Schmutzige Lichtschalter und Steckdosen? So werden die Außenflächen wieder sauber
Schmutzige Lichtschalter und Steckdosen? So werden die Außenflächen wieder sauber
Graue Fingerabdrücke am Lichtschalter und dunkle Ränder auf der Steckdosenabdeckung fallen oft erst beim gründlichen Putzen auf. Staub und Hautfett verbinden sich dort zu einem Belag, der sich mit trockenem Abwischen nicht immer entfernen lässt. Für die Reinigung braucht es meist nur ein weiches Tuch und eine milde Lösung. Entscheidend ist, dass keine Feuchtigkeit in die elektrische Installation gelangt. Hier erfahren Sie, wie Sie zugängliche Außenflächen schonend säubern, welche Hilfsmittel geeignet sind und wann Sie besser eine Elektrofachkraft hinzuziehen.

Die Grundreinigung mit einem fast trockenen Tuch
Die Methode eignet sich für intakte, glatte Kunststoffabdeckungen, deren Hersteller eine leicht feuchte Reinigung erlaubt. Bei Glas, Metall, Holz, lackierten Oberflächen und elektronischen Bedienelementen beachten Sie die jeweiligen Pflegehinweise. Für geeignete Schalteroberflächen empfiehlt beispielsweise Gira milde Seifenlauge und weiche Tücher. webalbum.gira.de
Sie benötigen:
- 500 ml handwarmes Wasser
- ¼ Teelöffel mildes Handspülmittel, etwa 1,25 ml
- drei weiche, fusselfreie Baumwolltücher
- ungefähr 10–15 Minuten Zeit
Das Spülmittel hilft, fettigen Handschmutz abzulösen. Mehr davon verbessert die Reinigung nicht automatisch, sondern hinterlässt möglicherweise einen Film.
- Zustand prüfen. Arbeiten Sie mit trockenen Händen und bei trockenem Boden. Bei Rissen, lockeren Abdeckungen, Verformungen, Brandgeruch oder auffälligen dunklen Stellen reinigen Sie nicht weiter. Lassen Sie die Installation prüfen.
- Stromkreis ausschalten. Vor der feuchten Reinigung schalten Sie den zugehörigen Sicherungsautomaten aus und verhindern versehentliches Wiedereinschalten. Den Lichtschalter auszuschalten genügt nicht. Ist die Zuordnung unklar, beschränken Sie sich auf trockenes Staubwischen oder holen fachliche Hilfe. Öffnen Sie keine Abdeckungen.
- Tuch vorbereiten. Verrühren Sie Wasser und Spülmittel. Befeuchten Sie eine Tuchecke und wringen Sie diese gründlich aus. Auch beim kräftigen Zusammendrücken darf kein Tropfen austreten.
- Geschlossene Außenflächen abwischen. Reinigen Sie die Schalterfläche und den äußeren Abdeckrahmen mit leichtem Druck. Arbeiten Sie etwa 30–60 Sekunden pro Abdeckung. Kontaktöffnungen, Kontakte, Steckdosenvertiefungen und Spalten bleiben ausgespart.
- Nachwischen und trocknen. Entfernen Sie Rückstände mit einem zweiten, nur mit Wasser minimal angefeuchteten Tuch. Trocknen Sie sofort nach. Der Strom bleibt ausgeschaltet, bis alles vollständig trocken ist. Ist Flüssigkeit eingedrungen, lassen Sie die Stelle vor der Nutzung fachlich prüfen.
Fingerabdrücke sollten anschließend deutlich schwächer oder verschwunden sein. Dauerhafte Materialverfärbungen lassen sich damit nicht beseitigen.
Losen Staub vorab trocken aufnehmen
Eine trockene Vorreinigung verhindert, dass sich loser Staub beim feuchten Wischen verteilt. Besonders an den oberen Rahmenkanten sammelt er sich unbemerkt. Dafür brauchen Sie ein sauberes Baumwolltuch und keinerlei Reinigungsmittel.
Falten Sie das Tuch zu einer handlichen Fläche und wischen Sie die zugänglichen Außenseiten etwa 30 Sekunden ab. Führen Sie die Bewegung vom Rahmen nach außen. Wechseln Sie auf eine saubere Tuchseite, sobald diese sichtbar verschmutzt ist.
Drücken Sie den Stoff nicht in Fugen und stecken Sie weder Tuchzipfel noch andere Gegenstände in Kontaktöffnungen. Auch Druckluft ist ungeeignet, weil sie Schmutz ins Innere treiben kann. Bei leichtem Staub reicht dieser trockene Arbeitsschritt bereits aus. Fettige Fingerabdrücke benötigen anschließend gegebenenfalls die vorbereitete Grundreinigung.
Hartnäckige Fingerabdrücke in einem zweiten Durchgang lösen
An häufig benutzten Schaltern kann eine dünne Fettschicht zurückbleiben. Dann ist ein zweiter sanfter Durchgang sinnvoller als kräftiges Scheuern. Die Methode gilt ausschließlich für geschlossene, geeignete Kunststoffflächen und setzt dieselbe Vorbereitung wie die Grundreinigung voraus.
Verwenden Sie weiterhin 500 ml Wasser mit ¼ Teelöffel mildem Spülmittel. Wischen Sie die betreffende Stelle mit dem fast trockenen Tuch ab. Lassen Sie den dünnen Feuchtigkeitsfilm höchstens 30 Sekunden wirken, ohne erneut Flüssigkeit aufzutragen. Wischen Sie anschließend mit einer sauberen Tuchseite nach, entfernen Sie Spülmittelreste und trocknen Sie.
Wiederholen Sie das höchstens einmal. Wird die Oberfläche klebrig, stumpf oder färbt auf das Tuch ab, stoppen Sie. Eine angegriffene Beschichtung lässt sich durch weiteres Putzen nicht reparieren.
Mit einer kurzen Routine neue Schmutzränder vermeiden
Je weniger Ablagerungen sich ansammeln, desto seltener ist feuchtes Reinigen nötig. Kontrollieren Sie häufig berührte Schalter einmal wöchentlich beim Staubwischen. Für einen kurzen Durchgang reichen 30–60 Sekunden und ein trockenes, sauberes Tuch.
Wischen Sie nur die Außenflächen ab. Sichtbare Fettspuren behandeln Sie bei Gelegenheit nach der vollständigen Grundreinigung, einschließlich Stromabschaltung. Nutzen Sie dafür ein eigenes Tuch: Ein Küchenlappen kann Fett und Speisereste erneut verteilen.
Öl, Möbelpolitur oder Duftsprays gehören nicht auf die Abdeckungen. Sie können Rückstände hinterlassen, an denen neuer Schmutz haftet. Bewahren Sie Spülmittel und angesetzte Reinigungslösung außerhalb der Reichweite von Kindern und Haustieren auf. Schütten Sie die verdünnte Lösung nach der Reinigung weg.
Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Direkt auf die Abdeckung sprühen: Flüssigkeit kann durch Spalten eindringen. Befeuchten Sie ausschließlich das Tuch; auch Herstellerhinweise warnen vor direktem Einsprühen. www.gira.com
- Kontaktöffnungen mit Wattestäbchen bearbeiten: Auch kleine Hilfsmittel gehören nicht in die Steckdose. Verschmutzungen im Inneren müssen fachlich beurteilt werden.
- Scheuerschwämme oder Scheuerpulver verwenden: Sie können glänzende Oberflächen zerkratzen und Beschriftungen beschädigen. webalbum.gira.de
- Hausmittel wahllos einsetzen: Essig, Zitronensäure, Alkohol oder Chlorreiniger sind für normalen Handschmutz unnötig und nicht mit jedem Material verträglich. Mischen Sie keine Reinigungsmittel.
- Abdeckungen zum Putzen abschrauben: Dabei können elektrische Teile zugänglich werden. Überlassen Sie erforderliche Demontagen einer Elektrofachkraft.
Für andere Räume und Materialien
In der Küche: Entfernen Sie Fettspuren regelmäßig, damit sich keine dicke Schicht bildet. Erhöhen Sie dafür nicht die Spülmittelkonzentration.
Im Badezimmer: Reinigen Sie bei trockener Umgebung. Auch spritzwassergeschützte Abdeckungen werden nicht mit Wasser abgespritzt.
Bei besonderen Oberflächen: Prüfen Sie die Pflegeanleitung. Testen Sie erlaubte Mittel zunächst unauffällig und verwenden Sie keine pauschalen Kunststofftipps für Holz oder beschichtetes Metall.
Häufige Fragen
Werden vergilbte Abdeckungen wieder weiß?
Oberflächlicher Schmutz lässt sich entfernen. Altersbedingte Vergilbung bleibt häufig bestehen. Starkes Scheuern oder ungeprüfte Bleichmittel können das Material zusätzlich beschädigen.
Darf ich einen Dampfreiniger benutzen?
Für diese Haushaltsmethode nicht. Dampf kann durch kleine Öffnungen eindringen. Bleiben Sie bei der sparsamen Außenreinigung nach Herstellerangaben.
Wie lange muss alles trocknen?
Eine feste Minutenzahl wäre unzuverlässig. Entscheidend ist vollständige Trockenheit. Bei vermutetem Flüssigkeitseintritt genügt Abwarten allein nicht: Lassen Sie die Installation prüfen.
Muss ich die Flächen desinfizieren?
Bei gewöhnlichem Haushaltsschmutz steht die Reinigung im Vordergrund. Ist eine Desinfektion erforderlich, verwenden Sie nur ein ausdrücklich materialgeeignetes Produkt nach dessen Anwendungshinweisen.
