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Kissen wieder frisch und sauber: So wäschst du vergilbte Kopfkissen richtig

Kissen wieder frisch und sauber: So wäschst du vergilbte Kopfkissen richtig

Kissen wieder frisch und sauber: So wäschst du vergilbte Kopfkissen richtig

Vergilbte Kopfkissen sehen schnell ungepflegt aus, obwohl die Verfärbungen meist ganz alltägliche Ursachen haben: Schweiß, Hautfett, Pflegeprodukte und Feuchtigkeit sammeln sich mit der Zeit im Bezug und in der Füllung. Statt Flecken mit Pulver zu bestreuen, ist bei waschbaren Kissen eine gründliche, materialgerechte Wäsche die zuverlässigere Lösung. Mit Vollwaschmittel und – sofern das Pflegeetikett es erlaubt – Sauerstoffbleiche lassen sich viele gelbliche Rückstände deutlich reduzieren. Entscheidend sind die richtige Dosierung, genügend Platz in der Trommel und vollständiges Trocknen. Die folgende Methode eignet sich vor allem für waschbare Kissen mit Polyesterfüllung.

Kissen wieder frisch und sauber: So wäschst du vergilbte Kopfkissen richtig

Informationen zur Zubereitung

  • Vorbereitung: 15 Minuten
  • Einweichen: 60 Minuten
  • Waschen: etwa 60–90 Minuten, je nach Maschine
  • Trocknen: etwa 2–4 Stunden im Trockner oder deutlich länger an der Luft
  • Gesamtzeit: etwa 4–6 Stunden
  • Menge: 2 Kopfkissen
  • Schwierigkeit: Einfach
  • Benötigt: große Waschmaschine, Wanne oder großes Waschbecken, optional Wäschetrockner

Zutaten

Für die Vorbehandlung

  • 5 Liter warmes Wasser, etwa 40 °C
  • 50 g Sauerstoffbleiche auf Natriumpercarbonat-Basis, sofern laut Pflegeetikett geeignet

Für die Maschinenwäsche

  • 2 waschbare Kopfkissen mit Polyesterfüllung
  • 60 ml flüssiges Vollwaschmittel oder die vom Hersteller für eine normale Beladung empfohlene Menge

Für Feder-, Daunen-, Latex- oder Memory-Foam-Kissen gilt diese Anleitung nicht unverändert. Vor jeder Reinigung muss deshalb zuerst das Pflegeetikett geprüft werden.

Vorbereitung

  1. Pflegeetikett kontrollieren.
    Bevor Wasser oder Reinigungsmittel zum Einsatz kommen, das Etikett des Kissens lesen. Die folgende Methode ist für maschinenwaschbare Polyesterkissen gedacht, die bei 40 oder 60 °C gewaschen werden dürfen. Memory Foam und Latex gehören normalerweise nicht in die Waschmaschine. Bei Daunen und Federn sollte ausschließlich die dafür vorgesehene Pflegeanleitung befolgt werden. Kissen mit beschädigten Nähten zuerst reparieren, damit die Füllung während des Waschgangs nicht austritt.
  2. Vergilbungen vorbehandeln.
    In einer ausreichend großen Wanne 5 Liter etwa 40 °C warmes Wasser mit 50 g Sauerstoffbleiche mischen und das Pulver vollständig auflösen. Die Kissen – nur wenn Material und Pflegeetikett Sauerstoffbleiche zulassen – gleichmäßig anfeuchten und etwa 60 Minuten einweichen. Alle 15 Minuten vorsichtig wenden und unter Wasser drücken. Handschuhe sind dabei sinnvoll. Chlorbleiche sollte nicht verwendet werden: Sie kann Fasern und Füllmaterial schädigen.
  3. Kissen in die Waschmaschine geben.
    Die Kissen nach dem Einweichen vorsichtig ausdrücken, aber nicht verdrehen. Zwei Kissen gemeinsam in eine ausreichend große Trommel legen. Dadurch verteilt sich das Gewicht beim Schleudern besser. Die Trommel darf nicht so voll sein, dass die Kissen zusammengepresst werden. Bei einer kleinen Waschmaschine ist ein Waschsalon mit größerer Trommel die bessere Lösung.
  4. Mit Vollwaschmittel waschen.
    60 ml flüssiges Vollwaschmittel in das Waschmittelfach geben oder die auf der Verpackung angegebene Dosierung für Wasserhärte und Beladung verwenden. Kein zusätzliches Waschmittel hinzufügen: Zu viel davon lässt sich aus voluminösen Kissen nur schwer ausspülen. Das Pflegeprogramm des Herstellers wählen, idealerweise bei 60 °C, wenn das Etikett diese Temperatur ausdrücklich erlaubt. Andernfalls bei 40 °C waschen. Ein zusätzlicher Spülgang ist empfehlenswert, damit möglichst wenig Waschmittel in der Füllung zurückbleibt.
  5. Nach dem Waschen sorgfältig prüfen.
    Nach Programmende die Kissen herausnehmen und leicht zusammendrücken. Sie sollten nicht stark nach Waschmittel riechen oder sich seifig anfühlen. Ist noch Schaum vorhanden, einen zusätzlichen Spülgang ohne weiteres Waschmittel starten. Gelbliche Flecken können nach einer einzigen Wäsche deutlich heller sein, ältere Verfärbungen verschwinden jedoch nicht zwangsläufig vollständig.
  6. Kissen vollständig trocknen.
    Darf das Kissen laut Etikett in den Trockner, ein Schonprogramm mit niedriger Temperatur wählen. Die Kissen etwa alle 30 Minuten herausnehmen, kräftig aufschütteln und wieder hineinlegen. Insgesamt können je nach Größe und Maschine 2–4 Stunden erforderlich sein. Ohne Trockner die Kissen flach an einem gut belüfteten Ort trocknen und regelmäßig wenden. Sie müssen bis in den Kern vollkommen trocken sein, bevor sie wieder bezogen oder benutzt werden.
  7. Zum Schluss aufschütteln.
    Das vollständig trockene Kissen mehrmals von verschiedenen Seiten kräftig aufschütteln und die Füllung mit den Händen verteilen. Ein trockenes Polyesterkissen fühlt sich wieder locker an und weist keine kalten oder feuchten Bereiche im Inneren auf. Erst dann einen sauberen Kissenbezug aufziehen.

Tipps für ein gutes Ergebnis

  • Nicht einfach trockenes Reinigungspulver auf das Kissen streuen. Gegen tief sitzende Schweiß- und Fettablagerungen ist eine vollständige, materialgerechte Wäsche wirksamer.
  • Weniger Waschmittel ist oft besser. Überschüssiges Waschmittel kann in der dicken Füllung verbleiben und das Kissen unangenehm steif machen.
  • Das Pflegeetikett hat immer Vorrang. Temperatur, Schleuderdrehzahl und Trocknereignung unterscheiden sich je nach Füllung.
  • Kissen nicht überladen waschen. Wasser und Waschmittel müssen die gesamte Oberfläche erreichen können.
  • Besonders sorgfältig trocknen. Restfeuchtigkeit im Inneren kann unangenehme Gerüche und mikrobielles Wachstum begünstigen.
  • Einen zusätzlichen Spülgang nutzen. Das ist besonders bei dicken oder sehr saugfähigen Kissen hilfreich.

Varianten und Alternativen

Bei nur leicht vergilbten Polyesterkissen kann die Vorbehandlung mit Sauerstoffbleiche entfallen. Eine gründliche Maschinenwäsche mit Vollwaschmittel und zusätzlichem Spülgang reicht häufig aus.

Für weiße Baumwoll-Kissenbezüge kann Sauerstoffbleiche ebenfalls geeignet sein, sofern das Pflegeetikett dies zulässt. Abnehmbare Bezüge besser separat waschen, damit sie sich frei in der Trommel bewegen können.

Daunenkissen benötigen eine andere Behandlung. Nur waschen, wenn das Pflegeetikett Maschinenwäsche erlaubt, und ein für Daunen geeignetes Waschmittel verwenden. Vollwaschmittel und Sauerstoffbleiche sind hierfür keine pauschale Empfehlung.

Memory-Foam- und Latexkissen sollten nicht nach dieser Methode eingeweicht oder maschinell gewaschen werden. Der Schaum kann beschädigt werden oder so viel Wasser aufnehmen, dass eine vollständige Trocknung schwierig wird. Hier ausschließlich die Herstelleranleitung beachten.

Conservation

Saubere Kissen erst beziehen und lagern, wenn sie vollständig trocken sind. Für die Aufbewahrung eignet sich ein trockener, gut belüfteter Schrank; luftdichte Kunststoffbeutel sind bei möglicher Restfeuchtigkeit ungünstig. Ein waschbarer Kissenschoner zwischen Kissen und Bezug fängt Schweiß und Hautfett ab und lässt sich wesentlich häufiger reinigen. Kopfkissenbezüge sollten regelmäßig gewechselt werden. Das eigentliche Kissen wird entsprechend Pflegeetikett und Nutzung gereinigt, statt unnötig häufig gewaschen zu werden.

Fragen häufig gestellt

Kann Natron ein vergilbtes Kopfkissen wieder weiß machen?

Trocken aufgestreutes Natron kann Gerüche aufnehmen, entfernt aber tief sitzende gelbliche Schweiß- und Fettablagerungen nicht zuverlässig. Bei waschbaren weißen Polyesterkissen sind eine gründliche Wäsche und gegebenenfalls geeignete Sauerstoffbleiche sinnvoller.

Darf ich ein Kopfkissen bei 60 °C waschen?

Nur wenn das Pflegeetikett ausdrücklich 60 °C erlaubt. Diese Temperatur ist bei manchen Polyesterkissen möglich, andere dürfen lediglich bei 40 °C oder noch schonender gereinigt werden.

Warum ist mein Kissen nach dem Waschen klumpig?

Meist hat sich die Füllung während des Waschens und Trocknens zusammengeschoben. Das Kissen während des Trocknens wiederholt aufschütteln und verklumpte Bereiche vorsichtig mit den Fingern lockern. Bei beschädigter Füllung lässt sich die ursprüngliche Struktur allerdings nicht immer wiederherstellen.

Was tun, wenn gelbe Flecken nach dem Waschen bleiben?

Sehr alte Verfärbungen können dauerhaft sein. Wenn das Pflegeetikett Sauerstoffbleiche zulässt, kann die Vorbehandlung bei der nächsten Wäsche wiederholt werden. Stärkere Chemikalien oder höhere Temperaturen als vom Hersteller erlaubt sind keine gute Lösung, weil sie das Kissen beschädigen können.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.