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Algen und dunkle Flecken am Fassadenputz schonend entfernen

Algen und dunkle Flecken am Fassadenputz schonend entfernen

Rötliche, grüne oder dunkle Schlieren auf einer verputzten Außenwand entstehen häufig dort, wo die Fassade lange feucht bleibt und sich Algen, Flechten oder andere organische Beläge ansiedeln. Einfach kräftig mit dem Hochdruckreiniger darüberzugehen, ist keine gute Idee: Der Wasserstrahl kann einen empfindlichen Fassadenputz beschädigen. Besser ist eine materialschonende Reinigung mit einem geeigneten Fassaden- oder Algenentferner. Wichtig ist außerdem, die Ursache für dauerhafte Feuchtigkeit zu prüfen, damit die Verfärbungen nicht schnell zurückkehren.

Rote und dunkle Spuren an der Hausfassade? So wird der Putz wieder sauber – ohne ihn mit Hochdruck zu ruinieren

Die schonende Grundreinigung bei Algen und organischen Fassadenbelägen

Für größere, stark verfärbte Flächen ist ein für mineralischen Außenputz geeigneter, biologisch abbaubarer Algen- und Grünbelagentferner die zuverlässigste Lösung. Verwenden Sie das Mittel ausschließlich nach Herstellerangabe, denn Konzentration und Einwirkzeit unterscheiden sich je nach Wirkstoff.

Sie benötigen einen Niederdrucksprüher, Schutzhandschuhe, Schutzbrille, eine weiche Fassadenbürste, sauberes Wasser und ausreichend Produkt für die angegebene Fläche.

  1. Untergrund prüfen: Kontrollieren Sie den Putz zuerst auf Risse, Abplatzungen und hohle Stellen. Beschädigte Fassaden sollten vor einer Reinigung von einem Fachbetrieb begutachtet werden.
  2. Probefläche anlegen: Tragen Sie das Mittel auf etwa 20 × 20 cm an einer unauffälligen Stelle auf. Warten Sie die vom Hersteller vorgeschriebene Zeit und prüfen Sie nach dem Trocknen, ob sich Farbe oder Oberfläche verändert haben.
  3. Produkt auftragen: Arbeiten Sie bei trockenem, möglichst windstillem Wetter und ohne starke direkte Sonneneinstrahlung. Verdünnen Sie ein Konzentrat exakt entsprechend dem Etikett. Gebrauchsfertige Produkte werden nicht zusätzlich verdünnt.
  4. Einwirken lassen: Halten Sie sich genau an die angegebene Einwirkzeit. Bei manchen Fassadenreinigern sind es Minuten, bei anderen erfolgt die Wirkung über mehrere Stunden oder Tage. Das Mittel darf nicht entgegen den Herstellerangaben auf der Oberfläche eintrocknen.
  5. Nachbehandlung: Falls laut Produktanleitung erforderlich, mit einer weichen Bürste nacharbeiten und anschließend mit Wasser bei geringem Druck abspülen.

Die Reinigung funktioniert, wenn die roten, grünen oder dunklen Beläge nach dem vollständigen Trocknen deutlich heller geworden oder verschwunden sind. Starke, jahrelang eingezogene Verfärbungen können eine zweite Behandlung oder eine fachgerechte Renovierung erfordern.

Leichte Verschmutzungen zuerst mechanisch entfernen

Nicht jede dunkle Stelle benötigt sofort einen chemischen Reiniger. Staub, lockerer Schmutz und oberflächliche Ablagerungen lassen sich häufig schon mit Wasser und einer weichen Bürste reduzieren.

Feuchten Sie eine kleine Fassadenfläche mit sauberem Wasser an und bearbeiten Sie sie mit einer weichen Kunststoffbürste. Verwenden Sie ungefähr 5 bis 10 Liter Wasser pro 10 m² als Orientierung; die tatsächliche Menge hängt von Struktur und Saugfähigkeit des Putzes ab. Arbeiten Sie von oben nach unten und vermeiden Sie starkes Scheuern.

Anschließend mit sauberem Wasser bei niedrigem Druck abspülen und die Wand vollständig trocknen lassen. Diese Methode eignet sich für stabilen, intakten Putz. Bei sandendem oder abblätterndem Untergrund sollte nicht gebürstet werden.

Warum Hochdruck auf Fassaden problematisch sein kann

Ein Hochdruckreiniger erscheint besonders bei großen Flächen verlockend. Bei verputzten Fassaden kann der harte Wasserstrahl jedoch die Oberfläche aufrauen oder beschädigen. Genau deshalb wird Hochdruckreinigung für empfindliche Fassadenputze häufig nicht empfohlen.

Auch ein größerer Abstand zur Wand macht die Methode nicht automatisch sicher. Besonders vorsichtig sollten Sie bei älterem, rissigem, sandendem oder bereits ausgebessertem Putz sein.

Besser ist ein Niederdruckverfahren mit einem geeigneten Fassadenreiniger und einer weichen Bürste. Ist die Fassade mehrere Meter hoch, sollte außerdem nicht improvisiert von einer Leiter gearbeitet werden. Ein Fachbetrieb verfügt über sichere Arbeitsplattformen und kann gleichzeitig beurteilen, ob lediglich Verschmutzungen oder bereits Schäden am Putz vorhanden sind.

Feuchtigkeit reduzieren, damit die Verfärbungen nicht zurückkommen

Die Reinigung beseitigt den sichtbaren Belag, aber nicht unbedingt seine Ursache. Kontrollieren Sie deshalb besonders Dachkante, Regenrinne, Fallrohre und Anschlüsse.

Reinigen Sie Dachrinnen mindestens zweimal jährlich, beispielsweise im Frühjahr und nach dem Laubfall im Herbst. Entfernen Sie Blätter, Moos und andere Ablagerungen und prüfen Sie anschließend bei Regen, ob Wasser über die Rinne läuft oder an der Fassade herunterzieht.

Auch dicht an der Wand stehende Sträucher und Äste können das Abtrocknen verlangsamen. Schneiden Sie Pflanzen so zurück, dass Luft an die Fassade gelangt. Bleibt ein bestimmter Bereich selbst bei trockenem Wetter auffällig feucht, sollte die Ursache vor einer erneuten Reinigung fachlich untersucht werden.

Fehler, die Sie vermeiden sollten

Hochdruckreiniger direkt auf den Putz richten: Der starke Wasserstrahl kann die Oberflächenstruktur beschädigen und Wasser in bereits vorhandene Schwachstellen drücken.

Chlorbleiche als universellen Fassadenreiniger verwenden: Sie kann Materialien und Pflanzen in der Umgebung schädigen. Für eine verputzte Außenfassade ist ein dafür zugelassener Fassaden- oder Algenentferner die kontrollierbarere Wahl.

Reinigungsmittel miteinander mischen: Besonders chlorhaltige Produkte dürfen niemals mit Säuren wie Essig oder mit anderen Reinigern gemischt werden. Dabei können gefährliche Gase entstehen.

Ohne Probefläche beginnen: Ein ungeeignetes Mittel kann Farbton oder Oberfläche verändern. Testen Sie deshalb immer zuerst eine kleine, unauffällige Stelle.

Nur die Flecken behandeln: Kommen die Beläge immer an derselben Stelle zurück, steckt häufig anhaltende Feuchtigkeit dahinter. Ohne Ursachenbehebung bleibt die Reinigung nur vorübergehend.

Für noch bessere Ergebnisse

Bei einer nur leicht verschmutzten Fassade reicht häufig eine schonende Reinigung, bevor sich ein dichter Belag entwickelt. Kontrollieren Sie besonders schattige Nord- und Westseiten regelmäßig.

Nach einer gründlichen Reinigung kann bei einem geeigneten mineralischen Untergrund ein dafür vorgesehenes Fassaden-Hydrophobierungsmittel sinnvoll sein. Ob der vorhandene Putz dafür geeignet ist, sollte anhand der Herstellerangaben beziehungsweise durch einen Fachbetrieb geklärt werden.

Bei tiefen Rissen, Abplatzungen oder dauerhaft nassen Bereichen sollte zuerst die bauliche Ursache behoben werden. Eine neue Beschichtung würde solche Probleme lediglich verdecken.

Häufige Fragen

Kann ich die roten Spuren einfach mit Essig entfernen?

Bei einer Außenfassade aus mineralischem Putz ist Essig keine universelle Empfehlung. Säuren können mineralische Materialien angreifen oder den Farbton verändern. Verwenden Sie besser ein ausdrücklich für den vorhandenen Fassadenputz zugelassenes Mittel und testen Sie es vorher.

Wie schnell sieht man das Ergebnis?

Das hängt vom verwendeten Fassadenreiniger und der Stärke des Bewuchses ab. Oberflächlicher Schmutz kann unmittelbar verschwinden, während abgestorbene organische Beläge bei bestimmten Produkten erst innerhalb einiger Tage durch Regen und Witterung vollständig abgetragen werden. Maßgeblich sind die Herstellerangaben.

Muss die Wand anschließend neu gestrichen werden?

Nicht zwangsläufig. Ist der Putz nach der Reinigung fest und gleichmäßig gefärbt, kann die Reinigung ausreichen. Bleiben tief eingezogene Verfärbungen, stark unterschiedliche Farbtöne oder beschädigte Bereiche zurück, kann ein neuer Fassadenanstrich sinnvoll sein.

Wann sollte ein Fachbetrieb übernehmen?

Bei großflächigem Befall, schwer erreichbaren Giebeln, tiefen Rissen, abplatzendem Putz oder ständig wiederkehrender Feuchtigkeit ist professionelle Hilfe sinnvoll. Dann geht es nicht mehr nur um eine saubere Oberfläche, sondern darum, die Ursache zu finden und weitere Fassadenschäden zu verhindern.

Für Innenwände gelten andere Regeln: Dort zeigt der Beitrag Wände reinigen ohne Schrubben, wie Flecken und Staub schnell verschwinden. Grünbelag auf anderen Außenflächen behandelt die Anleitung zum GFK-Boot mit hartnäckigem Schmutz, und verwittertes Holz im Garten wird mit der richtigen Auffrischung wieder gepflegt und wetterfest.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.