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Haushaltstipps

Radiator voller Staub? Mit dieser gründlichen Methode werden selbst enge Zwischenräume wieder sauber

Radiator voller Staub? Mit dieser gründlichen Methode werden selbst enge Zwischenräume wieder sauber

Radiator voller Staub? Mit dieser gründlichen Methode werden selbst enge Zwischenräume wieder sauber

Zwischen den Rippen eines Heizkörpers sammeln sich Staub, Haare und Flusen oft monatelang unbemerkt an. Beim Heizen kann die warme Luft diese Ablagerungen im Raum verteilen. Außerdem lassen dunkle Staubschichten einen weißen Heizkörper schnell ungepflegt aussehen. Mit einem Staubsauger, einer langen Heizkörperbürste und einer milden Reinigungslösung lässt sich das Problem ohne aggressive Chemikalien lösen. Wichtig ist, die Heizung vorher vollständig auszuschalten und nur mit wenig Feuchtigkeit zu arbeiten.

Radiator voller Staub? Mit dieser gründlichen Methode werden selbst enge Zwischenräume wieder sauber

Den Heizkörper sicher und gründlich reinigen

Für einen mittelgroßen Rippen- oder Röhrenheizkörper benötigen Sie:

  • einen Staubsauger mit Fugendüse
  • eine lange, flexible Heizkörperbürste
  • zwei alte Handtücher
  • 2 Liter lauwarmes Wasser
  • 1 Teelöffel mildes, pH-neutrales Spülmittel
  • zwei weiche Mikrofasertücher
  • eine weiche Zahnbürste für schwer erreichbare Ecken

Die trockene Reinigung entfernt zunächst den losen Staub. Erst danach wird feucht gewischt. So entsteht kein schmieriger grauer Belag.

  1. Drehen Sie das Thermostat vollständig zu und warten Sie mindestens 30 bis 60 Minuten. Der Heizkörper muss sich überall kalt anfühlen. Bei einem elektrischen Heizgerät zusätzlich den Netzstecker ziehen.
  2. Legen Sie ein großes Handtuch unter den Heizkörper und ein zweites an die Wand dahinter. Saugen Sie Boden, Oberseite und gut erreichbare Zwischenräume mit niedriger bis mittlerer Leistung ab. Halten Sie die Düse ein bis zwei Zentimeter von empfindlichem Lack entfernt.
  3. Führen Sie die trockene Heizkörperbürste von oben langsam zwischen die Rippen. Bewegen Sie sie mehrmals auf und ab. Saugen Sie den heruntergefallenen Staub anschließend sofort vom Handtuch auf.
  4. Mischen Sie 2 Liter lauwarmes Wasser mit 1 Teelöffel Spülmittel. Tauchen Sie ein Mikrofasertuch ein und wringen Sie es sehr gründlich aus. Wischen Sie die Außenseiten, Rippen und erreichbaren Kanten ab. Die Oberfläche darf feucht, aber niemals tropfnass sein.
  5. Wischen Sie mit einem zweiten, nur mit klarem Wasser angefeuchteten Tuch nach und trocknen Sie alle Flächen. Warten Sie weitere 30 Minuten, bevor Sie die Heizung wieder einschalten.

Das Ergebnis ist gelungen, wenn zwischen den Rippen keine grauen Flusen mehr sichtbar sind, das Tuch sauber bleibt und sich die lackierte Oberfläche glatt statt klebrig anfühlt.

Hartnäckige Fett- und Nikotinbeläge lösen

In Küchen oder Raucherhaushalten verbindet sich Staub häufig mit einem klebrigen Film. Dafür reichen 500 ml lauwarmes Wasser und ½ Teelöffel mildes Spülmittel. Befeuchten Sie ein weiches Tuch mit der Lösung und legen Sie es für höchstens zwei Minuten auf eine unauffällige verschmutzte Stelle. Danach vorsichtig wischen, mit klarem Wasser nacharbeiten und sofort trocknen.

Wiederholen Sie die Behandlung lieber zweimal, anstatt eine stärkere Mischung zu verwenden. Scheuermilch, Backofenspray und Lösungsmittel können den Heizkörperlack stumpf machen oder ablösen. Bei alten lackierten Heizkörpern sollte die Lösung zuerst an einer verdeckten Stelle getestet werden. Gelbliche Verfärbungen lassen sich durch Reinigen nicht immer vollständig beseitigen, weil sich der Lack selbst verändert haben kann.

Thermostat und Ventil richtig entstauben

Am Thermostat und rund um das Ventil sollte besonders trocken gearbeitet werden. Entfernen Sie losen Staub zunächst mit dem Staubsauger und einer weichen Bürste. Für die Rillen des Thermostatkopfes eignet sich eine trockene Zahnbürste. Halten Sie dabei das Thermostat fest, ohne daran zu ziehen oder es abzuschrauben.

Festsitzende Verschmutzungen können Sie mit einem kaum feuchten Mikrofasertuch abwischen. Sprühen Sie Reiniger niemals direkt auf das Ventil. Flüssigkeit könnte in bewegliche Teile oder Fugen gelangen. Anschließend alles trockenreiben und prüfen, ob sich der Thermostatkopf normal drehen lässt. Ein blockiertes Ventil oder austretendes Wasser gehört in die Hände eines Heizungsfachbetriebs.

Staub hinter dem Heizkörper entfernen

Der schmale Bereich zwischen Heizkörper und Wand wird bei der normalen Reinigung leicht vergessen. Befestigen Sie ein trockenes Mikrofasertuch mit zwei stabilen Gummibändern an einem flachen Besenstiel oder verwenden Sie einen speziellen Heizkörperwedel. Führen Sie das Werkzeug langsam von oben nach unten hinter dem Heizkörper entlang.

Legen Sie vorher ein feuchtes, gut ausgewrungenes Handtuch auf den Boden. Es fängt einen Teil des herabfallenden Staubs auf. Danach Wand und Boden absaugen. Verwenden Sie keine Heißluft oder einen starken Föhn: Dadurch wird der Staub nur im Zimmer verteilt. Bei empfindlicher Tapete ausschließlich trocken arbeiten, damit keine Wasserflecken entstehen.

Die Reinigung im Alltag erleichtern

Eine kurze Trockenreinigung alle vier bis sechs Wochen verhindert dicke Ablagerungen. Saugen Sie dazu die Oberseite, den Boden unter dem Heizkörper und die gut erreichbaren Zwischenräume ab. Die gründliche Reinigung mit Heizkörperbürste und feuchtem Tuch ist normalerweise zweimal jährlich sinnvoll: einmal vor Beginn der Heizperiode und einmal nach deren Ende.

Halten Sie Möbel und schwere Vorhänge möglichst zehn bis zwanzig Zentimeter vom Heizkörper entfernt. Dadurch gelangt man leichter an die Oberfläche, und die warme Luft kann besser zirkulieren. Auch Tierhaare sammeln sich dann weniger stark an engen Stellen.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

  • Reinigen Sie niemals einen heißen Heizkörper. Es besteht Verbrennungsgefahr, und Reinigungswasser kann zu schnell antrocknen und Streifen hinterlassen.
  • Gießen Sie kein Wasser von oben zwischen die Rippen. Feuchtigkeit kann Ventile, Anschlüsse, Wand und Boden beschädigen.
  • Verwenden Sie keine Stahlwolle oder raue Scheuerschwämme. Sie zerkratzen den Lack und begünstigen später Rost.
  • Sprühen Sie keine Reinigungsmittel direkt auf Thermostat, Ventil oder elektrische Bauteile.
  • Drücken Sie eine flexible Bürste nicht gewaltsam durch enge Zwischenräume. Dabei können Lack und Bürste beschädigt werden.

Für andere Heizkörpertypen

Bei einem Flachheizkörper lassen sich obere und seitliche Abdeckungen manchmal nach Herstelleranleitung abnehmen. Schalten Sie ihn vorher aus und wenden Sie keine Gewalt an.

Handtuchheizkörper im Bad können mit derselben milden Spülmittellösung gereinigt werden. Seifenreste anschließend gründlich mit klarem Wasser entfernen.

Elektrische Heizgeräte dürfen nur nach Anleitung des Herstellers gereinigt werden. Vorher immer ausschalten, den Stecker ziehen und vollständig abkühlen lassen.

Fragen häufig

Wie oft sollte ich den Heizkörper reinigen?

Eine leichte Trockenreinigung empfiehlt sich alle vier bis sechs Wochen. Zweimal jährlich sollte zusätzlich zwischen den Rippen gründlich gereinigt werden.

Kann ich Essig verwenden?

Das ist nicht nötig. Essig kann Lack, Dichtungen und Metallteile angreifen. Mildes Spülmittel in geringer Dosierung ist für lackierte Oberflächen geeigneter.

Warum riecht der Heizkörper beim ersten Einschalten?

Oft verbrennt oder erwärmt sich abgelagerter Staub. Bleibt der Geruch nach der Reinigung bestehen oder riecht es verschmort, Heizung ausschalten und fachlich prüfen lassen.

Darf ich einen Dampfreiniger benutzen?

Nein. Heißer Dampf kann Lack, Ventile, Dichtungen und die Wand hinter dem Heizkörper beschädigen. Außerdem gelangt dabei zu viel Feuchtigkeit in schwer zugängliche Bereiche.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.