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Bad & Sanitär

Schwarze Fugen im Bad? So werden sie mit einer alten Zahnbürste wieder sauber

Schwarze Fugen im Bad? So werden sie mit einer alten Zahnbürste wieder sauber

Schwarze Fugen im Bad? So werden sie mit einer alten Zahnbürste wieder sauber

Dunkle oder fleckige Fugen lassen ein eigentlich sauberes Bad schnell ungepflegt wirken. Besonders in Dusche, Badewanne und rund um das Waschbecken sammeln sich Seifenreste, Kalk, Hautfette und Feuchtigkeit. Eine alte Zahnbürste ist dafür erstaunlich praktisch: Ihre kleinen Borsten erreichen Vertiefungen, in die ein normaler Schwamm kaum gelangt. Wichtig ist allerdings, zwischen gewöhnlichem Schmutz und echtem Schimmel zu unterscheiden. Mit einer milden Reinigungspaste lassen sich viele oberflächliche Ablagerungen lösen – bei tief sitzendem Schimmel braucht es dagegen andere Maßnahmen.

Schwarze Fugen im Bad? So werden sie mit einer alten Zahnbürste wieder sauber

Fugen mit Zahnbürste und Natronpaste gründlich reinigen

Für verschmutzte, mineralische Fliesenfugen reicht oft eine einfache Natronpaste. Sie wirkt leicht abrasiv und unterstützt dabei, anhaftenden Schmutz mechanisch zu lösen, ohne aggressive Reiniger einzusetzen.

Du brauchst: 3 EL Natron, etwa 1–2 EL lauwarmes Wasser, eine alte saubere Zahnbürste, eine kleine Schüssel, ein Mikrofasertuch und klares Wasser.

  1. Gib 3 EL Natron in eine Schüssel und füge zunächst 1 EL Wasser hinzu. Verrühre alles zu einer dickflüssigen Paste. Nur bei Bedarf etwas zusätzliches Wasser zugeben.
  2. Trage die Paste mit der Zahnbürste dünn auf die verschmutzten Fugen auf. Sie sollte an der Fuge haften und nicht herunterlaufen.
  3. Lass sie etwa 10 Minuten einwirken. Danach die Fugen mit der Zahnbürste 30–60 Sekunden pro Abschnitt mit mäßigem Druck schrubben.
  4. Entferne die gelösten Rückstände gründlich mit klarem Wasser und wische anschließend trocken.

Die Fuge sollte nach dem Trocknen sichtbar gleichmäßiger und heller erscheinen. Bei starkem Schmutz kann die Behandlung einmal wiederholt werden.

Die Methode eignet sich vor allem für robuste keramische Fliesen und intakte Zementfugen. Auf Naturstein wie Marmor oder Kalkstein sowie auf empfindlichen, beschichteten Oberflächen sollte vorher an einer unauffälligen Stelle getestet werden.

Bei Kalkablagerungen gezielt mit Zitronensäure arbeiten

Weiße oder gelbliche Kalkränder auf keramischen Fliesen lassen sich mit einer milden Zitronensäurelösung behandeln. Dafür etwa 1 TL Zitronensäurepulver in 250 ml lauwarmem Wasser vollständig auflösen.

Ein Tuch mit der Lösung befeuchten und ausschließlich auf die verkalkten keramischen Oberflächen auftragen. Etwa 3–5 Minuten wirken lassen, anschließend mit einer weichen Bürste bearbeiten und sehr gründlich mit Wasser abspülen.

Säuren sollten nicht regelmäßig auf zementären Fugen eingesetzt werden, da sie mineralisches Fugenmaterial langfristig angreifen können. Auch auf Marmor, Travertin, Kalkstein, Terrazzo und anderen säureempfindlichen Natursteinen ist Zitronensäure ungeeignet.

Wichtig: Zitronensäure niemals zusammen mit chlorhaltigen Reinigern oder Bleichmitteln verwenden.

Seifenreste mit Spülmittel entfernen

Nicht jede dunkle Fuge braucht Natron oder Säure. Häufig besteht der Belag hauptsächlich aus Seife, Shampoo und Hautfetten. Dann ist Spülmittel eine besonders schonende Lösung.

Gib 1 TL mildes Spülmittel auf 500 ml warmes Wasser. Tauche die Zahnbürste hinein und schrubbe die betroffenen Fugen ungefähr eine Minute lang. Anschließend 5 Minuten warten, noch einmal kurz bürsten und alles mit reichlich klarem Wasser abspülen.

Spülmittel enthält Tenside, die fettige Verschmutzungen lösen und im Wasser abtransportierbar machen. Diese Methode eignet sich deshalb gut für die regelmäßige Pflege rund um Dusche und Waschbecken.

Danach die Fläche trockenwischen. Weniger verbleibende Feuchtigkeit bedeutet auch schlechtere Bedingungen für erneute mikrobielle Beläge.

Was tun, wenn die schwarzen Stellen Schimmel sind?

Schwarze Punkte, die nach einer normalen Reinigung rasch wiederkommen oder tief im Silikon sitzen, können auf Schimmel hinweisen. Dann sollte man das Problem nicht einfach mit Natron oder Zitronensaft überdecken.

Bei einem kleinen oberflächlichen Befall sollte der Raum gut gelüftet und der betroffene Bereich mit einem für die jeweilige Oberfläche geeigneten Schimmelreiniger nach Herstellerangaben behandelt werden. Handschuhe tragen und Kinder sowie Haustiere während der Anwendung fernhalten.

Sind Silikonfugen dauerhaft schwarz verfärbt oder ist der Befall in das Material eingedrungen, reicht oberflächliches Schrubben häufig nicht aus. Befallenes Silikon muss gegebenenfalls vollständig entfernt und fachgerecht erneuert werden.

Bei großflächigem oder wiederkehrendem Schimmel sollte außerdem die Feuchtigkeitsursache geklärt werden.

Fehler, die du vermeiden solltest

Zu aggressiv schrubben: Sehr harter Druck oder eine Metallbürste kann Fugen aufrauen. Dadurch haftet neuer Schmutz später sogar leichter.

Zitronensaft oder Essig auf jede Fuge geben: Säuren können kalkhaltige Natursteine und zementäre Materialien beschädigen. Für die regelmäßige Fugenpflege sind neutrale oder mild alkalische Reiniger meist geeigneter.

Reinigungsmittel miteinander mischen: Besonders chlorhaltige Produkte niemals mit Säuren wie Essig oder Zitronensäure kombinieren. Dabei können gefährliche Gase entstehen.

Schimmel einfach überdecken: Bleiben schwarze Stellen trotz Reinigung bestehen, sollte geprüft werden, ob das Material selbst befallen ist und warum dort dauerhaft Feuchtigkeit entsteht.

Fugen ständig nass lassen: Nach dem Duschen verbleibendes Wasser fördert neue Ablagerungen und begünstigt Schimmelwachstum.

Für noch länger saubere Fugen

Nach dem Duschen Fliesen und Fugen mit einem Abzieher von überschüssigem Wasser befreien und besonders feuchte Ecken kurz trockenwischen. Gleichzeitig das Bad ausreichend lüften.

Für die regelmäßige Reinigung reicht häufig warmes Wasser mit wenig Spülmittel. Die intensivere Natronbehandlung ist eher für sichtbar verschmutzte Stellen gedacht.

Eine alte Zahnbürste eignet sich übrigens auch hervorragend für schwer erreichbare Bereiche rund um Armaturen, Waschbeckenränder oder schmale Fliesenkanten.

Fragen häufig gestellt

Kann ich Natron über Nacht auf den Fugen lassen?

Das ist normalerweise nicht notwendig. Für gewöhnliche Verschmutzungen reichen etwa 10 Minuten Einwirkzeit und anschließendes Bürsten aus.

Kann ich statt Natron Backpulver verwenden?

Besser ist reines Natron. Backpulver enthält neben Natriumhydrogencarbonat weitere Bestandteile wie Säuerungsmittel und Stärke, die für die Reinigung nicht benötigt werden.

Warum werden die Fugen nach wenigen Tagen wieder dunkel?

Häufig bleiben sie nach dem Duschen lange feucht oder es lagern sich erneut Seifenreste ab. Bei schwarzen Punkten, die trotz Reinigung schnell zurückkehren, sollte zusätzlich auf Schimmel und eine mögliche Feuchtigkeitsursache geprüft werden.

Funktioniert die Methode auch bei Silikonfugen?

Eine milde Reinigung kann oberflächlichen Schmutz entfernen. Ist schwarzer Schimmel jedoch tief in das Silikon eingedrungen, lässt er sich durch Bürsten meist nicht dauerhaft beseitigen; dann kann eine Erneuerung der Silikonfuge erforderlich sein.

Geschrieben von

Margarete

Margarete ist die redaktionelle Stimme von Omas Hausrezepte. Hinter dem Namen steht unsere Redaktion: Wir sammeln traditionelle Familienrezepte und bewährte Haushaltstipps, prüfen Mengen, Zeiten und Temperaturen auf Plausibilität und schreiben sie so auf, dass sie in einer ganz normalen Küche gelingen. Was unklar bleibt, veröffentlichen wir nicht.