Japanische Ramen mit zartem Schweinefleisch, Ei und würziger Soja-Brühe
Japanische Ramen mit zartem Schweinefleisch, Ei und würziger Soja-Brühe
Eine dampfende Schüssel Ramen verbindet eine aromatische Brühe mit elastischen Nudeln, zartem Schweinefleisch und cremig-weichen Eiern. Diese Variante lässt sich auch ohne Spezialausrüstung zu Hause zubereiten und setzt auf eine kräftige Soja-Brühe, langsam gegartes Schweinefleisch, Frühlingszwiebeln, Bambussprossen und Nori. Besonders wichtig ist das richtige Timing: Die Brühe und das Fleisch dürfen in Ruhe garen, während Nudeln und Eier erst kurz vor dem Servieren fertiggestellt werden. So bleiben die Nudeln bissfest, das Eigelb angenehm weich und das Fleisch saftig. Eine großzügige, wärmende Mahlzeit für die ganze Familie.

Informationen praktisch
- Vorbereitung: 25 Minuten
- Ruhezeit: 15 Minuten
- Garzeit: ca. 1 Stunde 35 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 15 Minuten
- Portionen: 4
- Schwierigkeit: Mittel
- Benötigtes Kochgeschirr: großer Topf mit Deckel und separater Nudeltopf
Zutaten
Für Schweinefleisch und Brühe
- 600 g Schweinebauch ohne Schwarte
- 15 ml neutrales Pflanzenöl
- 1,5 Liter Hühnerbrühe
- 80 ml Sojasauce
- 30 ml Mirin
- 15 g frischer Ingwer
- 2 Knoblauchzehen
- 5 g Zucker
Für die Ramen-Eier
- 4 Eier, Größe M
- 40 ml Sojasauce
- 40 ml Wasser
- 10 ml Mirin
Für Nudeln und Toppings
- 400 g frische Ramen-Nudeln
- 120 g Bambussprossen, abgetropft
- 4 Frühlingszwiebeln
- 4 Nori-Blätter
Zubereitung
- Schweinefleisch anbraten. Den Schweinebauch trocken tupfen und in zwei große Stücke schneiden. Das Pflanzenöl in einem schweren Topf erhitzen. Das Fleisch hineingeben und bei mittlerer bis hoher Hitze insgesamt etwa 6–8 Minuten von allen Seiten kräftig anbraten. Die Oberfläche sollte deutlich gebräunt sein. Dadurch bekommt die spätere Brühe mehr Tiefe.
- Brühe ansetzen. Hühnerbrühe, 80 ml Sojasauce und 30 ml Mirin zum Schweinefleisch geben. Ingwer in dünne Scheiben schneiden, Knoblauch leicht andrücken und zusammen mit 5 g Zucker hinzufügen. Alles einmal aufkochen. Danach die Hitze reduzieren und den Topf teilweise abdecken. Das Fleisch etwa 75–85 Minuten sanft köcheln lassen. Die Flüssigkeit soll nur leicht blubbern, nicht stark kochen. Das Schweinefleisch ist fertig, wenn es sich leicht mit einem Messer einstechen lässt, aber beim Schneiden noch zusammenhält.
- Ramen-Eier zubereiten. Während das Fleisch gart, Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Die Eier vorsichtig hineingeben und genau 6½ Minuten kochen. Anschließend sofort in sehr kaltem Wasser abschrecken und nach einigen Minuten vorsichtig schälen. 40 ml Sojasauce, 40 ml Wasser und 10 ml Mirin vermischen. Die geschälten Eier darin mindestens 15 Minuten ziehen lassen und zwischendurch wenden. Für einen intensiveren Geschmack können sie länger marinieren.
- Fleisch und Toppings vorbereiten. Das gegarte Schweinefleisch aus der Brühe nehmen und etwa 10 Minuten ruhen lassen. Dadurch lässt es sich sauberer schneiden. Anschließend quer zur Faser in etwa 5–7 mm dicke Scheiben schneiden. Die Brühe durch ein feines Sieb gießen und zurück in den Topf geben. Bambussprossen abtropfen lassen und die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Die Eier längs halbieren.
- Brühe abschmecken und heiß halten. Die gefilterte Brühe erneut erhitzen und etwa 5 Minuten sanft köcheln lassen. Probieren: Durch Sojasauce und das gegarte Fleisch sollte sie bereits kräftig und würzig sein. Sie darf etwas intensiver schmecken, als man sie pur trinken würde, denn Nudeln und Toppings mildern den Geschmack später ab. Anschließend knapp unter dem Siedepunkt heiß halten.
- Ramen-Nudeln kochen. In einem separaten großen Topf reichlich Wasser sprudelnd aufkochen. Die frischen Ramen-Nudeln nach Packungsangabe garen; je nach Sorte benötigen sie meistens nur 2–4 Minuten. Währenddessen vier große Suppenschalen mit heißem Wasser vorwärmen. Die Nudeln abgießen und gut abtropfen lassen. Nicht lange stehen lassen, da sie sonst zusammenkleben und weich werden.
- Ramen sofort anrichten. Das Wasser aus den vorgewärmten Schalen wegschütten. Die Nudeln auf die vier Schalen verteilen und jeweils etwa 350 ml heiße Brühe darübergeben. Schweinefleisch, je zwei Eierhälften, Bambussprossen und Frühlingszwiebeln darauf anrichten. Je ein Nori-Blatt seitlich in die Brühe stecken. Die Ramen sofort servieren, solange Brühe und Nudeln richtig heiß sind.
Tipps für ein gelungenes Ramen
- Die Brühe nur sanft köcheln lassen: Starkes Kochen kann das Schweinefleisch trockener machen und die Brühe unnötig trüben.
- Nudeln separat kochen: Werden sie direkt in der Brühe gegart, gelangt viel Stärke hinein und die Brühe wird dicklicher.
- Schalen vorwärmen: Eine kalte Schüssel kühlt die Brühe überraschend schnell ab. Heißes Wasser vor dem Anrichten verhindert das.
- Nudeln zuletzt zubereiten: Sobald Ramen-Nudeln gekocht sind, sollten sie unmittelbar serviert werden. Langes Warten macht sie weich.
- Eier exakt timen: Für ein cremiges, noch leicht fließendes Eigelb sind etwa 6½ Minuten bei Eiern der Größe M ein guter Ausgangspunkt.
- Fleisch kurz ruhen lassen: Direkt aus der heißen Brühe geschnittener Schweinebauch kann leichter auseinanderfallen.
Varianten und Substitutionen
Mit Schweinenacken: Statt Schweinebauch können 600 g Schweinenacken verwendet werden. Er ist ebenfalls saftig, enthält aber weniger ausgeprägte Fettschichten. Je nach Dicke kann die Garzeit etwas variieren.
Mit getrockneten Ramen-Nudeln: Sind keine frischen Nudeln erhältlich, können etwa 320 g getrocknete Ramen-Nudeln verwendet werden. Unbedingt nach Packungsangabe kochen, da die Garzeit deutlich länger sein kann.
Ohne Mirin: Mirin lässt sich in dieser Rezeptur durch die gleiche Menge Wasser plus eine kleine zusätzliche Menge Zucker ersetzen. Das Aroma wird weniger komplex und etwas weniger typisch, die Grundbalance der Brühe bleibt jedoch erhalten.
Kräftigere Soja-Note: Wer eine intensivere Brühe bevorzugt, kann beim Servieren etwas von der Eiermarinade verwenden, sofern diese ausschließlich mit bereits gekochten und geschälten Eiern in Kontakt gekommen ist. Vorsichtig dosieren, damit die Brühe nicht zu salzig wird.
Conservation
Brühe und Schweinefleisch vollständig abkühlen lassen und spätestens innerhalb von 2 Stunden in den Kühlschrank stellen. Luftdicht verpackt sollten sie bei höchstens 4 °C innerhalb von 2 Tagen verbraucht werden. Die Brühe lässt sich gut einfrieren. Gekochte Ramen-Nudeln sollten dagegen möglichst frisch gegessen und nicht zusammen mit der Brühe gelagert werden, da sie Flüssigkeit aufnehmen und weich werden. Zum Aufwärmen die Brühe mit dem Fleisch vollständig durcherhitzen und anschließend frisch gekochte Nudeln hineingeben.
Häufige Fragen
Warum werden meine Ramen-Nudeln weich?
Meist stehen sie nach dem Kochen zu lange in der heißen Brühe. Nudeln deshalb wirklich erst zubereiten, wenn Brühe und sämtliche Toppings servierbereit sind.
Kann ich die Brühe am Vortag vorbereiten?
Ja. Das ist sogar sehr praktisch. Brühe und Schweinefleisch nach dem Abkühlen getrennt oder gemeinsam gut verschlossen kalt stellen und am nächsten Tag gründlich erhitzen. Nudeln erst unmittelbar vor dem Essen kochen.
Wie bekomme ich ein cremiges Eigelb?
Eier der Größe M etwa 6½ Minuten in kochendem Wasser garen und danach sofort gründlich kalt abschrecken. Bereits kleine Unterschiede bei Eiergröße und Ausgangstemperatur können das Ergebnis verändern.
Muss ich Nori mitkochen?
Nein. Nori wird erst beim Anrichten hinzugefügt. So bleibt ein Teil des Blattes zunächst trocken und aromatisch, während der Bereich in der heißen Brühe langsam weich wird.
