Pistazien-Tartelettes mit Mascarponecreme und flüssigem Pistazienkern
Pistazien-Tartelettes mit Mascarponecreme und flüssigem Pistazienkern
Diese kleinen Pistazien-Tartelettes verbinden gleich mehrere Texturen: einen knusprigen Mürbeteigboden, eine weiche Pistazienfüllung, eine luftige Mascarpone-Sahne-Creme und einen intensiv grünen Pistazienkern. Beim Anschneiden läuft die cremige Pistazienfüllung leicht heraus und bildet einen schönen Kontrast zur festen, hellen Creme. Die Tartelettes wirken aufwendig, lassen sich aber mit etwas Ruhe gut zu Hause vorbereiten. Besonders praktisch ist, dass die Böden schon am Vortag gebacken werden können. Gut gekühlt schmecken die kleinen Törtchen frisch, nussig und angenehm cremig – ideal als Dessert für Gäste oder für einen besonderen Nachmittagskaffee.
Informationen zur Zubereitung
- Vorbereitung: 45 Minuten
- Ruhezeit: 1 Stunde 30 Minuten
- Backzeit: 18–20 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 35 Minuten
- Portionen: 6 Tartelettes
- Schwierigkeitsgrad: mittel
- Form: 6 Tarteletteringe oder Förmchen mit ca. 10 cm Durchmesser
Zutaten
Für den Mürbeteig
- 200 g Weizenmehl Type 405
- 50 g fein gemahlene Pistazien
- 70 g Puderzucker
- 1 Prise Salz
- 110 g kalte Butter
- 1 Ei, Größe M
Für die Pistazienfüllung
- 180 g Pistazienmus, ungesüßt
- 80 g weiße Schokolade
- 100 ml Schlagsahne
- 20 g Puderzucker
Für die Mascarponecreme
- 250 g Mascarpone, kalt
- 150 ml Schlagsahne, kalt
- 35 g Puderzucker
- 5 g Vanillezucker
Für die Dekoration
- 60 g geröstete, ungesalzene Pistazien
Zubereitung
- Mürbeteig herstellen
Mehl, gemahlene Pistazien, 70 g Puderzucker und Salz in einer Schüssel vermischen. Die kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben und mit den Fingerspitzen rasch einarbeiten, bis eine sandige Masse entsteht.
Das Ei hinzufügen und alles nur so lange verkneten, bis ein glatter Teig zusammenhält. Nicht unnötig lange kneten, sonst wird der Boden später weniger mürbe.
Den Teig flach drücken, abdecken und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. - Tartelettes formen
Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche etwa 3 mm dick ausrollen. Sechs Kreise ausschneiden, die deutlich größer als die verwendeten Förmchen sind.
Die Formen sorgfältig mit Teig auskleiden. Besonders an den Übergängen zwischen Boden und Rand gut andrücken. Überstehenden Teig sauber abschneiden.
Die Böden mehrmals mit einer Gabel einstechen und anschließend weitere 20 Minuten kalt stellen. Dadurch behalten die Tartelettes beim Backen besser ihre Form. - Mürbeteigböden backen
Den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Förmchen auf ein Backblech stellen und die Tartelettes 18–20 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn die Ränder deutlich goldbraun und die Böden trocken aussehen.
Aus dem Ofen nehmen und etwa 10 Minuten in den Formen abkühlen lassen. Danach vorsichtig herauslösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Die gebackenen Böden müssen komplett kalt sein, bevor die Cremes eingefüllt werden. - Pistazienfüllung zubereiten
Die weiße Schokolade fein hacken und in eine Schüssel geben.
100 ml Schlagsahne in einem kleinen Topf erhitzen, bis sie heiß ist, aber noch nicht kräftig kocht. Über die Schokolade gießen und etwa 1 Minute stehen lassen. Anschließend langsam verrühren, bis eine glatte Ganache entsteht.
Pistazienmus und 20 g Puderzucker einrühren. Die Mischung sollte dickflüssig, glatt und glänzend sein.
Etwa 15 Minuten bei Raumtemperatur abkühlen lassen. Sie darf beim Einfüllen nicht mehr heiß sein. - Mascarponecreme aufschlagen
Mascarpone, 150 ml kalte Schlagsahne, 35 g Puderzucker und Vanillezucker in eine hohe Schüssel geben.
Zunächst kurz auf niedriger Stufe verrühren, danach etwa 1–2 Minuten auf mittlerer Stufe aufschlagen. Sobald eine feste, glatte Creme entstanden ist, sofort aufhören.
Die Creme sollte stabile Spitzen bilden und sich gut spritzen lassen. Zu langes Schlagen kann dazu führen, dass die Mascarponecreme körnig wird. - Tartelettes füllen
In jeden ausgekühlten Mürbeteigboden zunächst etwa 1 gehäuften Esslöffel Pistazienfüllung geben und gleichmäßig auf dem Boden verteilen.
Die Mascarponecreme in einen Spritzbeutel mit großer Sterntülle füllen. Einen großzügigen Ring am äußeren Rand jedes Tartelettes aufspritzen. Die Mitte dabei bewusst frei lassen.
Anschließend die restliche Pistazienfüllung in die Vertiefung geben. Sie darf bis knapp an die Höhe der Mascarponecreme reichen. - Kühlen und dekorieren
Die fertigen Tartelettes mindestens 40 Minuten im Kühlschrank fest werden lassen.
Währenddessen die 60 g Pistazien grob hacken. Kurz vor dem Servieren großzügig auf der Mascarponecreme verteilen.
Die Tartelettes etwa 10 Minuten vor dem Essen aus dem Kühlschrank nehmen. Dann ist die Creme noch stabil, während die Pistazienfüllung wieder etwas weicher und beim Anschneiden besonders cremig wird.
Tipps für ein gelungenes Ergebnis
- Verwende möglichst reines Pistazienmus ohne Zuckerzusatz. Dadurch lässt sich die Süße der Füllung besser kontrollieren.
- Kühle den ungebackenen Mürbeteig unbedingt zweimal. Das reduziert das Risiko, dass die Ränder im Ofen zusammensacken.
- Die gebackenen Böden müssen vollständig kalt sein, bevor die Cremes hineinkommen.
- Mascarpone und Sahne sollten sehr kalt sein. So wird die Creme schneller stabil.
- Die Pistazienfüllung nicht zu lange im Kühlschrank lagern, bevor die Tartelettes gefüllt werden, da die weiße Schokolade sie deutlich fester macht.
- Für einen flüssigeren Kern die Tartelettes vor dem Servieren etwa 10–15 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
Varianten und Substitutionen
Große Tarte: Statt sechs kleinen Tartelettes kann eine Tarteform mit etwa 24 cm Durchmesser verwendet werden. Die Backzeit des Bodens verlängert sich auf ungefähr 22–25 Minuten.
Mandeln im Teig: Die 50 g gemahlenen Pistazien können durch 50 g gemahlene Mandeln ersetzt werden. Der Boden schmeckt dadurch milder, während die Füllung weiterhin deutlich nach Pistazie schmeckt.
Milchschokolade statt weißer Schokolade: Sie funktioniert technisch ebenfalls, verändert jedoch sowohl die Farbe als auch den Geschmack deutlich. Die Pistazienfüllung wird kräftiger und weniger frisch-grün.
Mehr Pistaziengeschmack: Wer einen besonders intensiven Kern möchte, kann ein sehr hochwertiges, stark geröstetes Pistazienmus verwenden. Die Mengen bleiben unverändert.
Conservation
Die fertigen Pistazien-Tartelettes sollten abgedeckt im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von 2 Tagen gegessen werden. Die ungefüllten Mürbeteigböden halten sich luftdicht verschlossen bei Raumtemperatur etwa 3 Tage. Sie können außerdem bis zu 6 Wochen eingefroren werden. Fertig gefüllte Tartelettes lassen sich weniger gut einfrieren, da Mascarponecreme nach dem Auftauen Wasser verlieren kann. Die Tartelettes werden nicht aufgewärmt, sondern gekühlt oder leicht temperiert serviert.
Questions fréquentes
Warum läuft die Pistazienfüllung beim Anschneiden nicht heraus?
Wahrscheinlich ist sie noch sehr kalt. Stelle die Tartelettes vor dem Servieren etwa 10–15 Minuten bei Raumtemperatur bereit. Dadurch wird die Ganache weicher und cremiger.
Kann ich Pistaziencreme aus dem Supermarkt verwenden?
Ja, sofern sie eine dicke, streichfähige Konsistenz besitzt. Gezuckerte Pistaziencreme ist allerdings deutlich süßer. In diesem Fall sollte der zusätzliche Puderzucker in der Pistazienfüllung reduziert oder weggelassen werden.
Kann ich die Böden am Vortag backen?
Ja. Vollständig auskühlen lassen und anschließend luftdicht bei Raumtemperatur lagern. Am nächsten Tag nur noch Creme und Füllung zubereiten und die Tartelettes zusammensetzen.
Wie bleiben die Tartes knusprig?
Die Füllung möglichst erst einige Stunden vor dem Servieren einfüllen. Je länger der gebackene Mürbeteig Kontakt mit den Cremes hat, desto mehr Feuchtigkeit nimmt er auf und desto weicher wird er.
