Schmutziger Wischmopp? Mit diesem einfachen Haushaltstrick sieht er in nur 5 Minuten wieder fast wie neu aus
Ein Wischmopp gehört zu den meistgenutzten Reinigungshelfern im Haushalt – und genau deshalb sammelt er mit der Zeit Schmutz, Fett, Staub und Bakterien. Selbst nach dem Ausspülen bleiben die Fasern oft grau und riechen unangenehm. Zum Glück braucht es weder aggressive Chemikalien noch einen neuen Mopp. Mit einer einfachen Kombination aus bewährten Hausmitteln können Sie die Fasern gründlich reinigen und deutlich auffrischen. Die folgende Methode ist schnell, kostengünstig und lässt sich problemlos zu Hause anwenden.
Den Wischmopp gründlich einweichen und reinigen
Diese Methode eignet sich für Baumwoll- und Mikrofaser-Wischmopps, sofern der Hersteller keine andere Pflege empfiehlt. Sie entfernt eingetrockneten Schmutz, löst Fettablagerungen und reduziert unangenehme Gerüche.
Benötigtes Material
- 3 Liter heißes Wasser (ca. 60 °C, nicht kochend)
- 2 Esslöffel Natron (ca. 30 g)
- 2 Esslöffel Waschsoda (ca. 30 g)
- 1 Esslöffel flüssige Schmierseife
- Ein großer Eimer
- Sauberes Wasser zum Nachspülen
So gehen Sie vor
- Füllen Sie den Eimer mit etwa 3 Litern heißem Wasser. Geben Sie Natron, Waschsoda und die Schmierseife hinzu und rühren Sie um, bis sich alles gut aufgelöst hat.
- Tauchen Sie den Wischmopp vollständig in die Lösung ein. Alle Fasern sollten bedeckt sein.
- Lassen Sie den Mopp 20 bis 30 Minuten einweichen. Bei sehr starken Verschmutzungen können Sie die Einwirkzeit auf 45 Minuten verlängern.
- Reiben Sie die Fasern anschließend mit den Händen oder einer weichen Bürste vorsichtig gegeneinander, um gelösten Schmutz zu entfernen.
- Spülen Sie den Mopp gründlich mit klarem Wasser aus, bis keine Seifenreste mehr vorhanden sind. Wringen Sie ihn aus und lassen Sie ihn vollständig an der Luft trocknen.
Woran erkennen Sie den Erfolg? Die Fasern wirken deutlich heller, fühlen sich geschmeidiger an und unangenehme Gerüche sind weitgehend verschwunden.
Weißen Essig gegen Kalk und Gerüche einsetzen
Bleiben trotz der Grundreinigung Kalkrückstände oder ein muffiger Geruch zurück, kann weißer Essig helfen. Er löst mineralische Ablagerungen und neutralisiert Gerüche.
Mischen Sie 500 ml warmes Wasser mit 100 ml weißem Essig. Legen Sie den bereits gereinigten Wischmopp für 10 bis 15 Minuten in die Lösung. Anschließend gründlich mit klarem Wasser ausspülen.
Diese Methode eignet sich besonders in Regionen mit hartem Leitungswasser.
Nicht anwenden bei Mopps mit empfindlichen Metallteilen oder wenn der Hersteller ausdrücklich von Essig abrät. Wichtig: Essig niemals mit chlorhaltigen Reinigern oder Bleichmitteln mischen. Dabei können gesundheitsschädliche Gase entstehen.
Den Mopp richtig trocknen
Viele unangenehme Gerüche entstehen nicht durch Schmutz, sondern durch Feuchtigkeit.
Wringen Sie den Mopp nach jeder Reinigung gründlich aus und hängen Sie ihn so auf, dass die Luft alle Seiten erreichen kann. Ideal ist ein gut belüfteter Raum oder ein geschützter Platz im Freien.
Lassen Sie den Mopp niemals zusammengefaltet oder im Eimer liegen. Bereits nach wenigen Stunden kann sich Feuchtigkeit stauen und das Wachstum von Bakterien und Schimmel fördern.
Regelmäßige Pflege verhindert starke Verschmutzungen
Je häufiger ein Wischmopp gereinigt wird, desto länger bleibt er hygienisch und leistungsfähig.
Spülen Sie ihn nach jedem Gebrauch gründlich mit warmem Wasser aus. Etwa alle zwei bis vier Wochen, abhängig von der Nutzung, empfiehlt sich die gründliche Reinigung mit Natron und Waschsoda.
Wird der Mopp zum Reinigen stark fettiger Böden verwendet, kann eine monatliche Intensivreinigung sinnvoll sein. So bleiben die Fasern saugfähig und nehmen Schmutz weiterhin effektiv auf.
Waschmaschine richtig nutzen
Viele Wischmopps dürfen in der Waschmaschine gereinigt werden. Prüfen Sie vorher unbedingt die Pflegehinweise des Herstellers.
Waschen Sie den Mopp bei 40 bis 60 °C mit einem normalen Vollwaschmittel. Verzichten Sie auf Weichspüler, da dieser die Fasern beschichten und ihre Reinigungsleistung verringern kann.
Lassen Sie den Mopp anschließend vollständig an der Luft trocknen. Ein Wäschetrockner ist nur geeignet, wenn er ausdrücklich vom Hersteller empfohlen wird.
Häufige Fehler vermeiden
Zu heißes Wasser verwenden
Kochendes Wasser kann empfindliche Kunstfasern beschädigen oder verformen. Temperaturen um 60 °C reichen für die meisten Reinigungen völlig aus.
Essig und Chlorreiniger mischen
Diese Kombination ist gefährlich, weil dabei reizende Gase entstehen können. Verwenden Sie diese Produkte niemals gleichzeitig.
Den Mopp feucht lagern
Ein feuchter Wischmopp entwickelt schnell unangenehme Gerüche und bietet Bakterien ideale Bedingungen.
Zu viel Reinigungsmittel einsetzen
Überdosierte Reiniger lassen Rückstände in den Fasern zurück. Dadurch nimmt der Mopp später Schmutz schlechter auf und muss intensiver ausgespült werden.
Beschädigte Mopps weiterverwenden
Sind die Fasern stark ausgefranst oder lösen sie sich vom Halter, hilft auch die beste Reinigung nicht mehr. In diesem Fall sollte der Mopp ersetzt werden.
Für noch bessere Ergebnisse
- Reinigen Sie den Wischmopp möglichst direkt nach dem Putzen, bevor Schmutz antrocknet.
- Nutzen Sie für stark verschmutzte Bereiche einen separaten Mopp, damit Fett und Schmutz nicht im ganzen Haus verteilt werden.
- Bewahren Sie den vollständig getrockneten Mopp an einem luftigen Ort auf, damit er bis zum nächsten Einsatz hygienisch bleibt.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft sollte ein Wischmopp gründlich gereinigt werden?
Bei normalem Gebrauch reicht eine Intensivreinigung alle zwei bis vier Wochen. Bei häufiger Nutzung oder stark verschmutzten Böden kann sie auch wöchentlich sinnvoll sein.
Kann ich Natron ohne Waschsoda verwenden?
Ja. Natron entfernt Gerüche und leichte Verschmutzungen zuverlässig. Bei fettigen Ablagerungen verbessert Waschsoda jedoch die Reinigungswirkung deutlich.
Eignet sich die Methode für Mikrofaser?
Ja, sofern die Pflegehinweise des Herstellers dies erlauben. Verwenden Sie dabei kein kochendes Wasser und keinen Weichspüler.
Wann sollte der Wischmopp ersetzt werden?
Wenn die Fasern dauerhaft beschädigt, stark ausgedünnt oder trotz gründlicher Reinigung dauerhaft unangenehm riechen, ist ein Austausch die hygienischere Lösung.


