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Haushaltstipps

So wird ein schmutziger Wischmopp wieder sauber: Diese einfache Reinigung löst tief sitzenden Schmutz

So wird ein schmutziger Wischmopp wieder sauber: Diese einfache Reinigung löst tief sitzenden Schmutz

Ein Wischmopp nimmt bei jeder Bodenreinigung Staub, Fett, Haare und feinen Straßenschmutz auf. Einfaches Ausspülen unter dem Wasserhahn reicht deshalb häufig nicht aus. Mit der Zeit werden die Fasern grau, riechen unangenehm und verteilen beim nächsten Wischen sogar Rückstände auf dem Boden. Mit warmem Wasser und einem geeigneten Waschmittel lässt sich ein waschbarer Moppkopf jedoch gründlich reinigen. Wichtig sind die richtige Temperatur, eine passende Dosierung und vollständiges Trocknen.

So wird ein schmutziger Wischmopp wieder sauber: Diese einfache Reinigung löst tief sitzenden Schmutz

Die gründliche Reinigung mit warmem Wasser und Waschmittel

Für die meisten waschbaren Mikrofaser- oder Baumwollmopps ist ein Einweichbad die einfachste Methode. Dabei lösen Wasser und Waschmittel Fett sowie Schmutzpartikel aus den Fasern. Vorher unbedingt das Pflegeetikett beziehungsweise die Herstellerangaben prüfen.

Das wird benötigt

  • 4 Liter warmes Wasser
  • 20–30 ml flüssiges Voll- oder Colorwaschmittel
  • ein sauberer Eimer oder ein ausreichend großes Waschbecken
  • Haushaltshandschuhe
  • klares Wasser zum Nachspülen

Das Wasser sollte etwa 40 °C warm sein. Nur wenn der Hersteller ausdrücklich höhere Temperaturen erlaubt, darf heißer gewaschen werden.

So geht es Schritt für Schritt

  1. Groben Schmutz entfernen. Haare, Fusseln und größere Schmutzreste mit Handschuhen aus dem trockenen oder ausgespülten Moppkopf entfernen.
  2. Reinigungslösung ansetzen. 4 Liter etwa 40 °C warmes Wasser mit 20–30 ml Waschmittel vermischen. Nicht überdosieren, denn Waschmittelreste lassen sich aus dichten Fasern nur schwer ausspülen.
  3. Mopp einweichen. Den abnehmbaren Moppkopf vollständig eintauchen und etwa 30 Minuten einwirken lassen. Zwischendurch zwei- bis dreimal vorsichtig im Wasser bewegen.
  4. Gründlich ausspülen. Anschließend unter klarem Wasser so lange ausspülen, bis keine sichtbaren Waschmittelreste oder Schaumbildung mehr vorhanden sind.
  5. Vollständig trocknen. Überschüssiges Wasser ausdrücken, ohne empfindliche Fasern gewaltsam zu verdrehen. Den Mopp anschließend luftig aufhängen und komplett trocknen lassen.

Die Fasern sollten danach sichtbar sauberer sein und keinen muffigen Geruch mehr aufweisen. Dauerhafte Verfärbungen können allerdings zurückbleiben, obwohl der Mopp hygienisch sauber ist.

Waschmaschine nutzen, wenn der Hersteller es erlaubt

Viele abnehmbare Mikrofaser-Moppbezüge dürfen in die Waschmaschine. Das ist besonders praktisch, wenn der Mopp regelmäßig stark verschmutzt wird.

Vor dem Waschen Haare und groben Schmutz entfernen. Den Moppkopf am besten in einen Waschbeutel geben. 20–30 ml Flüssigwaschmittel reichen bei einer kleinen Beladung meist aus; bei einer normalen Maschinenladung richtet sich die Menge nach Waschmittelhersteller, Wasserhärte und Verschmutzung.

Die vom Mopphersteller angegebene Temperatur einhalten – häufig sind 40 oder 60 °C zulässig.

Bei Mikrofaser keinen Weichspüler verwenden. Er kann sich auf die feinen Fasern legen und ihre Aufnahmefähigkeit vermindern. Auch der Trockner sollte nur verwendet werden, wenn das Pflegeetikett ihn ausdrücklich erlaubt.

Natron gegen hartnäckige Gerüche richtig einsetzen

Wenn ein waschbarer Mopp trotz normaler Reinigung unangenehm riecht, kann Natron eine zusätzliche Hilfe sein.

Dafür 2 Esslöffel, etwa 30 g, Natron in 4 Liter warmem Wasser vollständig auflösen. Den zuvor ausgespülten Moppkopf hineinlegen und etwa 30–60 Minuten einweichen lassen. Danach sehr gründlich mit klarem Wasser ausspülen und vollständig an der Luft trocknen.

Natron hilft insbesondere dabei, Gerüche zu reduzieren und leichte Verschmutzungen zu lösen. Es ersetzt bei einem stark fettigen Mopp jedoch kein Waschmittel.

Die Methode eignet sich für viele robuste Baumwoll- und Kunstfaserbezüge. Bei empfindlichen Materialien oder speziellen Beschichtungen vorher die Herstellerhinweise beachten. Natron außerdem außerhalb der Reichweite kleiner Kinder und Haustiere aufbewahren.

Nach jedem Bodenwischen richtig nachspülen

Der beste Trick gegen einen dauerhaft schmutzigen Mopp ist, Verschmutzungen gar nicht erst über mehrere Anwendungen in den Fasern eintrocknen zu lassen.

Direkt nach dem Wischen den Moppkopf zunächst unter reichlich klarem, lauwarmem Wasser ausspülen. Dabei die Fasern mehrfach zusammendrücken, bis das austretende Wasser weitgehend klar bleibt.

Bei stärkerer Verschmutzung können 2–3 ml mildes Flüssigwaschmittel auf 2 Liter Wasser gegeben werden. Den Mopp etwa 10 Minuten darin bewegen beziehungsweise einweichen, anschließend sorgfältig klarspülen.

Danach niemals nass im Eimer stehen lassen. Feuchte, dicht zusammengedrückte Fasern trocknen langsam und können unangenehm riechen. Besser ist ein luftiger Platz, an dem der Moppkopf vollständig durchtrocknen kann.

Essig ist nicht für jeden Mopp die beste Lösung

Essig wird häufig als universelles Hausmittel empfohlen, ist bei Mopps aber keineswegs immer notwendig. Säure kann bestimmte Materialien, Beschichtungen oder Bestandteile des Mopps angreifen. Für die regelmäßige Reinigung sind deshalb Wasser und geeignetes Waschmittel die verlässlichere Wahl.

Wer Essig verwenden möchte, sollte zunächst die Herstellerangaben prüfen und ihn niemals unverdünnt einsetzen.

Besonders wichtig: Essig oder andere Säuren dürfen niemals mit chlorhaltigen Bleich- oder Reinigungsmitteln gemischt werden. Dabei können gefährliche Chlorgase entstehen.

Auch verschiedene Haushaltsreiniger sollten grundsätzlich nicht auf Verdacht miteinander kombiniert werden.

Fehler, die man vermeiden sollte

Zu heißes Wasser verwenden: Sehr heißes Wasser kann Kunststoffteile verformen und manche Mikrofasern beschädigen. Die maximal zulässige Temperatur steht in den Pflegehinweisen.

Zu viel Waschmittel nehmen: Mehr Waschmittel bedeutet nicht automatisch mehr Sauberkeit. Rückstände können in den Fasern verbleiben und später Schlieren auf dem Boden verursachen.

Weichspüler für Mikrofaser verwenden: Er kann die feinen Fasern beschichten und dadurch die Schmutz- und Wasseraufnahme verschlechtern.

Den Mopp feucht lagern: Ein zusammengerollter oder im Eimer liegender feuchter Mopp entwickelt schneller unangenehme Gerüche.

Reinigungsmittel mischen: Insbesondere Chlorreiniger niemals mit Essig, Zitronensäure oder anderen sauren Produkten kombinieren.

Für noch bessere Ergebnisse

Bei einem stark beanspruchten Küchenmopp lohnt sich eine gründliche Reinigung nach jedem Einsatz, weil sich dort besonders leicht Fett in den Fasern sammelt. Wie der Fettfilm vom Boden selbst verschwindet, beschreibt Fliesen wieder sauber bekommen: So verschwinden hartnäckiger Schmutz und Fettfilm ohne aggressives Schrubben.

Für Bad und andere Bereiche kann ein separater Moppkopf sinnvoll sein. Dadurch werden Verschmutzungen nicht unnötig zwischen verschiedenen Räumen verteilt.

Ist ein Moppkopf trotz gründlicher Reinigung dauerhaft beschädigt, riecht weiterhin stark oder verliert Fasern, sollte er ersetzt werden.

Häufige Fragen

Wie lange sollte ein stark verschmutzter Mopp einweichen?

Mit warmem Wasser und Waschmittel reichen normalerweise etwa 30 Minuten. Längeres Einweichen bringt bei vielen Materialien keinen zusätzlichen Vorteil.

Kann ich einen Mikrofaser-Mopp bei 60 °C waschen?

Nur wenn der Hersteller diese Temperatur ausdrücklich erlaubt. Manche Modelle vertragen 60 °C, andere sollten lediglich bei 40 °C gewaschen werden.

Warum riecht der Mopp nach dem Waschen noch unangenehm?

Häufig wurde er nicht ausreichend ausgespült oder ist zu langsam getrocknet. Eine Natronbehandlung und anschließendes vollständiges Trocknen können helfen. Kommt der muffige Geruch aus der Maschine, hilft Seit ich meine Waschmaschine so reinige, sind unangenehme Gerüche verschwunden.

Muss ein verfärbter Mopp wieder vollkommen weiß werden?

Nein. Manche Flecken und Verfärbungen bleiben dauerhaft in den Fasern. Entscheidend ist, dass Schmutz und Rückstände entfernt wurden und der Mopp nach dem vollständigen Trocknen sauber und geruchsfrei ist.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.