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Traditionelle Gerichte

Herzhafter Würstchen-Kartoffel-Topf mit Möhren und Kohl – deftiges Familienessen aus einem Topf

Herzhafter Würstchen-Kartoffel-Topf mit Möhren und Kohl – deftiges Familienessen aus einem Topf

Herzhafter Würstchen-Kartoffel-Topf mit Möhren und Kohl – deftiges Familienessen aus einem Topf

Dieser herzhafte Würstchen-Kartoffel-Topf ist genau das Richtige, wenn ein unkompliziertes, wärmendes Familienessen auf den Tisch soll. Kartoffeln, Möhren, Weißkohl und Zwiebeln garen gemeinsam in einer würzigen Brühe, während die angebratenen Würstchen für ein kräftiges Aroma sorgen. Das Gemüse wird angenehm weich, behält aber noch etwas Struktur, und die Kartoffeln nehmen einen Teil der aromatischen Brühe auf. Besonders praktisch: Für das gesamte Gericht braucht man nur einen großen Topf. So entsteht mit wenigen, leicht erhältlichen Zutaten ein sättigendes Mittag- oder Abendessen, das sich auch sehr gut vorbereiten lässt.

Herzhafter Würstchen-Kartoffel-Topf mit Möhren und Kohl – deftiges Familienessen aus einem Topf

Informationen praktisch

  • Vorbereitung: 20 Minuten
  • Ruhezeit: keine
  • Garzeit: 40 Minuten
  • Gesamtzeit: ca. 60 Minuten
  • Portionen: 4
  • Schwierigkeitsgrad: einfach
  • Benötigtes Kochgeschirr: großer Topf oder Schmortopf mit Deckel, mindestens 4 Liter

Zutaten

  • 600 g festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln
  • 300 g Möhren
  • 250 g Weißkohl
  • 2 mittelgroße Zwiebeln, ca. 180 g
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 500 g grobe Bratwürste oder geräucherte Kochwürste
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 1 TL mittelscharfer Senf
  • 1 TL getrockneter Majoran
  • 1/2 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1/2 TL schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL Salz, nach Bedarf
  • 15 g frische Petersilie

Zubereitung

  1. Gemüse vorbereiten.
    Kartoffeln schälen oder gründlich waschen und je nach Größe halbieren oder in etwa 4 cm große Stücke schneiden. Möhren schälen und in 1 bis 1,5 cm dicke Scheiben schneiden. Den Weißkohl vom harten Strunk befreien und in etwa 2 bis 3 cm große Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und grob würfeln. Möglichst gleichmäßige Stücke sorgen dafür, dass das Gemüse später gleichzeitig gar wird.
  2. Würstchen anbraten.
    Das Pflanzenöl in einem großen Topf bei mittlerer bis hoher Hitze erhitzen. Die Würstchen hineingeben und etwa 5 bis 6 Minuten rundherum anbraten. Sie sollen außen deutlich gebräunt sein, müssen innen aber noch nicht vollständig durchgegart sein. Anschließend aus dem Topf nehmen und kurz beiseitestellen.
  3. Zwiebeln und Kohl anschwitzen.
    Die Zwiebeln in den gleichen Topf geben und bei mittlerer Hitze etwa 2 Minuten glasig anschwitzen. Weißkohl hinzufügen und weitere 3 Minuten unter gelegentlichem Rühren braten. Dabei lösen sich die aromatischen Röststoffe vom Topfboden und geben dem späteren Eintopf zusätzlichen Geschmack.
  4. Kartoffeln und Möhren hinzufügen.
    Kartoffeln und Möhren in den Topf geben. Gemüsebrühe angießen und Senf, Majoran, Paprikapulver sowie schwarzen Pfeffer einrühren. Alles einmal kräftig aufkochen. Danach die Temperatur reduzieren, den Deckel auflegen und das Gemüse etwa 15 Minuten bei schwacher bis mittlerer Hitze köcheln lassen.
  5. Würstchen fertig garen.
    Die angebratenen Würstchen zurück in den Topf legen. Bei sehr großen Würsten können sie vorher halbiert werden. Den Topf wieder abdecken und alles weitere 12 bis 15 Minuten sanft köcheln lassen. Die Brühe sollte nur leicht blubbern. Die Kartoffeln sind fertig, wenn sich ein kleines Messer ohne großen Widerstand hineinstechen lässt. Die Würstchen müssen vollständig durchgegart sein.
  6. Konsistenz und Würzung prüfen.
    Den Deckel abnehmen und den Eintopf noch etwa 3 bis 5 Minuten offen köcheln lassen. Dadurch reduziert sich die Brühe etwas und wird kräftiger. Wer eine leicht gebundene Konsistenz mag, kann zwei oder drei Kartoffelstücke vorsichtig mit einer Gabel am Topfrand zerdrücken und anschließend unterrühren. Mit dem Salz abschmecken – je nach verwendeter Brühe und Wurstsorte wird möglicherweise weniger benötigt.
  7. Petersilie hinzufügen und servieren.
    Petersilie fein hacken. Etwa zwei Drittel direkt unter den fertigen Eintopf rühren und den Rest beim Servieren darüberstreuen. Den Würstchen-Kartoffel-Topf heiß in tiefen Tellern oder Schalen anrichten. Dabei darauf achten, dass jede Portion ausreichend Kartoffeln, Möhren, Kohl, Würstchen und Brühe enthält.

Tipps für einen gelungenen Würstchen-Kartoffel-Topf

  • Würstchen zuerst anbraten: Die kräftige Bräunung sorgt für deutlich mehr Geschmack als Würstchen, die ausschließlich in der Brühe gegart werden.
  • Kartoffeln nicht zu klein schneiden: Kleine Würfel zerfallen bei der Garzeit schnell. Größere Stücke bleiben saftig und behalten ihre Form.
  • Nur sanft köcheln: Starkes Kochen kann Kartoffeln und Würstchen beschädigen und die Brühe unnötig trüb machen.
  • Mit Salz vorsichtig sein: Geräucherte Würste und fertige Gemüsebrühe können bereits viel Salz enthalten. Deshalb erst zum Schluss endgültig abschmecken.
  • Garzeit der Kartoffeln prüfen: Kartoffelsorten unterscheiden sich. Entscheidend ist nicht nur die Zeit, sondern die Messerprobe.
  • Für kräftigeren Geschmack: Den fertigen Eintopf nach dem Kochen 5 Minuten mit geschlossenem Deckel stehen lassen. So verbinden sich die Aromen noch besser.

Varianten und Substitutionen

Mit geräucherten Würstchen: Statt grober Bratwürste können geräucherte Kochwürste verwendet werden. Dadurch bekommt die Brühe ein deutlich rauchigeres und kräftigeres Aroma.

Mit Wirsing: Weißkohl lässt sich in gleicher Menge durch Wirsing ersetzen. Wirsing ist etwas zarter und benötigt weniger Garzeit. Deshalb erst zusammen mit den Kartoffeln und Möhren in den Topf geben.

Mit mehr Gemüse: 150 g der Kartoffeln können durch zusätzliche Möhren oder Weißkohl ersetzt werden. Der Eintopf wird dadurch etwas leichter und weniger sämig.

Mit Geflügelbratwurst: Geflügelbratwürste funktionieren ebenfalls. Sie schmecken milder und sollten besonders sorgfältig vollständig durchgegart werden.

Etwas suppiger: Wer den Kartoffel-Würstchen-Topf lieber als klassische Suppe servieren möchte, erhöht die Gemüsebrühe von 750 ml auf etwa 950 ml. Die Garzeit bleibt weitgehend unverändert.

Aufbewahrung

Reste sollten nach dem Essen zügig abgekühlt und in einem gut verschlossenen Behälter im Kühlschrank aufbewahrt werden. Dort hält sich der Würstchen-Kartoffel-Topf etwa 2 Tage. Zum Aufwärmen in einen Topf geben und unter gelegentlichem Rühren vollständig durcherhitzen; bei Bedarf 50 bis 100 ml Wasser oder Brühe hinzufügen. Einfrieren ist grundsätzlich möglich, allerdings können Kartoffeln nach dem Auftauen etwas weicher oder körniger werden. Für die beste Konsistenz empfiehlt sich daher die Aufbewahrung im Kühlschrank.

Häufige Fragen

Welche Würstchen eignen sich am besten?

Grobe Bratwürste passen besonders gut, weil sie beim Anbraten kräftige Röstaromen entwickeln. Auch geräucherte Kochwürste funktionieren sehr gut und geben dem Eintopf einen intensiveren Geschmack.

Muss ich die Kartoffeln vorkochen?

Nein. Die Kartoffeln garen direkt in der Gemüsebrühe. Dadurch nehmen sie gleichzeitig Geschmack auf und geben etwas Stärke an die Flüssigkeit ab.

Was mache ich, wenn der Eintopf zu flüssig ist?

Den Topf am Ende 5 bis 8 Minuten ohne Deckel sanft weiterköcheln lassen. Zusätzlich können einige weiche Kartoffelstücke zerdrückt und unter die Brühe gerührt werden. So wird sie auf natürliche Weise etwas sämiger.

Kann ich den Würstchen-Kartoffel-Topf vorbereiten?

Ja. Das Gericht lässt sich vollständig vorkochen und später wieder erhitzen. Für eine gute Kartoffelstruktur ist es jedoch am besten, den Eintopf höchstens ein bis zwei Tage im Voraus zuzubereiten.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.