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Bad & Sanitär

Schwarze Fugen im Bad? So entfernst du oberflächlichen Schimmel gründlich und schonend

Schwarze Fugen im Bad? So entfernst du oberflächlichen Schimmel gründlich und schonend

Schwarze Fugen im Bad? So entfernst du oberflächlichen Schimmel gründlich und schonend

Dunkle Punkte in Badezimmerfugen entstehen häufig dort, wo Feuchtigkeit nach dem Duschen lange stehen bleibt. Besonders betroffen sind Fugen rund um Badewanne, Dusche und Waschbecken. Oberflächliche Ablagerungen lassen sich meist mit einer milden Reinigung und einer kleinen Bürste lösen. Sitzt der Schimmel jedoch tief im Silikon oder kehrt schnell zurück, reicht Putzen allein nicht aus. Mit den folgenden Methoden reinigst du keramische Fliesen und geeignete Fugen gezielt, ohne mehrere Reiniger gefährlich miteinander zu vermischen.

Schwarze Fugen im Bad? So entfernst du oberflächlichen Schimmel gründlich und schonend

Oberflächlichen Schimmel mit Spülmittellösung entfernen

Für die erste Reinigung reicht warmes Wasser mit wenig Spülmittel. Die enthaltenen Tenside lösen Seifenreste und fettige Ablagerungen, an denen Feuchtigkeit und Schmutz besonders gut haften. Bei kleinen Flächen genügt folgende Menge:

  • 500 ml warmes Wasser
  • 1 Teelöffel mildes Spülmittel
  • eine kleine Schüssel
  • eine weiche Fugen- oder Zahnbürste
  • zwei Mikrofasertücher
  • Haushaltshandschuhe
  1. Raum vorbereiten: Fenster öffnen oder die Lüftung einschalten. Kinder und Haustiere dürfen sich während der Reinigung nicht im Arbeitsbereich aufhalten. Handschuhe anziehen.
  2. Reinigungslösung ansetzen: Einen Teelöffel Spülmittel mit 500 ml warmem Wasser vermischen. Das Wasser sollte nicht kochend heiß sein.
  3. Fugen behandeln: Die Bürste eintauchen, überschüssige Flüssigkeit abstreifen und die betroffenen Fugen abschnittsweise bearbeiten. Die Lösung zehn Minuten einwirken lassen, aber nicht vollständig antrocknen lassen.
  4. Nacharbeiten: Die Fugen erneut sanft bürsten. Anschließend mit einem in klarem Wasser angefeuchteten Tuch nachwischen und alle gelösten Rückstände aufnehmen.
  5. Trocknen: Mit einem zweiten Tuch gründlich trockenreiben und den Raum mindestens 30 Minuten lüften.

Die Methode hat funktioniert, wenn keine schmierigen Rückstände mehr sichtbar sind und sich die dunklen Punkte deutlich lösen. Bleibt eine Verfärbung bestehen, kann eine gezielte Nachbehandlung notwendig sein.

Helle mineralische Fugen mit Wasserstoffperoxid nachbehandeln

Auf weißen oder sehr hellen, zementgebundenen Fugen kann dreiprozentige Wasserstoffperoxidlösung verbliebene organische Verfärbungen aufhellen. Sie eignet sich für kleine Bereiche zwischen glasierten Keramikfliesen. Auf farbigen Fugen, Naturstein, Metall, Holz oder unbekannten Beschichtungen sollte sie nicht ohne Herstellerfreigabe eingesetzt werden.

Zuerst an einer unauffälligen Stelle einen Tropfen auftragen und 30 Minuten warten. Bleibt das Material unverändert, 50 ml dreiprozentiges Wasserstoffperoxid unverdünnt in eine kleine, eindeutig gekennzeichnete Schale geben. Mit einem Wattestäbchen oder Tuch sparsam auf die Fuge tupfen. Zehn Minuten einwirken lassen, mit einer weichen Bürste bearbeiten und gründlich mit klarem Wasser nachwischen.

Handschuhe tragen und Augen sowie Kleidung vor Spritzern schützen. Wasserstoffperoxid niemals mit Essig, Chlorreiniger, Ammoniak oder anderen Reinigungsmitteln mischen.

Silikonfugen richtig beurteilen

Silikonfugen reagieren anders als mineralische Fugen. Befinden sich nur wenige oberflächliche Punkte darauf, können sie zunächst mit der milden Spülmittellösung gereinigt werden. Ein Tuch damit befeuchten, gut auswringen und die Fuge abwischen. Nach zehn Minuten mit klarem Wasser nacharbeiten und vollständig trocknen.

Bleiben schwarze Punkte im Silikon sichtbar, sitzen sie wahrscheinlich tiefer im Material. Kräftiges Schrubben oder aggressive Reiniger lösen dieses Problem nicht dauerhaft und können die Dichtungsmasse beschädigen. Das betroffene Silikon muss dann vollständig entfernt und fachgerecht erneuert werden. Besonders an Dusche und Badewanne ist eine durchgehende, wasserdichte Fuge wichtig. Ist sie rissig, locker oder teilweise abgelöst, sollte sie nicht einfach überstrichen oder mit neuem Silikon bedeckt werden.

Natron nur als sanfte Scheuerhilfe verwenden

Natron kann bei robusten, hellen Keramikfliesen und mineralischen Fugen als mildes Scheuermittel helfen. Es beseitigt jedoch keinen tief eingedrungenen Schimmel und sollte deshalb nur ergänzend eingesetzt werden.

Zwei Esslöffel Natron mit etwa einem Esslöffel Wasser zu einer weichen Paste verrühren. Eine kleine Menge auf die zuvor gereinigte Fuge geben und höchstens zehn Minuten einwirken lassen. Danach mit einer weichen Zahnbürste ohne starken Druck bearbeiten. Mit klarem Wasser sorgfältig abwischen und trockenreiben.

Die Paste zunächst an einer unauffälligen Stelle prüfen. Sie ist nicht für polierten Naturstein, empfindliche Dekorfliesen, lackierte Flächen, Acrylglas oder Hochglanzoberflächen geeignet, da feine Kratzer entstehen können. Natron nicht mit Essig kombinieren: Beide Stoffe reagieren miteinander und verlieren dabei einen großen Teil ihrer jeweiligen Reinigungswirkung.

Neue Schimmelspuren durch konsequentes Trocknen vermeiden

Nach dem Duschen bleibt Wasser auf Fliesen und in Fugen zurück. Ein einfacher Abzieher verringert diese Feuchtigkeit deutlich. Zuerst die Fliesen von oben nach unten abziehen und anschließend besonders feuchte Fugen mit einem trockenen Tuch abwischen. Das dauert meist weniger als zwei Minuten.

Danach das Fenster fünf bis zehn Minuten vollständig öffnen. Bei einem fensterlosen Bad die mechanische Lüftung mindestens 20 Minuten weiterlaufen lassen. Die Badezimmertür erst öffnen, wenn dadurch nicht die gesamte Feuchtigkeit in kühlere Wohnräume verteilt wird. Duschvorhänge ausbreiten und Handtücher luftig aufhängen. Dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit, kalte Wandflächen oder undichte Fugen müssen baulich geprüft werden.

Fehler, die du vermeiden solltest

  • Verschiedene Reiniger mischen: Besonders Chlorprodukte dürfen niemals mit Essig, Säuren oder Ammoniak kombiniert werden. Dabei können giftige Gase entstehen.
  • Essig auf zementgebundenen Fugen verwenden: Säure kann mineralische Fugen und kalkhaltigen Naturstein angreifen, aufrauen oder verfärben.
  • Mit einer Metallbürste schrubben: Harte Borsten beschädigen Fugen und Fliesenoberflächen. In den entstandenen Vertiefungen sammelt sich später leichter Feuchtigkeit.
  • Schwarzes Silikon nur überdecken: Neues Silikon haftet auf verschmutzten oder beschädigten Fugen schlecht. Der alte Dichtstoff muss zuvor vollständig entfernt werden.
  • Nur reinigen, aber nicht trocknen: Bleiben die Flächen dauerhaft feucht, kehren dunkle Beläge häufig schnell zurück.

Für eine dauerhaft gepflegte Dusche

Reinige die Fugen einmal pro Woche mit 500 ml warmem Wasser und einem halben Teelöffel mildem Spülmittel. So entstehen weniger hartnäckige Ablagerungen.

Kontrolliere außerdem Übergänge, Armaturen und Wandanschlüsse regelmäßig auf Undichtigkeiten. Feuchte Stellen hinter Fliesen lassen sich durch oberflächliches Putzen nicht beheben.

Bei größeren befallenen Flächen, Atemwegsbeschwerden oder wiederkehrendem muffigem Geruch sollte eine Fachperson die Ursache prüfen.

Häufige Fragen

Kann ich Chlorreiniger für jede Fuge benutzen?

Nein. Chlorhaltige Produkte können Materialien verfärben, Atemwege reizen und dürfen niemals mit anderen Reinigern gemischt werden. Beachte immer die Herstellerangaben.

Wie erkenne ich tief sitzenden Schimmel im Silikon?

Bleiben schwarze Punkte nach sorgfältiger Oberflächenreinigung bestehen oder erscheinen sie innerhalb des Materials, muss die Silikonfuge meistens erneuert werden.

Wie oft sollten Badezimmerfugen gereinigt werden?

Eine leichte Reinigung pro Woche genügt häufig. Sichtbare dunkle Stellen sollten möglichst früh behandelt und anschließend trocken gehalten werden.

Wann reicht eine Reinigung nicht mehr aus?

Wenn Fugen bröckeln, Silikon sich ablöst, der Befall größer wird oder ständig zurückkehrt, muss die Feuchtigkeitsursache gefunden und das beschädigte Material erneuert werden.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.