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Traditionelle Rezepte & bewährte Haushaltstipps wie von Oma

Desserts nach Großmutters Art

Knusprige Baklava mit Pistazien, Walnüssen und Mandeln – herrlich saftig mit Honig-Orangenblüten-Sirup

Knusprige Baklava mit Pistazien, Walnüssen und Mandeln – herrlich saftig mit Honig-Orangenblüten-Sirup

Knusprige Baklava mit Pistazien, Walnüssen und Mandeln – herrlich saftig mit Honig-Orangenblüten-Sirup

Diese hausgemachte Baklava verbindet hauchdünnen, knusprig gebackenen Filoteig mit einer üppigen Füllung aus Pistazien, Walnüssen und Mandeln. Butter sorgt für die goldene, blättrige Oberfläche, während Honig und Orangenblütenwasser nach dem Backen für eine angenehm saftige Konsistenz und ein feines Aroma sorgen. Etwas Zimt rundet die Nussfüllung ab, ohne ihren Geschmack zu überdecken. Die Zubereitung ist auch für Anfänger gut machbar: Entscheidend sind sorgfältig gebutterte Teigschichten, gleichmäßig gehackte Nüsse und das Schneiden vor dem Backen. Nach einigen Stunden Ruhe verbinden sich Sirup, Nüsse und knuspriger Teig besonders schön.

Knusprige Baklava mit Pistazien, Walnüssen und Mandeln – herrlich saftig mit Honig-Orangenblüten-Sirup

Informationen zum Rezept

  • Vorbereitung: 35 Minuten
  • Ruhezeit: mindestens 4 Stunden
  • Backzeit: 35–40 Minuten
  • Zeit ohne Ruhephase: ca. 1 Stunde 15 Minuten
  • Gesamtzeit inklusive Ruhephase: ca. 5 Stunden 15 Minuten
  • Portionen: ca. 20 Stück
  • Schwierigkeit: mittel
  • Form: rechteckige Backform, ca. 30 × 22 cm
  • Backofen: 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft

Zutaten

Für die Baklava

  • 10 Blätter Filoteig, insgesamt etwa 250–300 g
  • 150 g Butter, geschmolzen
  • 150 g Mandeln, geschält und ungeröstet
  • 250 g Walnusskerne
  • 125 g geschälte, ungesalzene Pistazien
  • 100 g Zucker
  • 2 TL gemahlener Zimt

Für den Sirup

  • 200 g Honig
  • 60 ml Orangenblütenwasser, entsprechend etwa 4 EL

Zubereitung

  1. Nussfüllung vorbereiten.
    Mandeln, Walnüsse und etwa 100 g der Pistazien mit einem Messer oder in kurzen Intervallen in einer Küchenmaschine grob hacken. Die Mischung soll körnig bleiben und keinesfalls zu Nussmehl oder einer Paste werden. Die restlichen 25 g Pistazien etwas feiner hacken und für die Dekoration beiseitestellen. Die grob gehackten Nüsse mit Zucker und Zimt gründlich vermischen.
  2. Form und Filoteig vorbereiten.
    Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze beziehungsweise 160 °C Umluft vorheizen. Die Butter bei niedriger Temperatur schmelzen. Den Boden und die Seiten einer etwa 30 × 22 cm großen Backform dünn mit etwas geschmolzener Butter bestreichen. Die Filoblätter auf die Größe der Form zuschneiden, falls sie deutlich größer sind. Nicht benötigte Blätter während der Arbeit abdecken, damit sie nicht austrocknen und brechen.
  3. Untere Teigschichten aufbauen.
    Ein Filoblatt in die Form legen und dünn mit geschmolzener Butter bestreichen. Dies mit insgesamt 5 Filoblättern wiederholen. Dabei jedes einzelne Blatt mit Butter bestreichen, besonders an den Rändern. Die Butter nicht in dicken Mengen aufgießen – eine dünne, gleichmäßige Schicht genügt und sorgt später für die typische blättrige Struktur.
  4. Nussfüllung verteilen.
    Die vorbereitete Mischung aus Mandeln, Walnüssen, Pistazien, Zucker und Zimt gleichmäßig auf den fünf Teigschichten verteilen. Mit der Rückseite eines Löffels vorsichtig glätten, aber nicht fest zusammendrücken. Die Füllung sollte überall ungefähr gleich hoch sein, damit sich die fertigen Stücke später sauber schneiden und servieren lassen.
  5. Obere Schichten auflegen und schneiden.
    Die übrigen 5 Filoblätter einzeln auf die Nussfüllung legen und jedes Blatt wiederum dünn mit Butter bestreichen. Auch das oberste Blatt sorgfältig mit der restlichen Butter bepinseln. Anschließend die ungebackene Baklava mit einem sehr scharfen Messer vollständig in etwa 20 rechteckige oder quadratische Stücke schneiden. Dabei langsam durch alle Teigschichten bis zum Boden der Form schneiden. Das Schneiden vor dem Backen verhindert, dass die knusprige Oberfläche später stark zerbricht.
  6. Goldbraun backen.
    Die Form auf die mittlere Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und die Baklava 35–40 Minuten backen. Sie ist fertig, wenn die Oberfläche gleichmäßig goldbraun aussieht und die einzelnen Filoteigschichten sichtbar knusprig geworden sind. Wird die Oberfläche bereits deutlich früher dunkel, die Temperatur etwas reduzieren. Eine blasse Baklava dagegen einige Minuten länger backen.
  7. Sirup auftragen und ruhen lassen.
    Kurz vor Ende der Backzeit den Honig bei sehr niedriger Hitze vorsichtig erwärmen, bis er dünnflüssiger ist. Nicht stark kochen. Vom Herd nehmen und das Orangenblütenwasser einrühren. Die Baklava direkt nach dem Backen aus dem Ofen nehmen und den Honigsirup langsam und gleichmäßig entlang der Schnittlinien und über die Oberfläche verteilen. Mit den restlichen 25 g gehackten Pistazien bestreuen. Mindestens 4 Stunden bei Raumtemperatur ruhen lassen, damit sich der Sirup gleichmäßig verteilt.

Tipps für eine gelungene Baklava

  • Filoteig vor dem Austrocknen schützen: Die Blätter sind extrem dünn. Während der Verarbeitung sollten die noch nicht verwendeten Blätter immer abgedeckt bleiben.
  • Nüsse nur grob hacken: Zu fein gemahlene Nüsse ergeben eine kompakte Füllung. Kleine Stückchen sorgen für mehr Biss und eine schönere Schnittfläche.
  • Jede Lage dünn buttern: Das ist entscheidend für getrennte, knusprige Teigschichten. Zu viel Butter macht die Baklava dagegen unnötig schwer.
  • Vor dem Backen schneiden: Nach dem Backen ist Filoteig sehr spröde. Vorgezeichnete und vollständig durchgeschnittene Portionen lassen sich wesentlich sauberer herausnehmen.
  • Sirup langsam verteilen: Besonders entlang der Schnittlinien kann er gut zwischen die Schichten laufen.
  • Geduld beim Ruhen: Direkt aus dem Ofen schmeckt die Baklava bereits gut, ihre endgültige Konsistenz entwickelt sie aber erst nach mehreren Stunden.

Varianten und Substitutionen

Mehr Pistazien: Ein Teil der Walnüsse kann durch die gleiche Menge Pistazien ersetzt werden. Dadurch wird die Füllung grüner und der Pistaziengeschmack intensiver.

Nur Walnüsse und Mandeln: Die Pistazien können vollständig durch Walnüsse oder Mandeln ersetzt werden. Die Konsistenz bleibt ähnlich, allerdings verändert sich das Aroma deutlich.

Weniger Zimt: Wer das Gewürz nur dezent wahrnehmen möchte, reduziert die Menge von 2 auf 1 TL. Die Zubereitung bleibt ansonsten unverändert.

Kleinere Stücke: Statt 20 größeren Portionen kann die Baklava vor dem Backen in etwa 24 kleinere Stücke geschnitten werden. Die Backzeit ändert sich dadurch kaum.

Conservation

Vollständig ausgekühlte Baklava lässt sich in einem gut verschlossenen Behälter etwa 3–4 Tage bei kühler Raumtemperatur aufbewahren. In einer sehr warmen Küche sollte sie im Kühlschrank gelagert werden; dort verliert der Filoteig allerdings etwas von seiner Knusprigkeit. Vor dem Servieren kann sie wieder auf Raumtemperatur gebracht werden. Zum Einfrieren die einzelnen Stücke luftdicht verpacken und bis zu etwa 2 Monate lagern. Langsam bei Raumtemperatur auftauen lassen. Ein erneutes Übergießen mit Sirup ist nicht notwendig.

Häufige Fragen

Warum wird meine Baklava nicht knusprig?

Häufig liegt es an zu viel Butter zwischen den Filoblättern oder daran, dass die Baklava zu kurz gebacken wurde. Die Oberfläche sollte vor dem Herausnehmen deutlich goldbraun und trocken wirken.

Muss ich die Nüsse vorher rösten?

Nein. Für diese Variante werden die Mandeln, Walnüsse und Pistazien ungeröstet verwendet. Während der Backzeit entwickeln sie zusammen mit Butter und Filoteig ausreichend Röstaromen.

Warum wird die Baklava vor dem Backen geschnitten?

Nach dem Backen ist der Filoteig ausgesprochen knusprig und kann beim Schneiden leicht zerbrechen. Die vorbereiteten Schnittlinien erleichtern außerdem das Eindringen des Honigsirups.

Kann ich die Baklava am Vortag zubereiten?

Ja. Das ist sogar sehr praktisch, weil der Honig-Orangenblüten-Sirup mehrere Stunden Zeit bekommt, sich zwischen den Schichten zu verteilen. Die Baklava vollständig auskühlen lassen, abdecken und bis zum nächsten Tag ruhen lassen.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.