Lorbeer-Zimt-Tee selber machen: Ein einfaches Rezept für eine aromatische Tasse
Lorbeer-Zimt-Tee selber machen: Ein einfaches Rezept für eine aromatische Tasse
Wenn es draußen kühl ist oder du dir eine würzige Pause gönnen möchtest, ist ein warmer Aufguss aus Lorbeer und Zimt schnell zubereitet. Die Zutaten kennst du vielleicht aus der Küche; im heißen Wasser geben sie ein kräftiges, angenehm würziges Aroma ab. Hier findest du ein einfaches Grundrezept, passende Variationen und wichtige Hinweise zur sicheren Verwendung. Als Getränk kann der Tee schmecken und wärmen – eine Behandlung von Krankheiten ersetzt er nicht.

Die Grundzubereitung: Lorbeer und Zimt schonend aufgießen
Für zwei Tassen brauchst du 500 ml Wasser, zwei getrocknete Lorbeerblätter in Lebensmittelqualität und eine kleine Zimtstange. Ceylon-Zimt ist eine gute Wahl für den gelegentlichen Aufguss. Bei Cassia-Zimt kann der natürliche Inhaltsstoff Cumarin in größeren Mengen problematisch für die Leber sein; bei Lebererkrankungen solltest du regelmäßig größere Zimtmengen nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden.
- Zutaten prüfen: Verwende nur Lorbeerblätter, die als Lebensmittel verkauft werden. Zierpflanzen sind nicht automatisch essbar. Spüle die Blätter kurz unter fließendem Wasser ab und brich die Zimtstange einmal durch, damit sie ihr Aroma besser abgibt.
- Wasser erhitzen: Gib 500 ml Wasser in einen kleinen Topf und bringe es zum Kochen. Nimm den Topf kurz von der heißen Herdplatte, bevor du Lorbeer und Zimt hineingibst.
- Sanft köcheln lassen: Lass die Mischung bei niedriger Hitze etwa 8 Minuten leicht ziehen. Sie soll nur sanft simmern und nicht stark sprudelnd kochen. So verteilt sich das Gewürzaroma, ohne dass das Wasser unnötig stark verdampft.
- Abseihen und servieren: Nimm den Topf vom Herd und lass den Aufguss weitere 5 Minuten zugedeckt stehen. Gieße ihn anschließend durch ein feines Sieb in Tassen. Lorbeerblätter und Zimtstange nicht mittrinken oder zerkauen.
Der Tee ist fertig, wenn das Wasser eine goldbraune Farbe angenommen hat und deutlich nach Gewürzen duftet. Wenn dir der Geschmack zu kräftig ist, verdünne ihn mit etwas heißem Wasser. Verwende nicht einfach zusätzliche Blätter oder mehrere Zimtstangen, um vermeintliche Gesundheitswirkungen zu verstärken: Für solche Anwendungen ist die Wirkung nicht zuverlässig belegt. Das NCCIH sieht keine klare wissenschaftliche Grundlage dafür, Zimt zur Behandlung eines Gesundheitszustands einzusetzen.
Milderer Geschmack mit weniger Zimt
Wenn dir der Aufguss zu intensiv ist, verwende nur ein kleines Stück Zimtstange – etwa 2 bis 3 cm – und lass es zusammen mit zwei Lorbeerblättern 5 Minuten in 500 ml heißem Wasser ziehen. Danach abseihen und probieren. Die kürzere Ziehzeit ergibt ein leichteres Gewürzaroma; zusätzliche Süße ist nicht nötig. Möchtest du den Geschmack abrunden, gib erst in die trinkfertige, leicht abgekühlte Tasse einen Teelöffel Honig. Honig gehört nicht in kochendes Wasser, wenn sein feines Aroma erhalten bleiben soll. Für Babys unter zwölf Monaten ist Honig ungeeignet.
Mit frischer Zitrone variieren
Zitrone passt geschmacklich gut zu den warmen Gewürzen, ist aber kein notwendiger Bestandteil des Rezepts. Bereite den Grundaufguss zu und gib erst nach dem Abseihen ein bis zwei Teelöffel Zitronensaft in die Tasse. So kannst du die Säuremenge leicht anpassen. Verwende keine Zitronenschale, wenn sie nicht gründlich gewaschen und für den Verzehr geeignet ist. Bei empfindlichem Magen kann ein saures Getränk unangenehm sein; dann lässt du die Zitrone einfach weg. Diese Variation verändert den Geschmack, macht den Tee aber nicht zu einem Heilmittel.
Kleine Menge frisch zubereiten
Am aromatischsten schmeckt der Aufguss direkt nach der Zubereitung. Wenn etwas übrig bleibt, fülle ihn nach dem Abkühlen in ein sauberes, verschließbares Gefäß und stelle es in den Kühlschrank. Trink den Rest innerhalb von 24 Stunden und erhitze nur die Menge, die du trinken möchtest, einmal gründlich. Lass den Topf nicht stundenlang bei Zimmertemperatur stehen; Wärme und lange Standzeiten beeinträchtigen Geschmack und Hygiene. Bewahre Lorbeerblätter und Zimtstangen außerdem trocken, gut verschlossen und außerhalb der Reichweite kleiner Kinder und Haustiere auf.
Fehler, die du vermeiden solltest
- Zu viele Gewürze verwenden: Ein sehr starker Aufguss schmeckt schnell bitter und ist nicht automatisch wirksamer. Halte dich an die Mengen im Grundrezept.
- Lorbeerblätter mittrinken: Ganze Blätter sind hart und können beim Verschlucken unangenehm oder gefährlich werden. Immer abseihen.
- Unbekannten Gartenlorbeer verwenden: Nicht jede ähnlich aussehende Pflanze ist Küchenlorbeer. Nutze ausschließlich sicher identifizierte Lebensmittelware.
- Den Tee als Therapie ansehen: Er senkt nicht nachweislich Blutzucker, Cholesterin oder Harnsäure und behandelt keine Gelenkbeschwerden. Verordnete Medikamente nicht absetzen oder verändern.
- Stark konzentrierte Mengen täglich trinken: Besonders bei Lebererkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte eine medizinische Fachperson zu größeren oder häufigen Mengen befragt werden. Zimt in üblichen Lebensmittelmengen gilt als wahrscheinlich sicher; höhere Mengen oder lange Anwendung können Beschwerden verursachen.
Für noch mehr Genuss
- Serviere den Aufguss in einer vorgewärmten Tasse, damit er langsamer abkühlt.
- Bereite lieber eine kleine frische Menge zu, statt den Tee stundenlang warmzuhalten.
- Bei empfindlichem Geschmack reduzierst du zuerst die Ziehzeit, bevor du die Zutaten veränderst.
Häufige Fragen
Kann Lorbeer-Zimt-Tee den Blutzucker senken?
Dafür gibt es keine verlässliche Grundlage, die diesen Aufguss als Behandlung empfiehlt. Bei Diabetes gelten die ärztlich vereinbarten Maßnahmen und Medikamente.
Wie oft kann ich den Tee trinken?
Als gelegentliches aromatisches Getränk kannst du eine Tasse genießen. Eine medizinisch wirksame oder sichere Tagesdosis für eine regelmäßige Behandlung ist nicht belegt.
Darf ich den Tee während der Schwangerschaft trinken?
Gewürze in üblichen Lebensmittelmengen sind etwas anderes als konzentrierte oder regelmäßig medizinisch verwendete Mengen. Bei Unsicherheit frag deine Ärztin, deinen Arzt oder deine Hebamme.
Kann ich gemahlene Zimt- und Lorbeerblätter verwenden?
Für dieses Rezept eignen sich ganze Blätter und eine Zimtstange besser, weil sie sich anschließend vollständig abseihen lassen. Gemahlene Gewürze bleiben als Rückstände in der Tasse.
