kartoffeln und Zwiebeln werden zunächst im Ofen vorgegart, damit sie schöne Röstaromen entwickeln. Anschließend kommen die Würstchen dazu, bevor zum Schluss die Eier direkt zwischen den Kartoffeln garen. So bleibt das Eigelb je nach Geschmack noch leicht cremig, während die Würste appetitlich gebräunt werden. Alles entsteht in nur einem großen Bräter – praktisch, rustikal und ideal für ein gemütliches Mittag- oder Abendessen.

Herzhafte Bauernpfanne mit Würstchen, Kartoffeln und Eiern – knusprig aus dem Ofen

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: keine
  • Garzeit: ca. 45 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 65 Minuten
  • Portionen: 4 Personen
  • Schwierigkeitsgrad: Einfach
  • Größe des Bräters: ca. 30 × 25 cm
  • Backofen: 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft

Zutaten

  • 800 g festkochende Kartoffeln
  • 1 große Zwiebel, ca. 150 g
  • 3 EL Olivenöl, ca. 45 ml
  • 1½ TL Kräuter der Provence
  • 1 TL Salz
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • 5 rohe grobe Bratwürste, insgesamt ca. 500–600 g
  • 4 Eier, Größe M

Zubereitung

  1. Kartoffeln und Zwiebel vorbereiten
    Den Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 180 °C Umluft vorheizen. Die Kartoffeln gründlich waschen, nach Wunsch schälen und in gleichmäßige Spalten von etwa 2–3 cm Dicke schneiden. Die Zwiebel schälen, halbieren und in etwa 5 mm breite Streifen schneiden. Möglichst gleich große Kartoffelstücke sind wichtig, damit später alle zur gleichen Zeit gar werden.
  2. Kartoffeln würzen
    Kartoffelspalten und Zwiebeln direkt in einen etwa 30 × 25 cm großen Bräter geben. Mit 3 EL Olivenöl, Kräutern der Provence, Salz und Pfeffer vermengen. Die Kartoffeln anschließend möglichst in einer gleichmäßigen Schicht verteilen. Liegen zu viele Stücke übereinander, werden sie eher weich als goldbraun.
  3. Kartoffeln vorgaren
    Den Bräter auf die mittlere Schiene des heißen Backofens stellen und Kartoffeln sowie Zwiebeln zunächst 20 Minuten backen. Danach herausnehmen und die Kartoffeln mit einem Pfannenwender wenden. Die Ränder sollten jetzt bereits leicht goldgelb sein, während die Mitte noch nicht vollständig weich ist.
    Dieses Vorgaren ist wichtig, weil Kartoffeln wesentlich länger benötigen als die Eier.
  4. Bratwürste hinzufügen
    Die fünf rohen Bratwürste zwischen den Kartoffeln verteilen. Den Bräter wieder in den Ofen schieben und alles weitere 15 Minuten garen. Nach etwa 8 Minuten die Würste vorsichtig wenden, damit sie möglichst gleichmäßig bräunen.
    Nach insgesamt 15 Minuten sollten die Würste bereits deutlich Farbe angenommen haben. Die Kartoffeln sollten außen goldbraun werden und sich mit einem Messer fast vollständig durchstechen lassen.
  5. Mulden für die Eier vorbereiten
    Den Bräter erneut herausnehmen. Zwischen Würsten und Kartoffeln mit einem Löffel vier kleine Mulden schaffen. Dabei die Kartoffeln lediglich etwas zur Seite schieben.
    Jedes Ei zunächst einzeln in eine kleine Tasse aufschlagen. So lässt es sich kontrolliert in die vorbereitete Mulde gleiten, ohne dass Eigelb oder Schale versehentlich zwischen den Kartoffeln landen.
  6. Eier im Ofen stocken lassen
    Die vier Eier vorsichtig in die Mulden geben und den Bräter sofort wieder in den Backofen stellen. Weitere 8–10 Minuten backen. Nach etwa 8 Minuten kontrollieren.
    Für ein cremigeres Eigelb sollte das Eiweiß vollständig weiß und gestockt sein, während das Eigelb noch glänzend und leicht weich aussieht. Wer vollständig durchgegarte Eier bevorzugt, lässt die Pfanne etwa 2 Minuten länger im Ofen.
  7. Garzustand prüfen und servieren
    Vor dem Servieren besonders die Bratwürste kontrollieren. Bei rohen Schweinebratwürsten sollte das Innere vollständig durchgegart sein; mit einem Küchenthermometer lässt sich das zuverlässig prüfen. Als sichere Orientierung sollten sie im Kern mindestens 71 °C erreichen.
    Die fertige Bauernpfanne direkt im Bräter servieren. Die Kartoffeln sollten außen gebräunt und innen weich sein, die Zwiebeln leicht karamellisiert und die Würste rundherum appetitlich gebräunt.

Tipps für eine richtig gute Bauernpfanne

Kartoffeln nicht zu groß schneiden: Etwa 2–3 cm dicke Spalten garen in der angegebenen Zeit zuverlässig. Sehr große Stücke können innen noch hart sein, wenn die Würste bereits fertig sind.

Den Bräter nicht überfüllen: Eine große Oberfläche hilft den Kartoffeln beim Bräunen. In einer zu kleinen Form sammelt sich Feuchtigkeit und die Kartoffeln werden weicher.

Eier erst ganz zum Schluss hinzufügen: Würden sie von Anfang an mitgebacken, wären sie lange vor den Kartoffeln und Würsten fertig und würden trocken und gummiartig.

Bratwürste nicht einstechen: Dadurch kann viel Fleischsaft austreten. Besser ist es, die Würste während des Garens einmal vorsichtig zu wenden.

Die Eier beobachten: Schon zwei Minuten können einen deutlichen Unterschied machen. Wer flüssiges Eigelb mag, sollte ab der achten Minute regelmäßig kontrollieren.

Kartoffeln vor dem Backen trocken halten: Nach dem Waschen gut abtrocknen. Zu viel Wasser auf der Oberfläche erschwert eine kräftige Bräunung.

Varianten und Substitutionen

Mit vorgegarten Bratwürsten: Sie funktionieren ebenfalls, benötigen aber weniger Zeit. Gib sie erst ungefähr 10 Minuten vor den Eiern zu den bereits vorgegarten Kartoffeln, damit sie heiß und gebräunt werden, ohne auszutrocknen.

Mit kleinen Kartoffeln: Kleine Drillinge können halbiert statt in Spalten geschnitten werden. Sehr kleine Exemplare garen etwas schneller; deshalb nach etwa 30 Minuten Gesamtgarzeit erstmals prüfen.

Mit milderen Kräutern: Statt Kräutern der Provence kann dieselbe Menge getrockneter Majoran verwendet werden. Das ergibt einen klassischeren, weniger mediterranen Geschmack.

Mit weniger Würstchen: Für eine leichtere Variante können vier statt fünf Bratwürste verwendet werden. Die übrigen Mengen und Garzeiten bleiben gleich.

Eigelb vollständig durchgaren: Für Kinder, Schwangere, ältere oder immungeschwächte Personen empfiehlt es sich, die Eier vollständig durchzugaren. Die Pfanne dafür einige Minuten länger im Ofen lassen, bis auch das Eigelb fest ist.

Aufbewahrung

Reste sollten nicht länger als 2 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Anschließend vollständig abkühlen lassen, in einen geschlossenen Behälter geben und bei höchstens 4 °C im Kühlschrank aufbewahren. Innerhalb von 1–2 Tagen verbrauchen und vor dem Essen gründlich durcherhitzen.

Zum Aufwärmen eignet sich der Backofen bei 160 °C für etwa 10–15 Minuten. Die Eier werden dabei allerdings fester. Die Kartoffel-Wurst-Mischung kann eingefroren werden, bei den gebackenen Eiern leidet die Konsistenz nach dem Auftauen deutlich.

Häufige Fragen

Muss ich die Kartoffeln vorher kochen?

Nein. Das separate Vorgaren im Ofen reicht aus. Wichtig ist, dass die Kartoffelspalten nicht zu dick geschnitten werden und etwa 20 Minuten Vorsprung vor den Würsten bekommen.

Kann ich die Eier gleichzeitig mit den Würsten hinzufügen?

Besser nicht. Eier benötigen deutlich weniger Garzeit. Gibst du sie gleichzeitig hinein, sind sie bereits trocken, bevor Kartoffeln und rohe Bratwürste vollständig gegart sind.

Warum werden meine Kartoffeln nicht knusprig?

Meist ist der Bräter zu voll, die Kartoffeln waren nach dem Waschen noch feucht oder sie wurden nicht gewendet. Verteile sie möglichst locker und wende sie nach der ersten Garphase.

Woran erkenne ich, dass die Bratwürste gar sind?

Sie sollten innen vollständig durchgegart sein. Am zuverlässigsten ist ein Küchenthermometer: Bei rohen Schweinebratwürsten sollte die Kerntemperatur mindestens 71 °C erreichen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.