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Haushaltstipps

Klebriger, übel riechender Wischmopp? Wasser allein reicht nicht – so wird der Moppkopf wieder hygienisch sauber

Klebriger, übel riechender Wischmopp? Wasser allein reicht nicht – so wird der Moppkopf wieder hygienisch sauber

Ein Wischmopp nimmt bei jeder Bodenreinigung Fett, Staub, Hautschuppen und andere organische Rückstände auf. Wird er anschließend nur mit Wasser ausgespült und feucht gelagert, können sich unangenehme Gerüche entwickeln und die Fasern klebrig werden. Statt sofort einen neuen Moppkopf zu kaufen, lohnt sich eine gründliche Reinigung. Mit Waschmittel, ausreichend warmem Wasser und – bei geeigneten weißen Fasern – Sauerstoffbleiche lassen sich viele Ablagerungen entfernen. Wichtig ist anschließend vor allem eines: Der Mopp muss vollständig trocknen.

Klebriger, übel riechender Wischmopp? Wasser allein reicht nicht – so wird der Moppkopf wieder hygienisch sauber

Die wichtigste Reinigung: warmes Wasser und Waschmittel gegen Schmutz und Fett

Für einen waschbaren Baumwoll- oder Mikrofaser-Moppkopf ist normales Voll- oder Colorwaschmittel meist die sinnvollste Grundlage. Die enthaltenen Tenside lösen Fett und Schmutz wesentlich besser als klares Wasser.

Sie brauchen:

  • 5 Liter warmes Wasser
  • etwa 30 ml flüssiges Waschmittel
  • einen ausreichend großen Eimer
  • Haushaltshandschuhe
  • klares Wasser zum Nachspülen

Bei Mikrofaser sollte ein Waschmittel ohne Weichspüler verwendet werden. Prüfen Sie außerdem immer das Pflegeetikett des Moppkopfs.

So gehen Sie vor

  1. Groben Schmutz entfernen. Haare, Fusseln und größere Rückstände zunächst vom trockenen oder leicht feuchten Moppkopf abnehmen.
  2. Waschlösung vorbereiten. 5 Liter etwa 40 °C warmes Wasser in einen Eimer geben und ungefähr 30 ml Flüssigwaschmittel gründlich darin verteilen.
  3. Mopp einweichen. Den abnehmbaren Moppkopf vollständig eintauchen und 30 Minuten einweichen. Zwischendurch mehrmals vorsichtig im Wasser bewegen.
  4. Gründlich ausspülen. Schmutzwasser entsorgen und den Mopp unter sauberem Wasser so lange ausspülen, bis kaum noch Schaum austritt. Anschließend möglichst viel Wasser ausdrücken oder gemäß Pflegeetikett schleudern.
  5. Vollständig trocknen. Den Moppkopf ausgebreitet an einem gut belüfteten Ort trocknen lassen. Nicht feucht in einen Eimer legen oder in einem geschlossenen Schrank verstauen.

Die Fasern sollten danach nicht mehr schmierig wirken und der typische abgestandene Geruch deutlich reduziert sein. Bei jahrelang verschmutzten oder beschädigten Fasern kann allerdings ein Austausch notwendig werden.

Weiße Moppfasern bei hartnäckigen Verschmutzungen mit Sauerstoffbleiche behandeln

Ist ein weißer, waschbarer Moppkopf stark vergraut oder riecht trotz normaler Wäsche weiterhin unangenehm, kann ein sauerstoffbasiertes Bleichmittel nach Herstellerangabe eingesetzt werden. Produkte auf Basis von Natriumpercarbonat setzen in Wasser aktiven Sauerstoff frei und unterstützen die Entfernung organischer Verfärbungen.

Als praktische Orientierung können bei einem geeigneten Produkt etwa 15–30 g auf 5 Liter warmes Wasser verwendet werden – die Dosierungsangabe auf der Verpackung hat jedoch immer Vorrang.

Den Mopp 30–60 Minuten einweichen und danach gründlich ausspülen beziehungsweise entsprechend dem Pflegeetikett waschen.

Nicht bei Wolle, empfindlichen Naturfasern, farbigen Mopps oder Materialien verwenden, deren Hersteller Sauerstoffbleiche ausschließt. Handschuhe tragen, Pulver nicht einatmen und Mittel außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren aufbewahren. Sauerstoffbleiche niemals mit Chlorbleiche oder anderen Reinigern vermischen.

Waschmaschine nutzen, wenn der Moppkopf dafür geeignet ist

Viele abnehmbare Moppköpfe dürfen in die Waschmaschine. Das ist besonders praktisch, weil Waschmittel, Bewegung und mehrere Spülgänge Schmutz zuverlässig aus den Fasern transportieren.

Zuerst das Pflegeetikett prüfen. Einen stark verschmutzten Moppkopf separat oder zusammen mit anderen Reinigungstextilien waschen – nicht mit Kleidung, Handtüchern oder Bettwäsche.

Für einen maschinenwaschbaren Mopp etwa 30–40 ml Waschmittel verwenden und die höchste vom Hersteller erlaubte Temperatur einstellen. Häufig sind 40 oder 60 °C zulässig, aber das Material entscheidet. Bei Mikrofaser keinen Weichspüler hinzufügen: Er kann sich auf den feinen Fasern ablagern und deren Reinigungsleistung beeinträchtigen.

Nach Programmende den Mopp sofort herausnehmen und vollständig trocknen lassen. Bleibt er stundenlang feucht in der Trommel, können schnell wieder muffige Gerüche entstehen.

Nach jedem Putzen richtig ausspülen und trocknen

Die beste Methode gegen einen stinkenden Wischmopp beginnt direkt nach dem Bodenwischen. Sobald das Schmutzwasser dunkel wird, sollte der Mopp nicht darin stehen bleiben.

Nach dem Putzen den Moppkopf zunächst unter reichlich klarem, warmem Wasser ausspülen. Bei fettigen Böden 2–3 ml mildes Flüssigwaschmittel auf etwa 1 Liter Wasser geben, den Mopp einige Minuten darin bewegen und anschließend sorgfältig klarspülen.

Danach so viel Wasser wie möglich entfernen und die Fasern locker ausbreiten. Ideal ist ein luftiger Platz, an dem der Mopp von allen Seiten trocknen kann.

Ein dauerhaft feuchter Mopp bietet Mikroorganismen wesentlich bessere Wachstumsbedingungen. Deshalb bringt selbst eine gründliche Reinigung wenig, wenn der Mopp danach wieder nass im Putzeimer liegen bleibt.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Nur mit Wasser spülen: Wasser entfernt losen Schmutz, löst aber fettige und klebrige Rückstände häufig nicht ausreichend. Waschmittel ist dafür deutlich geeigneter.

Weichspüler bei Mikrofaser verwenden: Er kann die feinen Fasern beschichten und dadurch die Schmutzaufnahme verschlechtern.

Den Mopp feucht lagern: Ein zusammengedrückter, nasser Mopp trocknet langsam und kann schon nach kurzer Zeit wieder unangenehm riechen.

Zu heiß waschen: Nicht jeder Kunststoffhalter, Klebstoff oder jede Faser verträgt 60 °C. Immer die maximale Waschtemperatur des Herstellers beachten.

Reinigungsmittel miteinander mischen: Insbesondere chlorhaltige Bleiche niemals mit Essig, Säuren, Ammoniak oder anderen Reinigern kombinieren. Solche Mischungen können gefährliche Gase freisetzen.

Für noch bessere Ergebnisse

Bei einem häufig verwendeten Mopp lohnt sich je nach Verschmutzung eine gründliche Wäsche nach mehreren Einsätzen, statt erst auf starken Geruch zu warten.

Für Küche und stark fettbelastete Bereiche kann ein eigener Mopp sinnvoll sein. So werden Rückstände nicht unnötig zwischen verschiedenen Wohnbereichen verteilt.

Ist der Moppkopf trotz gründlicher Wäsche dauerhaft schmierig, riecht nach vollständigem Trocknen weiterhin stark oder beginnen die Fasern zu zerfallen, sollte er ersetzt werden.

Weil der Mopp allein selten reicht, lohnt sich anschließend der Blick auf den Belag selbst: Der Beitrag über hartnäckigen Schmutz und Fettfilm auf Fliesen erklärt, warum der Boden stumpf bleibt. Für Ecken und Kanten, an die der Mopp nicht kommt, hilft der vergessene Socken-Trick gegen Staub.

Kurz beantwortet

Hilft Essig gegen einen stinkenden Wischmopp?

Essig kann manche Ablagerungen beeinflussen, ist aber kein notwendiger Bestandteil dieser Methode und sollte nicht als zuverlässiges Desinfektionsmittel betrachtet werden. Waschmittel, gründliches Spülen und vollständiges Trocknen sind die wichtigeren Maßnahmen.

Kann ich den Mopp bei 60 °C waschen?

Nur wenn das Pflegeetikett 60 °C ausdrücklich zulässt. Für geeignete Baumwoll- oder Mikrofasermodelle kann diese Temperatur sinnvoll sein; Kunststoffteile oder bestimmte Fasern können jedoch empfindlicher sein.

Warum riecht der Mopp schon kurz nach der Reinigung wieder?

Meist bleibt zu viel Feuchtigkeit zwischen den Fasern oder organischer Schmutz wurde nicht vollständig ausgewaschen. Gründlich waschen, sorgfältig ausspülen und anschließend offen trocknen lassen.

Wann sollte ein Moppkopf ausgetauscht werden?

Wenn Fasern zerfallen, dauerhaft verklebt bleiben oder selbst nach gründlicher Wäsche und vollständiger Trocknung stark riechen, ist ein Austausch vernünftiger als immer aggressivere Reinigungsmittel einzusetzen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.